Forum: Politik
Leitkultur-Debatte: Habermas und Lederhose
DPA

Schon wieder Streit um die Leitkultur. Dabei ist "Wir sind nicht Burka" genauso unsinnig wie "Wir haben das Grundgesetz". Wann werden die Deutschen endlich normal?

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nele12 04.05.2017, 15:23
40. Eigentlich wollte ich den Artikel gar nicht lesen...

...da er von Herrn Augstein geschrieben wurde und da kommt vieles aus dem Elfenbeinturm. Aber er ist offensichtlich immer für eine Überraschung gut und ich finde diese Kolumne richtig gelungen. Besonders, dass es richtig ist über eine Leitkultur zu diskutieren, weil Teile aus dem Grundsetz überholt sind und es deshalb nicht, wie von vielen gefordert, angewendet werden kann.

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niska 04.05.2017, 15:24
41. Die Leitkulturdiskussion ist die alte Wertediskussion

Eine "deutsche Leitkultur" ist Unsinn, da es keine rein deutschen "Werte" gibt. Es gibt europäische (oder wer will auch: abendländische) Werte der "kulturellen Moderne" (übrigens nach Habermas). Dieser breite und grundsätzliche Wertekonsens wurde im Grundgesetz, das der Autor hier leichtfertig in Frage stellt, sehr gut abgebildet.
Auf die Hauptthese des Autoren bezogen in etwa:
"Wir sind christlich geprägt, aber so tolerant, dass wer Burka zelten möchte das auch tun darf."

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leiendeu 04.05.2017, 15:25
42. Was ist Kultur

Was ist Kultur - aus dem lateinischen: cultus(Langenscheidt - Lateinisch / Deutsch): Lebensweise, Kleidung, Komfort, (Aus-) Bildung, Erziehung, Religion, Sorge tragen für, etc.
An alle Kritiker: Da lohnt es sich doch drüber zu diskutieren und vor allen Dingen daraus Werte abzuleiten, oder?

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Dengar 04.05.2017, 15:26
43.

Zitat von lindenbast
Dass der Innenminister seine Ideen zum Thema 'Leitkultur' von sich gibt, dagegen habe ich nichts. Aber das ihnen zugrundeliegende intellektuelle Niveau finde ich erschreckend. Was er daherbrabbelt, ist von einer Schlichtheit, die auch nicht durch Wahlkampf entschuldigt werden kann. Diskussionsgrundlage? Um Himmels willen. Was Ihre Firma macht, ist eine ....
De Maizières Leitkulturthesen sind nichts anderes als der verzweifelte Versuch, sich von der im arabischen Raum weitverbreiteten religiös-patriachalischen Kultur abzugrenzen und deren Gleichstellung mit unserer zu unterminieren. Zurecht, möchte man sagen, es sei denn, auf Gleichberechtigung der Frauen (von den Rechten von Minderheiten mal ganz zu schweigen) möchte man in Zukunft pfeifen. Daran sollte immer denken, wer diese Diskussion als lächerlich abwürgen möchte.
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rudi_m 04.05.2017, 15:26
44. großstädtische Metropole

Zitat von Ersti1
warum das so ist?! Inwieweit steht Ihnen manch ein Syrer aus Aleppo oder ein Somalier aus Mogadischu ("großstädtische Metropole") näher als ein Deutscher aus dem Landkreis Oldenburg oder aus Plochingen im Schwabenland?
z.B. weil jemand der damals aus dem ausgebombten Hamburg oder Dresden in die Provinz flüchten musste und auch schon damals nicht immer freundlich empfangen wurde, sehr gut Empathie machen kann mit Leuten denen heute ähnliches erfährt. Ob man sich in Hamburg oder Kabul die Hand gibt oder nicht wäre ja wohl die unwichtigste Gemeinsamkeit.

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jan07 04.05.2017, 15:26
45.

Zitat von Mullersun
Sie sollten ihre Vorstellung des "deutschen Provinzlers" und der deutschen Provinz vielleicht überdenken, wenn man bedenkt das kulturelle Verbundenheit wohl mehr beinhaltet als den Lebensraum. Sprache, Religion, Moralverstellung ... alles .....
Sie haben völlig Recht, wobei 'ein wenig Unterschied' noch eine nette Untertreibung ist. Großstädte solcher Dritte-Welt Länder unterscheiden sich erheblich von deutschen Städten. Wer solch einen Unsinn schreibt, dass ihm jemand aus einer somalischen oder afghanischen Großstadt kulturell näher ist als beispielsweise ein Bürger Oldenburgs, den kann man nicht Ernst nehmen.

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UlrichLamprecht 04.05.2017, 15:26
46. meine Güte

Ich gebe Jürgen Habermas völlig recht. Die Idee des GG verbietet eine Leitkultur sondern befördert diffenzierte Kulturen. Allein die Regeln des GG begrenzen sie und das ist ausreichend. Das advertising des de Maizière ist eine einzige Schwafelei und völlig überflüssig und der Artikel des Herrn Augstein (Habermas hin oder her) deutet auf eine gewisse Präpotenz dieses Kolumnisten.

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monopinion 04.05.2017, 15:27
47. Augsteins letzter Satz

hat mich nachdenklich gestimmt "Die Sorge, ob sich auch die Migranten daran halten, spielt dazu im Vergleich eine nachgeordnete Rolle." Solche Relativierungen schreiben sich zwar leicht und erscheinen griffig, aber ich wollte auch nicht lesen "Wir müssen uns um ein paar Pegida-Demonstranten keine Sorgen machen, denn zur Gesamtbevölkerung spielen sie im Vergleich eine nachgeordnete Rolle."

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misterknowitall2 04.05.2017, 15:29
48. @Licht und schatten #20

warum sollte er auswandern? nur weil er die Deutschen provinzler nicht mehr versteht? oder weil er gradezu ketzerisch einen Afghanen als "sympathischer" dargestellt hat als einen Deutschen? da kann ich ihm nur zustimmen. es gibt viele deutsche mit denen ich kulturell nichts zu tun habe. Stichwort pegida.

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hotgorn 04.05.2017, 15:30
49. Leitkultur kann pervertieren.

Wer brav die Patscherchen gibt und seinen Namen buchstabieren kann ist auf einem guten Weg? Wenn sich Thomas D'M auf ein solches Sonderschulniveau begibt kann ich da keine Kultur erkennen. Ich sehe das so man kann auch ohne Glaube und Grundgesetz ein guter Mensch sein und beim Mensch sein müssen auch schwächen vorhanden sein, so war Sokrates der hässlichste und Diogenes lebte in einer Tonne waren aber eine Bereicherung für Deutschland.
Die eifristen Verteidiger der Leitkultur die z.B. in Sachsen einen psychisch Kranken Epileptiker der auf der Flucht war weil ihm gerade Deutschland Schutz, Wohlstand und Mensch sein versprach an einen Baum fesseln, sind in Wahrheit rechte Schlägerbanden, die sich in Pegida und anderen Spielarten des Rechtsextremismus die neue Unkultur Aufbauen. Oder der AfD Mann Höcke dessen Vorname mir entfallen ist der es für unmöglich hält sich zu erinnern und für die Demokratie einzustehen und dies als fehlende Leidkultur anprangert.

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