Forum: Politik
Lernen von Daniel Cohn-Bendit: Schämet Euch nicht!
DPA

Es ist tatsächlich möglich: Die Welt retten und trotzdem tun und lassen, was man will. Es tut auch gar nicht weh - man muss sich nur entspannen wie Daniel Cohn-Bendit.

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steppenwolf81 12.08.2019, 15:00
1.

Eine gelungene Abservierung auf "DCB", diesen nicht ganz angenehmen, aber sehr geschwätzigen Herrn. Verstanden, woher der eigentlich kommt, was er will und was von uns habe ich nie wirklich. Insoweit ist die Kolumne zu ihm auch schon fast überzählig.

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rainer.d.arnold 12.08.2019, 15:14
2. Wahre Größe

Für DCB gilt: Wo ich bin, ist vorne. Das zeugt von einer gewissen Egozentrik und vor allem von ausgeprägtem Selbstbewußtsein. Und machen wir uns nichts vor. Menschen, die so denken und agieren, gehören in aller Regel zur sogenannten wirtschaftlichen, sozialen, gesellschaftlichen oder politischen Elite. Alle anderen sind nur Arbeitssklaven, gesellschaftliches Füllmaterial oder Wahlpöbel, und werden es nie bis nach ganz oben schaffen. Die Frage dabei ist, ob man wirklich zu denen ganz oben gehören will, denn die Privilegien, die es dort gibt, sind auch mit jeder Menge Nachteilen fest verbunden, denn geschenkt bekommt man nichts im Leben.

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Plasmagreen 12.08.2019, 15:23
3. Ins Leere

Was wohl als schnippische Kolumne gegen DCB gemeint war, endet als Rohrkrepierer. Keiner der Kritikpunkte hält stand: wenn Cohn-Bendit Habeck als Kanzlerkandidaten geeigneter hält als Baerbock, darf er das nicht sagen, oder wie? Und was hat das mit einer Frauenquote zu tun? Und: "Wenn die Grünen ehrlich sind, müssen sie sagen: Wählt uns, und alles wird schwieriger." ist doch ein ehrlicher Satz, der wahrscheinlich stimmt, was gibt es da zu kritisieren? Reden nicht alle davon, dass wir uns einschränken müssen, wenn wir es mit dem Klimaschutz ernst meinen?

Eine gewisse Selbstherrlichkeit hatte DCB schon immer an den Tag gelegt und ist nun auch nichts neues. Gehört halt zu seinem Charakter und ist nichts schlimmes, wie ich finde, wenn dies zur Durchsetzungsfähigkeit in bestimmten Positionen genutzt wird. Wenn der Autor ihn deshalb nicht mag, ist das sein gutes Recht, aber deshalb eine schlechtmachende und inhaltslose Schrift verfassen? Sommerloch-Kolumne?

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e.schuermann 12.08.2019, 15:26
4. Als Daniel sich die Haare schneiden ließ

Als Studentenführer in Paris machte Cohn Bendit von sich reden. Auffallend waren seine langen roten Haare. Jahre später trat er für die Grünen in der BRD an, wenn ich recht erinnere, bei den Europawahlen. Auf dem Wahlplakat sollte er wohl einen seriösen Eindruck machen. Lange Haare waren out. Dementsprechend hatte er seine Haare stutzen lassen. Auf mich wirkte er unglaubwürdig. Ein Schwätzer.

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sans_words 12.08.2019, 15:27
5. Präziser gehts kaum

"Es muss ein wunderbares Gefühl sein, vollkommen schamlos durch die Welt zu schreiten."

Präziser kann man die Gebaren von Daniel Cohn-Bendit nicht beschreiben. Wer nicht weiß, was ich meine, googelt den Namen plus den Begriff "Hosenlatz". Eine der abstoßendsten politischen Gestalten und völlig ungeächtet.

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stepanus34 12.08.2019, 15:30
6. Rationale Argumente mit dem Lustprinzip zu verbinden -

...das hat Cohn Bendit immer meisterhaft verstanden. Schon als ihm 5-jährige im Hosenstall rumgefummelt haben. https://m.faz.net/aktuell/politik/inland/daniel-cohn-bendits-paedophile-aeusserungen-und-traeume-12164560.html oder https://www.heise.de/tp/features/Das-Monster-Cohn-Bendit-und-die-Kinder-Alles-ein-grosses-Missverstaendnis-3398960.html oder https://www.google.at/url?sa=t&source=web&rct=j&url=https://m.spiegel.de/spiegel/print/d-94865575.html&ved=2ahUKEwjJsPnks_3jAhVs2aYKHT8fB-IQFjANegQICBAB&usg=AOvVaw1-hbbZEA94AG0_qV8HGH2H Gerade der SPIEGEL HAT recherchiert zu diesem Thema. Dass CB immer noch und immer wieder ne Plattform geboten bekommt...will so gar nicht zu Metoo passen!

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nathan_0815 12.08.2019, 15:32
7. Abgesang

Mehr oder weniger zähle ich mich zu der Generation, der Cohn-Bendit angehört. Daher weiß ich recht viel von ihm und respektiere seine Leistungen und Impulse, die er als „urlinker Vordenker“ der 68er-Bewegung gegeben hat. Dass er sich nun als saturierter, selbstzufriedener und im Establishment ruhender Salonlöwe zurücklehnt und aus gesicherter Distanz und ohne existentielle Nöte die globalen Vorgänge betrachtet und bewertet, sei ihm gegönnt. Damit ist er in guter Gesellschaft aller „Revolutionäre“ seiner Generation, die sich seit langem (gibt es Ausnahmen?) im bürgerlichen Lager ein geschütztes Nest gebaut haben. Es stimmt mich wehmütig, dass Cohn- Bendit nicht realisiert, dass er – wenn er wieder aktiv und auf der Straße politische Haltung demonstrierte – auch als 74-Jähriger gerade in den Verwerfungen unserer Gegenwart ein Vorbild für Jugendliche sein könnte. Das ist leider nicht der Fall. Darum meine Frage: Warum hat dieser alte Mann noch so eine Medienpräsenz?

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spmc-125536125024537 12.08.2019, 15:34
8. Bekanntes Muster

linker Argumentation: "wenn Sie mal genau darüber nachdenken, können Sie mir nur beipflichten". Wurde dann von der Regierung übernommen, die keine Fehler macht, sondern ihr Politik dem dummen Michel lediglich nicht gut genug erklärt.

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b1964 12.08.2019, 15:42
9. Der Autor ist neidisch

Auch bei dreifachem Lesen konnte ich kein Sachargument gegen Herrn Cohn-Bendit lesen. Mir bleibt nur die Erklärung, dass der Autor sich intellektuell unterlegen fühlt und darauf meint, verunglimpfende Polemik sei angebracht. Schwache Leistung!
Cohn-Bendit ist Freigeist und hat sich mit der Gesellschaft sehr tiefgrünfig auseinandergesetzt. Er hat dabei auch immer wieder Positionen verändert infolge besserer Einsicht. Vor allem ist er Europäer! Damit steht er nicht für die Grünen, sondern nur für sich. Sein Verdienst ist es, deutsche und französische Geschichte zu versöhnen ohne zu vergessen und auch immer wieder dafür zu werben, aus der Geschichte zu lernen. Schon deshalb können so wenige was mit ihm anfangen, weil sie keine oder nur rudimentäre Geschichtskenntnisse haben. Auch gehört er zu den wenigen mit unbeirrbaren humanistischen Wertekompass.
Dem Autor sei empfohlen, mal mit Cohn-Bendit zu diskutieren. Man muss seine Meinung nicht teilen, aber einen eigenen Erkenntnisgewinn wird man bekommen. Im besten Sinne des Diskurses.

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