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Lettlands Präsident Raimonds Vejonis: "Russland verfolgt eine aggressive Geopolitik"
REUTERS

Er ist das erste grüne Staatsoberhaupt eines EU-Landes, ökologische Reformen haben bei ihm höchste Priorität. Sorgen macht Lettlands Präsident Raimonds Vejonis vor allem der mächtige Nachbar.

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kontra-aus-Wien 09.03.2019, 23:30
1. Er ist NICHT das erste grüne Staatsoberhaupt eines EU- Landes

Das ist nämlich Van der Bellen in Österreich.

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andreika123 10.03.2019, 00:06
2. immer wieder

der Artikel fängt mit Umweltschutz an, und 3/4 mit russischen Aggressoren.
hat der neue Präsidenten keinen anderen Themen außer Russland?

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ulrich-lr. 10.03.2019, 01:28
3. Nachgefragt?

Bei allem Respekt: Ich fand das Interview relativ handzahm. Was ist denn nun mit dem Minderheitenschutz?

Da war SPIEGEL-TV schon mal kritischer. Bei der Erwähnung des Gesetzes zur "Stärkung der lettischen Sprache" hätte man doch mal nachhaken sollen - schon wegen des in der EU als Wert sehr hochgehaltenen Minderheitenschutzes. Man hätte auch mal nach der lettischen Sprachpolizei fragen können, die verhindern soll, dass Schaufensterauslagen in Russisch beschriftet werden (Deutsch oder Englisch sind kein Problem), und die dafür sorgt, dass VerkäuferInnnen mit schwächeren Lettischkenntnissen Strafen in Höhe eines Monatslohns zahlen müssen oder entlassen werden. Auch russischstämmige Abgeordnete werden zur Zielscheibe.

Sogar die Öffis knöpften sich Lettland deswegen vor. SPIEGEL.TV war richtig investigativ: http://www.spiegel.tv/videos/171656-die-sprachpolizei-von-daugavpils

Sind diese Informationen verloren gegangen?
Da wäre doch die naheliegende Frage: Soll das neue Gesetz, die bekannte Situation noch verschärfen? Stattdessen wird darüber hinweggangen.

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starx07 10.03.2019, 05:58
4. Lettland ?

Die Meinung von Lettland in globalen Sachen ist sicherlich sehr wichtig.

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Trivalent 10.03.2019, 06:56
5. Verständlich,

dass die baltischen Staaten der Regierung in Moskau ein Ärgernis sind. Putin ist ein Machtpolitiker. Seine gegenwärtig einzige Erfolg versprechende Aktivität ist das altbekannte Teilen und Herrschen. So gesehen, sind die Moskau orientierten Bürger dieser 3 baltischen Staaten unter genauer Beobachtung zu halten. Die Stationierung von NATO Truppen mag in erster Linie symbolischen Charakter haben, aber es ist ja auch das politische Agitationsfeld, wo die Pflöcke eingeschlagen werden.

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deeperman 10.03.2019, 06:59
6. Fehler

Erster grüner Präsident eines EU-Landes? Gehört Österreich für den SPIEGEL nicht zur EU??

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hansa54 10.03.2019, 07:03
7. Das nenne ich doch mal investigativ!

Hier wird scharf nach all dem gefragt, was man so hören will! Große Klasse!

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mit66jahren 10.03.2019, 08:30
8. Wasserkraft in Lettland?

Der höchste Berg Lettlands ist laut Wiki 311 Meter hoch und die durchschnittliche Höhe des Landes liegt bei 87 Metern. Eine nennenswerte Energieerzeugung aus Wasserkraft kann ich mir bei diesen geographischen Gegebenheiten nicht vorstellen. Auch die angrenzenden EU-Länder Litauen und Estland sind sehr flach, so dass ein Wasserkraftstrom-Import aus diesen Ländern ausscheidet. Und an eine Stromlieferung aus Russland glaube ich nicht. Strom aus skandinavischen Ländern über Seekabel geleitet wäre aufwendig. Ich denke, Herr Vejonis übertreibt mit den Erneuerbaren etwas.

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frank.ferstl 10.03.2019, 08:46
9. Grüner Präsident?

Hr. Vejonis als grünen Präsidenten zu bezeichnen vermittelt hier ein etwas falsches Bild von Ihm. Er gehört zur Partei der Grünen und Landwirte, die wenig gemein hat mit dem was in Deutschland unter Grünen verstanden wird. Ökologische Reformen haben in dieser Partei und auch für diesen Präsidenten keine Priorität. Beispiel: Einführung von Flaschenpfand, welches von seiner Partei seit 20 Jahren blockiert wird. Die Aufräumaktion am letzten Aprilwochenende ist eine privat organisierte Aktion. Diese hat mittlerweile eine solche Popularität in Lettland, daß Politiker daran teilnehmen müssen, um schlechte PR zu vermeiden. Hr. Vejonis ist schon lange in der Politik und auch ein Teil dieses Post-Sowjet-Filz aus Korrupten und Amtsmissbrauch, den es in allen Ländern Osteuropas gibt. Er gehört nicht zu denen, die sich ausgiebig selber bedient haben. Aber er hat sich dem auch nicht entgegengestellt, was viele Letten eigentlich nach seiner Wahl zum Präsidenten von ihm erwartet haben.

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