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Letztes Mittel Enteignung - richtig so?

Die Regierung hat sich auf ein Gesetz geeinigt, mit dem als letztes Mittel die Aktionäre angeschlagener Banken enteignet werden dürfen. Was denken Sie - sind solche Eingriffe des Staates in Notsituationen zulässig?

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sponcat 17.02.2009, 21:01
1.

Ich bin mal morgen auf die Börse gespannt. Wahrscheinlich werden sich die Aktionäre selbst "enteignen", indem sie diese Schrottpapiere verkaufen...

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forumgehts? 17.02.2009, 21:02
2.

Zitat von sysop
Die Regierung hat sich auf ein Gesetz geeinigt, mit dem als letztes Mittel die Aktionäre angeschlagener Banken enteignet werden dürfen. Was denken Sie - sind solche Eingriffe des Staates in Notsituationen zulässig?
In diesem speziellen Fall wollen wir doch erst mal abwarten, wer am längeren Hebel sitzt - die Aktionäre oder der Staat. Es wäre auch denkbar, dass man auf die Formulierung "Enteignung" nur verfallen ist, um dem gemeinen Volk zu verbergen, dass man ihm eine gewaltige Schweinerei unterjubelt.

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Cisco 17.02.2009, 21:05
3.

Zitat von sysop
Die Regierung hat sich auf ein Gesetz geeinigt, mit dem als letztes Mittel die Aktionäre angeschlagener Banken enteignet werden dürfen. Was denken Sie - sind solche Eingriffe des Staates in Notsituationen zulässig?
Ja, wenn der Staat schon Steuermilliarden hinein pumpt, dann soll der Staat und damit der Steuerzahler auch etwas davon haben. Zumindest verhindert eine Enteignung, dass das Ding (ich schreibe bewusst nicht Bank) völlig den Bach runtergeht und die schönen Steuermilliarden mit.

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newright 17.02.2009, 21:06
4. Die Frage ist

Die Frage ist was tun. Der Staat hat sich bei der HRE dermaßen tief in die Bredouille gebracht, dass es evtl. keine adäquate andere Lösung gibt.
Bisher hat der Staat "nur" Garantien gebracht in Höhe von: "Die Krisenbank wird mit Bürgschaften über 102 Milliarden künstlich am Leben gehalten, davon kommen 87 Milliarden Euro aus Steuergeldern."
D.H der Staat müsste auf einen Schlag 87 Milliarden Euro an neuen Staatsanleihen herausgeben um diese Last zu schultern. Woher könnte der Staat plötzlich 87 Milliarden kriegen?
Wie es aussieht wird der Staat also weiterhin seine Garantien erhöhen um die Garantien nicht bedienen zu müssen. Wenn er die Garantien doch irgendwann bedienen muss wird es knapper als es jetzt schon ist.

Das Signal an die Aktionäre und an andere Länder die als Aktionäre auftreten ist glasklar. Deutschland hat immense Refinanzierungsprobleme und schreckt nicht davor zurück Menschen zu enteignen. Gibt es noch eine Wahl?

Warum die HRE besser funktionieren sollte wenn sie verstaatlicht wird ist mir allerdings schleierhaft.

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shivamoon 17.02.2009, 21:09
5.

Zitat von sysop
Die Regierung hat sich auf ein Gesetz geeinigt, mit dem als letztes Mittel die Aktionäre angeschlagener Banken enteignet werden dürfen. Was denken Sie - sind solche Eingriffe des Staates in Notsituationen zulässig?
Diese Maßnahme wird veheerende Wirkung auf die Investitionsbereitschaft in Deutschland haben.

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Firecreek 17.02.2009, 21:10
6.

Zitat von sysop
Die Regierung hat sich auf ein Gesetz geeinigt, mit dem als letztes Mittel die Aktionäre angeschlagener Banken enteignet werden dürfen. Was denken Sie - sind solche Eingriffe des Staates in Notsituationen zulässig?
Die Enteignung von nicht existierendem Kapital (Spekulationsmasse) kann ja auch ein Segen sein, jedenfalls für den, der frei nach Sakespeare's Merchant of Vernice seine Ladung verloren hat. Enteignung ist auf jedenfall humaner,als Vierteilung.
Allerdings: einem nackten Mann in die Tasche zu fassen, ist auch ein Kunststück.

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Klaus.G 17.02.2009, 21:11
7. Ehemaliger CDU Wähler

der Sozialismus ist jetzt auch in der CDU angekommen. Nie wieder CDU.........

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peter09 17.02.2009, 21:12
8.

Zitat von Cisco
Ja, wenn der Staat schon Steuermilliarden hinein pumpt, dann soll der Staat und damit der Steuerzahler auch etwas davon haben. Zumindest verhindert eine Enteignung, dass das Ding (ich schreibe bewusst nicht Bank) völlig den Bach runtergeht und die schönen Steuermilliarden mit.
Da dem Staat die Mittel fehlen, um wirtschaft lich agieren zu können, wäre es fraglich, wer dann die Papiere bei dieser zeitlich beschränkten Enteignung wieder kaufen möchte. Das Vertrauen würde komplett verschwinden und der Staat würde auf diesen Papieren sitzen bleiben. Dann hat der Steuerzahler richtig was davon.

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Dr. Sorglos 17.02.2009, 21:15
9.

Diese Bank ist insolvent. Sie ist in Euro genau Wert:

nix-nada-nothing-niente-rien.

Was soll da enteignet werden? Hier wird nur populistisch und manipulierend erklärt, wie man das Geld der Aktionäre und die Jobs der Funktionäre auf Kosten der Allgemeinheit rettet.

Mehr nicht!

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