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Liberale in der Krise: FDP-Politiker gehen auf Distanz zu Rösler

Der Abgang von Christian Lindner hat die FDP kalt erwischt, offenbar waren selbst Teile der Parteiführung vorab nicht informiert. Nun ringen die Liberalen um ihren Kurs - manche üben scharfe Kritik am Vorsitzenden Philipp Rösler.

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PRhodan 15.12.2011, 09:06
1. Die Bedeutung der FDP

Das Ausmaß des Desasters dieser Klientelpartei wird nur noch doch das Medienspektakel übertroffen, das in einem diametralen Gegensatz zur Bedeutung dieser Chaostruppe steht. Wen interessieren die noch außer aus berechtigter Schadenfreude? Gibt es nichts Wichtigeres? Und spätestens am 6.1. ist auch Rösler Vergangenheit! Na und?

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janne2109 15.12.2011, 09:07
2. ..........

Zitat von sysop
Der Abgang von Christian Lindner hat die FDP kalt erwischt, offenbar waren selbst Teile der Parteiführung vorab nicht informiert. Nun ringen die Liberalen um ihren Kurs - manche üben scharfe Kritik am Vorsitzenden Philipp Rösler.
wer unbedingt nach oben drängt, andere dafür über die Wupper schubst muss sich nicht wundern wenn der Weg sehr schnell wieder nach unten geht oder selbst irgendwann in der Wupper ersäuft.
Westerwelle hat es vor gemacht, wenn er auch wesentlich langsamer die Genossen geschubst hat und ist ebenfalls in der Wupper ersoffen.

Wie kann man glauben, dass man eine Partei "retten" kann wenn man selbst wenig Erfahrung hat und die hatte Rösler nicht. Er generiert sich so wie wir hier im Blog, nur sieht Parteipolitik eben doch anders aus und wird auch anders gemacht. Seine Karriere kann er sich in die Haare schieben, am besten er bügelt mal schon wieder den weissen Kittel.

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tellmepls 15.12.2011, 09:08
3. ...

Diese Partei ist an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten. Unterhaltungswert ist enorm hoch. Hätte fast das Zeug zu nem neuem Programmkonzept der "Polit Daily Soap" auf RTL.

Dieses Dreikönigentreffen guck ich mir vielleicht mal in voller Länge auf Phönix an. Das könnte mal lustig werden.

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willibrand 15.12.2011, 09:08
4.

Zitat von sysop
Der Abgang von Christian Lindner hat die FDP kalt erwischt, offenbar waren selbst Teile der Parteiführung vorab nicht informiert. Nun ringen die Liberalen um ihren Kurs - manche üben scharfe Kritik am Vorsitzenden Philipp Rösler.
Da gibts nur 2 Wege :
a. auflösen
b. raus aus der Regierung. eine 2 % Partei sollte nicht mehr die Mehrheit gängeln. weg von den Fleischtrögen könnte sie wieder haltlose Versprchungen machen, vielleicht glaubts noch jemand und es funktioniert wieder

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bauagent 15.12.2011, 09:30
5. Liberal?

Zitat von sysop
Der Abgang von Christian Lindner hat die FDP kalt erwischt, offenbar waren selbst Teile der Parteiführung vorab nicht informiert. Nun ringen die Liberalen um ihren Kurs - manche üben scharfe Kritik am Vorsitzenden Philipp Rösler.
Das größte Problem dieser Partei ist, dass sie die liberalen Grundsätze nicht mehr vertritt. So wenig Staat wie nötig. Dabei hat gerade Genscher den liberalen Gedanken begonnen zu zerstören und statt dessen die neoliberalen Gesinnungsgenossen gestärkt, die nichts anderes unterstützen, als ihren Klientel den Hintern voll zu stopfen.

Entgleisungen, wie die des Herrn Westerwelle, der die angebliche spätrömische Dekadenz geisselt, der moniert, dass Hartz IV Empfänger viel zu viel Geld erhalten, signalisieren, dass er den Gedanken der Liberalität gar nicht versteht.

Reformflügel mit Hirsch und Baum wurden konsequent als Alibi - Parteigänger in´s Abseits lanciert und als letzte Liberale Leutheusser-Schnarrenberger in der Partei belassen.
Alle anderen wahren Liberalen sind Hinterbänkler und werden gemoppt.
In dieser Einparteien - Landschaft hätte die FDP durchaus eine Chance gehabt zu überleben.

Jedoch ist der eingeschlagene asoziale Kurs unter Hergabe des liberalen Gedankenguts, insbesondere der Freiheit des Individuums, soweit zugunsten eines unübersichtlichen bürokratischen und sozialistischen Molochs in Brüssel fortgeschritten, dass die Partei keine Existenzberechtigung hat.

Sozialisierung von Unternehmensverlusten, Überwachungsstaat, Umverteilung von Vermögen im großen Stil etc. etc. , alles Punkte, zu denen die FDP klar Stellung beziehen müsste und in der Konsequenz eine ablehnende Haltung hätte einnehmen müssen.

Statt dessen wollen die 3 Bubis den ESM durchwinken, den Überwachungsstaat durch die Hintertür und die Umverteilung in allen gesellschaftlichen Bereichen zulasten des unteren und mittleren Mittelstands hat unerträgliche Ausmaße angenommen.

Der Bundestag ist voll von Spesenrittern und Abnickern. Folglich wird eine solche Partei nicht gebraucht, es gibt sie bereits vierfach, nur mit anderen Farben.

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hierundjetzt59 15.12.2011, 09:32
6.

Die F.D.P braucht niemand mehr. Die Wirtschaft hat längst eine neue F.D.P.

Die Grünen.

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aprilapril 15.12.2011, 09:40
7.

Zitat von janne2109
wer unbedingt nach oben drängt, andere dafür über die Wupper schubst muss sich nicht wundern wenn der Weg sehr schnell wieder nach unten geht oder selbst irgendwann in der Wupper ersäuft. Westerwelle hat es vor gemacht, wenn er auch wesentlich langsamer die Genossen.....
Mal was Grundsätzliches: Führt man den Begriff "Politik" auf seinen griechisch-lateinischen Ursprung zurück, frage ich mich, wo in der FDP gibt es überhaupt Politiker? Ich sehe keine! Das sind Handlanger der Interessen Weniger. Wo ist das dem Allgemeinwohl dienende Handeln?

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zoon.politicon 15.12.2011, 09:41
8. Hätten gleich Westerwelle kalt stellen müssen

Zitat von sysop
Der Abgang von Christian Lindner hat die FDP kalt erwischt, offenbar waren selbst Teile der Parteiführung vorab nicht informiert. Nun ringen die Liberalen um ihren Kurs - manche üben scharfe Kritik am Vorsitzenden Philipp Rösler.
Da hat die FDP aber selber schuld: für einen wirklichen Neuanfang hätten sie Guido Westerwelle doch gleich ganz kaltstellen müssen.

Stattdessen behielt er das Amt des Aussenministers und der damals gerade noch man meisten beliebte (warum eigentlich?) Gesundheitsminister Rösler wurde Parteichef und Vizekanzler, der "Boygroup" wurde (wirklich?) die Macht überlassen. Man hatte den Eindruck, dass sich von den Älteren, Erfahrenen keiner verheizen lassen wollte.

Mir kann es egal sein, denn der einzige Verdienst der FDP liegt aktuell darin, dass jetzt Jeder weiss, wieviel Macht Lobbyisten in unserem Lande haben.

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tellmepls 15.12.2011, 09:50
9.

Zitat von hierundjetzt59
Die F.D.P braucht niemand mehr. Die Wirtschaft hat längst eine neue F.D.P. Die Grünen.
Da haben Sie vollkommen Recht. Witzig ist nur, dass von den neoliberalen Parteien im Moment die Grünen zumindest etwas volkswirtschaftlichen Sachverstand an den Tag gelegt haben. Das ist natürlich nur Geplapper und würde von den Grünen bei Regierungsverantwortung niemals durchgesetzt werden. Aber viel erstaunlicher finde ich den totalen Kompetenzverlust der SPD, der selbst als Opposition nichts besseres einfällt, als auf CDU/FDP Niveau eine wirtschafts- und gesellschaftszerstörende Austeritätspolitik zu verfolgen.

Tut mir Leid, aber die einzigen Parteien, die noch halbwegs sinnvolle Lösungsansätze hervorbringen sind die Linken.

Linke und Piratenpartei sollten die nächste Regierung bilden. Das wäre doch mal was; und es schlechter machen als die 4 neoliberalen Einheitsparteien können sie es garnicht mal.

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