Forum: Politik
Libyen-Bericht der Nato: "Das weltweit größte ungesicherte Arsenal von Waffen"
REUTERS

Die Lage in Libyen ist düster. Zwei Jahre nach dem Sturz von Muammar al-Gaddafi steht das Land vor dem Zerfall. Zu diesem Schluss kommt nach SPIEGEL-Informationen eine Nato-Delegation, die Ende Juni die Region bereiste. Sorgen bereiten vor allem die vielen ungesicherten Waffen.

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David67 07.07.2013, 15:58
30. Da haben sie aber die Geschichte arg gefälscht!

Zitat von lebenslang
scheinbar verstehen die meisten hier entweder garnichts von geschichtlichen entwicklungen oder sie spulen einfach ihren ideologischen durchlauferhitzer durch. die erste regel und die wichtigste : geschichtliche entwicklungen sind nur bedingt planbar und nur bedingt beherrschar. wie sich libyen nach einem sturz gaddafis entwickeln würde war weder planbar noch beherrschbar, allenfalls wünschenswert. ohne dinge zu versuchen oder anstossen zu wollen, gäbe es weder veränderungen noch hoffnung. die veränderungen in der islamischen welt sind im vollen gange und scheinen in ihrer dimension von vielen im westen und vor allem in diesem thread überhaupt noch nicht begriffen worden zu sein, anders ist es nicht zu erklären, dass man meint mit öder anti-westlicher häme politische weitsicht ausdrücken zu können. der westen hat aus afghanistan und dem irak gelernt, er steigt nur noch in konflikte ein die fast sicher planbar und beherrschar sind (zumindest für ihn selbst), deshalb auch der begrenzte einsatz in libyen und die nichteinmischung in syrien (man mischt mit, aber bleibt den grenzen fern).
Mit Lybien wurde ein Staat zerbombt, völkerrechtswirdrig wie auch im Falle des Irakkrieges.
Was sie so schnöde "anstoßen" nennen, sind KRIEGE, die hundertaused Tote bringen, so in Afg, Irak, Lybien und Syrien.
Verantwortliche dafür gehören nach den Haag.
Die Veränderungen im arabischen Raum werden wahrscheinlich islamische/islamistische Staaten bringen, die uns hier im westen noch zu schaffen machen werden.
Wo soll der Westen gelenrt haben, nach Afg, Irak (zwei zerstürten Ländern) hat man es in Lybien wiedergemacht und jetzt versucht es durch Unterstützung der Vollbartmilizen in Syrien. Iran kommt später.
Die USA haben all diese Kriege letztlich verloren, Vietnam, Irak, Afg.
Also bitte, WO ist der LERNEFFEKT?

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Bhur Yham 07.07.2013, 16:08
31.

Zitat von sysop
Die Lage in Libyen ist düster. Zwei Jahre nach dem Sturz von Muammar al-Gaddafi steht das Land vor dem Zerfall.
Fein, daß das mittlerweile auch dem Spiegel auffällt. Bisher war ja Libyen ein Lehrbeispiel für die gelungene Demokratisierung auf Nato-Art. Ein Glück nur, daß angesichts dieser Katastrophe die Mehrheit der Leute in Syrien zusammen mit ihrer Armee und einigen nicht durchgeknallten Staaten diesem Wunschprozeß stark gegenhält.
Es wird ja ohnehin immer schwieriger, die Guten von den Bösen zu unterscheiden. Jetzt haben wir in Ägypten einen dummen Militärstreich, bei dem es Tode auf allen Seiten gab. Trotzdem ist das viel besser als in Syrien, wo es keinen Militärstreich gab. Der wäre dort zwar extrem wünschenswert, kommt aber einfach nicht.
Mal sehen, was die systemischen Märchenerzähler noch alles aus dem Hut zaubern werden, um dem deutschen Michel zu helfen, Gut und Böse weiterhin klar auseinanderhalten zu können.

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edmond_d._berggraf-christ 07.07.2013, 16:22
32. Gewinner und Verlierer der Knechtung Libyens durch Inkasso Washington

Der große Sieger heißt auch in Libyen wie immer China, denn diesem war die alte libysche Regierung zumindest lästig, mit all ihren Plänen für eine afrikanische Einheit; auch hat die Knechtung Libyens allen anderen kleinen, aber rohstoffreichen Ländern gezeigt, daß sie dringend auf Schutz angewiesen sind und dies wird China nützen, da dies beim Abschluß von Handelsverträgen sehr vorteilhaft ist. Daß sich das rohstoffreiche Südafrika um diese Zeit der BRIC Gruppe angeschlossen hat, mag hier Bände sprechen.
Was die VSA und ihre Lakaien gewonnen oder verloren haben, läßt sich noch nicht sagen, aber zumindest die Ermordung des VS-Gesandten in der Rebellenhochburg deutet daraufhin, daß die VSA mit den neuen Herren noch viel Freude haben könnten, immerhin haben viele von ihnen schon in Mesopotamien und Baktrien gegen die VS-Truppen gekämpft; auch droht hier die Ölförderung durch den Ausbruch eines Bürgerkrieges zum Erliegen gebracht zu werden und dies dürfte dann den Einmarsch erzwingen.

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ambulans 07.07.2013, 16:45
33. wenn

man sich das anschaut, was da so einige "sehr speziell ausgestattete" persönlickeiten (briten und franzosen dürfen sich hier durchaus angesprochen fühlen) wissend, aber in vollkommener selbstgewisser/-gerechter verblendung, angerichtet haben, könnte man ohne allzu große probleme auf definitiv undemokratische ideen kommen. ich lege ausdrücklich wert darauf, es trotzdem nicht zu tun ...

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loanz 07.07.2013, 17:08
34. Irak

Zitat von akh2010
ein weiterer beweis dafür dass diese sog. "revolutionen" gar keine sind. irak zum beispiel.. seit wievielen jahren hersschen dort immer noch angst und schrecken... schaut auf ägypten.. die kriegen es bis jetzt immer noch nicht hin und wissen nicht was sie wollen. jetzt lybien... alle diese völker wünschen sich ihre alten machthaber zurück weil es unter Ihnen keine probleme gab.. schaut was aus syrien geworden ist. der westen soll endlich aufwachen und die unterstützung der teroristen in syrien stoppen!!! wenn assad fällt sind die islamisten da und das land endet wie alle anderen...
Falls du es noch nicht mitbekommen haben. Im Irak gab es keine Revolution, sondern einen illegalen westlichen Angriffskrieg mit einem Regierungswechsel und einem Besatzungsregime. Abgesehen davon ist das Thema Irak nicht zu vergleichen mit Libyen, Syrien usw.
Denn im Irak hat das US-Amerikanische Besatzungsregime von einem auf den anderen Tag die irakischen Streitkräfte aufgelöst und auch die Baath-Partei + sie rausgeschmissen. Dazu noch unzählige staatliche Betriebe privatisiert. Somit gab es dann plötzlich Millionen von arbeitslosen Iraker. Aus dem Irak wollte das Besatzungsregime im übrigen einen neoliberalen Musterstaat bauen.

Wenn man schon alles durcheinander wird, dann sollte man sich wenigstens vorher informieren.

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Hape1 07.07.2013, 17:10
35. ...

Zitat von lebenslang
(...) der westen hat aus afghanistan und dem irak gelernt, er steigt nur noch in konflikte ein die fast sicher planbar und beherrschar sind (zumindest für ihn selbst), deshalb auch der begrenzte einsatz in libyen und die nichteinmischung in syrien (man mischt mit, aber bleibt den grenzen fern). (...)
Häh? Wenn "der Westen" aus Afghanistan und Irak gelernt hätte, bräuchten wir heute nicht zum Thema Libyen und Syrien schreiben.

Verstanden? ;-)

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Neurovore 07.07.2013, 18:15
36.

Zitat von wynkendewild
...Die Politk des Westens beruht darauf Konkurrenten zu zertrümmern. Was man hier fälschlicher Weise als Nationbuilding bezeichnet.
Nicht des Westens. Der USA. Man kann entweder der Beste sein, indem man besser als alle anderen ist oder indem man dafür sorgt, dass alle anderen schlechter sind.

Was glauben Sie, wohin die ganzen kampferprobten und schwerbewaffneten Fanatiker oder die Millionen an Flüchtlingen ziehen werden. Über den Atlantik oder übers Mittelmeer? Die paar, die es dann tatsächlich nach Übersee verschlägt, dienen als Rechtfertigung für den weiteren Ausbau der NSA und den Abbau der Bürgerrecht.

Man muss neidlos anerkennen, dass die USA da ganze Arbeit geleistet haben...

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zukunft007 07.07.2013, 18:22
37. Sorgen

Zitat von sysop
Die Lage in Libyen ist düster. Zwei Jahre nach dem Sturz von Muammar al-Gaddafi steht das Land vor dem Zerfall. Zu diesem Schluss kommt nach SPIEGEL-Informationen eine Nato-Delegation, die Ende Juni die Region bereiste. Sorgen bereiten vor allem die vielen ungesicherten Waffen.
so so,die Nato sorgt sich...
klingt nicht sehr glaubwürdig.

Libyen ist für Waffenschmieden ein Paradies. Gut im Geschäft sind Frankreich und Italien. Nun zieht Großbritannien nach - und schickt ein ganzes Kriegsschiff voller Rüstungsgüter.
Libyen: Europäer buhlen um Rüstungsaufträge und Waffengeschäfte - SPIEGEL ONLINE

anschliessend
Uno-Bericht: Libyen liefert massenweise Waffen nach Syrien und Mali
Uno-Bericht: Libyen liefert Waffen nach Syrien und Mali an - SPIEGEL ONLINE

die Geschäfte laufen doch,oder nicht?

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Hape1 07.07.2013, 18:22
38. ....

Zitat von loanz
Falls du es noch nicht mitbekommen haben. Im Irak gab es keine Revolution, sondern einen illegalen westlichen Angriffskrieg mit einem Regierungswechsel und einem Besatzungsregime. Abgesehen davon ist das Thema Irak nicht zu vergleichen mit Libyen, Syrien usw. (...)
Häh......im Irak gab es einen "illegalen Angriffskrieg"......und wie nennst du das, was in Libyen passiert ist?

Doch nicht etwa Revolution?

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lifeguard 07.07.2013, 19:25
39.

Zitat von Hape1
Häh......im Irak gab es einen "illegalen Angriffskrieg"......und wie nennst du das, was in Libyen passiert ist? Doch nicht etwa Revolution?


ich für meinen teil nenne es schon so. weil es das nämlich war. der krieg tobte bereits, bevor irgendjemand eingriff und gaddafis drohungen gegen die bewohner benghasis waren hinlänglich bekannt, oder ?

und warum sind dann 10tausende in richtung tobruk und ägyptische grenze geflohen, als die regierungstruppen richtung osten marschierten?

manchmal glaube ich, das viele leute tatenlos dabei zugeguckt hätten, wenn es in benghasi ein blutbad gegeben hätte.

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