Forum: Politik
Libyen - darf der Westen Waffen an die Aufständischen liefern?

Dass der Westen die Kräfte, die Staatschef Gaddafi stürzen wollen, unterstützen soll, darüber herrscht Einigkeit. Über die einzelnen Maßnahmen jedoch wird gestritten. Soll die Nato über die Flugverbotszone hinaus aktiv werden? Sollen auch Waffen an die Aufständischen geliefert werden?

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Ulrich Berger 23.04.2011, 20:35
530. Hans58 #508

Zitat von Hans58
Der UNSR hat vor der Resolution 1973 die Resolution 1970 verabschiedet, die die von Ihnen geforderten Möglichkeiten enthält. Der nicht eingetretene Erfolg dieser von Ihnen geforderten Möglichkeiten ist erkennbar und fand ihren Niederschlag in der Resolution 1973.
Sachlich ist das natuerlich richtig.
Allerdings wurde Resolution 1970 am 26.Februar 2011 verabschiedet, Resolution 1973 folgte bereits am 17.Maerz 2011 - wie sollen innerhalb von nur 3 Wochen ueberhaupt
Erfolge erreichbar sein?
Eindeutig: als 1970 verabschiedet wurde, war 1973 bereits geschrieben und es musste wenigstens eine kleine Anstandsfrist eingehalten werden, nun darf legal von einer Seite gemordet werden.
Und nun die Gelegenheit fuer alle Interessierten, endlich die Antisemitismus-Keule auszugraben: wie lange gibt es eigentlich wieviele Resolutionen gegen Israel, die, ohne
die geringste Beruecksichtigung zu finden, absolut folgenlos existieren?

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neonknight_ger 24.04.2011, 10:17
531.

Zitat von camillotorres
Europa kann nicht tatenlos zusehen, wie hier die Menschenrechte mit Füssen getreten werden und die Griechen in die totale Armut verfallen. Deshalb ist eine NATO-Bombardierung zum Schutz der griechischen Bevölkerung unbedingt notwendig. Die ehrenwerten westlichen Staatsführer, wie Nikolas Zarkotzi, David Chameleon und Baracke Obusher, die auf der ganzen Welt besorgt sind die Menschenrechte durchzusetzen, sollen sich nicht nur über ihren ehemaligen Freund Gaddafi echofieren, sondern auch über ihren Spezi Papandreou sich aufregen, der ganz brutal das Austeritätsprogramm des IWF und von Brüssel durchsetzt. Dann hält sich Papandreou nicht an die eigenen Gesetze. Die griechische Regierung entschied Land für eine Mülldeponie freizugeben, in der Nähe von Ovriocastro, eine Gegend mit wichtigen archäologischen Funden aus prähistorischer bis hellenistischer Zeit. Zu beachten ist, das Ministerium für Kultur deklarierte das Gebiet als geschützt in den Jahren 1980 und 1995. Seit der Verkündung der Pläne für eine grosse Mülldeponie, hat die Bevölkerung heftig dagegen protestiert und sich auf den Schutz der wichtigen Kulturgüter berufen. Aber wie immer, gehen private Geschäftsinteressen vor, welche die Regierung gegen das Volk durchsetzt.
Sie hatten uns dieses Geschwurbel doch schon neulich einmal zugemutet, meinen Sie, es würde durch ständige Wiederholung besser? Dann schönen Gruß vom Osterhasen.

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neonknight_ger 24.04.2011, 10:22
532.

Zitat von Ulrich Berger
Sachlich ist das natuerlich richtig. Allerdings wurde Resolution 1970 am 26.Februar 2011 verabschiedet, Resolution 1973 folgte bereits am 17.Maerz 2011 - wie sollen innerhalb von nur 3 Wochen ueberhaupt Erfolge erreichbar sein? Eindeutig: als 1970 verabschiedet wurde, war 1973 bereits geschrieben und es musste wenigstens eine kleine Anstandsfrist eingehalten werden, nun darf legal von einer Seite gemordet werden.
Es wäre von Seiten der de-facto-Diktatoren-Unterstützer natürlich viel besser gewesen, eine richtig große Anstandsfrist zu wahren. Zumindest ein bisschen länger Zeit hätte man Gaddafi geben sollen, illegal weiter zu morden; denn dann hätte sich das Problem von selbst gelöst, und zwar ganz in seinem Sinne.

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ewspapst 24.04.2011, 11:55
533.

Zitat von neonknight_ger
Es wäre von Seiten der de-facto-Diktatoren-Unterstützer natürlich viel besser gewesen, eine richtig große Anstandsfrist zu wahren. Zumindest ein bisschen länger Zeit hätte man Gaddafi geben sollen, illegal weiter zu morden; denn dann hätte sich das Problem von selbst gelöst, und zwar ganz in seinem Sinne.
Können Sie sich noch an Ihre Forderungen erinnern, doch in Kunduz die vielen Toten vorzuführen, da gab es doch naoch Ihrer Meinung ohne Leichen keine Toten.
Nun werden Sie uns sicher die vielen ermordenten Libyer vorführen, die das Schicksal von Gaddafi traf und nicht von der so fiedfertigen NATO, aber bitte nicht von irgendwelchen abskuren URL.

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namlob 24.04.2011, 12:10
534.

Zitat von sysop
Dass der Westen die Kräfte, die Staatschef Gaddafi stürzen wollen, unterstützen soll, darüber herrscht Einigkeit. Über die einzelnen Maßnahmen jedoch wird gestritten. Soll die Nato über die Flugverbotszone hinaus aktiv werden? Sollen auch Waffen an die Aufständischen geliefert werden?
Das Grundproblem besteht doch darin, dass der Westen Gaddafi mit Waffen - unter anderem auch mit Streubomben und Giftgas ausgestattet hat.

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Hans58 24.04.2011, 12:25
535. Nie mehr einen Titel...

Zitat von Hans58
Der UNSR hat vor der Resolution 1973 die Resolution 1970 verabschiedet, die die von Ihnen geforderten Möglichkeiten enthält. Der nicht eingetretene Erfolg dieser von Ihnen geforderten Möglichkeiten ist erkennbar und fand ihren Niederschlag in der Resolution 1973.
Zitat von Ulrich Berger
Sachlich ist das natuerlich richtig. Allerdings wurde Resolution 1970 am 26.Februar 2011 verabschiedet, Resolution 1973 folgte bereits am 17.Maerz 2011 - wie sollen innerhalb von nur 3 Wochen ueberhaupt Erfolge erreichbar sein? Eindeutig: als 1970 verabschiedet wurde, war 1973 bereits geschrieben und es musste wenigstens eine kleine Anstandsfrist eingehalten werden, nun darf legal von einer Seite gemordet werden…
Die Resolution 1973 wurde am 11. März 2011 von der Arab. Liga beschlossen und unmittelbar danach von Libanon in den UNSR eingebracht. Wie kann sie dann schon am 26. Februar 2011 geschrieben worden sein?????

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ulisan 24.04.2011, 12:59
536.

Zitat von sysop
Dass der Westen die Kräfte, die Staatschef Gaddafi stürzen wollen, unterstützen soll, darüber herrscht Einigkeit. Über die einzelnen Maßnahmen jedoch wird gestritten. Soll die Nato über die Flugverbotszone hinaus aktiv werden? Sollen auch Waffen an die Aufständischen geliefert werden?
Mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln beide Seiten entwaffnen, das wäre wohl die richtige Option. Damit wieder verhandelt und mit Argumenten gestritten wird.

Waffen an eine Seite liefern, bedeutet den Tod vieler unschuldiger Zivilisten auf der anderen Seite. Und auch die große Mehrheit der Gaddafi-Unterstützer sind keine bewaffneten Killer sondern Zivilisten, die ein Leben in Frieden wollen.

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neonknight_ger 24.04.2011, 13:45
537.

Zitat von ewspapst
Können Sie sich noch an Ihre Forderungen erinnern, doch in Kunduz die vielen Toten vorzuführen, da gab es doch naoch Ihrer Meinung ohne Leichen keine Toten.
Ich schrieb genau genommen: Ohne Leiche kein Verbrechen, wie es u.a. von Ihrer Seite in grober Verkennung der rechtlichen und tatsächlichen Umstände angenommen wurde. Dass es bei dem Luftangriff bei Kunduz Tote gegeben hat, ist nicht zu bezweifeln.

Zitat von
Nun werden Sie uns sicher die vielen ermordenten Libyer vorführen, die das Schicksal von Gaddafi traf und nicht von der so fiedfertigen NATO, aber bitte nicht von irgendwelchen abskuren URL.
Das ist lächerlich. In dem Kunduz-Fall wurden die Leichen sofort beerdigt worden waren, sodass eine Spurensicherung nicht mehr statt finden konnte, vor allem konnte die Behauptung nicht mehr überprüft werden, dass es sich bei den Toten um Unbewaffnete und Unbeteiligte gehandelt haben soll. Dies berichteten übereinstimmend auch jene Medien, die im Zusammenhang mit dem von Oberst Klein angeordneten Luftangriff von einem "Massaker" sprachen.

Es ist im Übrigen eine weitere eklatante geistige Fehlleistung von Ihnen, von mir zu verlangen, Leichen von einem Massaker vorzuweisen, von dem ich schrieb, dass die NATO es verhindert habe.

Wie dem auch sei: Dass Gaddafi unbewaffnete Demonstranten hat niederschießen lassen, und dass es dabei zu Toten kam, ist durch zahlreiche Augenzeugen und Medienberichte hinlänglich gut dokumentiert, genauso wie seine Ankündigung, in Bengazi ein Blutbad veranstalten zu wollen.

Aber wenn Sie demnächst mal wieder von "zahlreichen" zivilen Opfer von NATO-Luftangriffen schwadronieren möchten, überlegen Sie es sich bitte ziemlich genau, welche Maßstäbe Sie an die Glaubwürdigkeit IHRER Quellen anlegen möchten - Gaddafis Propaganda konnte an harten Fakten auch nur ein paar LEERE Gräber vorweisen.

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neonknight_ger 24.04.2011, 13:47
538.

Zitat von ulisan
Mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln beide Seiten , das wäre wohl die richtige Option. Damit wieder verhandelt und mit Argumenten gestritten wird. Waffen an eine Seite liefern, bedeutet den Tod vieler unschuldiger Zivilisten auf der anderen Seite. Und auch die große Mehrheit der Gaddafi-Unterstützer sind keine bewaffneten Killer sondern Zivilisten, die ein Leben in Frieden wollen.
Für so einen friedenserzwingenden Einsatz wäre ich auch. Allerdings benötigen Sie dazu die Zustimmung Rußlands und Chinas für ein Mandat für Bodentruppen. Außerdem wäre das ein Job für arabische Streitkräfte.

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Ernst August 24.04.2011, 14:14
539. Bomben, Bomben - Bomben auf Sirte und Tripolis

Zitat von lebenslang
vielleicht sollten sie mal in die neuesten meldungen aus misrata scheuen, der kleine teil wird größer. für gaddafi wird es enger und selbst auf seine westlichen despotenfreunde wird er sich nicht verlassen können, die wollen starke dem westen feindlich gesinnte kräfte, keine loser.

Hier was für Leute die gute Dinge für Libyer scheuen wie der der Teufel das Weihwasser.

Vergessen sie das übliche Gestrüpp in dem Artikel das nötig ist um veröffentlicht zu werden und konzentrieren sie sich auf diese Kernaussagen die ihnen gewiss das Osterfest versauen und sie nach noch mehr Bomben schreien lassen.


Zitat:

Die Erklärung ist nicht ganz absurd, wenn man die Dynamik betrachtet, die die libysche Metropole seit der von Gaddafi 2004 eingeleiteten Liberalisierung zu einer einzigen Baustelle macht. Schöne neue Wohnquartiere entstehen, aber auch Luxushotels schießen aus dem Boden.



Familienförderung ist in Libyen vorbildlich

Von dem auf dem Ölreichtum des Landes gegründeten Aufschwung seit dem Ende des Embargos profitierten alle Libyer; die staatliche Sozialhilfe beträgt jährlich rund 1000 Dollar und für kinderreiche Familien gibt es Läden mit besonders preiswerten Lebensmitteln.

Auch die Familienförderung ist in Libyen vorbildlich. Brautpaare erhalten 64.000 Dollar, um eine Wohnung erwerben zu können, und für ein Neugeborenes bezahlt der Staat 7000 Dollar. Wer ein Unternehmen gründet oder ein Geschäft eröffnet, erhält ein einmaliges Startkapital von 20.000 Dollar. Die Ausbildung und die medizinische Versorgung sind im libyschen Staatssozialismus kostenlos, Frauen werden wie nirgendwo in der arabischen Welt gefördert.


Bevölkerung im Westen steht hinter Regime

Von diesen Leistungen, meinte Khalid, könnten die Ägypter oder Syrier nur träumen, manche Europäer ebenso. Schon deshalb würden die Rebellen scheitern, die nur ein Viertel der libyschen Bevölkerung repräsentierten. Gaddafi habe sein Volk seit den Nato-Angriffen bewaffnet, achtzig Prozent der Bevölkerung im Westen Libyens stehen hinter dem Regime.

Tatsächlich sieht man junge Libyer mit umgehängten Kalaschnikows, die Checkpoints kontrollieren oder staatliche Gebäude bewachen. Wer sein Volk bewaffne, sagt Dr. Baschir, könne keine Angst vor ihm haben. Von den Geheimdiensten, die ein dichtes Terrornetz über die libysche Gesellschaft werfen, ist nichts zu hören. Stattdessen sagt Baschir lächelnd: "Die Wahrheit ist immer besser als jedes Make-up.“



http://www.welt.de/politik/ausland/a...r-Gaddafi.html

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