Forum: Politik
Libyen - darf der Westen Waffen an die Aufständischen liefern?

Dass der Westen die Kräfte, die Staatschef Gaddafi stürzen wollen, unterstützen soll, darüber herrscht Einigkeit. Über die einzelnen Maßnahmen jedoch wird gestritten. Soll die Nato über die Flugverbotszone hinaus aktiv werden? Sollen auch Waffen an die Aufständischen geliefert werden?

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nahal 26.04.2011, 16:20
610.

Zitat von ewspapst
Wenn Sie denn so gut bescheid wissen, meine Frage an Sie: Ist Saudi Arabien ein Rechtsstaat oder ein Unrechtsstaat?
Saudi-Arabien ist ein Staat, wo die elementarsten Menschnrechte mit Füssen getreten werden.
Dieser Staat befindet sich in einer Gesellschaft mit ungefähr zwei Drittel aller Staaten.
Zur Zeit schiesst aber die Armee dieses Staates nicht auf die eigene Bevölkerung, was sich aber schnell ändern kann.
Um beim Thema zu bleiben:
Wenn es so weit sein sollte, kann man sich darüber erneut unterhalten.

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Peter Uhlemann 26.04.2011, 16:33
611.

Zitat von nahal
Das Morden findet, ursächlich, unabhängig einer "Einmischung" statt, und zwar durch die Despoten.
Es wird aber durch die gewaltsame Einmischung verstärkt und zwar das Morden von allen Seiten. Anstatt Öl ins Feuer zu giessen sollte man lieber durch diplomatische Interventionen versuchen die Wogen zu glätten.

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Peter Uhlemann 26.04.2011, 16:37
612.

Zitat von freed&democ
Denn natürlich wirkt und zielt die Intervention im militärstrategisch günstig gelegenen Libyen (Mittelmeeranrainer) auch auf Syrien und schützt und stärkt die Demokratiebewegung im gesamten arabischen Raum.
Das ist aber eine sehr gewagte These, die m.E. weder Hand noch Fuss hat. Gerade zeigt sich doch in Syrien, dass Assad von der Intervention in Libyen offenbar in keinster Weise beeindruckt ist. Würde man Ihre Vorstellungen konsequent fortführen, dann müsste man sofort Syrien bombardieren und hätte vorher schon den Jemen und Bahrain bombardieren müssen. Tut man das nicht, macht man sich doch endgültig völlig unglaubwürdig.

Umgekehrt wird eher ein Schuh daraus. Durch die militärische Einmischung in Libyen weckt man eventuell Hoffnungen in manchen Oppositionsbewegungen, ein gewaltsamer Aufstand würde durch Militärschläge der Nato unterstützt. Hoffnungen die völlig unrealistisch sind, die die Nato nicht erfüllen kann.

Wie kommen Sie eigentlich darauf, dass das alles "Demokratiebewegungen" sind? Gerade die Aufständischen in Libyen machen doch einen sehr durchwachsenen Eindruck. Was ist denn, wenn nach Gaddafi eine andere Clique von Despoten mit Hilfe der Nato an die Macht kommt?

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Peter Uhlemann 26.04.2011, 16:45
613. Jemen

Im Jemen scheint sich übrigens was zu bewegen:

http://de.reuters.com/article/topNew...73P0DT20110426

Und das ohne gewaltsame Einmischung fremder Staaten.

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Leto_II. 26.04.2011, 16:48
614.

Zitat von Peter Uhlemann
Das ist aber eine sehr gewagte These, die m.E. weder Hand noch Fuss hat. Gerade zeigt sich doch in Syrien, dass Assad von der Intervention in Libyen offenbar in keinster Weise beeindruckt ist.
Welch schweres Kriegsgerät hat Assad denn bis jetzt eingesetzt? Die Panzer sind bis jetzt als mobile Deckung im Einsatz, nicht als Waffenplattform. Ohne Libyen gäbe es vielleicht schon Hama 2.0.

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Peter Uhlemann 26.04.2011, 16:58
615. Langsam wirds kindisch

Zitat von Leto_II.
Welch schweres Kriegsgerät hat Assad denn bis jetzt eingesetzt? Die Panzer sind bis jetzt als mobile Deckung im Einsatz, nicht als Waffenplattform. Ohne Libyen gäbe es vielleicht schon Hama 2.0.
Sie meinen, Tote zählen nur, wenn sie durch "schweres Kriegsgerät" umgebracht wurden?

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skruffi 26.04.2011, 17:03
616. Welche Frage?

Zitat von Leto_II.
Welch schweres Kriegsgerät hat Assad denn bis jetzt eingesetzt? Die Panzer sind bis jetzt als mobile Deckung im Einsatz, nicht als Waffenplattform. Ohne Libyen gäbe es vielleicht schon Hama 2.0.
Es kann doch niemand allen Ernstes glauben, dass sich die
syrischen Militärs (vielleicht noch nicht einmal Assad)von dem NATO-Eingriff in Libyen irritieren lassen. Und wenn die ihre Panzer einsetzen wollen, werden sie es tun.
Die Gesamtverhältnisse sind doch ganz andere. In Libyen hatte man leichtes Spiel, Gaddafi relativ isoliert in der
Arabischen Welt. Wer Syrien angreift, hat es direkt mit dem
Iran und den Hisbollah zu tun. Deshalb werden die Maßstäbe,
die in Libyen gegolten haben, hier (und auch woanders) nicht gelten. Wetten?
Man hätte wahrscheinlich viel zu viel Angst, dass der
instabile Libanon und Israel mit involviert wären. Kommt
der Blutsbruder Iran dazu, hat das unübersehbare Folgen.
Ich befürchte, dass auch daran ein zweites Hama nichts ändern würde.

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god is a dj 26.04.2011, 17:09
617.

Zitat von Peter Uhlemann
Wie kommen Sie eigentlich darauf, dass das alles "Demokratiebewegungen" sind? Gerade die Aufständischen in Libyen machen doch einen sehr durchwachsenen Eindruck. Was ist denn, wenn nach Gaddafi eine andere Clique von Despoten mit Hilfe der Nato an die Macht kommt?
Französische Revolution 1789: Wer kam an die Macht? Angetreten mit dem Slogan Freiheit, Brüderlichkeit und Gleichheit das Terrorregime Robbesspierres und danach der Diktator Napoleon. Trotzdem will wohl keiner heute diese Revolution in der Geschichte Europas missen, schon gar nicht die Fanzosen.

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neonknight_ger 26.04.2011, 17:10
618.

Zitat von ewspapst
Ich hatte Sie danach gefragt. Finden Sie dafür keine Antwort?. Wenn Sie denn so gut bescheid wissen, meine Frage an Sie: Ist Saudi Arabien ein Rechtsstaat oder ein Unrechtsstaat?
Gibt es irgendwelche vernünftigen Zweifel daran, dass die saudische Regierung nicht an Recht und Gesetz ihres Landes gebunden ist?

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Leto_II. 26.04.2011, 17:12
619.

Zitat von Peter Uhlemann
Sie meinen, Tote zählen nur, wenn sie durch "schweres Kriegsgerät" umgebracht wurden?
Das Regime hat einschlägige Erfahrung und es greift bis jetzt nicht darauf zurück. Fakt. Beim Rückgriff auf diese Erfahrung käme man mit dem Zählen kaum nach.

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