Forum: Politik
Libyen - darf der Westen Waffen an die Aufständischen liefern?

Dass der Westen die Kräfte, die Staatschef Gaddafi stürzen wollen, unterstützen soll, darüber herrscht Einigkeit. Über die einzelnen Maßnahmen jedoch wird gestritten. Soll die Nato über die Flugverbotszone hinaus aktiv werden? Sollen auch Waffen an die Aufständischen geliefert werden?

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skruffi 05.05.2011, 10:25
710. Nicht zu früh jubeln

Zitat von january54
Gaddafis Truppen blockieren Hilfslieferungen,und beschiessen Schiff im Hafen von Misurata! Auch NUR Propaganda?
Ob die Turnschuhrebellen gewinnen werden oder nicht,
ist zur Zeit nicht absehbar.
Wenn der Westen sich weiterhin in diesen innerafrikanischen Konflikt einmischt und auch noch
Waffen an die Rebellen liefert, schafft er vielleicht
ein schönen Grundstock für Al-Quaida.
Niemand kann wissen, ob nicht nach einem Sieg der REbellen
eine Dikatur die andere ablöst. Möglicherweise kommt es
dann zu einem Blutbad der Rebellen unter den Gaddafi-
Anhängern in Tripolis. Und dann. Wird dann die NATO die
REbellen angreifen?

Interessanter Link:
http://www.zeit.de/politik/ausland/2...kairo-abkommen

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skruffi 05.05.2011, 10:44
711. Vorsicht geboten

Zitat von january54
Gaddafis Truppen blockieren Hilfslieferungen,und beschiessen Schiff im Hafen von Misurata! Auch NUR Propaganda?
Ob die Turnschuhrebellen gewinnen werden oder nicht,
ist zur Zeit nicht absehbar.
Wenn der Westen sich weiterhin in diesen innerafrikanischen Konflikt einmischt und auch noch
Waffen an die Rebellen liefert, schafft er vielleicht
ein schönen Grundstock für Al-Quaida.
Niemand kann wissen, ob nicht nach einem Sieg der REbellen
eine Dikatur die andere ablöst. Möglicherweise kommt es
dann zu einem Blutbad der Rebellen unter den Gaddafi-
Anhängern in Tripolis. Und dann. Wird dann die NATO die
REbellen angreifen?

Interessanter Link:
http://www.zeit.de/politik/ausland/2...kairo-abkommen

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skruffi 05.05.2011, 10:52
712. Vorsicht geboten

Zitat von january54
Gaddafis Truppen blockieren Hilfslieferungen,und beschiessen Schiff im Hafen von Misurata! Auch NUR Propaganda?
Ob die Turnschuhrebellen gewinnen werden oder nicht,
ist zur Zeit nicht absehbar.
Wenn der Westen sich weiterhin in diesen innerafrikanischen Konflikt einmischt und auch noch
Waffen an die Rebellen liefert, schafft er vielleicht
ein schönen Grundstock für Al-Quaida.
Niemand kann wissen, ob nicht nach einem Sieg der REbellen
eine Dikatur die andere ablöst. Möglicherweise kommt es
dann zu einem Blutbad der Rebellen unter den Gaddafi-
Anhängern in Tripolis. Und dann. Wird dann die NATO die
REbellen angreifen?

Interessanter Link:
http://www.zeit.de/politik/ausland/2...kairo-abkommen

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mehrlicht 06.05.2011, 14:23
713. Reuters meldet: Gaddafi liefert Waffen an Rebellen

Sudan hat Truppen an die Grenze von Libyen verlegt um zu verhintern ,dass Libyen Waffen an die Rebellen in Darfur liefert. Genug Waffen muss Gaddafi noch haben ,wenn er noch welche verschenken kann.

http://af.reuters.com/article/sudanN...BrandChannel=0
Ok das war jetzt ne Schlagzeile ,wie sie die Bildzeitung machen würde.

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Jürgen Meyer 07.05.2011, 12:13
714.

Pro Gadaffi ! Alle 850 Stämme Libyens verurteilen koloniale Aggression des Westens
Das ist der Megagau für die Politik der USA und der Willigen .

Alle Vertreter der Stämme des Landes verurteilen die koloniale Politik der Kreuzzüge und den Krieg des Westens gegen das Land.

Auch die Stämme aus dem Osten fordern die Eiheit des Landes und stellen sich ganz offensichtlich gegen den Westen.

Damit ist der Krieg der USA und der Willigen gegen Libyen endgültig gescheitert.

Die Konferenzteilnehmer wollen eine Nationale Konferenz einberufen.

Die Konferenzteilnehmer fordern eine Generalamnesty für die Kämpfenden des Bürgerkrieges für einen Neuanfang und die Konferenz bezeichnet in einer Erklärung die Rebellen als Veräter.

Zudem wird ein Friedensmarsch zur Entwaffnung der Rebellen im Osten geplant.

Die Stämme geloben, nicht mit Gadaffi zu brechen und ihn nicht im Stich zu lassen.

Libya tribal meeting calls for general amnesty | ABS-CBN News | Latest Philippine Headlines, Breaking News, Video, Analysis, Features

However, parts of the statement referred to rebels as "traitors" and pledged not to "abandon" or "forsake" Libyan strongman Moamer Kadhafi, whose ouster the rebels are demanding, raising doubts about both calls for reconciliation and the overall representativeness of the conference.

The statement also called for marches to "liberate" rebel-held towns.
"The conference also calls all Libyan tribes neighbouring the towns and cities hijacked by armed groups to move peacefully in popular marches to liberate those highjacked towns, disarming the armed rebels," it said.

It is unclear how disarming the rebels could be accomplished peacefully, and no further details were provided.

YouTube - National Conference for Libyan Tribes, Tripoli 5 May 2011

Mittlerweile hat auch der Papst ein Ende der Nato-Aggression gefordert .

Ist der Versuch des Sturzes von Gadaffi gescheitert
und wird der Westen dann weiterhin auf politischen Mord von Gadaffi oder seiner Söhne und Töchter setzen und
Selbstjustiz wie ja angeblich im Falle Bin Laden praktiziert dort auch betreiben ?

Krieg und Frieden in Rom: Der Vatikan fordert ein Ende der NATO-Luftangriffe gegen Libyen. Der Westen müsse statt dessen mit Staatschef Muammar Al-Ghaddafi verhandeln, erklärte Monsignor Giovanni Innocenzo Martinelli. Der Apostolische Vikar lebt seit 40 Jahren in Libyen und hat in den vergangenen Wochen wiederholt auf die zivilen Opfer des NATO-Bombardements aufmerksam gemacht. Der Bischof hat die Unterstützung des Papstes. Vatikansprecher Federico Lombardi sagte laut dapd, der Heilige Stuhl unterstütze seinen langjährigen Gesandten in Tripolis. Martinelli sei »eine Autorität, die die Situation kennt«.

In einem Interview mit AP ging Bischof Martinelli mit den NATO-Staaten ins Gericht. Der Westen habe keinerlei Recht, »ein Land zu betreten und den Führer zu eliminieren, weil er Verbrechen verdächtigt wird«.
06.05.2011: Stoppt das Töten (Tageszeitung junge Welt)

Beweisbilder: Nato bombardiert Schule in Libyen
YouTube - LIbya. Tripoli. Bombes. film 6012.

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Jürgen Meyer 07.05.2011, 12:33
715.

Zitat von Jürgen Meyer
Pro Gadaffi ! Alle 850 Stämme Libyens verurteilen koloniale Aggression des Westens Das ist der Megagau für die Politik der USA und der Willigen . ... Beweisbilder: Nato bombardiert Schule in Libyen YouTube - LIbya. Tripoli. Bombes. film 6012.
Damit die Links funzen

http://www.youtube.com/watch?v=1rqLQ...layer_embedded

http://www.abs-cbnnews.com/global-fi...eneral-amnesty

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carahyba 10.05.2011, 16:20
716. Nachrichten-black-out

Zitat von Jürgen Meyer
Pro Gadaffi ! Alle 850 Stämme Libyens verurteilen koloniale Aggression des Westens Das ist der Megagau für die Politik der USA und der Willigen . Alle Vertreter der Stämme des Landes verurteilen die koloniale Politik der Kreuzzüge und den Krieg des Westens gegen das Land. Auch die Stämme aus dem Osten fordern die Eiheit des Landes und stellen sich ganz offensichtlich gegen den Westen. Damit ist der Krieg der USA und der Willigen gegen Libyen endgültig gescheitert. Die Konferenzteilnehmer wollen eine Nationale Konferenz einberufen. Die Konferenzteilnehmer fordern eine Generalamnesty für die Kämpfenden des Bürgerkrieges für einen Neuanfang und die Konferenz bezeichnet in einer Erklärung die Rebellen als Veräter. Zudem wird ein Friedensmarsch zur Entwaffnung der Rebellen im Osten geplant. Die Stämme geloben, nicht mit Gadaffi zu brechen und ihn nicht im Stich zu lassen. ...
Zuerst sollte man das Nachrichtenloch konstatieren, diese Stammesversammlung gab es wahrscheinlich nicht, denn in der westlich orientierten Presse taucht die nirgendswo auf.

Wie im ihrem Beitrag dargestellt ist das der Supergau fuer die humanitaeren imperialen Interventionisten. Die Aktion ist auf der ganzen Linie gescheitert, auch ein Mord an Gaddafi wuerde ihnen politisch jetzt nichts mehr nuetzen. Deshalb auch der Versuch zwei Tage vor der Ratsversammlung Gaddafi zu ermorden. Ziel war den Staemmen ihre Gallionsfigur zu nehmen, die ein Teil ihrer politisch-kulturellen Identitaet ist. Zum anderen wollte man die Stammesfuehrer einschuechtern, diese Ratsversammlung nicht abzuhalten.

Ein guter Schachzug war das Amnestieangebot, dadurch werden Stammesangehoerige nicht mehr bereit sein die radikal-islamistischen Rebellen zu unterstuetzen, die nun lediglich als Wurmfortsatz der USA-EU-NATO-Interventionisten gesehen werden.

Die idiotische Interventions-Aktion, unter dem Deckmantel des westlichen Humanismus, von dem durchgeknallten Mini-Empereur losgetreten, ist voll in die Hose gegangen.

Um das nicht eingestehen zu muessen, braucht man ein paar Vorzeige-Rebellen, ulkigerweise radikale Islamisten, die man mit Bombardements unterstuetzen muss und zur Macht verhelfen will.

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HansOch 10.05.2011, 20:03
717. Zurückrudern!

Das seltsame Schauspiel um Osama hat Lybien, wo unverdrossen weiter bombardiert wurde, gleichsam in den Windschatten versetzt. Der Vertreter der katholischen Kirche vor Ort hatte seine Stimme schon längst erhoben und auf das Leiden hingewiesen. Nun hat auch der Papst sich geäussert.
man muss jetzt zur Kenntnis nehmen.

Ich stimme zu, es sieht inzwischen so aus, als ob man sich die Gelegenheit der viel zitierten Jugendbewegung - springtime in Middle East - für ein RegimeChange - wie sanft sich das anhört - in Lybien nicht entgehen lassen wollte.

Oben wurde gesagt, ein mittelalterliches Regime zu Fall bringen. Das ist wohl eher bourgeoise und unhistorische Verunglimpfung. Wenn man so einen Wohlfahrtsstaat aushebelt – hier wird er förmlich zerschlagen, bietet man nichts weiter an, als verstärkten sozialem Wandel. Für einige – ganz sicher Wenige - eine Chance. Wir hatten das nach der Gorbatschow-Wende. Dass viele direkt Betroffene entwurzelt wurden, der Anerkennung für ihr Lebenswerk beraubt wurden ... Auf Deutscher Seite wurde der Wandel ja masssiv abgefedert. Und in Lybien verlangt man auch noch so einen hohen Preis.
An einigen Biografien bei West-Intellektuellen kann man es sehen. Zumindest zeitlich fällt zusammen, viele von ihnen werden zu in der Gunst der Medien stehenden Unternehmern in eigener Sache und zu Sprachrohren der Herrschenden, Mächtigen. Instantphilosophie, Instantmoral ersetzt gesellschaftlichen Impetus (Mediokratie) . Man sieht sie Schmusekater in den Talkrunden. Der Erwartung ist, sie an der Spitze ihrer früheren „Freunde“ zu sehen, versuchen sie vorauseilend nachzukommen.

Viele derselben Gelehrten, die in Kossowo und Bosnien zum ersten Mal als Fürsprecher militärischer Hilfe auftraten, konnte man jetzt wieder bewundern …. wie sie bedrängten. Die alten Parallelen aus der deutschen Geschichte aus deutschem Sündenfall wurden wieder hervorgeholt. Sie selbst von oft in ihrer Vergangenheit vorhandenen ganz linken Gewissheiten zum Mediokratieteilnehmer - - Teilhaber gewendet. Oft jetzt Gesellschaftliche Reputation findend im Kreis der Mächtigen. (als Hündchen) Sie trieben an zum Eingreifen – zum Krieg. Sie selbst auch Bestandteil eines Kriegs der Bilder, der wohl jetzt unverzichtbar ist.

Es kann und konnte auf den Lybienbildern der Rebellenseite, (pardon: mit (importiertem) Premierminister) immer noch nicht die ansprechenden sympathischen der Chancen beraubten Jugendlichen erkennen, obwohl man sich die Medienfachleute so viel Mühe geben mit der Präsentation. Turnschuhkrieger.
Als erstes musste mal ein Fernsehsender her...

Ganz klar kommt es auf die Zahl – Unzahl – der Opfer an. Zieht doch keinen Wischi-Waschi-Idelaismus heran…

Was den Westen anbetrifft, die Willigen, warum sollte man nicht zurückrudern können? Um Gottes Willen - nicht noch forcieren!!!!! Sonst werden sie allesamt wirklich noch zu Kreuzrittern.... sehen aus wie atavistische religiöse aber auch rassistische Menschenverächter. Intervention sollte den Schlächtern in den Arm fallen, aber Bürgerkrieg nicht erst in Gang setzen, sondern – durch die zwischen den Verfeindeten Stehenden sollte Moderation ermöglicht werden. So ist das doch nicht gemeint: Demokratie liesse sich nicht von aussen aufpfropfen. Balkanisierung ...
H.

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HansOch 10.05.2011, 20:18
718. zurückrudern ergänzung

dieses kleine Schreibfeld ist etwas irritierend. Sorry!

Zur Kenntnis genommen werden muss natürlich, was die Volksvertreter von Lybien, die Organisation der Stämme und Clans beschlossen hat.
Gesichtsverlust gibt es nicht!
H.

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e_d_f 11.05.2011, 16:35
719. Na klar!

Zitat von sysop
Dass der Westen die Kräfte, die Staatschef Gaddafi stürzen wollen, unterstützen soll, darüber herrscht Einigkeit. Über die einzelnen Maßnahmen jedoch wird gestritten. Soll die Nato über die Flugverbotszone hinaus aktiv werden? Sollen auch Waffen an die Aufständischen geliefert werden?
Na klar! Je früher das Gemetzel ein Ende hat, desto besser für die Libyer. Je früher Gaddafi weg ist, desto humaner ist das Ganze in der Bilanz. Mit Gaddafi geht doch gar nichts mehr; der Typ hat sich nach dem Gemetzel an seinem Volk vollends diskreditiert. Oder gibt es hier irgendwen, der mit dem Dauerdiktator noch in irgendeiner Form zusammenarbeiten würde? Es wäre doch gelacht, wenn dieser Wüstenclown und Mörder von der NATO nicht früher oder später weggebombt werden würde. Auf die Dauer kann der das gar nicht durchhalten. Also fleißig weiter bomben. Aus humanitären Gründen. Je früher das Regime zusammenbricht, desto besser. Und bitte dann auch gleich weg mit dem korrupten Gaddafi-Clan und insbesondere den verzogenen Söhnen des Despoten! Freiheit für Libyen!!!

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