Forum: Politik
Libyen-Einsatz: Berlin lässt seine Verbündeten alleine kämpfen

Die USA, Frankreich und Großbritannien wollen Diktator Gaddafi mit Waffengewalt stoppen - ohne Hilfe der Bundesrepublik. Kanzlerin Merkel und*ihr Vize*Westerwelle scheuen eine militärische Beteiligung.*Mehr deutsches Engagement*in Afghanistan soll die Verbündeten beruhigen.*Reicht das?

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namlob 21.03.2011, 19:15
780. .......

Zitat von rabenkrähe
....... Ist das wirklich so? Warum wird dann nicht in Bharain eingegriffen, wo die Protestbevölkerung nicht minder brutal niedergehalten wird, wo sogar saudische Truppen zum Einsatz kommen, und zwar in Kenntnis der USA.
Erstens gibt es keine Bitte der Arabischen Lige und kein Mandat der UN.
Außerdem sind im Islam Querelen zwischen den Sunniten und den Schiiten "normal".

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timewalk 21.03.2011, 19:23
781. Banausen

Zitat von namlob
Erstens gibt es keine Bitte der Arabischen Lige und kein Mandat der UN. Außerdem sind im Islam Querelen zwischen den Sunniten und den Schiiten "normal".
Ausserdem ist es egal was ein Europa anreiner macht "in unserem Land"?

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rabenkrähe 21.03.2011, 21:19
782. Schizo

Zitat von Dr.Albogri
Meinen Sie wirklich,daß unsere Lage bündnispolitisch besser wäre,wenn wir in der UN positiv abstimmen,den Miltitäreinsatz aber den USA usw. überließen.. Das würde neben der Ankühlung des Verhältnisses uns auch noch den berechtigten Vorwurf des schizophrenen Handelns und ein gebündeltes Maß an Verachtung einbringen; dem Angriffskrieg die Stimme leihen,dann aber beim Einsatz die Verbündeten im Stich lassen.
......

Es ist dann doch die Frage, was wirklich schizophren ist: Beispielsweise ein US-Präsident, der einen Friedensnobelpreis erhielt, aber weiter Bomben und von ihm ach so strikt abgelehnte Folterlager läßt, oder internationale Organisationen, die bei einem Völkermord an Tschetschenen oder der Gewaltherrschaft in diversen arabischen Staaten die Augen fest verschließt, aber gegenüber Libyen nun ein demonstratives Feuerwerk veranstaltet.
Ich finde, daß unsere armselige Tigerenten-Regierung ausnahmsweise mal etwas richtig gemacht hat. Abgesehen halt von ihrer Enthaltung, die sie in nicht eben erfreuliche Nähen rückt. Eine Zustimmung zum Entschluß ohne aktive Teilnahme an den "Maßnahmen" wäre sicher der noch klügere Weg gewesen.
rabenkrähe

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Dr_Lecter 21.03.2011, 22:03
783. Resolution

Zitat von Dr.Albogri
Ach,ja die Sz; wenn die Merkel für den Einsatz gestimmt hätte, hätte die SZ wieder gegeifert..Kriegstreiberei usw.diesmal pazifistisch..Befürworter der Regierungshaltung ist übrigens auch Steinmeier.. Ist der auch mit seinem Außenministeramt geschrumpft,liebe SZ.
Selbst in der CDU gibt es viele namhafte Politiker, die der Auffassung sind - und es für Richtig gehalten hätten - dass man der UN-Resolution durchaus hätte zustimmen können (sollen / müssen).

Zumal man diese ja ohnehin als eigene Position vorgibt. Der Einsatz von deutschen Soldaten war damit nicht verknüpft. Man hätte das - wie man es ja auch jetzt macht - vorher, währenddessen und hinterher deutlich kommunizieren können.

Jetzt ist es Wischi-Waschi. Die klare Haltung wird bemängelt, nicht der Einsatz deutscher Truppen (da sind sich - auch aus verfassungsrechtlichen Gründen fast alle einig).

Es geht um das peinliche, taktische und instinktlose Verhalten von Merkel und Westerwelle. Auch wenn die Deutschen im Regelfall gegen Kriegsbeteiligungen sind, als überzeugender Friedenspolitiker wird Westerwelle nicht wahrgenommen.

Nicht dass man ihm unterstellen muss, dass er für den Krieg wäre, aber er trifft mal wieder den falschen Ton und macht erneut Fehler. Alles aus populistischen Gründen, weil er krampfhaft - und das ist es was einen stört - versucht, sich bei der Bevölkerung anzubiedern. Aber das nimmt man ihm wie gewohnt - zu Recht - nicht ab.

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crocman 22.03.2011, 06:45
784. antwort

Zitat von rabenkrähe
....... Ist das wirklich so? Warum wird dann nicht in Bharain eingegriffen, wo die Protestbevölkerung nicht minder brutal niedergehalten wird, wo sogar saudische Truppen zum Einsatz kommen, und zwar in Kenntnis der USA.
Weil für Bahrain kein Hilferuf der Arabischen Liga kam...oder für den Jemen

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Fangio 22.03.2011, 11:00
785. Nein. Kommt einem vor

Zitat von sysop
Mehr deutsches Engagement in Afghanistan soll die Verbündeten beruhigen. Reicht das?
wie der Ablasshandel in Mittelalter und Antike. Gemessen am aussenpolitischen Imageverlust Deutschlands, ist es auch noch ein ganz schlechter Deal.
Besser wäre ein Ja zur No-Fly-Zone gewesen, und man hätte in einer Zusatzerklärung unter Verweis auf Grundgesetz und Bundestag eine militärische Beteiligung ausgeschlossen. Das wäre auch für die Bündnispartner eher nachvollziehbar gewesen.

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ixania 23.03.2011, 01:26
786. .

Zitat von bibernell
möchte ich meine Frage wiederholen, eine Frage, die so oder anders, leider nur "hier und da" gestellt wird: . Wie steht die Chance, den einen Schurken um die Macht des nächsten Schurken auszuhebeln ? Ich sehe immer nur Horden wild gestikulierender und ballernder junger Männer. Ab und zu mal ein stolzer Greis dazwischen. Wie ist die "Struktur" der Rebellen, die Gesinnung der Anführer, die Bildung der Gefolgschaft ? Freiheit und demokratisches Bestreben : Worthülsen oder ernsthaftes Ansinnen ? Wo sind die Frauen ?
Der naechste wird aber unser schurke sein, big difference!

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namlob 23.03.2011, 10:09
787. .......

Zitat von timewalk
Ausserdem ist es egal was ein Europa anreiner macht "in unserem Land"?
Unfug.
Es gibt eine EURO mediderrane Zusammenarbeit mit den Mittelmeerländern. Lediglich Libyen macht dort nicht mit.
http://de.wikipedia.org/wiki/Euro-me..._Partnerschaft

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