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Libyen: Milizen bekennen sich zu Entführung von Premier Seidan
AlArabiya

Der libysche Regierungschef Ali Seidan ist in der Nacht zum Donnerstag verschleppt worden - von Milizen, die formell dem Innenministerium unterstehen. Sie behaupten, er befinde sich bei guter Gesundheit. Die Entführung ist eine Vergeltung für die Gefangennahme eines Qaida-Kommandeurs.

ehFrank 10.10.2013, 11:25
1. Begrenzte Haltbarkeit von CIA-Schöpfungen

Die von der CIA organisierten und Saudi Arabien finanzierten "Oppositionellen" gegen den lybischen Staat unter Gaddafi haben nach der Zerschlagung des weltweit fast einzigen schuldenfreien Staates ihre Schuldigkeit getan. Das Land wird dem Chaos überlassen und ein Beispiel für Fortschritt ohne Zinsschuld-Abhängigkeit zertrümmert. Die mit den Öleinnahmen finanzierte Infrastruktur, unter anderem das weltweit größte Trinkwasser Projekt Great-Man-Made-River-Projekt wird ausländischen Konzernen zur Beute.
Richard Keeble: The Secret War Against Libya

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maradonnes 10.10.2013, 11:28
2. ein Grund mehr

Zitat von sysop
Der libysche Regierungschef Ali Seidan ist in der Nacht zum Donnerstag verschleppt worden - von Milizen, die formell dem Innenministerium unterstehen. Sie behaupten, er befinde sich bei guter Gesundheit. Die Entführung ist eine Vergeltung für die Gefangennahme eines Qaida-Kommandeurs.
Solche Nachrichten bestärken in dem Wunsch, keine Waffen in Krisenregionen zu liefern.
Demokratie ist halt etwas, was mit Waffen nicht kompatibel ist. Und die Umgangsformen mit Regierungschefs sin eher weniger demokratisch

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sysiphus-neu 10.10.2013, 11:37
3. Vorschlag

Ich wäre sehr dafür, die Hauptschuldigen am libyschen Desaster direkt mit den Folgen ihres verbrecherischen Krieges zu konfrontieren. Einfach die Herren Obama, Sarkozy, Cameron und Levy am Fallschirm über dem kaputten Land abwerfen und die "Dankbarkeitsbezeugungen" der nunmehr befreiten Libyer abwarten...

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Fernspäher 10.10.2013, 11:40
4. was haben wir da wieder angerichtet?!

Wahrscheinlich fragen sich die USA schon selber erschreckt: "Was haben wir da wieder angerichtet?!" Ich glaube, seit bewiesen ist, dass die von den USA unterstützten Rebellen in Syrien Giftgas eingesetzt haben, werden die USA so schnell keine Islamisten mehr unterstützen, egal ob als Opposition gegen Staaten die mit Russland Geschäfte machen, oder als Regierung die ausschließlich mit den USA Geschäfte machen.

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ehFrank 10.10.2013, 12:02
5. Sie sollten sich fragen:

Zitat von Fernspäher
Wahrscheinlich fragen sich die USA schon selber erschreckt: "Was haben wir da wieder angerichtet?!" Ich glaube, seit bewiesen ist, dass die von den USA unterstützten Rebellen in Syrien Giftgas eingesetzt haben, werden die USA so schnell keine Islamisten mehr unterstützen, egal ob als Opposition gegen Staaten die mit Russland Geschäfte machen, oder als Regierung die ausschließlich mit den USA Geschäfte machen.
Cui bono? Die Saat des Terrors die weltweit von der CIA gestreut wurde ist aufgegangen. Destabilisierung und Zerstörung ganzer Staaten sind die erwünschte Folge. Sadam Hussein, Gaddafi und auch der Iran haben das Petrodollar-System der USA gefährdet, und damit die wirtschaftliche Grundlage des Imperiums. Fällt der Petrodollar, so fällt die USA. Bilden sich rings um Saudi Arabien von der USA unabhängige Nationalstaaten, ist das eine Gefahr für die Diktaturen am Golf, speziell Saudi Arabien.
Jegliches Menschenrechts- und Demokratiegefasel der USA ist nur der Vorwand für eine imperiale Politik der Unterwerfung anderer Nationen.

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