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Libyen: Rebellen schnappen britische Elitesoldaten

Peinliche Panne für die britische Geheimdiplomatie: Ein Regierungsvertreter und bis zu acht Elitesoldaten der Spezialeinheit SAS wurden in Libyen von Rebellen festgenommen. Offenbar sollten sie Verhandlungen mit den Aufständischen aufnehmen.

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TekDa74 06.03.2011, 13:52
20. Nachbarlaänder und arabische Liga das ich nicht lache

Zitat von schwarzer Schmetterling
und der Jeep ist abgebrannt! Statt schon wieder den nächsten Konflikt anzufummeln, sollten sich doch bitte die direkten NAchbarn und die arabische Liga erstmal positionieren, notfalls auch Anstandskontingente für die Hilfe der Aufständischen stellen, die wohl eher aus Stammesinteressen handeln, statt aus Sehnsucht zur Demokratie. Humanitäre Hilfe für alle - ja. Militäraktionen ohne UN-Mandat - nein. Alles andere geht gegen den Westen. Wenn die Araber keine Hilfe wünschen, sollte man ihnen den Wunsch erfüllen.
Die Nachbarländer bzw.ihre Regierenden fürchten doch selber um ihr Dasein.Die sind sich doch gegenseitig nicht grün.Es wäre ein Wunder wenn keine Bürger-oder Stammeskriege in der Region entstehen.

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opar 06.03.2011, 14:03
21. Die Libyer sind nicht in der Lage

für die Sicherheit eines Diplomaten zu sorgen.
In solchen Zuständen gibt es auch immer genug Banden, die sich einfach bereichern wollen.

Sich ohne eigenen Schutz in eine solche Gegend zu begeben, wäre Schwachsinn.

Wenn das die Rebellen, mit denen der Diplomat reden will, nicht begreifen können, dann können wir uns ja schon mal wieder ausmalen, wie es mit Libyen weitergehen wird.

Zu viel Testosteron und zu wenig Nachdenken hat noch nie zu einer besseren Welt geführt.

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problematix 06.03.2011, 14:05
22. kein Zwang

Zitat von openklaus
Die wenigen Meldungen über französiche Mirage-Kampf-Jets und "Engländer auf Kontakt-Mission" lassen erahnen was den nordafrikanischen Ländern angetan wurde von den "Wirtschaftsnationen" dieser Welt. Die soziale Balance ist in vielen Ländern dieser Welt gestört bis zerstört und mein ganzes Mitgefühl gilt den Menschen die jetzt darunter leiden müssen. Wer kein Herz im Kopf hat darf weiterhin seinen Verstand benutzen diesen Bürgerkrieg zu erklären !
Wer ein Gehirn hat wird dieses zur Kenntnis nehmen, sich aber auch fragen, wer noch im Spiel ist/war und sich zumindest bald fragen, warum die Herrschenden vor Ort ihr Land so dumm regieren.

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problematix 06.03.2011, 14:07
23. falsches Jahrhundert

Zitat von raindoc
und sollte er doch - wider vieler erwartungen - diesen bürgerkrieg überdauern, so kann sich der westen sein "vertrauen" wohl auch wieder erkaufen...
Der Zug ist abgefahren, wetten?

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Gandhi 06.03.2011, 14:15
24. Duemmer geht's nicht

Wenn die Rebellen Kontakt mit den Briten (oder anderen Demokratieexporteuren) haetten aufnehmen wollen, dann haetten sie einen der Ihren zur entsprechenden Botschaft nach Kairo geschickt.

Doch das haben sie nicht getan, weil sie ihre eigene Revolution realisieren wollen, nicht die irgendeines 'Freundes'.

Grossbritannien hat das Duemmste getan, was man tun konnte. Ein solcher Schritt war von den Rebellen ganz bewusst ausgeschlossen worden, weil sie dem Diktator keine billigen Argumente liefern wollten.

Wenn die Rebellen genau so dumm waeren wie die "Kontaktsucher", wuerden sie diese wegen antirevolutionaerer Umtriebe dorthin befoerdern, wo sie hingehoeren.

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Dette 06.03.2011, 14:31
25. Null

Zitat von robbitob
Der Westen ist gut beraten, wenn er die Füße still hält. Es ist die Revolution der arabischen Völker. Die Einmischung liefert nur Futter für antiwestliche Strömungen. Das die Britten in militärischer Geheimdiplomatie machen ist nicht nur peinlich, sondern ein Bärendienst für den Westen. Wenn die arabische Liga um Unterstützung für Libyen bittet und der Westen offen ein Unterstützungsangebot macht, kann niemand daraus eine Verschwörungstheorie stricken. Man könnte natürlich auch fragen, ob die Britten sich nicht Sympathie bei den zukünftigen Machthabern erschleichen wollten, an allen anderen Europäern vorbei. Na denn, tolles Europa.
Wohl wahr!
Klar wollen sich die Tommies wieder einschleimen, was sonst? Sicher geht es nicht um here Ziele, sondern den Fuss in der Tuer zu haben.
Natuerlich ist es insgeamt fuer den Westen ein Dilemma: Man will helfen, darf aber eigentlich nicht. Und die islamischen Brueder sind noch paralysierter. Von den wenigen islamischen Nicht-Despotenlaendern kommt absolut Null.

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intenso1 06.03.2011, 14:50
26. ...

Zitat von schwarzer Schmetterling
und der Jeep ist abgebrannt! Statt schon wieder den nächsten Konflikt anzufummeln, sollten sich doch bitte die direkten NAchbarn und die arabische Liga erstmal positionieren, notfalls auch Anstandskontingente für die Hilfe der Aufständischen stellen, die wohl eher aus Stammesinteressen handeln, statt aus Sehnsucht zur Demokratie. Humanitäre Hilfe für alle - ja. Militäraktionen ohne UN-Mandat - nein. Alles andere geht gegen den Westen. Wenn die Araber keine Hilfe wünschen, sollte man ihnen den Wunsch erfüllen.
Ich bin auch der Meinung das wir uns dort nicht militärisch einmischen sollten, es ist Sache der arabischen Liga. Wir haben doch ein warnendes Beispiel den Irak und Afghanistan.

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motztgern 06.03.2011, 15:19
27. Angst ?

Vor was denn ? Wie sollte Gaddafi das ausnutzen und warum wird es dann an die grosse Glocke gehängt ? Ich kann die Skepsis gegenüber dem Westen verstehen, doch sollten die Aufständischen nicht vergessen, dass die Propaganda Gaddafis mit dafür verantwortlich ist.

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raindoc 06.03.2011, 15:24
28.

Zitat von problematix
Der Zug ist abgefahren, wetten?
auf innenpolitischer ebene wird es sicher schwierig. für kurze zeit. aber mit sinkenden benzinpreisen wird sich die breite masse westlichen welt sicherlich damit abfinden können.

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Rheinwein 06.03.2011, 15:27
29. Verdeckte Kriegführung ist kein Diplomatie

Ein Diplomat ist ein Regierungsvertreter, der sein Land gegenüber anderen Regierungen vertritt; in diesem Fall gegenüber Gaddafi.

Wird dieser Diplomat in Begleitung einer Elite-Einheit aber im Territorium von Rebellen erwischt, die Gaddafi stürzen wollen, dann ist er dort nicht als "Diplomat" unterwegs, sondern als Strippenzieher in eigener Sache. Auf gut deutsch: als Spion, schwerbewaffnet mit einer Kriegseinheit.
In der Fachsprache heisst das: Verdeckte Kriegführung!

Gaddafi hat der britischen BP, nach deren Plattform-Desaster vor der US-Küste, die Bohrrechte vor Lybiens Küste verkauft. Das britisch-amerikanische Öl-Kartell ist die einzige (!) noch gesunde Industrie der Briten.

Die "eigene Sache" der Briten ist mithin nicht (!) die Sache der Rebellen. Wer sich noch fragt, was Englands "eigene Sache" in einer Ölregion ist, dem ist nicht mehr zu helfen...

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