Forum: Politik
Libyen: Rebellen verjagen Gaddafi-Truppen aus Adschdabija

Die umkämpfte Stadt Adschdabija ist wieder unter Kontrolle der libyschen Rebellen. Die Truppen von Machthaber Gaddafi zogen ab, zurück blieben ausgebrannte Panzer.

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riwa4 26.03.2011, 22:48
160. Geschichte

Zitat von c++
Was ist das denn nun für ein dümmliches Argument? Weil wir in D mal eine Diktatur hatten, muss man nun alle Propagandaberichte unreflektiert nachplappern?
Wer historisch begründete Argumente als "dümmlich" abqualifiziert, bestätigt eins:

"Die Geschichte ist ein großartige Lehrmeisterin, sie hat leider keine Schüler."

Sie zählen erkennbar auch nicht dazu. Deshalb können Sie auch nicht verstehen was in Libyen gerade passiert. Das übrige haben Ihnen die anderen Foristen ja schon erklärt.

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gunman 27.03.2011, 10:58
161. Opportunitätsprinzip

Zitat von mczosch
Wenn Gaddafi so ein lieber Kerl und Wohltäter ist, müsste er doch vor freien Wahlen keine Angst haben. Oder habe ich da was falsch verstanden? Wenn Gaddafi abdankt, ist der Bürgerkrieg in wenigen Stunden beendet. Gaddafis Luftwaffe und Artillerie hat darüberhinaus keinen zivilisatorischen Auftrag, sondern ist ein Tötungsinstrument, welches aktiv gegen dicht bevölkerte Städte eingesetzt wird. Solange sie nicht glaubhaft begründen können, dass alle Einwohner dieser Städte Aufständische im Sinne von Kombatanten sind, dürfte ihr Argument falsch sein. Ihre Zweifel machen das nicht besser. Diese Stammeskriegs-Geschichte wird nicht wahrer, auch wenn Peter Scholl-Latour meint, die in jeder Sendung neu aufwärmen zu müssen. Sein Wissen ist schlichtweg "veraltet" und somit wertlos. Des Weiteren empfehle ich, sich mit den Auswirkungen des Nasserismus auf Libyen auseinanderzusetzen, was er scheinbar auch nicht getan hat. Die restlichen Segnungen des Gaddafi-Regimes sind bereits während des Königreichs vorhanden gewesen. Gaddafi hat es - wie jeder jüngst abgesägte arabische Potentat - geschafft, sich im Wertschöpfungssystem seines Landes an prominenter Stelle einzunisten. Was die "Entwicklungshilfe" durch den "König der Könige von Afrika" angeht, der Tschad (und auch Äqypten) kann ihnen da mal ein paar Geschichten erzählen. Schon mal daran gedacht, das Gaddafi der Imperialist ist? Der Abgesang einer Diktatur ist immer ihre blutigste Phase.
Alles auch bekannt. Wenn Sie jetzt bitte noch erklären, warum der Westen Gaddafi 40 Jahre lang hat gewähren lassen so wie 30 Jahre lang Mubarak und weshalb die USA Sadam in den 70igern und 80igern mit Waffen beliefert haben usw.

Darüber hinaus warten die Menschen im Iran, Nordkorea und in vielen anderen Ländern immer noch auf Freiheit.

Sie sehen, Politik passiert nach dem Opportunitätsprinzip. Dass es also gerade jetzt in Libyen tatsächlich um Menschenrechte geht, ist danach so gut wie ausgeschlossen und lediglich das Verkaufsargument der gegenwärtigen Politik gegenüber uns Bürgern, die meinen, frei zu sein.

Schlusswort: Diese Politik ist zum Kotzen, bzw. kann man gar nicht genug essen, um sich an dieser Stelle gepflegt zu übergeben.

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dresdner68 28.03.2011, 14:40
162. Rebellen verjagen Gaddafi-Truppen

Der Regierung in Libyen kann man im derzeitigen innerlibyschen Konflikt lediglich vorwerfen, einem bewaffneten Aufstand mit Waffengewalt zu begegnen.
Die Verlogenheit der NATO zeigt sich allein schon in der Begründung der Bombenangriffe. Die libysche Regierung ist mit Flugzeugen und schweren Waffen gegen Zivilisten vorgegangen, die nun beschützt werden müssen.

1.sind Bewaffnete keine Zivilisten, die Aufständigen setzen ebenso schwere Waffen ein
2.die NATO bekämpft in Afghanistan und im Irak seit Jahren die Aufständischen aus der Luft und mit schweren Waffen tausende unbewaffnete Zivilisten wurden dabei getötet.
3.zum Argument die libysche Regierung ist keine demokratisch gewählte Regierung, die Aufständigen schwenken die Flagge der Monarchie, wie demokratisch war das denn?
4.Libyen hat das höchste Pro Kopfeinkommen Afrikas, ein Gesundheits und Sozialsystem wovon die anderen arabischen Länder nur träumen können. Auch die Rechte der Frauen sind dort viel mehr gesichert. Als in den Nachbarstaaten, geschweige denn in Saudiarabien.

Die einseitige militärische Unterstützung der NATO für die Rebellen muss sofort beendet werden!

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isp 29.03.2011, 20:31
163. genau

Zitat von dresdner68
Die einseitige militärische Unterstützung der NATO für die Rebellen muss sofort beendet werden!
Genau

Jetzt gehen die Rebellen mit Luftangriffen gegen die Zentralregierung vor.
Und die haben noch dazu das gleiche Problen keine Zivilisten zu treffen (siehe SPON Artikel - andere Flieger nötig).

Was ist denn nun mit der no-fly-zone?

Und Obama stellt sich hin und sagt er will "nicht gegen die Zentralregierung vorgehen".

"Das würde ja Bodentruppen erfordern und das können wir nicht leisten". Das konnten wir ihn gerade autentisch in den Nachrichten sagen sehen.
Aha.
* Dadurch sind schon mal Bodentruppen erwähnt.
* Der Grund ist nur "zu teuer". Kein Wort, dass die UN das verbietet.
* Und ein anderes Land soll das machen. Ich tippe auf UK. Die dann durch USA unterstützt werden natürlich.

Müssen wir das hinnehmen, dass ein Land einfach ein anderes militärisch angreift um es zu kolonisieren?
Auch wenn es unsere Freunde sind?
Kann Krieg ein Mittel der Politik sein?
Können wir das hinnehmen?

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