Forum: Politik
Libyen: Rebellen verjagen Gaddafi-Truppen aus Adschdabija

Die umkämpfte Stadt Adschdabija ist wieder unter Kontrolle der libyschen Rebellen. Die Truppen von Machthaber Gaddafi zogen ab, zurück blieben ausgebrannte Panzer.

Seite 2 von 17
horrrido 26.03.2011, 11:32
10. Bilder dieser Art ....

Bildern sollte man nie trauen, wie leicht lassen die sich manipulieren. Niemand von uns kann doch wirklich sagen was da ab geht und die die es könnten haben sicherlich großes Interessen es nicht zu tun. Auseinandersetzungen solcher Art hatten wir doch schon einige! Was war mit Afghanistan als die Russen da waren?!? Ohhhh was gabe es da für Patrioten und sogar "Rambo" war da und hat geholfen ... und nun stehen wir vor dem Scherbenhaufen und schicken unsere Soldaten hin. Hier wird es nicht anders sein! ... rein in die Geschichte, ordentlich rumrühren mit dem großen Löffel und wenn die Suppe ordentlich versalzen ist soll sie doch bitte jemand auslöffeln der nicht dafür verantwortlich ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
von Moltke 26.03.2011, 11:33
11. V

[QUOTE=Zwergnase;7489357]wo doch bei denen victory المنتصرة heisst.

Es ist nicht ganz einfach solche Zeichen auf libyisch zu formen. ich glaube man bräuchte dazu mindesten fünf libyer.
;)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schamanka 26.03.2011, 11:36
12. naiv

Zitat von Martin2
Waffen bringen Menschen um und befeuern den Bürgerkrieg nur. Ein Machtwechsel in L. muss vom ganzen Volk ausgehen und letztendlich auch friedlich sein wenn das neue System nachhaltig funktionieren soll. Ich bin dafür den jetzigen Zustand erst einmal aufrecht zu erhalten d.h. Flugverbotszone + Panzer - und Artillerieangriffe auf zivile Gegenden unterbinden. Als nächstes soll dann das libysche Volk - auch in Tripolis - mal in sich gehen und selber überlegen ob und wie es mit Gaddafi weiter gehen soll, bzw. was der nächste politische Schritt ist.
"Das Volk" sind mehrere Stämme und ein seit Jahrhunderten bestehender Gegensatz zwischen Ost- und Westlibyen, eigentlich schon kurze Zeit, nachdem die Araber gekommen waren. "Libyen" war eine Kunstgründung in diesen Grenzen. Die Gaddafi-Anhänger werden sich nicht vom Gaddafi-Clan abwenden, weil das so nicht geht. So funktioniert die Gesellschaft dort einfach nicht. Das gesamte libysche Volk gegen Gaddafi und für Freiheit und Demokratie - das ist ein europäisches Kunstmärchen. Was die NATO im Augenblick unterstützt, ist Frankreichs und anderer Länder Versuch, unangenehme Despoten vor der Haustür zu stürzen, also sich in die Angelegenheiten anderer Länder einzumischen. Es ist neokoloniale Politik bzw. Geopolitik, wie wir sie ebenfalls seit Jahrhunderten kennen. Und es war von vornherein klar, dass eine klare Grenze zwischen dieser Politik und einem reinen Schutz von Zivilisten (als homegene Masse) nicht zu ziehen sein würde. Das ist so, als würden die Marsmännchen die SPD mit Waffen versorgen und ihnen zeigen, wie man die CDU liquidiert, weil die CDU ihnen nicht gefällt und weil sie zu lange zu unumschränkt geherrscht hat. Wie das den europäischen Naivlingen aber verkauft wird, ist haarsträubend.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Kassander 26.03.2011, 11:37
13. Fotoshooting

Zitat von topalino
schon wieder so ein Foto: 5 Männer um einen Grill.... jetzt hebt mal alle schön die Arme und macht auf "Aktion" und immer schön nah dran mit der Kamera, damit man nicht sieht, dass es nur 5 (Statisten?) sind. ich kann mir nicht helfen - die ganze Rebellion kommt mir inszeniert, modelliert, designed vor.
Jou, genauso ist es. Die westlichen Militärs müssen sparsam mit den Aufständischen umgehen, denn es sind nicht sehr viele. Deshalb wurden die Gadafi-Stellungen am Boden vor der Stadt aus der Luft vernichtet. Erst dann hat man die Aufrührer herangekarrt und das Fotoshooting gemacht. Die Aufständischen sind so chaotisch, dass sie nicht einmal über eigene Verluste berichten können. Aber vielleicht haben sie ja auch keine - siehe oben!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schamanka 26.03.2011, 11:37
14. naiv

Zitat von Martin2
Waffen bringen Menschen um und befeuern den Bürgerkrieg nur. Ein Machtwechsel in L. muss vom ganzen Volk ausgehen und letztendlich auch friedlich sein wenn das neue System nachhaltig funktionieren soll. Ich bin dafür den jetzigen Zustand erst einmal aufrecht zu erhalten d.h. Flugverbotszone + Panzer - und Artillerieangriffe auf zivile Gegenden unterbinden. Als nächstes soll dann das libysche Volk - auch in Tripolis - mal in sich gehen und selber überlegen ob und wie es mit Gaddafi weiter gehen soll, bzw. was der nächste politische Schritt ist.
"Das Volk" sind mehrere Stämme und ein seit Jahrhunderten bestehender Gegensatz zwischen Ost- und Westlibyen, eigentlich schon kurze Zeit, nachdem die Araber gekommen waren. "Libyen" war eine Kunstgründung in diesen Grenzen. Die Gaddafi-Anhänger werden sich nicht vom Gaddafi-Clan abwenden, weil das so nicht geht. So funktioniert die Gesellschaft dort einfach nicht. Das gesamte libysche Volk gegen Gaddafi und für Freiheit und Demokratie - das ist ein europäisches Kunstmärchen. Was die NATO im Augenblick unterstützt, ist Frankreichs und anderer Länder Versuch, unangenehme Despoten vor der Haustür zu stürzen, also sich in die Angelegenheiten anderer Länder einzumischen. Es ist neokoloniale Politik bzw. Geopolitik, wie wir sie ebenfalls seit Jahrhunderten kennen. Und es war von vornherein klar, dass eine klare Grenze zwischen dieser Politik und einem reinen Schutz von Zivilisten (als homegene Masse) nicht zu ziehen sein würde. Das ist so, als würden die Marsmännchen die SPD mit Waffen versorgen und ihnen zeigen, wie man die CDU liquidiert, weil die CDU ihnen nicht gefällt und weil sie zu lange zu unumschränkt geherrscht hat. Wie das den europäischen Naivlingen aber verkauft wird, ist haarsträubend.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gunman 26.03.2011, 11:40
15. Viel Raum für Rückschritte ...

Für alle, die glauben Gaddafi sei der Teufel:

http://programm.ard.de/?sendung=287256376558639

- Frauenrechte/Berufe

- Schulbildung/90% der Libyer können lesen und schreiben

- subventionierte, ausländische Güter

- niedrige Einfuhrsteuern

- Entwicklung des eigenen Landes

- Entwicklungshilfe für Afrika

Insgesamt war Libyen wohl auf einem eher guten Weg bis auf die Frage nach einer Demokratisierung westlichen Musters eben.

Jetzt wird erst mal alles zerstört und man wird von vorne anfangen dürfen, wenn Gaddafi denn besiegt wird. Allerdings wird nichts besser werden, weil die Nachteile aus dem Bürgerkrieg lange wirken werden und vor allem Libyen nach dem Ende Gaddafis ohne Ordnungsmacht dasteht. Ob es dann zugleich zu einer Demokratie kommt, steht erst recht in Zweifel. Stammeskreige werden wohl viel eher flogen. Will der Westen das dann verhindrn, muß er mit Bodentruppen rein, die dann widerum die neue Zielscheibe für alle Libyer abgegeben werden.

Im Übrigen bezweifle ich, dass Gaddafi einen Völkermord geplant und/oder begangen hätte. Er hat stets nur erklärt, dass er gegen die Aufständischen vorgeht und bislang liegt auch kein Beweis für entsprechenden Völkermord vor.

Es bleibt der dabei, der Westen wird sich noch wundern, was er in Libyen mitgeholfen hat, anzuzetteln. Aber wahrscheinlich geschieht es ja bewusst. Einerseits um die neue Waffen zu testen und vorzuführen, anderseits, um direkten Zugriff auf das Öl zu bekommen. In jedem Fall geschieht es ohne Not und zum langfristigen Nachteil der Menschen in Libyen.

Libyen befindet sich, besser befand sich in seiner Entwicklung weit vor Ländern wie Afghanistan, wo man u.a. Schulen, in denen Mädchen lernen sollen bewachen muß. Viel Raum also für Rückschritte Libyen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jappiduttiperslikkenberg 26.03.2011, 11:41
16. Warum bloß?

Zitat von Koana
Panzer sind doch sowas von unkaputtbar, sie werden schneller als Irgendsonstwas in unserer schönen Welt ersetzt. In Libyen sind die Waffenhänder momentan im wahren Verkaufsrausch, Waffenshow, Präsentationsmord, Präzisionsmord, Befreieungsmord, Kollateralmord, alles nur mit den netten Bestandteilen des globalen Sortiments ausgeführt. Zyniker würden sagen, schneller zu einem Ende kommen, dann einen neuen Despotenpuppet installieren, mit ihm Resourcen gegen Waffen tauschen und dann erneut "Rebellen" loslassen. Die Zyklen könnten ruhig etwas kürzer gestaltet werden. Die bekommen ja genügend Nachwuchs, denn man mit Waffentechnik behandeln kann. Im norden Afrikas wird die Verlogenheit unserer Zivilgesellschaft - demokratisch - westlicher Prägung derzeit so wunderbar blosgestellt, fast noch offener und peinlicher, als es im Irak oder in Afghanistan der Fall ist, doch das berührt wohl nur die Wenigsten unter uns.
Ja, warum berührt das, was Sie schreiben, nur die wenigsten unter uns?
Vielleicht, weil differenzierend zu denken gewohnte Menschen sich durch solcherart unerschütterlich einseitige, dogmatisch festgefügte, um nicht zu sagen: einbetonierte, und mit fest angezogenen Scheuklappen vorgetragene Glaubensbekundungen in aller Regel nicht besonders angesprochen fühlen, es im übrigen auch nicht sehr mögen, als Mitglieder einer "Zivilgesellschaft westlich - demokratischer Prägung" in einer solchen Weise angegossen und niedergemacht zu werden?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schamanka 26.03.2011, 11:43
17. naiv 2

Zitat von schamanka
(als homegene Masse) nicht zu ziehen sein würde. Das ist so, als würden die Marsmännchen die SPD mit Waffen versorgen und ihnen zeigen
"(als homogene Masse) nicht zu ziehen sein würde. Das ist so, als würden die Marsmännchen die SPD mit Waffen versorgen und ihr zeigen"...

Entschuldigung, die Hektik der Formulierung und der größte Fehler meines Computers, nämlich der Mensch davor... ;-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Pacolito 26.03.2011, 11:43
18. Hmm...

Der Westen greift tagelang und mit hunderten Einsätzen und mit riesigem Materialeinsatz die Regierungstruppen an, dann ziehen diese irgendwann demoralisiert ab, die Rebellen rücken nach und fegen die Reste zusammen und es heisst: "Rebellen verjagen Gaddafi-Truppen aus Adschdabija".

Naja...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Sapienti sat est 26.03.2011, 11:44
19. Welche Sicherheiten hättens denn gern...?

Zitat von Sapientia
Wie integer ist der Revolutionsrat der Rebellen, um mit ihnen demokratischere Ziele ansteuern zu können?
...deutsche Vollkasko??? Das macht solche Situationen aus!
Solche Revolutionen haben die Möglichkeit die Welt zu verändern, zum Guten oder, wenn man Pech hat, zum Schlechten (-: Man sollte daran mitwirken und Einfluss nehmen! Der immer und für alle Eventualitäten gut durchversicherte deutsche Michel allerdings verpennt in seiner Verzagtheit die Chance weil er die Hosen (wie so oft) im Augenblick zu voll hat!!! Ein Treppenwitz der Geschichte! lol (-:

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 17