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Libyen: Übergangsrat räumt fehlende Kontrolle über Milizen ein
AP

Immer öfter operieren libysche Milizen ohne Überwachung durch die Regierung in Tripolis. Das hat der Chef der neuen Führung öffentlich bestätigt. Auch Amnesty International beklagt die zunehmende Gewalt der bewaffneten Banden - die von vielen Bürgern als Helden verehrt würden.

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monty_cantsin 21.02.2012, 18:49
1. was auch immer

Zitat von sysop
Immer öfter operieren libysche Milizen ohne Überwachung durch die Regierung in Tripolis. Das hat der Chef der neuen Führung öffentlich bestätigt. Auch Amnesty International beklagt die zunehmende Gewalt der bewaffneten Banden - die von vielen Bürgern als Helden verehrt würden.
Schuld an alle dem ist nur Gaddafi. Jetzt, in der Vergangenheit und auch in der Zukunft.

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a.peanuts 21.02.2012, 18:54
2. 5.000 Inhaftierte ohne Anwalt ohne Schutz

Dschalil sagt:
"Die verbliebenen Kräfte des alten Regimes sind noch immer eine Gefahr"
Der Typ hat Sie nicht alle,er schürt mit solchen Aussagen nur weiteren Hass.

Offiziel spricht man von 5.000 Inhaftierten ohne Anwalt ohne Schutz.
Dürften wohl viel mehr sein.

Wieviele waren es bei Ghadafi?
Im Jahr 300-600 , aber von "Kaliber" Alkaida.
Lt.Amnesty Bericht 25.06.10

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simon23 21.02.2012, 18:55
3.

Zitat von sysop
Immer öfter operieren libysche Milizen ohne Überwachung durch die Regierung in Tripolis. Das hat der Chef der neuen Führung öffentlich bestätigt. Auch Amnesty International beklagt die zunehmende Gewalt der bewaffneten Banden - die von vielen Bürgern als Helden verehrt würden.
150000 hochgerüstete junge und/oder in der Gesellschaft erfolglose Männer beherrschen jetzt das Land. Die "normalen" Bürger werden sich noch wundern, wenn sie es nicht längst schon tun.
Für die meisten Milizionäre wäre der Weg zurück in ihre vorherige Existenz ein Weg in den Abstieg. Den werden sie partout nicht gehen. Vom Schulterklopfen wird man weder satt noch reich.
Anstatt von zentraler Diktatur wird sich eine zersplitterte Banden-Mafia etablieren, daran werden voraussichtlich auch Wahlen nichts ändern. Wer sein Leben liebt unter den zukünftigen Abgeordneten wird schon wissen wie er zu votieren hat. Dazu - je wie erfolgreich die lokalen Milizen sind - gibt es wahrscheinlich noch Bonus-Gehälter fürs richtige Funktionieren.
Das es sich größtenteils um die Abgehängten der Gesellschaft handelt, die in diesen Milizen aktiv sind, bestätigte ja schon kurz nach Gaddafis Sturz der Übergangsrat. Es sind eben die, welche Zeit haben für Revolutionen. Sprich, die nichts besseres zu tun haben.
Solche Heere wollen finanziert sein - also muss der Bürger zahlen.
Erstens werden sie versuchen die Öleinnahmen in ihre Kasse zu lenken. Zweitens werden sie die Bürger direkt angehen. Plünderungen und Diebstahl gab es ja schon zuhauf - vorallem dann, wenn die Betroffenen als Gaddafi-Anhänger denunziert werden konnten.
Irgendwelche staatliche Sicherheit ist nicht vorhanden. Da lohnen sich inoffizielle Raubzüge in der Nacht.
Der nächste Schritt werden dann die Schutzgelder sein. Frage: Was, du willst die Milizen nicht unterstützen? Schlussfolgerung: Du bist Gaddafi-Anhänger! Ergebnis: Der betreffende ist vogelfrei.
Das die Vorwürfe stimmen, belegen die anschließenden Geständnisse nach eingehender Untersuchung durch die Folter-Inquisition.

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opelkapitän 21.02.2012, 19:25
4. einigung

Dass diese schwer bewaffneten Banden sich in der nächsten zeit einigen erscheint mir immer unwahrscheinlicher.

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robert.haube 21.02.2012, 19:31
5. Abwarten und Tee trinken

Kufra ist deshalb so wichtig, da in der Umgebung die wichtigsten Ölfelder Libyens liegen.
Tubu und Tuareg haben diese zur Stunde möglicherweise schon erobert.

Und immer noch warten alle Libyen-Kenner gespannt auf die sogenannte "Stunde Null" (Zero Hour), dem angekündigten Aufstand der wichtigsten Stämme.
Er soll angeblich für Anfang März geplant sein.

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manschu 21.02.2012, 19:34
6. Klassisches Schicksal

Das ist das klassische Schicksal von Staaten, die nach einer diktatorischen Herrschaft alleine gelassen werden. In den ehemaligen Kolonien gibt es genügend Beispiele.
Es gibt einfach noch keine Basis auf der die Gesellschaft aufgebaut werden kann. Das wird ein langer und schmerzhafter Prozess.

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juliuslieske 21.02.2012, 19:41
7. Die Helden sind zu müde

Zitat von sysop
Immer öfter operieren libysche Milizen ohne Überwachung durch die Regierung in Tripolis. Das hat der Chef der neuen Führung öffentlich bestätigt. Auch Amnesty International beklagt die zunehmende Gewalt der bewaffneten Banden - die von vielen Bürgern als Helden verehrt würden.
für die Arbeit auf dem Bau:

"Die ausländischen Baufirmen seien noch nicht dauerhaft zurückgekehrt und so stünden die Kräne im ganzen Land immer noch still, sagt der Schweizer Botschafter in Libyen, Michel Gottret, gegenüber der Nachrichtenagentur sda." (BAZ, 21.2.12)

aber für ein bischen Terror gegen ihre Mitbürger ist noch genug Energie vorhanden.
Wenn dann die Auslandsguthaben verfrühstückt sind und die Einnahmen aus dem Öl durch neue Verträge zugunsten ausländischer Firmen absinken, könnten die Revolutionäre ja Handy-Shops eröffnen und sich gegenseitig Twittermeldungen über den Fortgang des arabischen Frühlings senden.

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blumt0pf 21.02.2012, 19:48
8.

Zitat von sysop
Immer öfter operieren libysche Milizen ohne Überwachung durch die Regierung in Tripolis. Das hat der Chef der neuen Führung öffentlich bestätigt. Auch Amnesty International beklagt die zunehmende Gewalt der bewaffneten Banden - die von vielen Bürgern als Helden verehrt würden.
Solche Berichte verlieren natürlich massiv an Glaubwürdigkeit, wenn hiesige Öffentlichrechtliche nicht anonyme Umfragen veranstalten, in denen dann nahezu 100% der Bevölkerung den aufmerksam zuhörenden nationalen Befragern erklären, sie hätten kein Problem damit gefoltert, schikaniert, von nichtstaatlichen Milizen kontrolliert etc. pp. zu werden. *hust*

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tkgdfk 21.02.2012, 19:53
9. von Anfang an

Zitat von sysop
Immer öfter operieren libysche Milizen ohne Überwachung durch die Regierung in Tripolis. Das hat der Chef der neuen Führung öffentlich bestätigt. Auch Amnesty International beklagt die zunehmende Gewalt der bewaffneten Banden - die von vielen Bürgern als Helden verehrt würden.
wie jeder Beobachter der Ereignisse in Libyen weiß waren die Millizen noch nie unter Kontrolle des Übergangsrats und es wurden bis heute keine ernsthaften Maßnahmen unternommen dies zu ändern. Die NATO hat keine Probleme damit solange sich das Öl problemlos abpumpen lässt. So kann man so auch dem Treiben der Todesschwadronen seelenruhig zusehen und sich auch noch die Hände in Unschuld waschen, es sind ja angeblich Leute die man nicht kontrollieren kann, man kennt das auch aus Südamerika (Kolumbien). Es gibt keinen Zweifel, den nächsten Friedensnobelpreis müssen sich Sarkozy und Cameroon teilen - Obama hat ihn ja schon im vorraus bekommen.

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