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Lindner-Rücktritt: Rösler sagt danke und tschüs

Keine drei Minuten dauerte die Stellungnahme - mehr hatte FDP-Parteichef Philipp Rösler zum Rücktritt seines Generalsekretärs Christian Lindner nicht zu sagen. Der Wirtschaftsminister will jetzt Führungsstärke signalisieren und rasch über einen Nachfolger entscheiden.

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w.r.weiß 15.12.2011, 09:04
60. Westerwelle.....

Zitat von rabenkrähe
.... Er stellte ja selber fest, daß er am OP-Tisch zwar nicht der beste, aber stets der lustigste gewesen sei. Er scheint also ein Humor-Fachmann zu sein. Ein Humor, der ihm beim Zustand seiner Partei schon abhanden gekommen sein dürfte. Er wurde doch sowieso nur in den Vorsitz übergangshalber geschoben, spätestens Mitte nächsten Jahres wird die FDP sich neuerlich mit einem neuen Vorsitzenden präsentieren, schon um überhaupt noch eine Chance bei den Bundestagswahlen zu haben. Und mich würde es nichtmal wundern, wenn dieser neue Vorsitzende dann wieder Westerwelle hieße... rabenkrähe
...vor Comeback? Gott bewahre....!
Um es mit LilalauneliberalismusLindners-Worten zu sagen: "Es gibt den Moment, in dem man seinen Platz frei machen muss, um eine neue Dynamik zu ermöglichen...." Pathos Alaaf!

Und überhaupt, diese Erkenntnis ist nun urplötzlich da? Bei ihm ganz alleine? Diese "damals und oftmals" viel gepriesene und inszenierte jung-dynamische Führung (Trio, Riege usw..) kann es sich nun gepflegt auf dem Haufen der westerwellschen Altlast bequem machen. Diese Altlast an Pseudoleistungsträgern wächst ja bereits seit Jahren stetig vor sich hin. Leider erkenne ich in diesem Haufen/Vorgang so gar keine Dynamik geschweige denn Erkenntnis bzw. Selbstreflektion.
Ausser das sich alle untereinander "eine gute Arbeit bzw. einen guten Job" bescheinigen.....und alle sind noch weiterhin gut versorgt und dürfen immer noch mitspielen.....weil sie ja eigentlich ganz ganz toll sind usw..

Wer geglaubt hat das mit den "neuen" Köpfen aus Guidos Fahrwasser eine neue Dynamik "geliefert" wird, glaubt auch an den liberalen Weihnachtsmann oder hat einfach keinen Platz gemacht.....

Der Untergang dieser Null-Dynamik-Leistungs-Riege hat viele Namen.....Westerwelle, Niebel, Koch-Mehrin, Rösler, Bahr, Lindner usw....
Wie soll da Platz für Neues bzw. Dynamik entstehen?? Der Haufen wächst und gammelt vor sich hin.....

Glaubwürdig....ist diese Partei schon lange nicht mehr!
Und das Herr Lindner, das ist eine Erkenntnis die hätte ihnen und ihresgleichen bereits viel früher kommen können....oder müssen.

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capmidi 15.12.2011, 12:43
61. Die ....

Zitat von cumulant35
tritt nicht auch gleich unser Lobby-Gesundheitsminister Bahr mit zurück oder noch besser gleich die ganze FDP. Selten so einen armseligen Verein erlebt wie die.
..."müssen und dürfen" doch vorher erst steuerlich abklären, ob sich der Rücktritt lohnt. Nur, muß man m.A.n. ganz, ganz kritisch die Rolle der BK in diesem Theater auf den Prüfstand stellen und wer eigentlich von den 623 Bundesparlamentariern wirklich etwas von den Materien versteht, die dort "bequatscht" und anschließend weihrauchneblig über das Volk ausgeschwenkt werden ?????

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logikerhh 15.12.2011, 13:45
62. Keine Sorge.

Zitat von stevie76
und dann kommt rot-grün mit eurobonds. schönen dank.
Keine Sorge, sie werden auch mit der CDU kommen. Merkels vehementer Einspruch dagegen ist nichts anderes als ein Wahlkampfmanöver, ähnlich Schröders "nein zum Krieg" damals. Genauso übrigens wie es nach der Wahl Kohls damals zwei Wochen nach der Wahl Steuererhöhungen gab die Lafontaine für unverzichtbar hielt und Kohl damals behauptete es würde keine geben.
Inzwischen müssten Ihnen diese Manöver doch auch schon einmal aufgefallen sein? ;)

Zum Thema: Lindners Ausstieg erinnert mich an Lafontaines Ausstieg seinerzeit: Er erkennt welche Richtung die Partei nimmt und kann das nicht mehr mittragen, bzw. erkennt dass er sich mit seiner Ansicht nicht durchsetzen kann.
Wenn man aber Überzeugungen hat, dann kann man ihnen schlecht treu bleiben, wenn die eigene Partei diametral gegen diese handelt. Also ist ein Ausstieg nur konsequent.

Bei aller Häme über die FDP finde ich es ein wenig schade, wie sie sich selbst demontiert. Denn ein paar fähige Leute hat sie ja, diese aber sind leider keine Machtgiertiere wie die derzeitige Spitze, sondern machen einfach nur gute Arbeit.
Ich sähe lieber eine Sabine Leutheusser-Schnarrenberger oder einen Wolfgang Kubicki an der Spitze, denn sie verkörpern noch das, was die FDP ehemals war: Eine liberale Partei. Wenn jene die Richtung vorgäben, dann gäbe es eine Piratenpartei erst gar nicht, und dann könnte man vielleicht sogar das Komma aus den derzeitigen Umfragewerten von 1,8 Prozent wieder heraustragen.

So aber wird, fürchte ich, ein Brüderle Chef werden und die Partei mit dieser Personalie endgültig in der Bedeutungslosigkeit versinken.
Das dann aber auch völlig zu Recht.

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