Forum: Politik
Linke auf Wahlkampf in Bayern: Wenn Wagenknecht das Wirtshaus rockt
Tobias Lill

Die Linke kratzt in Umfragen im konservativen Bayern an der Fünf-Prozent-Hürde. Der Einzug in den Landtag könnte klappen. Dafür schickt die Partei die Promis wie Fraktionschefin Wagenknecht bis tief in die Provinz.

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kumi-ori 14.10.2018, 04:51
30.

Zitat von nwz86
Komisch, bei mir ist es genau andersrum... Ich zumindest nehme lieber das Kreuz auf dem Amt in Kauf, als stundenlang um Lebensmittel anstehen zu müssen oder nach einer Zwangs-Zahn"behandlung" mit vereitertem Kiefer in einer Stasi-Dunkelzelle mir Gedanken darüber machen zu müssen, wann und ob ich da wieder rauskomme. Auch diejenigen, die in einem Fichtenwäldchen die Makarow ins Genick gedrückt bekamen hätten sich sicher mit dem Kreuz in der Amtsstube als geringerem Übel durchaus abgefunden.
Und das blöde an der Dunkelzelle ist, dass Sie nicht sehen, ob es die Kommunisten sind, oder Seehofer, Maaßen und seine Freunde von der AFD, die gerade überhaupt kein Progrom durchführen.

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Softeis 14.10.2018, 08:04
31. Links ist die Zununft

Arbeitsplätze werden zukünftig immer mehr wegrationalisiert. Man muss früher oder später einen linken Kurs fahren. Also beispielsweise bedingungsloses Grundeinkommen.

Aber auch jetzt ist die Linke schon die beste Partei, die es in Deutschland gibt. Gegen den kapitalistischen Egoismus, für soziales Miteinanderdenken.
Das kennen leider gut 90% der wahlberechtigten Deutschen nicht mehr oder haben es auch nie gekannt.

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garten94 14.10.2018, 10:58
32. Peinlich , nur wer?

Den politischen Gegner verunglimpfen hat noch nie geholfen, ihn einfach machen zu lassen aber auch nicht.
Wo ist da der richtige Weg? Weder die Linken, die Grünen oder heute die AfD lassen sich so erfolgreich bekämpfen. Söder hat es ja fertig gebracht, in wenigen Monaten die CSU abzuwirtschaften.
dafür der AFD, den Grünen, oder der Linken die Schuld in die Schuhe zu schieben ist peinlich.
Bei genauerem Hinsehen gibt es ja die CSU 2, all jene die aus den verschiedensten Gründen zu den "Freien Wählern" gegangen sind. Warum also dann keine Partei, die bis in den BT gehen kann ?
Die Linken machen ihr Ding auf der Grundlage ihres Programms und sind nach 28 Jahren Diffamierung, Hassatacken u.v.m. noch immer da. Soziale Fragen, Löhne, Mieten, Gesundheit sind zwar von allen anderen immer mal auf der Agenda, zumeist nur kurz vor der Wahl. das reicht aber nicht. 8000 mehr Pflegepersonal in D sind bei dem tatsächlichen Bedarf Augenwischerei oder einfach Verarschung.
Ich sage ja nicht, dass die Linke in allen Fragen genau richtig liegt, allein die Anwesenheit im Landtag kann dazu führen, dass die wichtigen Themen klar angesprochen werden.

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Jor_El 14.10.2018, 11:01
33. Mein Gott, Söder

Vor Kommunisten zu warnen, ist genausounsinnig, wie vor Christen zu warnen. Was beide Weltbilder gemeinsam haben ist die Utopie. Und Utopien sind bekanntlich unerreichbar, daher ist der Weg das Ziel. Man darf Kommunismus gerne als unmachbar oder/und als anfällig für authoritäre Staatsformen kritisieren, aber wer Kommunismus per se dämonosiert, lehnt sich selbst als weit rechts aussen aus dem Fenster.

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interessierter Laie 14.10.2018, 12:11
34. nein...

Zitat von Jor_El
Vor Kommunisten zu warnen, ist genausounsinnig, wie vor Christen zu warnen. Was beide Weltbilder gemeinsam haben ist die Utopie. Und Utopien sind bekanntlich unerreichbar, daher ist der Weg das Ziel. Man darf Kommunismus gerne als unmachbar oder/und als anfällig für authoritäre Staatsformen kritisieren, aber wer Kommunismus per se dämonosiert, lehnt sich selbst als weit rechts aussen aus dem Fenster.
...gerade wenn Anhänger einer gesellschaftlichen Utopie politische Entscheidungen treffen und das Leben gestalten wird es gefährlich. Wie wird diese Gesellschaft aussehen? Das Ideal lässt sich nicht gewaltlos und freiheitlich erreichen. Die logische Antwort ist immer dieselbe: Die utopistischen Regeln wurden mittels Gewalt und Unterdrückung durchgesetzt! Das Christentum ist hierzulande und heute nur deshalb ungefährlich, weil es sich aus dem weltlichen Geschehen weitgehend raus hält. Als Kirchenfürsten weltliche Herrscher waren, war es das gleiche.

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mhuz 14.10.2018, 13:28
35.

Was die Wagenknecht macht, ist hinterhältig. Sie besetzt bei den Linken einen Führungsposten, gründet nebenher eine Bewegung, die , wenn sie erfolgreich ist, eine eigene Partei werden soll, in der sie dann einen der Führungsposten übernimmt. In der Industrie würde sie wegen Befangenheit entlassen werden - sie nimmt ja dann auch Mitglieder zu der neuen Partei mit.Und wenn Aufstehen nicht klappt, hat sie ja immer noch ihren Posten bei den Linken.

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Fragen&Neugier 14.10.2018, 16:12
36.

Zitat von humble_opinion
"Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnte gerade erst vor einem Einzug der "Kommunisten" ins Parlament." Es sind exakt diese Denkmuster, die einen Politiker wie Söder entlarven. Das wäre vielleicht tolerabel, wäre er 3. Stellvertreter im Kreisvorsitz Passau-Süd. Aber der Mann ist Ministerpräsident und politisicher Vollprofi, d.h. er weiß genau, dass er Unsinn redet, dass er de facto lügt, um einen politischen Mitbewerber zu diskreditieren. Dieses Freund-Feind-Denken sollte der Wähler wahrnehmen. Denn Politik ist der Wettbewerb um die besten (besseren) Ideen, aber kein verbaler Krieg, um Leute mir anderen Vorstellungen zu verunglimpfen. Sicher hat der Verlust an Wählern für die CSU auch mit solch einem Verhalten seines Spitzenpersonals zu tun. Denn wie kann ein Minister oder Ministerpräsident offen für eine politische Diskussion, also Inhalte sein, wenn er so denkt und handelt?
Zu Zeiten, als die deutsche Parteienlandschaft "noch in Ordnung" war, es neben Union, SPD und dem "Zünglein an der Waage" FDP noch nichts gab, war die Rhetorik viel kriegerischer, drastischer und ja, auch verunglimpfender als heute. Nicht nur gegen F.J.S, auch gegen Schmidt-Schnauze und Onkel Wehner, "Genschman" usw. zu ihren besten Zeiten, ist der Markus Söder von heute ein Ausbund an PC. Allerdings waren die Anwürfe früher meist objektiv-abstrakt und unpersönlich. Wie "Kommunisten" eben. Das diskreditiert zwar die LINKE als Partei, nicht aber die Protagonisten als Personen. Nicht jeder Kommunist ist ein Klein-Stalin.

Natürlich ist Söder offen für Inhalte, Seehofer auch - nützt aber nichts, wenn es allen andern nur noch "Stil", PC, korrekte Rhetorik und "Anstand" geht.

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Fragen&Neugier 14.10.2018, 16:25
37.

Zitat von Gudrun3
Dass die LINKE im urkonservativen Bayern überhaupt so weit kommen kann, hat sie nicht zuletzt auch Sahra Wagenknecht zu verdanken, die nicht unzimperlich und gekonnt manch Wahrheiten ausspricht.
Sahra Wagenknecht kommt überall an, auch im politisch gegnerischen Lager - vermutlich weil sie eben auch für reinde Ideologen und Parteistrategen unbequeme Wahrheiten ausspricht. Damit ist sie nicht beim "Volk" bald "weg vom Fenster", aber bei der Partei - ausser ihre Sammlungsbewegung wird die neue SPD, tritt in den Wettbewerb der besseren Ideen für Bürger und Land ein, statt nur bei jeder Umfrage die Rhetorik anzupassen. Wie Gesine Schwan vor der Kandidatenkür 2016 sagte: "Ich sehe kaum mehr einen Unterschied zwischen UDU und SPD!"

Die Idee auch der repräsentativen Demokratie sollte sein, dass beide "Lager" sich über das Ziel einig sind: das beste für Land und Bürger und dass nur um das wie kommen wir Womit, wann und mit wem dahin, gestritten wird. Wenn sich der politische Diskurs erschöpft in gegenseitigen Vorhalten, "unsere Demokratie" zerstören zu wollen, dann liegt sie bereits am Boden.

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wynkendewild 14.10.2018, 17:37
38. Unsichere Gewässer

Zitat von Fragen&Neugier
Sahra Wagenknecht kommt überall an, auch im politisch gegnerischen Lager - vermutlich weil sie eben auch für reinde Ideologen und Parteistrategen unbequeme Wahrheiten ausspricht. Damit ist sie nicht beim "Volk" bald "weg vom Fenster", aber bei der Partei - ausser ihre Sammlungsbewegung wird die neue SPD, tritt in den Wettbewerb der besseren Ideen für Bürger und Land ein, statt nur bei jeder Umfrage die Rhetorik anzupassen. Wie Gesine Schwan vor der Kandidatenkür 2016 sagte: "Ich sehe kaum mehr einen Unterschied zwischen UDU und SPD!" Die Idee auch der repräsentativen Demokratie sollte sein, dass beide "Lager" sich über das Ziel einig sind: das beste für Land und Bürger und dass nur um das wie kommen wir Womit, wann und mit wem dahin, gestritten wird. Wenn sich der politische Diskurs erschöpft in gegenseitigen Vorhalten, "unsere Demokratie" zerstören zu wollen, dann liegt sie bereits am Boden.
Gerade das politisch linke Lager scheint sich dieser Verantwortung bis heute entziehen zu wollen. Man lässt sich national wählen nur um sich dann vollkommen zurückzuziehen, sei es aus Bequemlichkeit oder mangelnder Kompetenz.....

Eine Frau Wagenknecht als genanntes Beispiel mag ja mal ein bis zwei gute Ideen haben sie deshalb aber über den grünen Klee loben zu wollen würde mit trotzdem nicht in den Sinn kommen wollen.

Das Problem ist, dass sich dort allzu viele Leute tummeln, die schilcht und ergreifend einen Egotripp fahren statt die, so wie ich finde wichtigen Themen, die ja trotzt allem öfters mal angeschnitten werden, anzupacken.

Die Politik entpuppt sich somit als sicheres Schiff in unsicheren (sozialen) Gewässern. Irgendwann erreicht man dann aber den Punkt, an welchem man von allen über "den Tisch" gezogen wird. Weil man der Aufgabe ,die man als Politiker angenommen hat, schlicht nicht gewachsen zu sein scheint.

Meine Beobachtung ist deshalb die, dass jede Seite eine politische Agenda verfolgt...nur bei der Linken scheint da irgendwie nichts zu kommen.

MfG:
wynkendewild

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1989er 15.10.2018, 02:16
39. danke

Schön zu sehen, wie die Linken gescheitert sind. Da ist es auch zu verschmerzen, daß mein Beitrag parteiisch wieder aussortiert wurde.

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