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Linke Bewegung "Aufstehen": Wagenknechts Gefährten
DPA (4); imago (2)

Gealterte Politstars, treue Helfer, Theaterleute - und eine Kabarettistin mit Verschwörungstheorien: Wer hinter Sahra Wagenknechts linker Sammlungsbewegung steht.

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frox 17.08.2018, 10:10
20. Das Feld nicht den Rechten überlassen

Interessant ist, daß die Gründer der Linken Sammlungsbewegung oft, zum Teil auch in diesem Artikel, als Aussenseiter dargestellt werden. Gerade aus der SPD kommen Angriffe, während die konservativeren Parteien vergleichsweise wenig zum Thema "Aufstehen" und ihren Protagonisten hören lassen. Wir brauchen eine linke Bewegung, als Gegengewicht zu den vielen rechten Bewegungen in Deutschland. Die SPD hat als Volkspartei ausgedient und setzt eigentlich nur ihre lange Tradition des Verrats an denen fort, die sie eigentlich vertreten müsste.
Natürlich muss sich diese Bewegung auch mit einem Thema auseinandersetzen was von den Rechten schon lange gepachtet wurde: Asylpolitik. Da gibt es keine einfachen Antworten und auch bei den Linken keine einheitlichen Positionen.
Wir brauchen die linke Bewegung um den Sozialstaat zu stärken, nachdem er vor allem nachhaltig durch die SPD geschwächt wurde.
Es mag sein, daß sich u.a. mit Frau Fitz einige skurille Figuren in dieser Bewegung wiederfinden, deren beste Zeit schon hinter ihnen liegt und deren provokative Töne zum Teil hart an der Grenze zum Antisemitismus liegen. Aber diese Bewegung soll nicht homogen sein und wird sich auch mit solchen Äußerungen kritisch auseinandersetzen.

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competa1 17.08.2018, 10:10
21. Richtig...

Zitat von gertrud,dieleiter
Im Zusammenhang mit den Aussagen einer Kabarettistin sollte dieser Allzweck-Kampfbegriff sich für seriösen Journalismus eigentlich verbieten. Dass dem nicht so ist, finde ich sehr ärgerlich.
..und der Begriff Antisemitismus schnell mal eingestreut in diesen "ausführlichen"Bericht,macht die Sache noch ärgerlicher.Journalismus geht anders!

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Bondurant 17.08.2018, 10:11
22. Sie sollten sich nicht dumm stellen

Zitat von mitch72
Wenn man sich die Geschichte der Rothschilds ohne jeglichen Blick auf irgendeine Art der Religion anschaut, dann muss es - mit Verlaub! - erlaubt sein, die Art und Weise der Bereicherung der Rothschilds zu kritisieren! Diese Familie ist - wie auch die Rockefellers damals waren - profittriefend bis zum geht nicht mehr gewesen und zum Teil heute noch. Da muss mir keiner mit Antisemitismus kommen, nur weil diese Familie ZUFÄLLIGERWEISE jüdisch ist. Denn wäre sie katholisch, hätte sie genauso gehandelt.
Sie wissen ganz genau, dass "die Rothschilds" als heimliche Drahtzieher das antisemitische Stereoptyp schlechthin sind. Der Begriff ist im Zusammenhang mit politischer Kritik unverwendbar. Das weiß auch jeder. Wer's trotzdem tut, wird seine Gründe haben.

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gluecklich_woanders 17.08.2018, 10:11
23.

Eigentlich würde ich gerne mit einer linken Sammlungsbewegung sympathisieren, das dürfte unter Wagenknechts Führung aber schwer werden. So sehr ich mir eine linke Regierung wünsche: Ein Bündnis, das migrationskritische, xenophobe und europafeindliche Kräfte miteinbezieht könnte ich niemals guten Gewissens unterstützen. Da helfen auch Künstler und Promis nichts, die sich für "Aufstehen" engagieren. Ich würde gerne mitmachen, aber erst, wenn sich die Bewegung klar zu Weltoffenheit, Toleranz und Europa bekennt.

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charlie1111 17.08.2018, 10:13
24.

Zitat von gertrud,dieleiter
Im Zusammenhang mit den Aussagen einer Kabarettistin sollte dieser Allzweck-Kampfbegriff sich für seriösen Journalismus eigentlich verbieten. Dass dem nicht so ist, finde ich sehr ärgerlich.
Warum, wenn die Dame die gängigen rechtsradikalen VT der welteiten Verschwörung des jüdischen Grosskapitals bedient sollte man dies auch benennen (es gibt auch genug nicht jüdische Vertreter des "Grosskapitals" wie z.B. Putin und Konsorten).
Zusammen mit dem Nationalismus einer SW haben wir ja da eine tolle "Bewegung".

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grecco-el 17.08.2018, 10:16
25. Viel Wind

Wen interessiert eigentlich das Thema. Alles Leute, die politisch keine Gestaltungsmöglichkeit haben, da die Linkspopulisten nur eine Randerscheinung darstellen (maximal 10%). Man kann also davon ausgehen, dass sie sich bald wieder hinsetzen werden. Ärgerlich ist nur, dass die Linkspopulisten von den Medienkartellen gepuscht werden.

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Braveheart Jr. 17.08.2018, 10:18
26. Seit mehr als 100 Jahren ...

... ist die linke Parteienlandschaft in Deutschland vor allem eins: zersplittert. Und streitlustig. Und wenig zimperlich - wie man schon am Umgang mit Rosa Luxemburg sehen konnte. Heute gibt es nur noch "... was auf die Fresse!" (Frau Nahles, SPD). Keine der sogenannten linken Parteien hat bis heute kapiert, daß es zwar in der Theorie keinen Unterschied zwischen Theorie und Praxis gibt, in der Praxis aber sehr wohl. Was regelmäßig zu doktrinären Exzessen führt, die "Parteiprogramme" genannt werden und beweisen sollen, daß nicht sein kann, was nicht sein darf - daß nämlich die "reine Lehre" kläglich versagt statt Triumphe zu feiern, und vor allem von denen abgelehnt wird, denen sie angeblich zugute kommen soll. "Die Massen zu agitieren" war schon immer ein trockenes Brot. Und seit Kohle und Stahl ausgedient haben, und die Sozialdemokraten notgedrungen das Zückerchen des Konsums gegen die Peitsche der Agenda 2010 ausgetauscht haben, seit die Mieten und Nebenkosten unaufhörlich steigen und immer mehr Migranten wohnraumheischend in die Nachbarschaft drängen (und in die KiTas, Schulen, Sozialkassen etc. ) laufen die vormals so treuen Stammwähler der Tante SPD in Scharen davon. Erst zur den Grünen, dann zu den Linken ... und dann zur AfD.
Nicht zuletzt ist die Zersplitterung der linken Parteilandschaft aber auch ein Kampf der Politiker untereinander. Warum wurde denn die Parteienfinanzierung aufgestockt? Damit Linke, Grüne und SPD weiterhin ihre Partei-Parallelwelten aufrechterhalten können. Ortsverband, Kreisverband, Landesverband, Bundesverband - der heilige Funktionärs-Vierklang. Überaltert, stellenweise ausgezehrt, aber immer noch der Rettungsring, der Habecht, Scholz, Wagenknecht und Konsorten davor bewahrt, sich eine anständige Arbeit zu suchen. Und jetzt soll noch ein viertes Standbein dazukommen? Wäre es nicht vernünftiger, die Parteien zu verschmelzen? Zumal die Zahl der Mitglieder und Wähler seit Jahren beständig abnimmt? Ach so, dann wäre drei Viertel der Pöstchen und Pfründe überflüssig. Und einige zehntausend "verdiente Parteisoldaten" würden in die Röhre gucken, statt auf lukrative aber wenig anstrengende Nebenerwerbstätigkeiten fortgelobt zu werden. Also tut man so, als wäre alles in Ordnung, als wären die jeweils anderen schuld, und überhaupt. Nee, nix mit "Aufstehen!" Vielmehr: "UNGENÜGEND, SETZEN!!"

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stefanetzki 17.08.2018, 10:18
27. Tendenziös?

Das,mein lieber Herr Augstein Jr. ist nicht einmal mehr tendenziös.Das ist Meinungsmache.Schämt euch.

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medienskeptiker 17.08.2018, 10:18
28. linksnational ist ein Unsinnsbegriff

national ist immer rechts. Nur weil Wagenknecht für den Staat vernünftige Flüchtlings-Migrations-Zuwanderungsregeln will,ist sie nicht national. Sie sagt ja deutlich,dass diese ganze masslos übertriebene Diskussion und denkbar schlechte Behandlung der Flüchtlingsfrage auf das vernünftige Mass reduziert werden muss und endlich sinnvoll behandelt werden muss um sich endlich den wichtigeren Themen zuzuwenden.

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sosiehtswirklichaus 17.08.2018, 10:20
29. die Tatsache, das von Spiegel versucht wird

die Bewegung im Kein zu ersticken, zeigt mir das sie Potenzial hat, der neoliberale Wahnsinn der Monte Pelerin Gesellschaft ist mittlerweile gesellschaftsfähig, auch wenn ein Großteil der Gesellschaft damit den kleinsten Teil Profiteure stützt. Das der Spiegel auf der selben Welle mitschwimmt zeigt die tendenziöse Einstellung der Inhaber wie bei allen Medien in diesem Land, die ihre Macht und ihren Reichtum gefährdet sehen, Danke #AUSTEHEN - bitte weitermachen!

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