Forum: Politik
Linke Bewegung "Aufstehen": Wagenknechts Gefährten
DPA (4); imago (2)

Gealterte Politstars, treue Helfer, Theaterleute - und eine Kabarettistin mit Verschwörungstheorien: Wer hinter Sahra Wagenknechts linker Sammlungsbewegung steht.

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achim j. 17.08.2018, 10:36
40. huch!

Ich dachte noch, ich lese die Einleitung zu einem gut recherchierten Artikel, da bin ich auch schon durch und stelle fest: Journalismus geht anders. Nur mal schnell klar machen, daß der Autor die entstehende Bewegung nicht mag, dafür hätte auch ein Leserbrief genügt. Interessant aber: 60.000 abgehalfterte Politiker, Theaterleute und Verschwörungstheoretiker? Wo hat der Autor die nur ermittelt?

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chronoc 17.08.2018, 10:36
41. Juhu, wir hetzen wieder!

Eher ungläubig und abweisend, journalistisch eher kindisch, wird bockig über AUFSTEHEN berichtet. Es wird ganz keck und subtil "Teil der Bewegung" in Gänsefüßchen gesetzt, um klar zu machen, dass es nur eine Möchtegernbewegung ist. Und es wird die finstere Angst geäußert, wer sich da wohl alles zusammenfindet. Dabei ist sonnenklar, das eine Sammelbewegung auch nichts anderes ist als eine Partei, nur mit weniger innerer Struktur. Nur fragt man bei keiner Partei, wie viel rechte Energie drin steckt. Halt! Bei der AfD fragt man nicht nur, man bohrt und bohrt. Mal sehen, wann man auch AUFSTEHEN so behandelt. Ein kontroverser Gedanke genügt dann, um auch daraus einen rechten Sumpf zu erlügen.

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Sartorius 17.08.2018, 10:37
42. So brennt man ein Strohfeuer für 60tsd ab, aber verbrennt die Idee

Wie schön wäre das: eine "Sammlungsbewegung", die den Namen auch verdient. Im Grunde ist es das, was ich selbst seit Jahren suche und fordere, aber allein nicht bewegen kann. Manches habe ich bewegt, etwa mich selbst vom einstigen Vorsitzenden eines Industrieverbandes hin zu dem Thema, das mich seit rund 10 Jahren besonders umtreibt: die Perspektivlosigkeit und Altersarmut von Alleinerziehenden (jedenfalls einer großen Gruppe davon). Das sind so viele, wie bei der vorletzten Bundestagswahl rechte Parteien gewählt haben. Gerade sie brauchen das, was Wolfgang Streeck als "wünschenswerte Disruption" bezeichnet hat.
Also höre ich genau hin, seit das Thema im Raum steht und ich war einer der ersten, die am 4. August die Website von "Aufstehen" besucht haben. Was aber sehe ich da (und um das analysieren zu können war ich nun doch lange genug selbst Cheflobbyist ausgerechnet der Internetwirtschaft): Null Inhalte, hundert Prozent Marketingblase. Eine Uhr zählt herunter bis zum Nachmittag. Auch am Nachmittag gibt es nichts Nennenswertes. Bis heute finde ich kein Programm. Stattdessen wird ein Spannungsbogen aufgebaut, der vielleicht im September aufgelöst wird. Unfassbare 60.000 Menschen haben sich bereits auf einen Deal mit dem Nichts eingelassen und man wird ihnen dann, wie man so schön im Osten sagt, ein Programm "überhelfen". Die Truppe, die voranmarschiert, gleich mit, wer immer das auch sein wird und mit welchen tatsächlichen (ggf. Eigen-)Interessen. Schulze schreibt in der SZ, man wisse noch nicht, ob das ein "Gegenentwurf" würde. Ich sehe bislang nicht einmal den Entwurf, sondern nur den Willen, den Marketingbrei mit Hilfe von Agenturen in den Medien hochzupushen. Ich weiß, was diese Agenturen kosten, in meinem Leben war ich bei hinreichend vielen Pitches dabei. Wir können uns darüber unterhalten, ob das mit den notwendigen Castings und Medienproduktionen so eben noch unter oder schon über sechsstellig herausgekommen ist. Warum stellt eigentlich niemand die Frage, woher das Geld dafür kommt und wie sich der Geldgeber den Return on Investment vorstellt. Aus der Kasse der "Linken" kommt es sicher nicht. Zahlt der am Rande des Artikels erwähnte "Trägerverein" und, falls ja, ist das nicht im Grunde schon die Wurzel einer künftigen Wagenknecht-Partei?
Sorry, aber man kann in einer Mediengesellschaft so vielleicht 60.000 gewinnen, denen nicht wichtig ist, was sie tun, aber mich nicht. Und in einer Bewegung, die nichts anderes ist, als ein linker Gegenentwurf zu einer rechten AfD, in der auch zigtausende nicht wissen, was sie da wirklich tun, möchte ich nicht sein. Also ändert sich da entweder noch grundlegend etwas oder ich bin raus. Schade.

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wiesenflitzer 17.08.2018, 10:37
43. Klarer Fall von Merkel-treuer-Spiegel-Kommentar

Das war doch schon vorher klar. Sobald sich irgendetwas "Linkes" aus der Deckung wagt, wird das seitens des Spiegel zerrissen, karikiert, oder sonst wie niedergemacht, oder ins lächerliche gezogen. Das wird so bleiben. Ab jetzt können wir damit jede Woche 2-3 Mal rechnen, dass es eine Kolumne hier geben wird, die sich negativ zu dieser Sammlungsbewegung und ihren Unterstützern äußert. Jede Figur wird niedergemacht, bei jedem gibt es etwas zu finden und selbst wenn es nur an den Haaren herbeigezogen wird.
Herr Bülow ist z. B. dann ein Hinterbänkler (hier soll suggeriert werden, dass der Mann unwichtig ist und eh keine Ahnung hat), während ein Herr Kühnert als wichtiger SPD-ler genannt wird.
Bitte liebe Spiegel-Redakteure, nehmt eure im Grunde doch überparteiliche Funktion ernst und berichtet seriös. Bislang sehe/lese ich hier nur das, was ihr anderen Medien, bzw. Machthabern zurecht vorwerft, nämlich gezielt parteipolitisch in eine spezielle, hier wohl Merkel-treue, Richtung zu treiben/schreiben.
Ich jedenfalls wünsche dieser Bewegung alles Gute, Deutschland braucht dringend neue Kräfte, um sich aus der Lethargie zu befreien, in welcher wir seit vielen Jahren stecken.
Ich werde dabei sein, wenn diese Bewegung ihr teilweise unreflektiertes reißt-alle-Grenzen-nieder-Gerede der sonstigen Linken überdenkt.

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Magentasalex 17.08.2018, 10:37
44. Alles in allem....

Zitat von gluecklich_woanders
Eigentlich würde ich gerne mit einer linken Sammlungsbewegung sympathisieren, das dürfte unter Wagenknechts Führung aber schwer werden. So sehr ich mir eine linke Regierung wünsche: Ein Bündnis, das migrationskritische, xenophobe und europafeindliche Kräfte miteinbezieht könnte ich niemals guten Gewissens unterstützen. Da helfen auch Künstler und Promis nichts, die sich für "Aufstehen" engagieren. Ich würde gerne mitmachen, aber erst, wenn sich die Bewegung klar zu Weltoffenheit, Toleranz und Europa bekennt.
Alles in allem funktioniert die Spaltung der Gesellschaft (das TEILE und HERRSCHE) perfekt. Jeder wird gegen den anderen ausgespielt. Da es keinen Menschen gibt, der nicht wenigstens eine Leiche im Keller hat, funktioniert das System genial.

Vor einer Stunde auf der Frankfurter Zeil erlebt:
Ein Rollstuhlfahrer (ohne Beine), bittet um eine Spende.
Ein älteres Ehepaar kommt des Weges. Die Ehefrau will ihm etwas Geld geben. Und der Mann sagt so "schön" laut auf frankfurterisch: "Du gibst dem nix. Wenn der sich so n tolle Rollstuhl leiste kann, kann der net arm sein!"

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telarien 17.08.2018, 10:37
45. Links, Rechts, Quark

Deutschland braucht eine Bewegung. Links oder Rechts ist mir egal, vernünftig soll sie sein. Was heißt denn Links und Rechts heute?
Links ist eine staatliche Planwirtschaft, DDR lässt grüßen. Rechts wäre die These, der freie Markt löse Alles, was genauso falsch ist. Die Privatisierung der Pflege sorgt nicht für beste Pflegebedingungen, es maximiert den Gewinn von Pflegeunternehmern.
Und eine wirkliche Bewegung braucht die alte Kaste der Berufspolitiker schon mal gar nicht!

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stevens-82 17.08.2018, 10:38
46. Es ist ja...

...nun nicht gerade so das es Deutschland an diversen Linksparteien mangelt. Mit SPD, Linke, Grüne und großen Teilen der CDU sitzen alleine 4 davon im Bundestag. Nun sind Wagenknecht und Lafontaine sicher begnadete Politiker, wenn auch wegen seines Alters Lafontaine sicher nicht mehr als jugendlicher Hoffnungsträger durchgeht. Am Führungspersonal wird diese Bewegung sicher nicht scheitern, schon eher am zuverlässigen Drang der Linken aller Couleur zum Sektierertum. Und das wohl noch größere Problem dieser Sammlungsbewegung dürfte sein, dass den Linken die Deutungshoheit über die wesentlichen gesellschaftlichen Fragen, trotz aller medialen Unterstützung, die sie immer noch haben, mehr und mehr entgleitet. Die Leute sehen die Ergebnisse linker Gesellschaftexperimente und haben die Nase voll davon. Der Trend geht zurück zur Mitte und einer weniger ideologisch und dafür mehr Vernunft gesteuerten Politik. Ich schätze so um die 90% der Leute dürften Themen wie innere Sicherheit, funktionierende Infrastruktur, bezahlbarer Wohnraum, bezahlbare Energiepreise usw. wesentlich wichtiger sein als gendergerechte Sprache, neue Geschlechter im Geburtenregister oder andere linke Lieblingsprojekte. Von daher glaube ich nicht, das der neuen Sammlungsbewegung viel Erfolg beschieden sein wird.

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majidovnuri 17.08.2018, 10:39
47. Marxismus=Terror

In Deutschland ist wenig über die Verbrechen der Marxisten bekannt. In Deutschland wird ein Denkmal für Marx. Mehr als 100 Millionen Menschen wurden von Marxisten auf der ganzen Welt getötet. Überall auf der Welt haben Marxisten den Völkermord an Dutzenden von Völkern verübt. Wenn in Deutschland ein Museum für Verbrechen des Marxismus eröffnen, wird die linke Bewegung nichts sagen können. Der Marxismus ist der blutigste und größte Terror

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eswareinmaleinabo 17.08.2018, 10:39
48. ..echt jetzt?

Erst dieser extrem vorsichtige Beitrag über die erfolgreiche Glyphosat-Klage, die die vom Gericht gewonnenen Erkenntnisse, harte wissenschaftliche Beweise, völlig ausser acht ließ, und nun dies: Sahra W, die Chefin einer Lachgruppe mit Fascho-Ansätzen. Lachhaft, wenns nicht so traurig wäre. Hier endet jedenfalls meine uralte Spiegel-App Mitgliedschaft. Schade um Jakob A, dessen Beiträge ich immer besonders genossen habe, aber zu viel ist zu viel. Dann halt Guardian & Freitag. Bye bye

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peaugust 17.08.2018, 10:40
49. Gut für uns alle!

Endlich gibt es mal eine Bewegung gegen die etablierten Lobby-Parteien und schon kommen die ewig gestrigen mit ihrer Angst vor etwas neuem! Lieber SPON warum unterstützen sie diese Bewegung
nicht? Es ist doch ein Hoffnungsschimmer das man hier langsam
versteht das es mit Lobby-Parteien und tumben rechten Trachtenvereinen nicht weiter gehen kann.

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