Forum: Politik
Linke gegen Gauck: Triumph der Geschichtsverdreher

Die Linkspartei begeht mit der Nominierung von Luc Jochimsen als Präsidentschaftskandidatin einen Riesenfehler. Eigentlich müsste sie den Stasi-Aufklärer Joachim Gauck unterstützen - als Zeichen der eigenen Läuterung.

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benutzer62 08.06.2010, 18:05
30. Dann sollte die FDP auch Luc Jochimsen wählen msüssen

Wie man einer Partei zumuten kann, einen Kandidaten, der als erklärter Neoliberaler wirklich nichts mit der eignen Politik
zu tun hat, nur um öffentlich vor der allgemeinen Kampagne der Bild-Zeitung und anderer Medien zu kapitulieren, ist mir unbegreiflich.

Ebenso gut könnte man von der FDP fordern, Luc Jochimsen zu wählen, um sich von dem Vorwurf der Besserverdienerpartei und er sozialen Kälte reinzuwaschen...

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krezz 08.06.2010, 18:06
31. oT

stimmt, müßte sie - aber sie outet sich selbst als im Prinzip ein Sammelsurium ewiggestriger DDR-Nostalgiker und westdeutscher Altlinker, und das hat ja vielleicht auch sein Gutes

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mountbatten 08.06.2010, 18:06
32. ...

Die Linke verweigert tatsächlich eine umfassende Beschäftigung mit der Vergangenheit sondern konzentriert sich auf die Gegenwart und Zukunft.

Muss ich das jetzt schlecht finden?

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andree_nalin 08.06.2010, 18:08
33. Toller Schachzug von SPD und GRÜNEN...

Da ächzt das noch junge Gebälk bei den LINKEN. Man sucht händeringend nach Gründen für eine Ablehnung: "Mann der Vergangenheit." Dann hätte man als Gegenargument auch sagen können: "Das Wetter ist dieses Jahr denkbar schlecht." Und dass Gauck die Linkspartei als überflüssig bezeichnet hat, na ja, dass hört diese wohl täglich - auch kein echter Grund, Gauck nicht zu wählen. Eher wäre da noch die Feindschaft zwischen Jäger und Gejagtem - zwischen Gauck und Gysi - als Gegenargument "verständlich".

Mal sehen, was die LINKE im dritten Wahlgang macht, vielleicht über ihren Schatten springen ??

Sicher, die Linkspartei hat eine Chance verpasst. Aber dass wäre die Zerreißprobe mit ungewissem Ausgang gewesen - man braucht halt noch einige Jahre....

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Sapere aude 08.06.2010, 18:09
34. Denken

Zitat von columbia
Diesem Kommentar ist nichts mehr hinzu zu fügen. Es ist exakt so! Danke. Damit zeigt die Linke, dass sie ihre eigene Vergangenheit nicht im Griff hat. Eine vielsagende Selbstentlarvung...
Schön wenn man nicht selbst denken muß, oder... :D

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Sam Hawkins 08.06.2010, 18:09
35. das liebe Geld

Zitat von volatus123
Die Linkspartei gehört als Nachfolgeorganisation der SED -> PDS verboten und nicht geläutert. Die PDS hat nach der Wende mit Hilfe von Gysi und anderen Spitzengenossen Milliarden DM an Volksvermögen verschwinden lassen. Dass den Dingen nicht nachgegangen wurde, hat die PDS dem damaligen Bimbeskanzler zu verdanken, der mit der Ost-CDU genügend Dreck am Stecken hatte und deshalb der "Krähe" PDS kein Auge aushacken wollte. Mehr dazu nachzulesen in "Die Täter sind unter uns" von Prof. Hubertus Knabe, dem wissenschaftlichen Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen.
Die Kunst Vermögen verschwinden zu lassen mit mehr oder weniger krimineller Energie beherrschen wohl alle politischen Lager recht gut! Finanzkrise inbegriffen. Herr Knabe kann nicht anders. Wer im Dreck wühlt sieht nur Dreck, ist nun mal sein Job. Die Linke macht einen Fehler, wird nicht der letzte sein, ist halt Politik.

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magshot 08.06.2010, 18:11
36. Geschichtsverdreher

... selten hat mir ein Artikel so aus der Seele gesprochen - dem ist nichts hinzuzufügen...

Bravo!

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erdferkel1964 08.06.2010, 18:12
37. Linke

Ein "Bravo" auf diesen Artikel !
Die wollen eben kubanische Verhältnisse und sonst nichts.
Und Gysi als ihr(e) Fidel. Leider wird das ihrer Arbeit auf kommunaler Ebene nicht gerecht.

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Madakukala 08.06.2010, 18:14
38. Demokratisches Handeln

Die Linke wurde Demokratisch gewählt. Und die Linke stellt ihren Kandidaten Demokratisch. Die Wahl wird auch Demokratisch verlaufen. Warum wird gepredigt die Linke würde nichts auf die Demokratie geben? Die DDR und alle Unrechtsorgane gehören der Vergangenheit an. Und das sollte auch den Bürgern mal nache gebracht werden.

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Apfell 08.06.2010, 18:16
39. perspektivische Verirrungen von Christoph Schwennicke

Es ist schon wirklich eine sehr merkwürdige Perspektive, die in diesem Artikel zum besten gegeben wird.

Gestern wurde die Linke von den Parteien, die im Vorfeld der NRW-Wahl immer beteuert hatten, es gehe "ausschließlich um Inhalte, nicht um Koalitionen", in einer 4-stündigen Posse trotz umfangreicher Zugeständisse links liegen gelassen.
Und heute wird von diesen Linken, die schon wieder nicht einbezogen wurden in den Kandidatenvorschlag, verlangt, dass sie sich ohne Murren einordnen.
Und das Ganze auch noch für einen mehr als zweifelhaften Kandidaten, wenn es um das politische Profil der "linken" Parteien geht. Bei dieser Nominierung von Gauck geht es nicht um einen echten Kandidaten aus diesem Lager sondern tatsächlich um einen Kandidaten, der gut dafür ist, die Biene Maja zu ärgern. Und dass der stets machtbewusste Gauck mitmacht, war auch nicht weiter verwunderlich.

http://www.freitag.de/politik/1022-k...d-praesidiabel

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