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Linke im Dauerstreit: Gysi wendet sich von Lafontaine ab
dapd

Oskar Lafontaine und Gregor Gysi galten lange Zeit als unzertrennliches Spitzenduo - jetzt hat sich Gysi im Führungsstreit der Linken klar positioniert: gegen den Saarländer. Damit verschärft sich der Flügelkampf in der Partei -Spitzengenossen befürchten einen Showdown auf dem Parteitag.

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Pusteblume68 21.05.2012, 16:45
1. Widersprüche

Hmm, SPON schreibt selbst, dass eine Kampfkandidatur der Partei in jedem Falle schaden würde, trotzdem wird Lafontaine dafür kritisiert, dass er eine Kampfkandidatur verhindern will. Entweder man stimmt ihm zu, weil er die Lage richtig einschätzt, oder man hält eine Kampfkandidatur für ein normales demokratisches Vorgehen, dann kann es der Partei aber doch auch nicht schaden (obwohl andere Parteien das mit dem Vermeiden genauso halten). Also entscheidet euch, lieber Schreiberlinge.

Ach ja, und wie kommt es jetzt, dass sich SPON auf die Seite ehemaliger SED-Mitglieder schlägt, für die man ansonsten ja gar nix übrig hat? Der Feind meines Feindes ist mein Freund? Ist euch Lafontaine noch verhasster als die alten roten Bonzen aus DDR-Zeiten? Merkwürdige Allianzen bilden sich hier.

Bartsch ist der Untergang der Linken. Das merken die ostdeutschen Parteifunktionäre in ihrem Lafo-Wahn aber nicht. Man erinnere sich bitte an das letzte Mal, als die PDS aus dem Bundestag flog, wer da Wahlkampfchef und Bundesgeschäftsführer war? Und danach gekniffen und sich zurückgezogen hat? Aber SPON sieht Hinschmeißen ja als Lafo-Spezialität. (Bei Christian Lindner hatte das ja auch niemanden gestört.)

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Prekarianer 21.05.2012, 16:46
2. das wird dann wohl der letzte akt werden

ich hoffe, andere lernen daraus. es muss/hat sich eine neue protestpartei gebildet, bitte handelt nicht auch so. die linke schafft sich gerade selber ab. unbelievable

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OneTwoThree 21.05.2012, 16:48
3. Nunja....

....Lafontaine ist an und für sich ja auch unwählbar.
Ich hab es als linksorientierter Mensch eh nie verstanden, warum sich ´´Die Linke´´ den ins Boot geholt haben.
Der macht, bei mir persönlich, schon mindestens 50% der Gründe aus, warum man ´´Die Linke´´ nicht wählen kann.

Ist aber rein subjektiv.

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gyro_gearloose 21.05.2012, 16:52
4. Herr Gysi:

Zitat von sysop
... - jetzt hat sich Gysi im Führungsstreit der Linken klar positioniert: gegen den Saarländer.
Auch wenn ich mitnichten ein Parteigänger von "Die Linke" bin:

Respekt vor Ihrer Positionierung - Chapeau! ;-)

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ginfizz53 21.05.2012, 16:52
5. Die Partei...

... und ihre Anhänger waren immer traurig anzusehen...

Jetzt wird's endlich mal lustig...
Großes Drama mit allen Zutaten: Sinistre, alte Schurken, schönes Burgfräulein, roter Magier, der im Hintergrund Intrigen schmiedet, ...
Na ja, die Komparsen sind sehr schwach gespielt und die Texte, die sind so was von 50er-Jahre Stalin-Schnulze...

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yellowsubmarine 21.05.2012, 17:00
6. Kein Bundestag ohne Lafontaine

Ohne den ehemaligen SPD-Vorsitzenden verliert die Linke die westdeutschen Wähler, die sich über den Bruch mit sozialdemokratischen Traditionen ärgern; reine Protestwähler haben ohnehin neue Alternativen.
Der alte Kampf "Ost gegen West" entscheidet jetzt das Schicksal der Linken. Ohne Lafontaine wird die Medienpräsenz geringer und vor allem qualitativ schwächer werden. Die Landtage werden ohne Linke aber mit Piraten besetzt sein, die Fünf-Prozent-Hürde kommendes Jahr schwer zu nehmen. Momentan müsste man als Sozi aus dem Grinsen eigentlich gar nicht mehr rauskommen...

Zitat von sysop
Oskar Lafontaine und Gregor Gysi galten lange Zeit als unzertrennliches Spitzenduo - jetzt hat sich Gysi im Führungsstreit der Linken klar positioniert: gegen den Saarländer. Damit verschärft sich der Flügelkampf in der Partei -Spitzengenossen befürchten einen Showdown auf dem Parteitag.

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hartmutthomas 21.05.2012, 17:04
7. lafontaine-gysi

Zitat von sysop
Oskar Lafontaine und Gregor Gysi galten lange Zeit als unzertrennliches Spitzenduo - jetzt hat sich Gysi im Führungsstreit der Linken klar positioniert: gegen den Saarländer. Damit verschärft sich der Flügelkampf in der Partei -Spitzengenossen befürchten einen Showdown auf dem Parteitag.
es ist für mich jahrgang 53 unfassbar, wie diese sä....(herren) nur ihre ich befindlichkeiten austoben, obwohl das land eine linke noch nie so gebraucht hat wie heute. lohndumping teilzeitarbeit, drückerlöhne, finanzdiktatur der banken und reichen, mini-jobs, keine mindeslöhne, wir sind schon längst ein brutal kapitalisitisches land, ich erinnere mich an die manchmal brillianten system kritiker des kbw......
diese jetzige linke hat fertig, und es muss eine neue linke bürgerunion entstehen, um die menschen wieder zu politisieren, um die macht auch des kapitals zu brechen..

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Pizza No.7 21.05.2012, 17:07
8. Zusammenwachsen

Zitat von sogehtdasnicht
Bartsch ist der Untergang der Linken. Das merken die ostdeutschen Parteifunktionäre in ihrem Lafo-Wahn aber nicht.
Es wird noch einige Jahre dauern, bis Deutschland zusammenwächst. Das gilt natürlich auch für die Parteienlandschaft. Die LINKE wird in Westdeutschland nie wirklich einen Fuß in die Tür bekommen. Im Osten sieht das gänzlich anders aus. Was ist daran schlimm?

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sheriff69 21.05.2012, 17:08
9. Eigentlich schade drum

Zitat von sysop
Oskar Lafontaine und Gregor Gysi galten lange Zeit als unzertrennliches Spitzenduo - jetzt hat sich Gysi im Führungsstreit der Linken klar positioniert: gegen den Saarländer. Damit verschärft sich der Flügelkampf in der Partei -Spitzengenossen befürchten einen Showdown auf dem Parteitag.
Also mir würde das rote Burgfräulein und ihr rotweinliebender Oskar in den diversen Talk-Shows in der Glotze wirklich fehlen. Auch wenn diese Partei sich gerade selbst zerlegt, hat sie doch wirklich schlaue Köpfe, die teilweise auch durchaus Ahnung vom finanzpolitischen Weltgeschehen haben. Mir als Unternehmer gefallen Fr. Wagenknechts Ausführungen immer sehr gut, auch wenn sie mich am liebsten enteignen würde, um Hartz IV Empfängern noch ein bißchen mehr schenken. Also Oskar, Sara, Dietmar und Gregor. Lößt den Laden auf, aber macht irgendwas Neues, vielleicht als Linksausleger der Piraten. Die haben für alle Platz.Bitte lasst mich nicht mit den ganzen FDP-Blassgesichtern "Partei der Vernunft" allein. Die bilden sich nämlich auch ein, für die Wirtschaft zu sprechen, ha, ha.

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