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Linke im Wahlkampf: Die einsamste Partei Deutschlands
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Schwarz-Gelb, Rot-Grün, eine Große Koalition oder doch ein Bündnis aus Union, FDP und Grünen? Schon jetzt wird über mögliche Konstellationen nach der Bundestagswahl spekuliert. Nur eine Partei taucht dabei nicht auf: die Linke. Jetzt rächt sich die jahrelange Fundamentalopposition von Oskar Lafontaine.

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willige 02.12.2012, 15:55
160.

Zitat von adrianralle
Richtig, aber diesen Umstand könnte man mit Volksabstimmung verbessern. Die Schweiz würde ich deshalb als Demokratie bezeichnen. Also genau wie bei der Bankenrettung. Wie kann man als Kapitalist für eine Bankenrettung sein (CDU z.B.) ? Banken müssen in Europa keine gute Arbeit leisten und werden gerettet, trotz Privatwirtschaft.
Manche der Lafontaine-Jünger haben einschließlich ihres Vorbeters keine Ahnung von Wirtschaft. Die merken garnicht in ihrem Hass gegen die Banken, daß diese überhaupt das Rückgrat der Wirtschaft sind. Zigtausende von Firmen hängen an den Tröpfen der Banken und würden Pleite gehen, weil sie ihre Kredite nicht so schnell zurückzahlen könnten oder bei einer anderen Bank aufnehmen.
Diese Linkentruppe würde wie keine andere Partei Deutschland kaputt machen, die sind brandgefährlich. Leider reicht es bei manchem nicht aus, das zu bewerten, sonst würden die unter 2% bleiben.

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adrianralle 02.12.2012, 18:12
161.

Zitat von UweZ+
Demokratie (Plan)
Besteht da ein zwingender Zusammenhang? Ich denke da an Planwirtschaft, in der die Regierung keine fairen Wahlen zulässt.


Zitat von UweZ+
Demokratie und Kapitalismus schliessen sich bei der Verteilung eines bestimmten Gutes definitv gegenseitig aus, weil die Triebfeder des Kapitalismus darin besteht, dem einen mehr Dollars oder Euros (sprich: Stimmrecht bei der Verteilung der Güter) zuzugestehen, als dem anderen. Während Demokratie EXPLIZIT gleiches Stimmrecht für alle voraussetzt.
Was für ein Stimmrecht? Angenommen durch den Staat reguliert gibt es nur noch einen Anbieter von Mehl. Wie wirkt da mein Stimmrecht mehr als wenn es mehrere Anbieter von Mehl in meinem Land geben würde?

Zitat von UweZ+
Mit Verlaub, solange die Kosten des Wettbewerbs (z.B. Arbeitslosigkeit) nicht in den Bilanzen der privaten Profiteure auftauchen, trägt die Allgemeinheit auch die gesamtgesellschaftlichen Verluste der Privatwirtschaft.
Dahingehend ja. Da ist jetzt die Frage, was kommt der Allgemeinheit billiger. Ist es für sie besser, wenn sie mehr für Produkte hinlegen müssen oder kommt es für sie besser sie legen weniger hin und ein gewisser Teil ist dadurch arbeitslos, aber insgesamt können die Leute besser leben? Eine weitere Frage wäre, ob es noch genug Produkte bei Planwirtschaft geben würde.

Je höher das BIP, desto mehr Geld kann ich verteilen, oder? Je staatlicher, desto weniger BIP, richtig?

Zitat von willige
Die merken garnicht in ihrem Hass gegen die Banken, daß diese überhaupt das Rückgrat der Wirtschaft sind. Zigtausende von Firmen hängen an den Tröpfen der Banken und würden Pleite gehen, weil sie ihre Kredite nicht so schnell zurückzahlen könnten oder bei einer anderen Bank aufnehmen.
Warum gibt man nicht die Banken in staatliche Hände, wenn man Banken nicht pleite gehen lassen kann, so wäre es doch in Ordnung, wenn dann der Staat auch die Zinsgewinne für sich einstreicht, wenn er eh für die Kosten gerade stehen muss?

Aber was ist so schlimm an Firmenschließungen? Ist das nicht Marktwirtschaft? Warum nehmen nicht einfach andere Firmen den Platz der bankrotten Firmen ein? Die Kunden wollen doch weiter bedient werden. "Oh mein Lieferant ist pleite. Jetzt brauch ich nichts mehr."

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bibergockel2 02.12.2012, 19:55
162. Linke im Wahlkampf:Die einsamste Partei Deutschlands

Zitat von Tolotos
Noch rächt es sich! Aber wie sieht es aus, sobald einer Mehrheit so richtig klar wird, dass die Wahl zwischen schwarz, rot, grün, gelb nur noch die Auswahl trifft, unter welchem Namen das Volk belogen und betrogen wird? Wie lange können die etablierten Parteien bei den Wählern noch die Illusion erhalten, dass sie durch einen Wechsel der Regierungsparteien innerhalb der Etablierten einen Politikwechsel herbeiwählen könnten? Die Richtlinien der Politik werden doch allen etablierten Regierungen immer von der Klientel der gleichen Lobby vorgeben!
Innerhalb der Etabilierten gibt es sicher keinen Politikwechsel,da haben
Sie lieber Tolotos Recht,aber mit Parteien wie Die Linke,die nicht bereit ist,Kompromisse einzugehen und nur ihre Maximalforderungen
durchzusetzen versucht,da gibt es auch keinen Politikwechsel,dafür
bieten sich eher die Piratenpartei und die Freien Wähler an,die
haben wenigstens keine Wolkenkukusheime,die sie bauen wollen,wie
Die Linke!

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willige 02.12.2012, 21:01
163.

Zitat von adrianralle
Besteht da ein zwingender Zusammenhang? Ich denke da an Planwirtschaft, in der die Regierung keine fairen Wahlen zulässt. Was für ein Stimmrecht? Angenommen durch den Staat reguliert gibt es nur noch einen Anbieter von Mehl. Wie wirkt da mein Stimmrecht mehr als wenn es mehrere Anbieter von Mehl in meinem Land geben würde? Dahingehend ja. Da ist jetzt die Frage, was kommt der Allgemeinheit billiger. Ist es für sie besser, wenn sie mehr für Produkte hinlegen müssen oder kommt es für sie besser sie legen weniger hin und ein gewisser Teil ist dadurch arbeitslos, aber insgesamt können die Leute besser leben? Eine weitere Frage wäre, ob es noch genug Produkte bei Planwirtschaft geben würde. Je höher das BIP, desto mehr Geld kann ich verteilen, oder? Je staatlicher, desto weniger BIP, richtig? Warum gibt man nicht die Banken in staatliche Hände, wenn man Banken nicht pleite gehen lassen kann, so wäre es doch in Ordnung, wenn dann der Staat auch die Zinsgewinne für sich einstreicht, wenn er eh für die Kosten gerade stehen muss? Aber was ist so schlimm an Firmenschließungen? Ist das nicht Marktwirtschaft? Warum nehmen nicht einfach andere Firmen den Platz der bankrotten Firmen ein? Die Kunden wollen doch weiter bedient werden. "Oh mein Lieferant ist pleite. Jetzt brauch ich nichts mehr."
Haben Sie denn überhaupt keine Ahnung. Die Landesbanken z.B. sind in öffentlichen Händen. Die waren ja noch schlimmer in ihren Spekulationen als die Privatbanken. An Firmenschließungen ist nichts schlimmes, die paar Arbeitlosen die da anfallen machen Ihnen scheinbar nichts aus.
Die Kunden der Banken wollen sicherlich weiter bedient werden, nur die etwas klammeren finden keine Bank, die sie übernimmt.
Und zum Schluß ,ohne Parteien ohne Regierung für eine zeitlang kommen wir aus, aber ohne Banken geht alles den Bach runter.
Aber was soll man sich da weiter die Finger wundschreiben, genauso gut könnte ich denen die Relativitätstheorie lt.Einstein erklären.

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adrianralle 02.12.2012, 21:35
164.

Zitat von willige
Haben Sie denn überhaupt keine Ahnung.
Kommen Sie mal runter.

Zitat von willige
Die Landesbanken z.B. sind in öffentlichen Händen. Die waren ja noch schlimmer in ihren Spekulationen als die Privatbanken.
Das soll beweisen, dass Privatbanken gut sind?

Zitat von willige
An Firmenschließungen ist nichts schlimmes, die paar Arbeitlosen die da anfallen machen Ihnen scheinbar nichts aus.
Die können doch bei der Konkurrenz arbeiten.

Zitat von willige
Die Kunden der Banken wollen sicherlich weiter bedient werden, nur die etwas klammeren finden keine Bank, die sie übernimmt.
Ich meinte keine Bankkunden. Wenn mein Bäcker pleite ist, gehe ich zum nächsten und beschließe nicht keine Brötchen mehr zu essen.

Zitat von willige
Und zum Schluß ,ohne Parteien ohne Regierung für eine zeitlang kommen wir aus, aber ohne Banken geht alles den Bach runter.
Die Aufgabe der Banken können auch die Staaten übernehmen.

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d.s.1999 03.12.2012, 08:56
165.

Zitat von sysop
Schwarz-Gelb, Rot-Grün, eine Große Koalition oder doch ein Bündnis aus Union, FDP und Grünen? Schon jetzt wird über mögliche Konstellationen nach der Bundestagswahl spekuliert. Nur eine Partei taucht dabei nicht auf: die Linke. Jetzt rächt sich die jahrelange Fundamentalopposition von Oskar Lafontaine.

Wie war das mit der Medienblockade hinsichtlich der Linken? Und weiter geht das Linken-Bashing auf SPON. Böjrn Hengst scheint bei SPON geradezu darauf abonniert zu sein. Sicher nicht falsch, wenn man noch was werden will. Da kann der Blödsinn, den man verzapft, nicht groß genug sein: “Jetzt rächt sich die jahrelange Fundamentalopposition von Oskar Lafontaine.” Die Linke ist bekanntlich die einzige im Bundestag vertretene Partei, die eine klare Position gegen den neoliberalen Mainstream bezieht. Das heißt heute Fundamentalopposition bei der neoliberalen Journaille. Und Lafontaine ist sowieso an allem schuld. Wobei der Titel nicht ohne Zynismus ist. Gerade die Mainstreampresse tut ihr Möglichstes, um die Linke aus dem öffentlichen Bewusstsein fernzuhalten bzw. nur mit einem negativen Image auftreten zu lassen. Das jetzt der Linken in die Schuhe zu schieben, macht das ganze fast zu einem Anwärter auf die Manipulation der Woche.
Und Peer Steinbrück als SPD-Kanzlerkandidat ist sicher das Beste, was dem neoliberalen Mainstream passieren konnte. Eine linke Mehrheit ist damit absolut zuverlässig ausgeschlossen. Ich wiederhole mich zwar, aber man kann über die Dämlichkeit der SPD nur noch den Kopf schütteln

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phaeno 03.12.2012, 10:57
166. Erfreuliche Nachricht

Auch wenn sich SPON ebenso jämmerlich wie offensichtlich drum bemüht, die LINKE in einem scjhlechten Licht erscheinen zu lassen:
Diese Partei wird deshalb gewählt, weil sie nicht eine Regierungsbeteiligung über Prinzipien stellt,
sie wird gewählt weil sie sich als Einzige im Deutschen Bundestag gegen verfassungswidrige Kriegseinsätze in fernen Ländern stimmt,
sie wird gewählt, weil sie als einzige gegen Sozialbabbau und die permanente Enteigung der Bürger durch Banken und Großkapital ist
und sie wird gewählt, weil sie die einzige ist, von der sicher ist, dass sie nicht für den Machterhalt von Merkel steht.
Jeder darf bei der nächsten Wahl entscheiden, was er will.

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Cassandra105 03.12.2012, 11:13
167.

Zitat von adrianralle
Versteh ich nicht. Ist doch nicht schlimm, dass sie nicht zur Wahl stehen. Die Unternehmen bieten günstige Preise an, weil sie in Konkurrenz stehen und das ist gut für die Bürger. Wenn die Bürger wählen könnten zwischen "Wollt ihr günstige oder teure Preise?" Würde sie sich eh für günstige Preise entscheiden. Für bestimmte Segmente stimme ich ihnen zu, wie z.B. Strom. Dort sieht man dass die Preisfindung nicht funktioniert. Bei Schokolade funktioniert es z.B. . Wie will man das Regeln? Soll ein Schokoladenfabrikant zum Teil staatlich sein? Wenn ja, dann müsste sich das Ausland dazu entscheiden, weil es keine Deutsche Firma ist. Wer kontrolliert deren Verhalten, ein Beamter? Hat der Ahnung von dem Geschäft?
Wer sagt, dass diese Leute in Konkurrenz stehen? Wer soll das denn bestimmen? Zumal Konkurrenz hinsichtlich des günstigsten Preises letztlich zwingend auf Sklaverei hinausläuft, denn es ist ja der Arbeitnehmer, der einen netten Teil der Kosten ausmacht.

Und fällt dieser durch Automatisierung raus, hat er gar nichts mehr und der Besitzer der Automaten steckt das Gehalt seiner Maschinen einen, weil alles andere ja eben - genau - böser Sozialismus wäre!
Ob jemand jetzt beim Staat angestellt ist oder freier Unternehmer hat doch rein gar nichts mit seiner Befähigung zu tun. Oder glauben Sie jemand verliert plötzlich seine Befähigung, nur weil er verbeamtet wird oder sonstwie für das Volk, statt in die eigene Tasche wirtschaftet?



Zitat von
Bei den meisten Branchen funktioniert es. Wenn ich eine Firma habe, warum soll ich die Preise hoch stellen, wenn ich dann Pleite gehen würde?
Sie gehen auch in die Pleite, wenn ihre Konkurrenz irgendwo in der Welt oder gar in Deutschland betreibt, was derzeit simpler Fakt ist.



Zitat von
Und diese Entwicklung würde es auch bei staatlichem Zugriff geben und man würde sich genauso anstrengen, wenn man den Gewinn nicht für sich einstreichen würde?
Für Abermillionen Arbeitnehmer ist genau das der Fall. Die arbeiten noch nicht einmal indirekt für sich, als Teil des Volkes, sondern maßgeblich für die Kapitalbesitzer. Sie verstehen irgendwie Staat nicht. Staat sind wir. Das ist was anderes, als der Staat in einer Diktatur, wo der Staat eben der Diktator ist. Das begreifen aber viele nicht.

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Cassandra105 03.12.2012, 11:23
168.

Zitat von adrianralle
Cassandra, inwiefern hat denn der Bürger in Ihrem System (wie auch immer es heißt) mehr Mitspracherecht?
Das ist nicht "mein" System. Ich würde mich weder als Sozialist noch als Kommunist bezeichnen. Ich kann nur Lügen nicht ausstehen und diese höre ich ständig, gerade in Bundestagsreden. Sobald jemand sich dort ans GG und die Menschenrechte halten will, mit durchdachten, auf Fakten begründeten und zutiefst logischen und kausalen Lösungen für Probleme ankommt, rülpst da irgend einer in das Mikro " DAS IST KOMMUNISMUS/SOZIALISMUS/PLANWIRTSCHAFT!" - und das war´s. Keine Auseinandersetzung nötig, keine weitere Diskussion nötig, nicht ein einziges Argument.

Weil man den Bürger erfolgreich für blöd verkauft hat und dieser eine Angst vor diesen Begriffen hat, wie einst vorm Fegefeuer, kann man den Leuten jederzeit das Seelenheil mit Anbetung der Sklaverei verkaufen.

Inwiefern der Bürger mehr Rechte im Sozialismus hätte? Nun, er hätte die Recht, die ihm von GG und Menschenrechten aus bereits zustehen würden. Ein Recht darauf, Teil einer freien Gesellschaft zu sein und im Rahmen der Möglichkeiten keine Angst vor Armut und Krankheit haben zu brauchen, für deren Behandlung ihm das Geld fehlt. Der Bürger wüsste, dass er niemals auf den Boden aufschlagen wird, dass er - sofern das Land nicht gerade von einem Meteor getroffen wird - immer Strom, Wasser, Wärme, Nahrung haben wird, weil unser Land nun Mal völlig problemlos in der Lage ist, dies für alle bereitzustellen, als ein RECHT, weil er Bürger ist, weil er Mensch ist und das bereits völlig ausreicht.

Der Bürger weiß, dass man ihn mit diesen Dingen, auf die er nicht verzichten kann, da sie lebensnotwendig sind, niemals bedrohen, niemals an die Wand stellen kann, "Mach was wir sagen oder wir nehmen es dir weg."

Darum geht es. Das ist das Recht, das eigentlich angesichts der Umstände längst eine Selbstverständlichkeit wäre.

Doch das wäre eben "sozialistisch".

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willige 03.12.2012, 11:27
169. Aufgaben der Banken vom Staat?

Zitat von adrianralle
Kommen Sie mal runter. Das soll beweisen, dass Privatbanken gut sind? Die können doch bei der Konkurrenz arbeiten. Ich meinte keine Bankkunden. Wenn mein Bäcker pleite ist, gehe ich zum nächsten und beschließe nicht keine Brötchen mehr zu essen. Die Aufgabe der Banken können auch die Staaten übernehmen.
Es ehrt Sie, diese These der Linken insbesondere von Lafontaine, zu übernehmen. Trotz aller Scheiße die die Banken bauen möchte ich doch keine Staatsbanken als Geschäftsbanken= wäre gleich DDR-System, obwohl sie gleich Zeter und mordio schreien werden.

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