Forum: Politik
Linke nach Jamaika-Aus: Nur schlechte Optionen
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Von Jamaika erhofften sich die Linken Zeit, um in den eigenen Reihen für Ruhe zu sorgen. In welcher Konstellation sich nun auch immer eine Regierung formt - für die Genossen sieht es trübe aus.

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Nobody X 24.11.2017, 11:01
1. Frau Wagenknecht ist eine hervorragende Politikerin -

- offenbar im Gegensatz zu Frau Kipping. Neuwahlen können nur das allerletzte Mittel sein. Wenn unsere Politik nicht mal mehr in der Lage wär, ein gültiges Wählervotum umzusetzen, dann müssta man sich fragen, wie sie im Zweifelsfall mit einer wirklich ernsthaften Situation fertig werden soll - auch durch Neuwahlen? Die gegenwärtige Situation mag für die Linken enttäuschend sein, aber Neuwahlen können derzeit in keiner Weise zur Debatte stehen. Es ist bedauerlich, dass Frau Wagenknecht der falschen Partei angehört.

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Freidenker10 24.11.2017, 11:12
2.

Wenn die Linken ihre Haltung in der Migrationspolitik nicht grundlegend ändert würde sie bei Neuwahlen deutlich verlieren! Es ist die Klientel der Linken die mit der Migration um günstigen Wohnraum, staatliche Leistungen und Jobs konkurrieren müssen, deshalb auch die Riesenverluste im Osten. Die Linke sollte in der Realpolitik ankommen, dann könnte ich mir eine RotRotGrüne Koalition durchaus vorstellen, denn die sozialen Forderungen der Linken sind durchaus berechtigt und liegen mir mehr als die immer mehr in die Mitte abgleitende SPD!

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ohne_mich 24.11.2017, 11:13
3. Welcher denn?

Zitat von Nobody X
Es ist bedauerlich, dass Frau Wagenknecht der falschen Partei angehört.
Welcher Partei sollte sie denn, Ihrer Meinung nach, angehören?
Und jetzt sagen Sie bitte nicht SPD.

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masc74 24.11.2017, 11:16
4. Rot-rot-grün ist illusorisch

Es ist - Gott sei Dank - illusorisch, dass auf Bundesebene jemals in absehbarer Zeit rot-rot-grün zustande kommt. Die Mehrheit der Wähler in diesem Land ist bürgerlich und auch SPD und Grüne sind bürgerliche Parteien. Linke und AfD sind keine bürgerlichen Parteien, wenn sie auch einen Anteil bürgerlicher Wähler haben. Prinzipiell wird es daher darauf hinaus laufen, dass Mehrheiten zwischen CDU/CSU, FDP, SPD und Grüne gesucht und vermutlich am Ende des Tages auch gefunden werden, da darf man das Scheitern von Jamaika nicht überschätzen.

Auch abseits der ideologischer Fragen wird es sich die SPD hoffentlich schon aus strategischen Gründen genau überlegen, für die Machtperspektive für genau eine Legislaturperiode das Vertrauen der bürgerlichen Wähler zu zerstören. Spätestens bei den nächsten Landtagswahlen bekämen sie die Quittung und bei der folgenden Bundestagswahl dürften sie sich dann vermutlich mit Wähleranteilen ähnlich AFD und LINKE bei den Kleinparteien einreihen.

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The Restless 24.11.2017, 11:17
5.

Für Neuwahlen sollten sich SPD, Grüne und Linke zusammenraffen und ein Linksbündnis mit ganz konkreten politischen Aussagen schmieden. Der Wähler hätte dann die klare Wahl zwischen einem Mitte-Rechts Bündnis von CDU/CSU/FDP, einem Mittel-Links Bündnis als Alternative, und der AfD als Protestpartei. Leider war der Wahlkampf zuletzt so schwammig und unspezifisch, dass es schwer fiel, überhaupt Konturen zu erkennen.

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post.scriptum 24.11.2017, 11:18
6. Nein, die Linken können sich ...

...bequem zurücklehnen, wenn die Sozis wieder bei Merkel andocken. Außer ein paar gute Redebeiträge im Parlament, ein bisschen Wahlkampf und sie sind wieder mit einem guten Ergebnis beim nächsten Wahlgang dabei. Etwas Besseres als eine GroKo oder deren Quasiduldung durch die SPD kann der Wagenknecht-Truppe doch gar nicht passieren. Der AfD übrigens auch nicht. Die nächsten Wahlverlierer stünden bei einer erneuten Zweisamkeit von Union und SPD schon heute fest, nämlich die zuletzt Genannten.

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Stäffelesrutscher 24.11.2017, 11:18
7.

Bezeichnend, mit welcher Wonne die Linke niedergeschrieben werden soll. Da geht wohl ein Gespenst um in deutschen Redaktionsstuben ...

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53er 24.11.2017, 11:21
8. Wer so dumm ist,

sich lieber selbst aufzufressen, als andere vor sich herzutreiben, dem ist eben einfach nicht zu helfen. Die Linken haben keine Ahnung, wo ihre Potentiale liegen und laufen Gefahr, dass sich immer mehr ihrer Wähler der AfD zuwenden. Es streitet sich halt so schön und man reitet auf einem Prinzip nach dem anderen heraum, anstatt alle Prinzipien über Bord zu werfen und sich neu zu erfinden. Der Streit Kipping/Wagenknecht ähnelt dem zwischen Gauland und Petry und schadet der Partei. Gysi auf der einen Seite und Wagenknecht auf der anderen sind begnadete Denker und Redner. Sie sollten gemeinsam alle Potentiale zum Wohle der Bürger nützen anstatt ihre Waffen gegeneinander zu richten. Der Gegner ist mächtig, Oppositionsarbeit muss wohl überlegt, überzeugend und an den Interessen der Mehrheit der Bürger ausgerichtet sein, da sind Prinzipien eher hinderlich, solange es nicht an die Parteisubstanz geht.

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simonweber1 24.11.2017, 11:21
9. Schade

dass es in der Partei Die Linke viel zu wenig Abgeordnete gibt, die halbwegs die Qualität von Frau Wagenknecht erreichen. Ich finde es bedauerlich, dass gerade ihr, dem "Zugpferd" der Linken, das Leben durch diese beiden merkwürdigen Parteivorsitzenden schwer gemacht wird. Mit Rixinger und Kipping als Spitzenkandidaten würde die Linken bei unter 5% landen.

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