Forum: Politik
Linke-Parteitag in Hannover: Bedingt gesprächsbereit
DPA

Die Linke sucht nach einer Antwort auf die Frage, was sie in Zukunft will: Regierung oder Opposition. Mit ihrem Programm lässt sie die Tür für Rot-Rot-Grün offen. Doch der Widerstand in den eigenen Reihen bleibt groß.

Seite 1 von 13
Annabelle_ 11.06.2017, 00:15
1. Die Linke um

Die Linke um Gysi, Wagenknecht, Bartsch und Co. ist eher moderat statt radikal, denn Vermögenssteuer, keine Hartz-IV-Sanktionen, Mindestlohn auf 12 Eu, Mindestsicherung statt Hartz IV, höherer Spitzensteuersatz und Reichensteuer wären heute nämlich original SPD, gäbe es sie wieder.

Beitrag melden
Dr.Krümelmonster 11.06.2017, 02:47
2. Neoliberaler Einheitsbrei

CDU/CSU, SPD, Grüne, FDP und Afd vertreten im Kern dieselbe neoliberale Politik. Bevor sich die Linke diesem Einheitsbrei anbiedert und sich aus reinem Machtwunsch heraus korrumpiert, wie es die Grünen vor ihr taten, sollen sie lieber auch weiterhin gute Arbeit aus der Opposition heraus leisten. Ohne dieses notwendige Korrektiv können wir unsere Wahlen sonst auch gleich abschaffen.

Beitrag melden
GinaBe 11.06.2017, 05:50
3.

Der Linken ist klar, welches Signal eine r-r-g- Koalition inhaltlich (politisch) der Europäischen Union geben würde, daß diese nämlich tatsächlich eine Abkehr von der lange schon eingeschlagenen Richtung neoliberaler Entscheidungs- und Führungsdeutung geben würde. Mit einschlägig bekannten Figuren der SPD lässt sich dies jedoch nicht verwirklichen!
So stellt sich die Frage: Regierungsverantwortung oder Opposition gar nicht.

Beitrag melden
mazzmazz 11.06.2017, 06:01
4. Unwählbar

Obwohl Die Linke ein ige Positionen vertritt, die gar nicht so verkehrt sind auch für einen liberal-konservativen Menschen wie mich, ist diese Partei allein schon wegen ihrer Historie als Nachfolgepartei des DDR-Unrechtsregimes unwählbar.
Für mich steht Die Linke moralisch auf einer Stufe mit AfD, KPD und NPD. Unwählbar.
Dennoch ist sie, ebenso wie früher die Grünen, als Korrektiv interessant.
Auch in Deutschland (ähnlich wie in den USA) ist nämlich zu beobachten, dass der arbeitende Mittelstand seine Henker selbst wählt weil er meint, parteien wie die CDU und die CSU, oder auch die SPD, würden ihre Interessen vertreten, wenn sie sich um das Wohlergehen von Beamten und Ruheständlern kümmert und hohe Einkommen von der Sozialversicherungspflicht ganz oder teilweise befreit.
Mir geht es finanziell nun wirklich nciht allzu schlecht, aber ich verstehe den Sinn von Deckelungen bei der Sozialversicherung und von Ausnahmen bei der Rentenversicherung nicht.
Weshalb bezahlt nicht einfach jeder einen (vernünftig!) progressiven Beitrag zu GKV, Renten- und Sozialversicherung ein?
Mag sein, dass ein Lagerist dann 200 Eur und ein Top-Manager dann 180.000 Eur pro Monat bezahlt. Aber so what?
Spezielle Reichensteuern, Erbschaftssteuer oder Steuern auf vorhandenes Kapital lehne ich jedoch kategorisch ab. Obwohl es mich leider nicht in allzu hohem Maße betrifft.

Beitrag melden
hj.binder@t-online.de 11.06.2017, 06:34
5. Die Frage

ob sich die Linke an einer Bundesregierung beteiligen kann beantwortet zunächst mal der Wähler. Wenn die Wähler der Meinung sind, die NATO als Kriegsbeteiligter in Syrien und Irak sowie Bedrohungspotential für die Menschen in Russland verlangt eigentlich für friedliebende Mitmenschen den sofortigen Austritt.
Die Frage nach Aufhebung der Kürzungen von Hartz-IV ist keine politische Frage sondern eine moralische, konkret ein Frage des Anstandes: Man nimmt keinem Menschen das letzte Stück Brot oder den Schluck Wasser und die Hilfe im Krankheitsfall ist nur in den USA eine Frage des Geldes ...
Daher beantworten die Regierungsfrage nach den Wählern die Grünen und die SPD ...
Da sehe ich schwarz bis braun; die Kriegsfreundes und die Armen-Hetzer sind doch zu zahlreich ...

Beitrag melden
Berg 11.06.2017, 07:47
6.

Klar, es ist ein Balanceakt, sich als jahrzehntelange Oppositionspartei langsam mit dem Gedanken des Mitregierens anzufreunden. Fakt bleibt doch, dass die Linkien die deutlichste Kapitalismuskritik vertreten, wenn das in den Reden auch so nicht gesagt wird. Und den Kapitalismus kann man nicht heilen von seinen Gebrechen oder reparieren an seinen Defekten: er ist und bleibt der Ausbeutung verpflichtet, dem Profitmachen auf Kosten anderer. Das kann man zwar mildern durch Zahlungen an Benachteiligte - doch das wird ja schon gemacht! Deswegen geht es nur noch um noch höhere Hilfen. Um den Wiedereinstieg in den Sozialismus geht es im Regierungsfall jedenfalls nicht. Das bleibt der Oppositionsrolle vorbehalten.

Beitrag melden
Duggi 11.06.2017, 07:49
7. Wer Merkel aus dem Kanzleramt haben will,

hat bei dieser Wahl nur zwei Alternativen: Die Linke oder die AfD. Alle anderen bilden de facto den Merkel-Block-Wahlverein. :-(

Beitrag melden
IMOTEP 11.06.2017, 07:51
8. Feuer

Was die Linke in ihrem Wahlprogramm vorschlägt ist zukunftsweisend. Die S.p.d sollte wenn sie noch wahrgenommen werden will als Partei des kleinen Mannes sich mit den Linken einig werden. Sie steht vor ihrem alten Dilemma, will sie der Hüter des Feuers sein, oder der Bewahrer der Asche. sie kann noch wählen.

Beitrag melden
ulrich_loose 11.06.2017, 08:27
9. Das lässt tief

Blicken. Wenn das katastrophale "Programm" der Kommunisten von den beiden anderen Linksparteien als "offene Tür" verstanden werden sollte, dann sollte jeder bei Verstand auch diese beiden Parteien alias mögliche Koalitionspartner dringend meiden.

Die DIE LINKE strotzt nur so vor "Systemüberwindung". Außer noch mehr Umverteilung nach unten, noch mehr Steuereinnahmen, noch weiter egalisieren, noch mehr päppeln der ohnehin nicht sonderlich großen "Unterschicht" kann ich nichts finden. Der Schaden für Alle - inkl. der von den Linke Bedachten - wäre immens und wäre kaum mehr gut zu machen.

Beitrag melden
Seite 1 von 13
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!