Forum: Politik
Linke Sammlungsbewegung: Problem erkannt, nichts gelöst
imago/ Sammy Minkoff

Sahra Wagenknecht und ihre Verbündeten wollen mit der Sammlungsbewegung das linke Lager einen. Das ist wichtig - doch viele der Protagonisten tragen selbst Schuld daran, dass dies überhaupt notwendig ist.

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arvin 04.08.2018, 15:30
10. Das kann nicht funktionieren

Erstens Weil auch diese linke Bewegung aus hölzernen Funktionären besteht, die im Politbetrieb schon zulange agieren noch dazu oft ohne Charisma, fehlende Selbstironie und den oft unterschätzen Humor, somit leider untauglich im digitalen Mediengeschäft und zweitens die Mehrheit der Deutschen wählt nie Links, dazu ist ihnen die Kuh der sozialen Marktwirtschaft zu heilig um sich für ein völlig neues radikales Gesellschaftsmodell zu begeistern. Solange das Geld für den Urlaub und den neuen SUV reicht, begeistert sich von denen keiner für diese Sammlungsbewegung und welche dazu nicht in der Lage finanziell sind oder schon von der gesellschaftlichen Teilhabe ausgeschlossen sind, sehnen sich nach einfachen oft radikalen Lösungen meist auf Kosten noch Schwächerer die sie bei der AFD finden oder haben gänzlich dem Parteiensystem abgeschworen.

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wahrheitsfreund 04.08.2018, 15:31
11. Gähn

Größtenteils ist dieser Artikel mal wieder ziemlich schwachsinnig. Um nur ein Beispiel zu nennen: Es war nicht die Schuld der Linken, dass es nicht zu RRG kam, sondern die anderen beiden Parteien haben sich mittlerweile einfach so weit von sozialem Handeln im Sinne des Volkes entfernt, dass diese eine Koalition verunmöglicht haben. Wenn eine Partei fast alles aufgeben muss, wofür sie steht, um in eine Koalition einzutreten, dann funktioniert das vielleicht bei der SPD, FDP oder den Grünen, aber die Linke hat sich zum Glück bisher nicht so weit verbiegen lassen. Der Autor wünscht sich anscheinend den totalen Einheitsbrei, während er gleichzeitig so tut, als würde er das Gegenteil wollen. Einzig dem letzten Absatz kann ich zustimmen. In der jetzigen Form, gegründet oder zumindest unterstützt von ideologisch verblendeten Parteisoldaten kann aus dieser Bewegung nichts werden. Ich sage es immer wieder: Sahra muss erstmal aus der Linken raus und dann kann sie etwas neues ins Leben rufen, dazu ist sie aber leider zu feige und möchte natürlich ihrer Partei und ihren Parteikollegen nicht schaden. Das erinnert so ein bisschen an "Wasch mich, aber mach mich nicht nass."

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wahrheitsfreund 04.08.2018, 15:31
12. Gähn

Größtenteils ist dieser Artikel mal wieder ziemlich schwachsinnig. Um nur ein Beispiel zu nennen: Es war nicht die Schuld der Linken, dass es nicht zu RRG kam, sondern die anderen beiden Parteien haben sich mittlerweile einfach so weit von sozialem Handeln im Sinne des Volkes entfernt, dass diese eine Koalition verunmöglicht haben. Wenn eine Partei fast alles aufgeben muss, wofür sie steht, um in eine Koalition einzutreten, dann funktioniert das vielleicht bei der SPD, FDP oder den Grünen, aber die Linke hat sich zum Glück bisher nicht so weit verbiegen lassen. Der Autor wünscht sich anscheinend den totalen Einheitsbrei, während er gleichzeitig so tut, als würde er das Gegenteil wollen. Einzig dem letzten Absatz kann ich zustimmen. In der jetzigen Form, gegründet oder zumindest unterstützt von ideologisch verblendeten Parteisoldaten kann aus dieser Bewegung nichts werden. Ich sage es immer wieder: Sahra muss erstmal aus der Linken raus und dann kann sie etwas neues ins Leben rufen, dazu ist sie aber leider zu feige und möchte natürlich ihrer Partei und ihren Parteikollegen nicht schaden. Das erinnert so ein bisschen an "Wasch mich, aber mach mich nicht nass."

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haresu 04.08.2018, 15:32
13. One Woman Show

Die Wagenknechtsche Bewegung steht für nichts außer Wagenknecht, inhaltlich ist da alles versammelt von sozialpolitisch überfällig bis außenpolitisch desaströs. Von der links- rechten Einwanderungspolitik mal gar nicht zu reden. Auf eine Politik mit der man sich identifizieren könnte kommen drei, die abstoßen. Diese Bewegung wird keine werden, sie hat eigentlich kein Thema und bei allen vorhandenen Defiziten auch keine Notwendigkeit.

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timdreher1978 04.08.2018, 15:36
14. Wie kommen Sie darauf?

"Bloß keine Kompromisse, Fundamentalopposition, das war die Devise." Das habe ich aber ganz anders in Erinnerung. Die SPD war es doch, die die Linke hat isolieren wollen. Wie kommen Sie zu dem umgekehrten Fazit?

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kosaptes 04.08.2018, 15:39
15. :)

Die Linke so wie ich sie im Moment beobachte ist stolz auf ihren irrationalen Fundamentalismus. Er ist der Grund warum Menschen Linke wählen und warum sie bei der Linken Politik machen. Eine politische Kraft die sich die sich davon abwendet und fragt was linke Forderungen bewirken werden wird an dieser Begeisterung für unrealistische Maximalforderungen scheitern.

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timdreher1978 04.08.2018, 15:41
16. Das ist richtig:

Der historische Riesenfehler, Schulz nicht machen zu lassen, haben Sie richtig gesehen. Erstaunlicherweise ist immer noch nicht aufgearbeit, wer die Bremser waren. Ich befürchte, es waren eben diese, die jetzt an der Führung der SPD sind.

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josho 04.08.2018, 15:44
17. So ist es!

Zitat von Mister Stone
Bis zur Bundestagswahl hatten SPD, Grüne und Linke eine Mehrheit. Dass diese nicht genutzt werden konnte, lag auch an der Linkspartei selbst. Nicht genutzt werden "konnte"? Ich lach mich fast weg: Das ist die absurdeste "Logik", die ich in diesem Kontext jemals gelesen oder gehört habe. Seit vielen Jahren ist die Linke die einzige Partei mit linken Inhalten. Dass sich die inzwischen durch und durch neoloberalen und wirtschaftshörigen Parteien SPD und Grüne nicht mit linken Inhalten (Rüstungswahnsinn aufgeben, soziale Gerechtigkeit, Abschaffung von Armutsrenten und prekärer Beschäftigung, Besteuerung von Milliardengewinnen...) belasten wollen, ist doch klar wie Brühe. Die nennen jeden, der solche Ideen hat "nicht regierungsfähig", was völlig absurd ist. Nach Ansicht des Autors ist jetzt die Linke schuld daran, dass die anderen ehemals sozialen Parteien keine sozialen Inhalte haben wollen? Gehts noch? Oder hätte die Linke alle linken Ideen aufgeben sollen, um dann eine linke (??) Mehrheit zu ermöglichen? Diese absurde Logik wäre lustig, wenn sie nicht so unglaublich demagogisch wäre.
Die Linke ist die einzige Verbliebene mit linken Inhalten. SPD und Grüne haben längst aufgegeben. Es bleibt allerdings zu hoffen, dass der realistische Kurs von Frau Wagenknecht in der Flüchtlingsdebatte auch konkretere Formen annimmt. Aber da hat sie ja die Probleme hauptsächlich im eigenen Lager.

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bombobabier 04.08.2018, 15:44
18. ...hat sich der Eindruck gefährlich verschärft?

Parteien SIND beliebig geworden! Es gibt keine, der noch irgend jemand die Lösung auch nur eines der drängendsten Probleme zutraut. Stattdessen konzentriert man sich auf Extrempositionen: man wählt AfD, weil man keine Flüchtlinge will, die Grünen, weil man Gentechnik ablehnt, die Linke, wenn man auf Klassenkampf hofft, die FDP, wenn man wirtschaftliche Partikularinteressen durchsetzen will. SPD und CDU? Die stehen für gar nichts mehr. Die Wähler haben in den letzten zwanzig-plus Jahren gemerkt: egal, wer gerade an der Regierung war, niemand hat es geschafft, etwas zu verbessern. Da kann man sich als Wähler genauso gut auf die paar emotionalen Brandthemen konzentrieren.

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rubberducki 04.08.2018, 15:45
19. Die Linken kann man nicht vereinen ...

denn jede(r) Einzelne hält seine Meinung für der Weisheit letzter Schluss.

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