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Linke Solidarität: Mitläufer der Gewalt
REUTERS

Gilt das Leben eines Polizisten weniger als das eines Flüchtlings? Wer behauptet, linke Gewalt sei harmloser als rechte, hat den moralischen Kompass verloren.

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weltverkehrt 13.07.2017, 18:35
170.

Zitat von Newspeak
Wenn Gewalt per se schlecht ist, was ist dann mit der Staatsgewalt? Ist die dann gut?
Selbstverständlich ist die Staatsgewalt und Gewalthoheit, solange sie sich nach dem Recht richtet, gut.

Oder wollen Sie mir mitteilen, dass wenn Sie mein Auto anzünden und mich beim Löschen bedrohen, ich Ihnen dafür den Schädel einschlagen darf?

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Europa! 13.07.2017, 18:38
171. Klammheimliche Solidarität

Wichtig ist der Hinweis auf Frau Schwesigs "Unbegrenzte Solidarität" auch mit extremistischen "Antifaschisten". Hier zeigt sich, dass es eben doch gibt, was man auf den ersten Blick nicht für möglich hält: Klammheimliche Verbindungen zwischen SPD und Schwarzem Block. Dabei hätte ich geschworen, dass der SB sich komplett aus den Traditionen des Häuserkampfs, der Anti-AKW-Bewegung und der GRÜNEN speist und in der SPD nur brave Demokraten wie Herr Scholz am Werk sind .

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biesi61 13.07.2017, 18:43
172. Verharmlosungs-Propaganda

Tut mir Leid, Herr Fleischhauer, das war absolut nix! Das war eine üble rechte Propaganda-Glosse, die die explodierende und von unseren Medien immer häufiger totgeschwiegene Nazi-Gewalt in unserem Land verharmlost und jedes linke politische Engagement brutal denunziert. Und es war eine einseitiger Hetz-Kommentar, der gravierende Polizei-Fehler unzulässig ausblendet, die die Grundrechte Zehntausender friedlicher Demonstranten massiv verletzt haben und ein völlig verfehlt einseitiges Bild der Zustände in Hamburg widergibt. So sollte man mit diesen Dingen nicht umgehen, wenn einem als Journalist an einem friedlichen Miteinander der Menschen in Deutschland gelegen ist!!!

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P.Delalande 13.07.2017, 18:43
173.

Zitat von komischer-kauz
...egal aus welcher Richtung. Und explizit auch Gewalt gegen unsere Wohnungen, oder unsere Autos. Und erst recht gegen Polizisten. Tatsächlich wird in Deutschland ein Unterschied zwischen linker und rechter Gewalt gemacht. Das darf schlicht nicht sein.
Ich finde auch, es wird Zeit, dass die Polizei und die Justiz gegen rechte Gewalt genauso konsequent vorgehen wie das schon seit Jahrzehnten gegen alles was man für "Links" hält, gemacht wird.

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janowitsch 13.07.2017, 18:46
174. Keine Rechtfertigung

Zitat von Newspeak
Wenn Gewalt per se schlecht ist, was ist dann mit der Staatsgewalt? Ist die dann gut? Es war die Polizei, die wegen eines vergleichsweise nichtigen Anlasses (Verstoss gegen das Vermummungsverbot), Buerger ihres Grundrechtes auf Demonstration beraubt hat, unabhaengig ob sie vermummt waren, oder nicht. Man kann das auch Eskalation nennen. Oder gezielte Provokation. Die Hamburger Polizei ist jedenfalls verfassungsfeindlich. Wie ist es damit? Ist das gut?
Polizeiliche Befugnisse sind in Gesetzen geregelt. Sollte die Polizei ihre Kompetenzen überschritten haben, wird dies durch Gerichte festzustellen sein und Konsequenzen haben. So läuft das im Rechtsstaat. Vandalismus und Zerstörung von Geschäften und Autos, die unbeteiligten Bürgern gehören, werden jedenfalls durch nichts gerechtfertigt.

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andreas13053 13.07.2017, 18:49
175. So,

Zitat von Europa!
Wichtig ist der Hinweis auf Frau Schwesigs "Unbegrenzte Solidarität" auch mit extremistischen "Antifaschisten". Hier zeigt sich, dass es eben doch gibt, was man auf den ersten Blick nicht für möglich hält: Klammheimliche Verbindungen zwischen SPD und Schwarzem Block.
und genau das belegen Sie mal bitte. Ich bin ja weit entfernt, ein heimlicher SPD Sympathisant zu sein. Fragen Sie Kurt.
Aber das ist blanke Hetze und nichts anderes. Und/oder Dummheit.

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gctuser 13.07.2017, 18:53
176.

Zitat von weltverkehrt
Selbstverständlich ist die Staatsgewalt und Gewalthoheit, solange sie sich nach dem Recht richtet, gut. Oder wollen Sie mir mitteilen, dass wenn Sie mein Auto anzünden und mich beim Löschen bedrohen, ich Ihnen dafür den Schädel einschlagen darf?
da haben sie aber den falschen angesprochen- die these, dass gewalt "per se böse ist" hatte ja nicht ihr vorredner aufgestellt.

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distar99 13.07.2017, 18:58
177. wirklich Unsinn?

Zitat von dosmundos
Hat man da einen gefangen? Wäre doch eine einmalige Gelegenheit gewesen für linke Gruppierungen, den einen oder anderen "agent provocateur" festzuhalten, zu identifizieren, öffentlichkeitswirksam als Rechten oder V-Mann zu enttarnen und den Ordnungshütern zu übergeben. Einer hätte ja schon gereicht. Also nicht irgendein Zivilfander, der in der Menge dabei ist, sondern konkret ein Aufwiegler oder Steinewerfer. Aber es ist wahrscheinlich einfacher, man lässt es laufen und strickt hinterher an irgendwelchen urbanen Mythen. Kann man auch wunderbar das Versagen der eigenen Bewegung damit kaschieren.
Kommt es Ihnen nicht seltsam vor, dass die angeblichen Molotowcocktail-Werfer, von denen man ja auch noch einen "Videobeweis" aus dem Hubschauber heraus vorzuweisen hat, nach wenigen Stunden wieder auf freiem Fuß sind?

Bei jungen Menschen, denen man schwerste Straftaten vorwirft, bestehen dann wohl keine Sorgen hinsichtlich von Flucht und Verdunkelungsgefahr?

Das ist was ganz gewaltig faul!

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Europa! 13.07.2017, 19:01
178. Der Schwarze Block, dein Freund und Helfer

Wann ist das gewesen? Vor einem Vierteljahrhundert in München? Angekündigt war eine Demonstration von Nationalisten aus ganz Europa. Man rechnete mit etwa 2000 Teilnehmern. Die Innenstadt war zerniert, weil die Polizei verhindern wollte, dass eine links-demokratische Demonstration mit den Rechten zusammenprallt. Trotzdem sickerten so viele Demonstranten und Schaulustige durch die Absperrungen, dass der Marienplatz rappelvoll war. Frauen, Kinder, Leute im Rollstuhl und alte Männer. Nur vor dem Rathaus war ein Geviert abgesperrt, wo die Kundgebung stattfinden sollte, wenn der Demonstrationszug der Nationalisten eintreffen würde. Aber sie kamen nicht. Und am nächsten Tag las man dann in der Zeitung:
Der Schwarze Block hat eine Kreuzung blockiert, die rechten Demonstranten kamen nicht weiter. Statt eine Kundgebung abzuhalten, wurden sie von der Polizei in die Busse gejagt und mussten die Stadt verlassen. Die (ziemlich süddeutsche) Zeitung und ihre Boulevardschwester waren unglaublich stolz auf diesen "Sieg". Heute sieht man den SB plötzlich viel kritischer. Dabei haben sie doch einfach nur genauso weitergemacht wie immer: Ein bisschen Gewalt mit dem besten Gewissen.

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paysdoufs 13.07.2017, 19:02
179. Hmm

Zitat von simonweber1
Differenzierungen sind zwingend notwendig. Jede Art von Gewalt ist abzulehnen, egal ob von links, oder von rechts. Hierzu muss auch nichts in irgend einer Form relativiert werden. Die Ausschreitungen in Hamburg aber pauschal als linke Gewalt darzustellen ist in der Sache falsch. Der sogenannte schwarze Block, dem ein erheblicher Anteil an Gewalttaten und Randale zuzuordnen ist, ist eben keine Ansammlung vonLlinksextremen oder Linksautonomen. Das sind Gewaltkrawallos, die immer und überall da auftauchen, wo massive Randale zu erwarten ist. Das gleiche Klientel kann man Samstags in aller Regel in Bundesligastadien betrachten, wo diese Chaoten ihr Unwesen treiben. Aber es gibt ja auch nichts was diese Chaoten abschreckt. Wenn jemand der ein Auto abfackelt, wie die Presse letztes Jahr berichtete, zu 8 Sozialstunden verurteilt wird, hat eine solche Sanktion wenig Sinn. In Hamburg haben diese Randalierer es geschafft, dass diverse friedliche Veranstaltungen gegen G 20 völlig untergegangen sind. Nun wird alles was in Hamburg passierte den Linken angelastet und Herr Fleischhauer trägt nichts zu einer Differenzierung bei. Das ist schade.
Die Mitglieder des Schwarzen Blocks sind also nicht links (wohl so wie auch die Reichsbürger nicht rechts sind...) und trotzdem wird ihnen von klar linken Demonstranten, Organisationen, Verbänden und Parteien Unterstützung verschiedenster Art zuteil? Das überschreitet ein wenig mein Auffassungsvermögen, fürchte ich...

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