Forum: Politik
Linke Solidarität: Mitläufer der Gewalt
REUTERS

Gilt das Leben eines Polizisten weniger als das eines Flüchtlings? Wer behauptet, linke Gewalt sei harmloser als rechte, hat den moralischen Kompass verloren.

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w.weiter 13.07.2017, 20:23
210. Nicht so ganz.

Einige wenige Beiträge von Herr Fleischhauer mocht´ ich gerne lesen.
Die meisten nicht, wie auch diesen.
Mich beschleicht das Gefühl Herr Fleischhauer
vertritt die "Alibi-Person" bei SPON.
Ist okay, auf bälde. Gähn.
Fleischhauer und Augstein sind, zumindest bei SPON,
Medienstars. Unterm Strich nerven beide.
Lese deren Kolumnen trotzdem, treibt meinen Blutdruck
in die Höhe, brauche keine Medikamente mehr.
Herzlichen Dank an die Herren. ;-))

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Romara 13.07.2017, 20:42
211. wirklich krude

Zitat von Ignorant00
Das Herr Fleischhauer für Klicks gerne mal die Logik opfert ist ja bekannt, aber was soll der Unsinn? Man sollte seine Meinung nicht mehr kundtun dürfen, weil Idioten unter derselben Fahne laufen? Dann lasst uns doch die CSU/CDU abschaffen, weil es Kinderschänder in der katholischen Kirche gibt! etc. pp Da trafen sich mit Putin, Erdogan, Trump, Xi Jinping u.a. extrem fragliche Staatenlenker! Wenn man da nicht mehr demonstireren sollte, weil es einfach so toll ist, das die Despoten ja miteinander reden, dann bleibt mir die Spucke weg! Klar ist es fragwürdig, wenn sich Demonstrationsaufrufer dann nicht von den Krawalltätern abgrenzen, aber das kann ja nicht heißen, das man selber nicht mehr demonstriert. Das ist ja übelste Sippenhaft! Dürfen Muslime nicht mehr für ihre Anliegen demonstrieren, weil es gewalttätige Islamisten gibt? Darf es keine Katholikentage mehr geben, weil es Kinderschänder gibt? Müssen Montagsdemos von der AFD verboten werden, weil es die NSU gab? Nein, jeder Mensch hat sien Grundrecht auf Meinungsfreiheit und auch das Recht diese kundzutun! Wenn ich G20 blöd finde kann ich dazu jederzeit auf die Straße gehen und das kundtun und muss mir nicht den Rucksack von irgendwelchen Autonomen Spinnern anziehen, deren einzige Motto wohl seit langem nur noch "ACAB" ist :-(. UNd die Poilizisten machen einfach Ihren Job! Klar kann ich erwarten und erhoffe mir das auch, das die Linke sich von den Spinnern distanziert! Das heißt aber nicht sich von G20 Demos zu distanzieren. Hier ist Herr Fleischhauer auch komplett inkonsequent! Dann sollte er wegen der NSU Verbrechen doch auch bitte mal ein paar konservative Thesen aus seinen Kommentaren verbannen! Alles was es da an Überscheidungen gibt ist ja nicht hinnehmbar! Da macht sich Herr Fleischhauer ja mit der NSU gemein! ;-)
Habe selten einen derartigen Wust von Scheinargumenten, völlig deplatzierten Vergleichen und inszenierten Wehleidigkeiten gelesen, Mit dem Inhalt des sachlichen Artikels von Herrn Fleischhauer hat das nur noch rudimentär zu tun. Es war deshalb nur konsequent, Ihren Beitrag mit "Krude Argumente" zu übertiteln..

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swf3 13.07.2017, 20:43
212.

Hören Sie doch auf vom moralischen Kompass zu labern. Selbstverständlich habe ich als Bundesbürger wesentlich mehr Angst vor rechtem Extremismus als vor linkem. Haben Sie vielleicht eine Ahnung davon, was in den östlichen aber auch teilweise westlichen Bundesländern an rechter Gewalt Tag für Tag passiert? Da wird gedroht und verängstigt und oftmals körperliche Gewalt ausgeübt, oft sehr suptil. Ich habe das über viele Jahre in Stolberg Rheinland, in der Städteregion Aachen erlebt, wo NPD und Kameradschaft Aachener Land die Stadt u. a. auch durch Großdemos mit Gewalt und auch Einschüchterung der Bürger, in Atem hielt. Ich habe mich noch nie durch linken Extremismus bedroht gefühlt und kann es mir auch nicht vorstellen. Sie sind nur darauf raus, die schlimmen Dinge,die in Hamburg passiert sind, jetzt gegen die linke Szene zu missbrauchen. Ihre Kinderstube hat wohl echt für ein großes Durcheinander in Ihrem Kopf gesorgt. Sowas kann man auch therapieren.

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Heiner Hannappel 13.07.2017, 20:45
213. Das in Hamburg war Terror!

Diese ständigen Relativierungen und Differenzierungen dessen was in Hamburg geschah, geht mir auf die Nerven! Wenn Menschen zu Schaden kommen, ihre Existenzen durch abgefackelte Autos oder Vandalismus in den Geschäften, ganze Stadtteile über Tage in Angst und Schrecken versetzt werden, mache ich keinen Unterschied zwischen rechten und linken, oder radikalen Islamistischen Straftätern, denn das was diese tun ist Terror! Ca. 500 Polizisten wurden verletzt und Tote durch Pflastersteine in Kauf genommen! Hier in Hamburg kann nichts mehr verniedlicht werden. Die Täter, so man diese hoffentlich fasst, gehören ohne Bewährung mit Höchststrafen hinter Gittern, und diejenigen die diesen Mob gerufen und angestachelt haben ebenfalls,und müssen, wenn sie wieder auf freiem Fuß sind, die ihnen nachgewiesenen Schäden bezahlen.Die Bundesrepublik, die angesichts der bekannten Risiken G 20 in Hamburg wollte, muss den Bürgern ihre Schäden und Autos ersetzen! Noch sind wir ein Rechtsstaat, der sich gegen derartig Gewalttätige wehren muss!

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luny 13.07.2017, 20:51
214. Politisch oder doch nicht???

Zitat von batemans-nightmare
was Herr Fleischhauer- wie es gerade alle rechts der Mitte versuchen- hier versucht ist rechte mit linker Gewalt gleichzusetzen bzw die eine mit der anderen zu rechtfertigen. Es ist nicht das gleiche was rechte und linke Gewalttäter tun. Und was von beidem man als schlimmer erachtet ist wohl auch von individuellen Faktoren abhängig. Man könnte allerdings genauso fragen was schlimmer ist: Mord oder Vergewaltigung, linke oder rechte Gewalt- beides ist übel und es sollte nicht das eine mit dem anderen ins Verhältnis gesetzt werden.
Hallo Batemans-nightmare,

ergänzend möchte ich noch hinzufügen, daß die Krawallmacher
keiner politischen Partei angehören, also weder der LINKEN, der
SPD noch der CDU/CSU oder der AfD.

Es handelt sich um Autonome, die früher als APO = außer-
parlamentarische Opposition bezeichnet wurden.

Einfach Randale zu machen, geht auch völlig ohne politische
Überzeugung.

Ich denke, das Establishment, auch Herr Fleischhauer, versucht
eine politische Interpretation in RECHTS und LINKS, die es so
gar nicht gibt.

Wenn man die radikalen Krawallmacher befragte, welcher
politischen Linie sie denn nun vertreten, würden sie höchst-
wahrscheinlich antworten:

KEINER. WIR SIND GEGEN DAS ESTABLISHMENT.

Oder so ähnlich.

Das ist meine persönliche Vermutung.

LUNY

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B!ld 13.07.2017, 20:58
215. Was hat der G20 Terror mit linker Gewalt zu tun?

Bei den 300-400 Gewalttätern dieses Wochenende in Hamburg handelte es sich keineswegs um politische Motivationen, sondern um tragische Endzeitfiguren, welche die Demonstrationen gegen eine Globalisierungsmacht (welche wiederum auch nicht eindeutig Links einzuordnen ist, die konservativen Grünen haben sich schließlich auch eingereiht) als Bühne für ihr destruktives Kulturbewusstsein benutzt haben.
Somit hat Ihre Kolumne, Herr Fleischhauer sehr wohl einen populistischen Wert, ist aber sachlich absoluter Unfug.
Natürlich sind Polizisten keine Gegenstände, wurden aber von der politischen Führung als solche missbraucht: Der europäische schwarze Block diente hier als Projektionsfläche für linksorientierte Politik insgesamt, der unterschwelligen Volksverhetzung wegen. Eine Tatsache, auf die offenbar auch Sie hereingefallen sind.

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Darwins Affe 13.07.2017, 21:02
216. Grundrecht?

Zitat von Ignorant00
Das Herr Fleischhauer für Klicks gerne mal die Logik opfert ist ja bekannt, aber was soll der Unsinn? Man sollte seine Meinung nicht mehr kundtun dürfen, weil Idioten unter derselben Fahne laufen? Dann lasst uns doch die CSU/CDU abschaffen, weil es Kinderschänder in der katholischen Kirche gibt! etc. pp Da trafen sich mit Putin, Erdogan, Trump, Xi Jinping u.a. extrem fragliche Staatenlenker! Wenn man da nicht mehr demonstireren sollte, weil es einfach so toll ist, das die Despoten ja miteinander reden, dann bleibt mir die Spucke weg! Klar ist es fragwürdig, wenn sich Demonstrationsaufrufer dann nicht von den Krawalltätern abgrenzen, aber das kann ja nicht heißen, das man selber nicht mehr demonstriert. Das ist ja übelste Sippenhaft! Dürfen Muslime nicht mehr für ihre Anliegen demonstrieren, weil es gewalttätige Islamisten gibt? Darf es keine Katholikentage mehr geben, weil es Kinderschänder gibt? Müssen Montagsdemos von der AFD verboten werden, weil es die NSU gab? Nein, jeder Mensch hat sien Grundrecht auf Meinungsfreiheit und auch das Recht diese kundzutun! Wenn ich G20 blöd finde kann ich dazu jederzeit auf die Straße gehen und das kundtun und muss mir nicht den Rucksack von irgendwelchen Autonomen Spinnern anziehen, deren einzige Motto wohl seit langem nur noch "ACAB" ist :-(. UNd die Poilizisten machen einfach Ihren Job! Klar kann ich erwarten und erhoffe mir das auch, das die Linke sich von den Spinnern distanziert! Das heißt aber nicht sich von G20 Demos zu distanzieren. Hier ist Herr Fleischhauer auch komplett inkonsequent! Dann sollte er wegen der NSU Verbrechen doch auch bitte mal ein paar konservative Thesen aus seinen Kommentaren verbannen! Alles was es da an Überscheidungen gibt ist ja nicht hinnehmbar! Da macht sich Herr Fleischhauer ja mit der NSU gemein! ;-)
1) Ihr Zitat: *»Jeder Mensch hat sein Grundrecht auf Meinungsfreiheit und auch das Recht diese kundzutun!«*

2) Völlig richtig. Deshalb haben Demokratien freie Wahlen eingeführt. Hätte man halt in Hamburg abgestimmt, ob man den G20-Gipfel in der Stadt wollte. Dann wären im positiven Fall die Demonstrationen nicht unbedingt legitimiert.

3) Nützt doch endlich in Deutschland die Möglichkeiten der (bei euch sicherlich eigeschränkten) direkten Demokratie und beruft euch nicht immer auf ein Grundgesetz aus dem Jahre 1949, das nie vom Volk gebilligt wurde.

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vera gehlkiel 13.07.2017, 21:03
217.

Extremismus soll man ernst nehmen, oder es lassen, fordert Fleischhauer zurecht. Aber es sind wohlfeile Worte am Ende eines Artikels, in dem es gar nicht um Extremismus geht, nur um Schuldzuweisungen an politische Gegner im Zeichen des Wahlkampfes. Extremismus ernst nehmen, das bedeutet zu allererst, die Menschen kennen zu lernen, und damit ernst zu nehmen, die Extremisten sind. Das geht natürlich nur dann, wenn man sich nicht, wie Jens Spahn, auch noch darüber freut, dass einem verhinderten Selbstmordattentäter nachher im Knast der Selbstmord doch noch glückte. Das geht erst recht nicht, wenn man stets ab der erstbesten Talkshow wieder, ganz allgemeingültig "Konsequenzen" einfordert und denen, welche die eingeforderten (aber zumeist nicht ausreichend konkretisierten) Konsequenzen ernstlich bezüglich ihrer Tauglichkeit hinterfragen, blande Realitätsverweigerung und sogar relativierendes Sympathisantentum vorhält. Alle Extremisten sind Menschen, das gilt für Neonazis, für rechtsmuslimische Bombenattentäter und für Hooligans, egal, unter welcher Fahne immer die segeln. Alle wünschen sich, durch kriminelles Tun sehr viel Aufmerksamkeit und die Herausforderung des Establishments. Was für kleine Gruppen nur erreichbar ist, wenn sie laut und ohne Rücksicht vorgehen, und wenn es vor allen Dingen im Nachgang genügend Law-and-Order-Menschen gibt, die sie durch das Abqualifizieren als Abschaum etc. endgültig in die Heldenpositionen innerhalb ihres Milieus anheben. Zusammen mit diversen Kontrollverlusten, einer gleichbleibend unzureichenden polizeilichen Schwerpunktsetzung in Richtung von Deeskalation sowie Arroganz entsteht dann das Milieu, in welchem die nächste Gewalteskalation schon fast vorhersehbar ist. Hier gilt das Gleiche für Nazis und für den militanten Islamismus, wie für den sogenannten Schwarzen Block auf Links: all das wird von denen nicht ernst genommen, die daraus nur ein Thema für den Wahlkampf machen, die diese Menschen demonstrativ aus der menschlichen Gemeinschaft ausschliessen, die erst gar nicht wissen wollen, wogegen sich diese Art von Gewalt jeweils richtet. Hier gibt es feine, aber wichtige Möglichkeiten der Unterscheidung. Sicher gibt es unter den Gewaltbereiten auch verlorene Seelen, aber um jede, die noch nicht verloren ist, um das Sympathisantenumfeld vor allem, muss man mit allen Mitteln der Soziologie und Pädagogik kämpfen. Das erst heisst, die Sache ernst zu nehmen! Verharmloser sind hingegen Leute wie Herr Fleischhauer, der sich anscheinend nicht vorstellen kann, wie hoch nicht nur beim Hooliganismus der anteilige Prozentsatz an Leuten, die aus gutbürgerlichen bis wohlhabenden Elternhäusern stammen, ist.

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luny 13.07.2017, 21:08
218. Links und rechts oder doch geradeaus?

Zitat von beggar
der meiner Meinung nach zutreffende Kommentar von JF hebt noch einmal folgende Selbstverständlichkeit hervor: Gewalt ist nicht "links" oder "rechts", Gewalt ist Gewalt. Nicht die Selbstdefinition weist auf den gesellschaftlichen Standpunkt hin, sondern das selbstverantwortete Handeln.
Hallo Beggar,

Ihrem Beitrag stimme ich zu.

Links ist gut, rechts ist schlecht oder andersherum, links ist
schlecht und rechts ist gut, hilft nicht weiter.

Es gab einmal einen Konsens, daß es ein politisches Spektrum
gibt, das eben von links bis rechts alles umfaßt.

Nur ist es diesem politischen Spektrum nicht gelungen, ALLE
Bürger und Bürgerinnen "mitzunehmen" bzw. zu vertreten.

Dadurch gibt es linke und rechte Ränder, die eben randalieren. Sie
müssen nicht einmal politisch engagiert sein. Es reicht schon,
wenn sie sich durch das poltische Establishment nicht vertreten
fühlen.

Die selbsternannte politische "Elite" möge in sich gehen und
darüber nachdenken, wie sie denn diejenigen vertritt, die sich
enttäuscht vom politischen Diskurs verabschiedet haben.

LUNY

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Fragen&Neugier 13.07.2017, 21:16
219.

Zitat von komischer-kauz
...egal aus welcher Richtung. Und explizit auch Gewalt gegen unsere Wohnungen, oder unsere Autos. Und erst recht gegen Polizisten. Tatsächlich wird in Deutschland ein Unterschied zwischen linker und rechter Gewalt gemacht. Das darf schlicht nicht sein.
Na ja, hat nicht der smarte SPD-Justizminister Heiko Maas vor nicht allzu langer Zeit festgehalten, es gäbe "kein Grundrecht auf Sicherheit"? Natürlich meinte er da nicht Leib und Leben von Polizisten, sondern "nur Autos, Wohnungen" und Eigentum von in Deutschland lange Ansässigen oder Deutschen.
Auch der Zusammenhang war ein anderer - da ging es um die Integration von Migranten, "rassistische Behauptungen" der politischen Konkurrenz - oder Zitaten aus den Statistiken der Polizeibehörden.
Die SPD war noch nie für Gewalt - ausser der, die sich gegen die "Richtigen" wendete natürlich.
Und Hamburger Wähler sind eben nicht die Richtigen - die Union, der internationale Kapitalismus, die Reichen etc. aber eben schon. Nicht dass die Hamburger sonderlich arm wären, aber Linke sind nie Reiche - sonst wären sie ja nicht links. Vermögen und Einkommen spielen da keine Rolle - da geht es um die richtige Gesinnung.

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