Forum: Politik
Linke Solidarität: Mitläufer der Gewalt
REUTERS

Gilt das Leben eines Polizisten weniger als das eines Flüchtlings? Wer behauptet, linke Gewalt sei harmloser als rechte, hat den moralischen Kompass verloren.

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simonweber1 14.07.2017, 09:51
290. Das

Zitat von paysdoufs
Die Mitglieder des Schwarzen Blocks sind also nicht links (wohl so wie auch die Reichsbürger nicht rechts sind...) und trotzdem wird ihnen von klar linken Demonstranten, Organisationen, Verbänden und Parteien Unterstützung verschiedenster Art zuteil? Das überschreitet ein wenig mein Auffassungsvermögen, fürchte ich...
mah Ihr Auffassungsvermögen überschreiten, ändert aber nichts daran, dass die Zusammensetzung des schwarzen Blöcks nur sehr wenig mit Politik zu tun hat. In Hannover hat die Bahnpolizei Z.B. mehr als 20 "sogenannte HOGESA"Mitglieder an der Weiterfahrt nach Hamburg gehindert, die nach eigenen Aussagen auch den schwarzen Blöck angehört haben wollen. Bei diesen Chaoten mögen durchaus auch Linke vertreten sein, aber den schwarzen Block insgesamt als Linksextrem oder Linksautonom einzustufen ist sicherlich falsch.

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fx33 14.07.2017, 10:02
291. Auch Fleischhauer... (zweiter Versuch)

(*Achtung: Kein Doppelpost, das Ende meines Beitrags wurde von der Software verschluckt*)
Auch Fleischhauer kann sich des Reflexes nicht erwehren, die Ausschreitungen als willkommenen Anlass zur Verächtlichmachung allen linken Denkens zu benutzen.
Es sind die Rechten, auch die Fleischhauers, die am linken Rand der Gesellschaft ein wütendes Gefühl der Ohnmacht erzeugen durch ihre süffisante Arroganz und das überhebliche Lächeln des wirtschaftlich Gesättigten, wenn sie auf die "linken Spinner und Weltverbesserer" herabblicken. "Scheiß auf die Welt, mir geht's doch gut" ist vielen nicht genug. Wundert es die jetzt so furchtbar Empörten denn wirklich, wenn nicht alle Menschen dem ultimativen Kapitalismus fröhnen wollen? Die Ungleichheit ist doch schon groß genug, muss es denn dann solche "Wir sind die Gewinner und ihr nur arme Würste"-Selbstbeweihräucherungsveranstaltungen wie den völlig nutzlosen G20-Gipfel überhaupt geben? Wer so provoziert, muss sich über wütenden Protest doch nicht wundern. Ich verharmlose nicht die Gewalt, aber die Gewinner des zur Schau gestellten Kapitalismus haben echte Menschen auf dem Gewissen, hunderttausend-, ach, millionenfach in den ausgebeuteten Ländern dieser Erde. Aber wer das thematisiert, ist ja nur ein linker Spinner in Fleischhauers Augen. Und soll gefälligst die Klappe halten, wenn die Reichen sich selbst feiern. Und wer stört, wird weggeknüppelt. Die Gewaltexzesse von Hamburg (obwohl, da habe ich schon Schlimmeres gesehen...) waren keine "linke" Gewalt, sondern die Gewalt von Abgehängten, sich ungerecht behandelt Fühlenden, von Ausgebeuteten... und von völlig apolitischen Krawallmachern, denen es nur um die Klopperei mit der Polizei ging

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simonweber1 14.07.2017, 10:03
292. Ja

Zitat von andreas.mueller
Diese Geschichte war tatsächlich erschreckend. Umso erstaunlicher finde ich es, dass sie dabei ist, im Sande zu verlaufen. Alle 13 Verdächtigen sind bereits wieder freigelassen worden. Wie kann das sein? Stimmen die Berichte nicht oder handelte es sich gar um Agent Provcateurs, die jetzt verduften dürfen?
da wird man nachdenklich wenn die, denen man schwerste Straftaten vorwirft, unverzüglich wieder freigelassen werden.

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lachender lemur 14.07.2017, 10:18
293. Gewaltbehauptungen wiedermal übertrieben?

Zitat von simonweber1
.. da wird man nachdenklich wenn die, denen man schwerste Straftaten vorwirft, unverzüglich wieder freigelassen werden.
Ja, man fragt sich tatsächlich, ob an diesen Vorwürfen IRGENDETWAS stimmte. Wieviele Steinplatten und Benzinkanister hat man denn auf dem Dach gefunden, bloß mal so gefragt?

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spon-facebook-1425926487 14.07.2017, 10:19
294. @m.s.schneider

Sagen wir mal so, wer vor lauter Hass nicht davor zurück schreckt, Menschen zu ermorden, Steinplatten von Dächern wirft und auf Menschen schiesst, muss auch damit rechnen, selbst erschossen zu werden. Völlig normal, alles andere wäre ein bisschen krank finden Sie nicht?

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observerlbg 14.07.2017, 10:19
295. Man kann hier nicht alles verarbeiten

Zitat von Kurt2.1
Leider haben Sie es versäumt, nachdem Sie die unpolitischen Randalierer beim G20 und die ebenso unpolitischen, muslimischen Lebensverweigerer erklärt haben, auch die unpolitischen Randalierer von rechts zu erwähnen. Gilt dort ein anderer Maßstab? .
Nicht vergessen, einstweilen vermieden. Spiegel Online hat derzeit nur zwei Gesellschaftfeinde im Fokus. Aber rechtslastige Randalierer werden gemeinhin als Hooligens bezeichnet. Man findet sie oft in Sportstätten, verstärkt im Rohrpott und rechts der Elbe. Auch dort mischen sie sich in eine Gruppe (Fußballfans), ohne sich für Fußball oder Politik zu interessieren. Sie interessiert die Randale und die Zerstörung der gesellschaftlichen Ordnung.

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spon-facebook-1425926487 14.07.2017, 10:25
296.

Zitat von primus_sucks
Wer behauptet, dass linke Gewalt "harmloser" sei? Oder ist das Ihre Schlussfolgerung, Herr Fleischhauer? Seit wann steht die Meinung einer Person für die gesamte Linke? Also bitte, Herr Fleischhauer, ein bisschen mehr Differenzierung wäre angebracht. Sie machen es sich zu einfach. Oder dachten Sie, einfach mal aufs Fleisch hauen tut gut zur Sache?
Sie meinen, mal abgesehen von Süddeutscher Zeitung, der ARD (im Panorama) und diversen zwielichtigen Gestalten von rot-grün, den Jusos und Leuten mit Verbindungen zum Vorgänger der Terrororganisation Antifa wie z.B Hr. Trittin? Wo haben eigentlich linke Hooligans differenziert, als sie in sozial schwachen Vierteln die Autos alleinerziehender Mütter, Rentner und Ausländern angezündet haben?

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spon-facebook-1425926487 14.07.2017, 10:30
297.

Zitat von fx33
(*Achtung: Kein Doppelpost, das Ende meines Beitrags wurde von der Software verschluckt*) Auch Fleischhauer kann sich des Reflexes nicht erwehren, die Ausschreitungen als willkommenen Anlass zur Verächtlichmachung allen linken Denkens zu benutzen. Es sind die Rechten, auch die Fleischhauers, die am linken Rand der Gesellschaft ein wütendes Gefühl der Ohnmacht erzeugen durch ihre süffisante Arroganz und das überhebliche Lächeln des wirtschaftlich Gesättigten, wenn sie auf die "linken Spinner und Weltverbesserer" herabblicken. "Scheiß auf die Welt, mir geht's doch gut" ist vielen nicht genug. Wundert es die jetzt so furchtbar Empörten denn wirklich, wenn nicht alle Menschen dem ultimativen Kapitalismus fröhnen wollen? Die Ungleichheit ist doch schon groß genug, muss es denn dann solche "Wir sind die Gewinner und ihr nur arme Würste"-Selbstbeweihräucherungsveranstaltungen wie den völlig nutzlosen G20-Gipfel überhaupt geben? Wer so provoziert, muss sich über wütenden Protest doch nicht wundern. Ich verharmlose nicht die Gewalt, aber die Gewinner des zur Schau gestellten Kapitalismus haben echte Menschen auf dem Gewissen, hunderttausend-, ach, millionenfach in den ausgebeuteten Ländern dieser Erde. Aber wer das thematisiert, ist ja nur ein linker Spinner in Fleischhauers Augen. Und soll gefälligst die Klappe halten, wenn die Reichen sich selbst feiern. Und wer stört, wird weggeknüppelt. Die Gewaltexzesse von Hamburg (obwohl, da habe ich schon Schlimmeres gesehen...) waren keine "linke" Gewalt, sondern die Gewalt von Abgehängten, sich ungerecht behandelt Fühlenden, von Ausgebeuteten... und von völlig apolitischen Krawallmachern, denen es nur um die Klopperei mit der Polizei ging
Genau, die Rechten sind schuld. Gut, dass uns jemand daran erinnert, dass es die Rechten sind, die dem rot-braunen Mob quasi dazu gezwungen hat, die Strasse aufzureissen und Pflastersteine auf unbewaffnete Menschen zu werfen. Die bööösen Rechten ^^ Btw - 500 verletzte Polizisten, einen so hohen Blutzoll verursachen selbst alle rechten Gruppierungen zusammen genommen nicht, nicht mal in 10 Jahren. Die Gewalt ist links. Terror ist auch links. Man könnte jetzt entgegen, dass zu Zeiten von Adolf der Terror rechts war, und das stimmt auch. Aber nun ist ja alles besser, wo man wieder Leute aufgrund ihrer Gesinnung verfolgt, weil die Täter ja jetzt Linke sind, nicht wahr? omg

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rolf sternberger 14.07.2017, 10:31
298. Analyse ist falsch

Ihr Beitrag stimmt leider bereits in der argumentativen Tiefenstruktur nicht: Sie sehen nicht, was wir seit 2005 (Frankreich) und 2011 (London/Tottenham) und jetzt Hamburg erleben ist nicht einfach eine Reunion der von Ihnen so gehassten europäischen Nachrkriegs-Linken. Es ist die Wiederkehr der sozialen Frage in der europäischen Gesellschaft. Und diese ist bereits in ihrer historischen Form im 19. Jhd. nicht das Produkt linker Aktion, Ideologie oder Propaganda gewesen, sondern linke Politik und linke Ideoloie haben sich erst in der Auseinandersetzung mit diesen ungerichteten Gewalteruptionen der Gesellschaften des 19. Jhd. herausgebildet. Und nun artikuliert sich - wieder in schwer zu lesenden sozialen Grammatiken - die neu soziale Frage des 21. Jhd. Auch dazu haben die Linken gar nichts beigetragen - sie ist jetzt einfach da - und es werden mit Sicherheit politische Ideologien entstehen, die versuchen diese ungerichtete Gewalt für sich in Anspruch zu nehmen und ein bestimmt Lesart dieser neuen sozialen Grammatik vorschlagen...
Was aber auch klar ist: Wenn sich hier die Linke ist Stellung bringen wird - wird diese rein gar nichts mit der von Ihnen so gehassten Nachkriegskulturlinken zu tun haben - nach der werden Sie sich dann wohl noch zurücksehnen (befürchte ich zur Zeit zumindest).

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spon-facebook-1425926487 14.07.2017, 10:34
299.

Zitat von Ignorant00
Das Demonstrationsrecht hätte eingeschränkt werden sollen nur weil die Hamburger den Gipfel in Ihrer Stadt gewollt hätten? Wird ja immer absurder. Nur weil die Mehrheit etwas will kann man der Minderheit doch nicht ihr Grundrecht auf Meinungsäußerung nehmen. Das ist dann ein Diktatur der Mehrheit.
Ansichtssache, ich persönlich finde es besser, wenn die Meisten über die wenigen bestimmen als wenn Wenige über die Meisten bestimmen, das hatten wir schon mal. Übrigens enden sämtliche Rechte eines Bürgers spätestens an der Stelle, wo die Rechte eines anderen beschnitten werden. Oder wollen Sie uns allen ernsthaft einreden, dass man eben gewisse (Menschen) Opfer in Kauf nehmen muss, um sein (eigenes) Ziel zu erreichen? Auch das hatten wir schon mal. Bei solchen Argumenten frage ich mich, warum sich die Leute nicht gleich selbst eine Reichskriegsflagge ins Wohnzimmer hängen, wo man doch offensichtlich so viele Gemeinsamkeiten hat.

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