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Linken-Parteitag in Leipzig : Im Zwist vereint
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Die Linke wollte in Leipzig vieles klären, doch das Misstrauen gegen die Führung bleibt groß: Parteichefin Katja Kipping muss einen herben Rückschlag einstecken, Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht ist zunehmend isoliert.

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Sandlöscher 09.06.2018, 21:11
1. Gescheitert

Alle, die hofften, dass die Linke eine Alternative zur entsozialdemokratisierten SPD müssen nun ernüchternd feststellen, dass das ein Trugschluss war. Das wieder bestätigte Führungsduo Kipping & Rixinger haben null Charisma, null Visionen , rhetorisch und fachlich keine Chance gegen Wagenknecht, Lafontaine oder Gysi. Allein der Beschluss zur Flüchtlingsfrage lässt nur Kopfschütteln zu. Humanität ja aber bitte ohne Realitätsverlust.
Oskar Lafontaine und Sarah Wagenknecht sollten eine neue Linke Bewegung gründen, um richtige Politik machen zu können.

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Eine Stimme der Vernunft 09.06.2018, 21:20
2. An Frau Kipping scheitert die Linke

Die Wahrheit ist, Frau Wagenknecht würde tolle Wahlergebnisse einfahren. Sie hätte große Unterstützung in der Bevölkerung. Frau Kipping ist für die allermeisten Deutschen unwählbar. Sollte sich die Linke spalten, fällt Frau Kippings Teil unter die 5% Marke. Aber was interessiert die Linke schon das Volk ?

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mirage122 09.06.2018, 21:32
3. Irgendwie Zickenkrieg

Anstatt einen möglichst gemeinsamen Nenner zu finden, weil das ja in erster Linie im Sinne der Partei wäre, geht es hier nur um allgemeine Befindlichkeiten. Das Wahlergebnis sollte Frau Kipping zu denken geben. Daran muss unbedingt gearbeitet werden. Da bringt es nicht viel, wenn man so einer Abstimmung einfach fern bleibt. Wenn ohne Gegenkandidaten 157 Mitglieder und damit fast jeder Dritte der Stimmberechtigten ihren Zuspruch verweigern, so ist sofortiges Handeln zwingend notwendig!

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kodu 09.06.2018, 21:37
4. Wenn Politik die Kunst des Machbaren ist, ...

...dann erweisen sich Frau Kipping und ihre Unterstützer als zunehmend talentfrei.
Es ist schade, dass die LINKE ihre Differenzen nicht überwinden will und sich in Diskussionen um irrationale Programmatik zerfleischt.
Frau Wagenknecht, die taktisch überlegt ihren Wählern zuhört, wird scheinbar isoliert. Ich hoffe, die Partei wird diese Zerreißprobe nochmal überstehen...aber die Stuation scheint existenzbedrohend zu sein.

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F.A.Leyendecker 09.06.2018, 21:45
5.

Die Linken sollten Frau Wagenknecht die Führung der Partei überlassen. Sie wäre in der Lage, eine wirklich soziale Politik umzusetzen und viele Wähler zu generieren.

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hardy_knorrig 09.06.2018, 21:59
6. Von mausetot zu wiedergewählt

Knappe 65% sind, nach der maßlosen Hetzkampagne gegen Frau Kipping, aller Ehren wert.
Nachdem Wagenknecht versucht hatte, über die Berliner Zeitung in die Partei einzuwirken, hauptsächlich gegen Kipping, erschien mir Katja Kipping politisch mausetot. Ein halbes Jahr später wird sie wieder gewählt.
Es zeigt sich, das Arbeit in der PDL noch gewürdigt wird. Kipping hat mit ihrer integrierenden Arbeit, eine heterogene und doch funktionsfähige Linkspartei, überhaupt erst konkretisiert.
Frau Wagenknecht hingegen sitzt in Talkshows und verbreitet als progressives Konzept, national definierte ordoliberale Wirtschaftpolitik. Die großen Wahlerfolge unter Wagenknecht als "Galionsfigur", hat man ja 2017 gesehen.
Auch ihre Strategie in der Flüchtlingsfrage ist gescheitert. Dank Wagenknecht ist es ausgerechnet den Grünen gelungen, als Antipode der AfD profiliert zu sein.
So vernünftig der Parteitag auch gewählt haben mag, so schade ist es für deutsche Politik. Denn Kipping ist als Übermutter der PDL eigentlich verschwendet, weil die LINKE einfach kein Selbstzweck ist.
Bevor sie sich der Partei wegen zurück genommen hat, brachte Kipping viele interessante Impulse in die Debatte ein.... emanzipatorische Linke, Grundeinkommen... das fehlt heute nicht nur der PDL, sondern der deutschen Gesamtdebatte.
Vielleicht traut sie sich das ja wieder etwas mehr.
Schön wärs.

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zoon.politicon 09.06.2018, 22:01
7.

Warum die maßgeblichen Politiker der Linken - auch die linke Parteibasis? - Frau Kipping in ihrem Kurs unterstützen, erschliesst sich für mich als Aussenstehender nicht. So realitätsfremd bezüglich des Zuwanderer-Problems können die doch alle nicht sein.
Kann es sein, dass die sich in irgendetwas verbissen haben und nicht mehr heraus finden?

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kirschlorber 09.06.2018, 22:02
8. Es könnte so einfach sein

Frau Kipping wird die Partei vor die Wand fahren. Sie steuert den selben Kurs wie die Genossen der SPD. Nichts Greifbares, Herumfeilen an Formulierungen, die Welt retten. Dabei könnte es so einfach sein. Der Normalo-Arbeitnehmer durstet förmlich nach einer Stimme. Er wurde in den letzten Jahren schlichtweg vergessen von allen Parteien. Erst von SPD rasiert mit Rentenkürzungen und Zweiklassenmedizin, dann für unwichtig erklärt. 40 Mio Wählerstimmen. Es interessiert keine S. Hauptsache Anbiedern bei SPD. Dabei könnte ja der eine oder andere Posten rausspringen. Es ist zum Heulen.

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twa63 09.06.2018, 22:11
9. Ich bin definitiv kein ...

Wähler der Linken, trotzdem habe ich großen Respekt vor Sahra Wagenknecht. Sie hat Sachverstand, Charisma, ist redegewandt und konsequent. Zwischen dem öffentlichen Erscheinungsbild von Wagenknecht und Kipping liegen Welten. Kipping kann in Talkshows, wo ja heutzutage Politik gemacht wird, nur rumpoltern und unqualifiziert dazwischenfahren. Mit ihrer Forderung nach weiterhin offenen Grenzen für alle, wird die Linke zumindest im Osten hoffentlich bald untergehen.
Sahra sollte sich weiterhin von dieser realitätsverweigernden Truppe um Kipping abgrenzen und Präsenz zeigen.
Kipping hat nur noch 64%, die ist bald Geschichte, an die sich dann keiner mehr erinnern will.

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