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Linken-Parteitag in Leipzig : Im Zwist vereint
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Die Linke wollte in Leipzig vieles klären, doch das Misstrauen gegen die Führung bleibt groß: Parteichefin Katja Kipping muss einen herben Rückschlag einstecken, Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht ist zunehmend isoliert.

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fire ant 10.06.2018, 00:41
20. Von Realos und Fundis..

Das haben die Grünen ja nun vorgelebt, dass man sich da in zwei Lager spalten kann.. Frau Wagenknechts Sinn für Realität zeugt davon, dass sie den Kontakt zum Volk noch nicht ganz verloren hat, während Frau Kipping und Konsorten in ihrem Elfenbeinturm von einer sozialistischen Welt träumen. Ihre Verbohrtheit erinnert an die DDR-Führung in ihren letzten Tagen..

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quark2@mailinator.com 10.06.2018, 01:56
21.

Das Dumme ist, daß man so ungewollt die AfD fördert, denn ich denke eine Menge Protestwähler, die bisher die Linke gewählt haben, wählen nun AfD um sich gegen weitere EU-Integration und Übernahme von Schulden und Flüchtlingen zu wenden. Nun ist die AfD erklärtermaßen das genaue Gegenteil von links und somit eigentlich für den "kleinen Mann" nicht für wählbar. Aber nachdem die Linke sich jeglicher Kompromißlösung so vehement verweigert, wird man leider vermutlich weiter Wähler an die AfD verlieren. Und wem damit dann gedient sein soll, erschließt sich mir nicht. Gerade linke Parteien müssen mMn. immer wieder Realitätssinn beweisen, um wählbar zu sein. Schade, daß es irgendwie nicht verstanden wird.

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hansfrans79 10.06.2018, 02:11
22.

Zitat von Eine Stimme der Vernunft
Die Wahrheit ist, Frau Wagenknecht würde tolle Wahlergebnisse einfahren. Sie hätte große Unterstützung in der Bevölkerung. Frau Kipping ist für die allermeisten Deutschen unwählbar. Sollte sich die Linke spalten, fällt Frau Kippings Teil unter die 5% Marke. Aber was interessiert die Linke schon das Volk ?
Offenbar bedeutet „das Volk“ (was auch immer Sie damit meinen) Ihnen auch nicht so viel, da Sie sich einfach mal
so zum Fürsprecher aller aufspielen.
Wagenknecht ist eine Opportunistin geworden.
Die der afd zugelaufenen Wähler sollen bleiben, wo sie sind.
Frau Kipping hat sicher ihre Defizite, aber immerhin lässt sie sich nicht so weit verbiegen, dass sie fremdenfeindlichen Wählern nach dem Mund redet.
Hut ab!

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dasfred 10.06.2018, 04:02
23. Seit Gysi hatte ich die Hoffnung auf eine wählbare Linke

Sowohl im Bund als auch auf Länderebene. Wie ich aber schon in Hamburg feststellen musste, kaum hat die Partei eine engagierte Realpolitikerin aufgestellt, die in der Lage war, im Senat die richtigen Fragen zu stellen, wurde sie von ihrer Partei abgesägt und durch farblose Gestalten ersetzt, die selbst nicht wussten, was sie wollen und wie man das für alle verträglich umsetzen will. Natürlich kann man die Grenzen für alle öffnen. Man muss dann eben aber auch Lebensverhältnisse wie in den weltweiten Megacitys hinnehmen mit riesigen Slums, abgeschotteten Reichen und einem Mittelstand, der glücklich ist, wenn er noch eine dreißig Quadratmeter Wohnung finanzieren kann. Wer die Linke wählen will, sucht nach praktikablen Lösungen für seine eigenen Bedürfnisse. Das man die nicht unbedingt in der völligen Öffnung der Grenzen findet, erschließt sich Frau Kipping offensichtlich nicht. Besonders in Verbindung mit dem begingungslosen Grundeinkommen.

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touri 10.06.2018, 06:54
24.

Mit dem Beschluss für offene Grenzen verabschieden sich die Linken leider aus dem Kreis der mit gutem Gewissen wählbaren Parteien. Vielleicht sollte den Linken mal jemand mitteilen, dass man entweder einen Sozialstaat oder offene Grenzen haben kann, aber nicht beides.

Vielleicht sollten Wagenknecht und Lafontaine ihr Glück (Lafontaine wieder) in der Rest SPD suchen (was nach der nächsten Bundestagswahl noch übrig sein wird). Da haben sie eher Chancen soziale und realistische Politik zu machen.

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saarpirat 10.06.2018, 06:56
25.

Kipping und Wagenknecht zementieren nur die Regierung der CDU. Notfalls auch mit der AfD.

Die Linke ist ja selbst im Osten auf dem absteigenden Ast und hatte im Westen nie eine Chance. Die sollen sich nichts vormachen, ohne Lafontaine hätten die im Westen kein einziges Mandat errungen. Und auf den können die nicht mehr lange zählen.

Wagenknechts Idee einer linken Sammelbewegung ist gut. Wird aber wohl auf eine neue Partei herauslaufen. Und diese Partei wird sich die Stimmen nur mit der aktuellen Linken und der SPD teilen können. Was bedeutet zweimal unter fünf Prozent und einmal etwas über zehn. Merkel - oder deren Nachfolger - können sich freuen. Die Regierung ist gesichert.

Ich hätte da eine krude Fantasie. Wagenknecht tritt in die SPD ein und löst Nahles ab. Die linke Sammelbewegung wird dann die erneuerte SPD. Könnte meiner Meinung nach klappen. Wird aber wohl ein Traum bleiben.

So bleibt uns nur der Albtraum einer jahrzehntelangen konservativen Regierung.

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bombobabier 10.06.2018, 07:40
26. Ihr seid dann mal weg

vom Fenster, liebe Linke. Mit eurer Forderung nach bedingungslos offenen Grenzen habt ihr eure Wahlchancen glatt halbiert. Ich hätte euch auch gerne gewählt, aber mit eurer Resolution habt ihr den Wesenstest nicht bestanden, zumal offene Grenzen keine linke Tradition darstellen (eher das Gegenteil!). Begreift es endlich: Zuwanderung ist die Gretchenfrage in Deutschland. Ideologisch bornierte Sozialromantiker brauchen wir nicht. Die hartnäckigen 13% Grünen-Wähler sind schon mehr als genug. Gebt die Führung endlich an Frau Wagenknecht ab, und ihr könntet über 15% kommen. Dann auch mit meiner Stimme.

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rm9 10.06.2018, 08:26
27.

Im Artikel steht, dass es ein Tabubruch wäre, zwischen Arbeits- und Fluchtmigration zu unterscheiden und dementsprechend eine spezifische Steuerung von Migrationsbewegungen in der Politik überhaupt erst möglich zu machen. Meiner Meinung nach ist diese Einstellung fernab jeglicher Vernunft und die dahinterliegenden Haltungen, so moralisch überlegen sie sich auch darstellen, führen zu einer Politik, in das Chaos legitimiert wird.

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Art. 5 10.06.2018, 08:38
28. 78% der LINKE-Wähler würden Sarah Wagenknecht wählen

Wenn Frau Kipping auf dem Parteitag Sarah Wagenknecht braunes Gedankengut und Rassismus vorwirft, weil sie die utopische Forderung nach offenen Grenzen und der Aufnahme aller Migranten kritisiert, versucht Kipping mit stalinistischen Methoden ihre Kontrahentin mundtot zu machen. Auch in der Sowjetunion und der DDR wurden Kritiker der Parteilinie mit diffamierenden Bezeichnungen wie Konterrevolutionär, Klassenfeind, westlicher Agent usw. beschimpt, um sie zu diskreditieren. Dass eine Forderung nach offenen Grenzen überhaupt nicht durchführbar ist, hat doch das Jahr 2015 ansatzweise gezeigt, wo Merkels Geste schon eine Masseneinwanderung auslöste. Bei einer dauerhaften Öffnung der Grenzen würde sich halb Indien, halb Pakistan, halb Afrika usw. auf den Weg nach Deutschland machen, die Wohstandsdifferenz ist einfach viel zu groß. Da die Bevölkerung das natürlich versteht, auch die Wähler der Linken, hat Wagenknecht viel größeren Rückhalt im Volk als Kipping und Co. Lt. einer INSA-Umfrage können sich 25% der Wähler vorstellen, eine neue Linkspartei unter Führung von Sarah Wagenknecht zu wählen, von den Wählern der LINKE sind es sogar 78%.
https://news-und-nachrichten.de/artikel/jeder-vierte-wuerde-liste-sahra-wagenknecht-waehlen/

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yvowald@freenet.de 10.06.2018, 09:02
29. Katja versteht es nicht gut, Inhalte zu vermitteln

Zitat von Eine Stimme der Vernunft
Die Wahrheit ist, Frau Wagenknecht würde tolle Wahlergebnisse einfahren. Sie hätte große Unterstützung in der Bevölkerung. Frau Kipping ist für die allermeisten Deutschen unwählbar. Sollte sich die Linke spalten, fällt Frau Kippings Teil unter die 5% Marke. Aber was interessiert die Linke schon das Volk ?
Es wäre ungerecht, alle Fehler und Fehlentscheidungen innerhalb unserer Partei DIE LINKÄE auf Katja (Kipping) abzuwälzen.
Sie versteht es - im Gegensatz zu Sahra (Wagenknecht) -- eher nicht, politische Inhalte zu vermitteln.
Allerdings: Schon ihr unabdingbarer Einsatz für ein Bedingungsloses Grundeinkommen ehrt sie.
Besser wäre es sicherlich gewesen, wenn es Gegenkandidatinnen bzw. -Kandidaten gegeben hätte.
Das macht eine "Wahl" eigentlich erst zur "Wahl".

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