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Linken-Parteitag in Leipzig : Im Zwist vereint
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Die Linke wollte in Leipzig vieles klären, doch das Misstrauen gegen die Führung bleibt groß: Parteichefin Katja Kipping muss einen herben Rückschlag einstecken, Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht ist zunehmend isoliert.

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genugistgenug 10.06.2018, 10:27
40. Exkus: Danke für neue Information

Zitat von yvowald@freenet.de
....Sie versteht es - im Gegensatz zu Sahra (Wagenknecht) -- eher nicht, politische Inhalte zu vermitteln. Allerdings: Schon ihr unabdingbarer Einsatz für ein Bedingungsloses Grundeinkommen ehrt sie. Besser wäre es sicherlich gewesen, wenn es Gegenkandidatinnen bzw. -Kandidaten gegeben hätte. Das macht eine "Wahl" eigentlich erst zur "Wahl".
Wir haben noch gar nicht mitbekommen, dass sich Kipping so für ein bedingungsloses Grundeinkommen einsetzt. Allerdings sehen wir diese Geschwätz/talk shows auch nicht.
Ist das dann eine Bildungslücke?
Grundeinkommen muss/wird kommen - alleine schon um die Bürokratie abzubauen. BEispiel Hartz IVerbrechen als das rauskam wurde berichtet, ass ein Hartz IV Opfer durchschnittlich monatlich 600,- EUR bekommt inkl. Miete während die Gesamtkosten bei 1650,- EUR/Monat liegen, also inkl. Verwaltung, usw. Würde man also pauschal 1.200,- auszahlen hätte man trotzdem Geld gespart weil dieser Wasserkopf wegfällt..

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Lebkuchenkiller 10.06.2018, 10:45
41. Schade

Unser Land bräuchte dringend eine Partei,die Politik für Arbeitnehmer macht.Aber so bleibt die Linke unwählbar.

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Watschn 10.06.2018, 11:15
42. Honi soit qui mal y pense...

Zitat von saarpirat
Kipping und Wagenknecht zementieren nur die Regierung der CDU. Notfalls auch mit der AfD. Die Linke ist ja selbst im Osten auf dem absteigenden Ast und hatte im Westen nie eine Chance. Die sollen sich nichts vormachen, ohne Lafontaine hätten die im Westen kein einziges Mandat errungen. Und auf den können die nicht mehr lange zählen. Wagenknechts Idee einer linken Sammelbewegung ist gut. Wird aber wohl auf eine neue Partei herauslaufen. Und diese Partei wird sich die Stimmen nur mit der aktuellen Linken und der SPD teilen können. Was bedeutet zweimal unter fünf Prozent und einmal etwas über zehn. Merkel - oder deren Nachfolger - können sich freuen. Die Regierung ist gesichert. Ich hätte da eine krude Fantasie. Wagenknecht tritt in die SPD ein und löst Nahles ab. Die linke Sammelbewegung wird dann die erneuerte SPD. Könnte meiner Meinung nach klappen. Wird aber wohl ein Traum bleiben. So bleibt uns nur der Albtraum einer jahrzehntelangen konservativen Regierung.
Guter Ideengang...mit Sahra' s Übernahme einer geläuterten SPD...
Das wäre ein genialer Schachzug, mit einer maximalen linken Sammlungsbewegung in einem Zug...
Das wäre sinnbildlich ein Wechsel wie von Ollenhauer (Nahles) zu Brandt (Wagenknecht)

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touri 10.06.2018, 11:16
43.

Zitat von hansfrans79
Offenbar bedeutet „das Volk“ (was auch immer Sie damit meinen) Ihnen auch nicht so viel, da Sie sich einfach mal so zum Fürsprecher aller aufspielen. Wagenknecht ist eine Opportunistin geworden. Die der afd zugelaufenen Wähler sollen bleiben, wo sie sind. Frau Kipping hat sicher ihre Defizite, aber immerhin lässt sie sich nicht so weit verbiegen, dass sie fremdenfeindlichen Wählern nach dem Mund redet. Hut ab!
Was hat es mit Fremdenfeindlichkeit zu tun, die Kontrolle über die eigenen Grenzen aufrecht zu erhalten?

Was hat es mit Fremdenfeindlichkeit zu tun nicht jeden Migranten aufzunehmen der voraussichtlich bis Lebensende von unserem Sozialstaat leben wird, sondern nur diejenigen aufnimmt, die tatsächlich vor etwas anderem als Armut fliehen?

Ganz ehrlich, ich halte das für gesunden Menschenverstand. Man findet in der Vergangenheit genügend Beispiele, was passiert, wenn Massenhafte unkontrollierte Einwanderung stattfindet, da hat sich seit dem Untergang des römischen Reiches nicht viel geändert.

Ich garantiere Ihnen kaum ein AfD Wähler hat etwas gegen den indischen ITler, den pakistanischen Fachmediziner oder den südafrikanischen Ingenieur. Problematisch ist eher der Analphabet aus Marokko, der der Ansicht ist, wenn er nach Deutschland kommt und irgendwo auf dem Weg seinen Pass "verliert", dann hat er das goldene Los gezogen.

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max_schwalbe 10.06.2018, 11:18
44. Re: Antipode der AfD

Zitat von hardy_knorrig
Knappe 65% sind, nach der maßlosen Hetzkampagne gegen Frau Kipping, aller Ehren wert. Nachdem Wagenknecht versucht hatte, über die Berliner Zeitung in die Partei einzuwirken, hauptsächlich gegen Kipping, erschien mir Katja Kipping politisch mausetot. Ein halbes Jahr später wird sie wieder gewählt. Es zeigt sich, das Arbeit in der PDL noch gewürdigt wird. Kipping hat mit ihrer integrierenden Arbeit, eine heterogene und doch funktionsfähige Linkspartei, überhaupt erst konkretisiert. Frau Wagenknecht hingegen sitzt in Talkshows und verbreitet als progressives Konzept, national definierte ordoliberale Wirtschaftpolitik. Die großen Wahlerfolge unter Wagenknecht als "Galionsfigur", hat man ja 2017 gesehen. Auch ihre Strategie in der Flüchtlingsfrage ist gescheitert. Dank Wagenknecht ist es ausgerechnet den Grünen gelungen, als Antipode der AfD profiliert zu sein. So vernünftig der Parteitag auch gewählt haben mag, so schade ist es für deutsche Politik. Denn Kipping ist als Übermutter der PDL eigentlich verschwendet, weil die LINKE einfach kein Selbstzweck ist. Bevor sie sich der Partei wegen zurück genommen hat, brachte Kipping viele interessante Impulse in die Debatte ein.... emanzipatorische Linke, Grundeinkommen... das fehlt heute nicht nur der PDL, sondern der deutschen Gesamtdebatte. Vielleicht traut sie sich das ja wieder etwas mehr. Schön wärs.
vielleicht gehört zu linker Politik auch ein bisschen mehr dazu, also nur immer zu versuchen, ein Antipode der AfD zu sein. Wie kann man sich von den Rechtspopulisten denn dermaßen verunsichern lassen dass rationales Denken versagt? (nichts anderes ist Kippings Forderung nach völlig freier Migration in der gegenwärtigen globalkapitalistischen Weltordnung mit dramatischsten sozialen Verwerfungen). Abgesehen davon sehe ich bei Demos gegen die AfD in der Regel mehr Linke als Grüne. Daher verstehe ich echt nicht, worauf Sie hinauswollen, sorry!

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WoRiDD 10.06.2018, 12:49
45. Herr Hagen irrt

"...Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht ist zunehmend isoliert..."
Obiger Autor hat entweder die Rede von Sahra Wagenknecht nicht gehört, oder den Applaus für Sahra nicht verstanden. Da war nichts von "Isolierung". Das ganze Gegenteil (stürmischer Applaus, Bravo-Rufe...) war der Fall.
Oder wollte Herr Hagen Stimmung gegen Wagenknecht machen?

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wynkendewild 10.06.2018, 15:16
46. Denkfehler

Zitat von touri
Was hat es mit Fremdenfeindlichkeit zu tun, die Kontrolle über die eigenen Grenzen aufrecht zu erhalten? Was hat es mit Fremdenfeindlichkeit zu tun nicht jeden Migranten aufzunehmen der voraussichtlich bis Lebensende von unserem Sozialstaat leben wird, sondern nur diejenigen aufnimmt, die tatsächlich vor etwas anderem als Armut fliehen? Ganz ehrlich, ich halte das für gesunden Menschenverstand. Man findet in der Vergangenheit genügend Beispiele, was passiert, wenn Massenhafte unkontrollierte Einwanderung stattfindet, da hat sich seit dem Untergang des römischen Reiches nicht viel geändert. Ich garantiere Ihnen kaum ein AfD Wähler hat etwas gegen den indischen ITler, den pakistanischen Fachmediziner oder den südafrikanischen Ingenieur. Problematisch ist eher der Analphabet aus Marokko, der der Ansicht ist, wenn er nach Deutschland kommt und irgendwo auf dem Weg seinen Pass "verliert", dann hat er das goldene Los gezogen.
Das Problem ist, dass mit offenen Grenzen im Kern etwas fremdenfeindliches gemeint ist. Der Ausländer wird nur dann akzeptiert, wenn dieser sich wie ein Schutzbedürftiger verhält. Alle anderen sind Teil des bösen kapitalistischen Systems.

Darin ist der Denkfehler begründet. Diese Menschen sind weder einzelgängerisch noch atheistisch. Die Linke Marke Kipping glaubt wirklich, dass diese ganzen Menschen unbedingt einen Deutschen brauchen, der sie bei der Hand nimmt.

Diese Partei betreibt ein (ich nenn es mal) Zuwendungsspringen, die eine Gruppe will sich nicht vereinnahmen lassen, darum sucht man sich halt die nächste aus.

Es existieren genügend Menschen nichtdeutscher Herkunft, die anders als die Linken über genügend Eigenkapital verfügen und vom Staat unabhängig agieren. Sprich, was sich die Linke vorstellen mag, wird so auf keinen Fall aufgehen.

Durch die Zuwanderung wird sich die Gesellschaft verändern, nur wird es das linke Klientel sein, welches man ins Abseits schieben wird.

MfG:
wynkendewild

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