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Linker Syriza-Politiker zu Reformplänen: "Deutschland ist der Problemstaat"
DPA

Die Rückkehr zur Drachme ist für ihn eine klare Option: Kostas Lapavitsas, einer der Wortführer des linken Syriza-Flügels, kritisiert die eigene Regierung scharf - und den wirtschaftspolitischen Kurs Deutschlands.

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01099 24.06.2015, 19:00
200. Recht hat er, der Mann

Auch wenn es viele nicht einsehen wollen; der Euro ist ein Imperialismus-Projekt unter vornehmlich deutscher Federführung, was man schon an dem Duktus sieht, in dem deutsche Politiker und Deutsche über das angeschlagene Griechenland reden. Es scheint, als wäre Frau Merkel die Kaiserin von Europa und könnte über andere Staaten entscheiden. Wäre ich Grieche, würde mir das auch mehr als sauer aufstoßen. Niemals vergessen, dass die EU nur die Fortführung einer Wirtschaftsunion ist, mit der sich Deutschland die Vormachtsstellung auf den Märkten sichern wollte und will. Um ein freundliches, friedliches Miteinander zur Verhinderung von Kriegen, wie immer behauptet wurde, ging es nicht im Ansatz. Ich hoffe sehr, dass das nicht eines schönen Tages alles auf uns zurückfallen wird. Helfen wird uns keiner mehr. Und was in dem Falle passieren kann, will ich mir gar nicht erst ausmalen. Die Geschichte lehrt uns, dass es manchmal nur eines kleines Funkens bedarf, um ein Pulverfass zum Explodieren zu bringen. Alles schon dagewesen.

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tiger56 24.06.2015, 19:00
201. für mich sind dessen Ausführungen

korrekt u. was die Lohnentwicklung in Deutschland betrifft richtig...Griechenland hatte nie die Voraussetzungen für den Beitritt. ..warum wurde das Land dann aufgenommen?. Warum wurde den Banken das Geld nachgeschmissen..Wo war die Kontrolle?. Jetzt den Griechen "alleine" die Verantwortung zuzuschreiben ist unterste Schublade.. u. mal ehrlich wie sieht denn hier mit der Steuermoral aus?. Schweiz, Luxemburg - Schwarzarbeit braucht auch einen der die Dienste so will.. Diese Vorstellung - die hier häufig spürbatr wird: wir sind die tolle Nation..die die Loser.. vergisst das das eine ohne das andere nicht geht..

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theodor2 24.06.2015, 19:01
202. Wundermittel höhere Löhne

Was wäre das für ein Schlaraffenland namens Europa. Höher Löhne mehr Importe und Exporte. Europa steht in Konkurrenz zu der restlichen Welt und vor allem zu China und Indien. Von einer Insel der Glückseligen können nur die Linken träumen, obwohl sie eigentlich wissen müssten, dass der Sozialismus sich selbst erledigt hat.

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professorA 24.06.2015, 19:01
203. Anstatt sich länger mit solchen Geistern abzugeben,

die auf ewig einen Lebensstandard weit oberhalb ihrer eigenen Leistung durch die von der Junker/Schulz/Merkel angeführte Schuldengemeinschaft garantiert haben wollen, sollte Deutschland die Euro-Gruppe verlassen. Aber dazu reicht der Mumm der "mächtigsten Frau der Welt" natürlich nicht aus. An ihrem negativen Bild in der Geschichte wird das nichts mehr ändern. Mit Merkel hat der Abstieg begonnen.

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breakthedawn 24.06.2015, 19:02
204. Erst hatten wir den Problembär,

dann die Problempolitiker und nun ist ganz Deutschland der Problemstaat.

Liebe Griechen, reisst euch am Riemen, dann wird es wieder.

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abraxas63 24.06.2015, 19:03
205.

Es ist nicht Deutschlands Schuld, wenn Griechenland es nicht versteht zu wirtschaften und sich mit gefälschten Bilanzen in den Euro schleicht, in den es einfach nicht hineingehört.

Auch sieht er die Dinge zu kurz auf Deutschlands Rolle.

Man könnte darüber reden, wenn die Eurozone ein in sich geschlossener Regelkreis wäre und es nur darum ginge die Parameter aufeinander abzustimmen.
Dann gäbe es vielleicht eine gewisse Chance Dinge anzugleichen, allerdings eben nur zwischen Ländern, die sich einigermaßen auf einem ähnlichen Level sich bewegen
Und genau diese hätten eben in den Euro gehört und nicht Griechenland.

Deutschland muss aber noch gegen den Rest der Welt (China, Japan, Schwellenländer etc.) konkurrieren - und wenn Deutschland Griechenland zuwillen seine Rolle in dem Spiel schwächt, dann sind danach eben beide schwach und nichts besser.

Und Griechenland importiert auf Pump halt aus einem der anderen oben genannten Länder...

Ansonsten ist die Analyse nicht verkehrt. Jetzt muss eben nur noch der entscheidende Schritt getan werden, nämlich den Default erklären und aus dem Euro definitiv ausscheiden.

Irgendwann wird es DANN einen Schuldenschnitt geben und Griechenland kann von vorne anfangen, ohne mit dem ungeliebten Deutschland über den Euro auf Gedeih und Verderb verbunden zu sein.

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digibkk 24.06.2015, 19:07
206. Solche Leute

sind die Steigerung eines Bankers. Wirtschaftswissenschaftler und Kommunist, also 2 krude Gedankenmodelle in einer Person. Da kann ja nur Schwachsinn raus kommen. Wie sagte meine Oma mit 95? Geld das man ausgibt muss man erarbeiten und auf der Hand haben! Will man was besonders kaufen muss man sparen und/oder mehr arbeiten. So hat sie 4 Kinder groß bekommen und das ohne Studium, Berufsausbildung und je einen Pfennig vom Staat zu bekommen. Alleine ohne Mann und Trümmer schippen. Und genau solche Leute finanzieren Dummschwätzer von faulen Kommunisten.

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iconoclasm 24.06.2015, 19:08
207. Was denn exportieren?

Was sollten wir denn nach Meinung des Herren aus Griechenland importieren?

Autos, Klamotten, Elektronik?

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dukatenjunge 24.06.2015, 19:08
208. Vielleicht

sollte man diesem Wirtschaftsprofessor mal sagen, daß bei höheren deutschen Löhnen nicht etwa die Griechen die Geschäfte machen, sondern der Rumäne, der Chinese oder noch ein anderer.

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Linda2014 24.06.2015, 19:08
209. Ja, das kann man so sehen, wie

Herr Lapavitsas es darstellt. Nur ändert sich nichts, so lange der Sparkurs bei unseren zuständigen Politikern noch nicht zu spüren ist.

Auch wird es in den deutschen Medien ständig anders gesagt, demnach "brummt die Wirtschaft", "die Deutschen sind in Kauflaune" und "wir haben so wenig Arbeitslose wie seit ... Jahren nicht mehr"

So lange diese Richtung von der deutschen Regierung stur gefahren und hartnäckig verteidigt wird mit der erzieherischen Vorstellung, "anderen Ländern würde es auch gut tun", ändert man nix!

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