Forum: Politik
Links-Debatte nach G20: "Wir brauchen mehr Protest"
DPA

Die Gewaltorgie von Hamburg verunsichert eine ganze Bewegung: Stürzt G20 den linken Aktivismus in die Krise? SPD, Grüne und Linke bemühen sich um klare Ansagen - weichen aber einer unangenehmen Frage aus.

Seite 1 von 12
ulrich_loose 12.07.2017, 07:58
1. Liebe Liebe

ist also Protest? Oder mal ordentlich "Lärm machen"? Oder mit einem aufgeblasenen Chlorhähnchen durch die Straßen laufen? Oder mit Hammer und Sichel Fahnen samt Spruch Kapitalismus bekämpfen, dem Kommunismus den Weg bereiten? Für mich ist das kein Protest, das ist eher eine Art Kindergarten Happening... Im Übrigen - Sich von einer Brücke abseilen samt Plakat "Kohle abschalten" ist Protest, ein Plakat "Sichere Grenzen" ist hingegen ein Anschlag auf die freiheitliche Grundordnung. Die einen demonstrieren oder Protestieren, die anderen "marschieren auf"...

Nö - so wird das nicht werden.

Beitrag melden
HARK 12.07.2017, 08:03
2. Dieses ewige Herumlavieren

wo die Grenze zur Gewalt überschritten ist, langweilt nur noch. Denn auch der sog. friedliche Protest ist sinnlos, wenn Frau Trump den Vortrag der Klimaforscher aufgrund einer Sitzblockade verpasst.

Beitrag melden
konstrukteur 12.07.2017, 08:03
3. kaum jemand spricht noch über Inhalte

Und das war das Ziel,
1. wird ein vom BVG genehmigtes Protest camp getäumt.d.h. die Polizei setzt sich über das höchste Verfssungsschutzorgan hinweg.
Dann wird erstmal nur Präsenz seitens der Polizei gezeigt, plötzlich nach Stunden des Wartens wird der 10% Anteil vermummter der " Welcome to Hell" Versammlung abgetrennt. Om Anschluss macht man das Schanzenviertel zum rechtsfreien Raum und übernimmt als Polizei die Beobachterrolle.
das zeigt erst provozieren dann ignorieren unf uum Schluss die BILD faschistische Fahndungsaufrufe drucken lassen. Perfekt inszeniert, da man die Linke nicht durch Argumente entkräften kann muss man sie diskreditieren. ..

Beitrag melden
robertreagan 12.07.2017, 08:05
4. Die Proteste sind friedlich

Zehntausende haben es bewiesen. Wer die wirklichen Anstifter hinter der Randale einiger weniger sind, lässt viel Raum für Spekulationen, jetzt wo man es nicht eilig genug haben kann, die gefassten Straftäter so schnell wie möglich wieder freizulassen. Da drängt sich der Gedanke auf, dass der friedliche Protest bewusst zerstört werden sollte von gekauften und organisierten Zerstörern. Der Protest in Deutschland soll nicht nur eingeschläfert, sondern in seinen Grundfesten erschüttert werden.

Beitrag melden
Spiegelleserin57 12.07.2017, 08:08
5. Denken ist schon erforderlich!

man muss schon die Ereignisse genau differenzieren. Die Polizei Hamburg hat vor dem Gipfel davor gewarnt dass es zu Ausschreitungen kommen wird. Dies wurde ignoriert. Ein Kriminalist hat im Spiegel vor ein paar Tagen deutlich die Führungsfehler der Polizei analysiert. Er hat auch klargestellt dass die Ausschreitungen unausweichlich waren und die Eskalation nicht zu verhindern war. Wer diese Ereignisse politisch ausschlachtet macht es sich zu einfach und weicht einer Fehleranalyse wie der Kriminalist sie durchgeführt hat aus.
Es gibt Radikale, im linken wie auch im rechten Lager, keine Zweifel und es gibt auch Menschen die gewaltbereit sind. Man sollte aber auch überlegen wie durch Filme und häufige Berichte die Gewaltbereitschaft ständig geschürt wird und somit zu solchen Eskalationen noch indirekt beigetragen wird.
Sich gegenseitig nur die Schuld zuzuschieben ist zu einfach und trägt in keiner Weise zur Lösung der Probleme bei. Darüber sollten sich nun alle Politiker wie auch die Medien im Klaren sein. Es bedarf da schon genauer und vor allem guter Analysen und auch fairer Berichterstattungen denn sonst eskaliert diese Gewalt immer mehr womit wohl keinem gedient sein dürfte.

Beitrag melden
wanniii 12.07.2017, 08:10
6. Die Polizei (!) löste Agressivität bei nicht vermummten aus!

Ströbele..."Die Beamten hatten den Demonstrationszug nach wenigen hundert Metern gestoppt, weil sich ... mehr als 1500 Menschen im sogenannten Schwarzen Block vermummt hatten. Später drängten die Beamten in die Gruppe, um sie von den übrigen Demonstranten zu trennen, die Situation eskalierte, es wurden Flaschen und andere Gegenstände geworfen....das hat auch bei vielen nicht vermummten Demonstranten große Aggressivität ausgelöst und sie radikalisiert".
Wäre also Herr Ströbele anwesend wäre er vermummt oder unvermummt auf jeden Fall durch bzw. wegen der Polizei (!) aggressiv oder radikal! So spricht ein langjähriger Politiker?

Beitrag melden
Dan Gerous 12.07.2017, 08:12
7. Protest?

Nee, wir brauchen eine Kultur in der man auch mal die Klappe halten kann. Zu der man eine Meinung haben kann, aber nicht jedesmal rausbrüllt. In der man auch mal die Sachen so akzeptiern kann wie sie sind, bzw. akzeptieren und aushalten kann, dass andere entsprechend eine ander Sicht auf die Dinge hat. Dass (vermeindlich) Erwachsene sich auch mal um einen Tisch setzen und über den Lauf der Welt reden wollen, und dass man dazu eventuell nicht eingeladen ist, aber deswegen nicht das Eigentum anderer zerstören muss.

Das ist alles was es braucht, und wenn dann "Protestler" nicht wissen wohin mit der überschüssigen Energie. Wie wärs mit etwas sozialem Engagement oder vielleicht mal Freibad?

Beitrag melden
RalfWenzel 12.07.2017, 08:17
8. Die Doppelmoral der Partei DIE LINKE

"Wer Kleinwagen anzündet und Läden zerstört, schadet aber dem Anliegen der friedlichen Demonstranten" (Ulla Jelpke, Die Linke). Und warum bitte demonstriert Die Linke am Tag NACH den Krawallen Seit' an Seit' gemeinsam mit dem Schwarzen Block, der nachts zuvor Hamburg angezündet hat? Warum hat man sich nicht an der von vorn herein sich von jeder Gewalt distanzierenden Demo "Hamburg zeigt Haltung" beteiligt? Antwort aus den Reihen der Partei in Hamburg: Das sei eine "gut bürgerliche" Veranstaltung, von der man sich abgrenzen wolle. Das ist ihnen ja prächtig gelungen....

Beitrag melden
merrailno 12.07.2017, 08:23
9. Dangerous

Zitat von Dan Gerous
Nee, wir brauchen eine Kultur in der man auch mal die Klappe halten kann. Zu der man eine Meinung haben kann, aber nicht jedesmal rausbrüllt. In der man auch mal die Sachen so akzeptiern kann wie sie sind, bzw. akzeptieren und aushalten kann,......
die zitierten Zeilen gefärden die geistige Gesundheit, führen zu Untertanendenken und einem rechtskonservativem Weltbild.

Beitrag melden
Seite 1 von 12
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!