Forum: Politik
Links wie rechts: Wo Populisten in Europa auftrumpfen
Attila Kisbenedek/AFP

Von Vox bis Fidesz - vor der Europawahl sind Populisten in vielen Ländern auf dem Vormarsch. Doch nicht überall verfangen ihre Parolen. Ein EU-weiter Vergleich.

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Ali Blabla 30.04.2019, 13:43
100. Populismus ist meist verlogen

Populismus ist nicht unbedingt etwas Negatives. Es macht sich jemand eine Stimmung zu Nutze. Schlimm wird es, wenn diese durch Unwahrheit und verdrehen von Fakten befeuert wird, wenn Negatives schön geredet wird und unwidersprochen bleibt. Beispiele gibt es genug, siehe AfD. Auch die CSU ist in meinen Augen eine populistische Partei. Die einen schwenken Deutschlandfähnchen, die Anderen weißblaue und machen Stimmung für Deutschland und Heimat, die dann durch Flüchtlinge bedroht wird. Vorher gab es in D ja keine Kriminalität und keine Sexualdelikte. Die Frage ist aber, was haben die populistischen Parteien zu bieten? Nichts, aber sie sind ja dagegen. Das ist doch was! Oder? Hirn einschalten und informieren!!!!

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christiansteiffen 30.04.2019, 14:22
101.

Gute Mann, gilt denn Ihre Definiton für alle Parteien oder nur für die, die ihn nicht genehm sind. Oder messen sie ganz bewußt mit zweierlei Maß?

Flüchtlinge wurden uns von Politikern als qualifizierte Fachkräfte verkauft, die gut in den Arbeitsmarkt zu integrieren sind. Vom syrischen Arzt war da die Rede. Fachkräfte, die unser Arbeitsmarkt dringend benötigt.

So sah die Realität aus.

"Asylbehörde BAMF besorgt über Zahl der Analphabeten unter den Flüchtlingen" https://www.dw.com/de/asylbehörde-bamf-besorgt-über-zahl-der-analphabeten-unter-den-flüchtlingen/a-42053563

"Zwei Drittel können kaum lesen und schreiben" https://www.zeit.de/2015/47/integration-fluechtlinge-schule-bildung-herausforderung

"Viele Flüchtlinge „im Grunde Analphabeten“" https://www.welt.de/regionales/hamburg/article153237847/Viele-Fluechtlinge-im-Grunde-Analphabeten.html

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cabeza_cuadrada 30.04.2019, 14:29
102. 45?

Zitat von hausfeen
45 war nicht das Ende. So wie in den USA der Bürgerkrieg zwischen Rassisten und Pragmatikern frisch aufgeflammt ist.
sie meinen weil ich etwas gegen Gammler habe die mich verabscheuen weil ich täglich arbeiten gehe und somit "dem System" diene, mein Geld aber gerne in Form von Sozalleistungen und versuchter Erschnorrung nehmen, macht mich dass zu einem Nazi? Na, sei es drum.

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qoderrat 30.04.2019, 14:33
103.

Zitat von mostly_harmless
Ich finde es - um das ganz klar zu sagen - katastrophal, Feinden unserer Art zu leben hinterherzulaufen. Der Bürgermeister von Rotterdam sagte mal (und die Adressaten waren Islamisten), das Leute, die mit unserer Art zu leben, mit unseren Werten, nicht klar kämen, verschwinden sollten. Finde ich auch. Meine Adressaten sind aber neben den Islamisten auch Rechtextremisten.
Mit unserer Art zu leben, damit begehen Sie genau denselben Fehler, denn die "Anderen" auch begehen, sie sprechen jeder abweichenden Ansicht jede Legitimation ab. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Sie die Rechten als Angriff auf Ihren Lebensentwurf und Ihre Lebensweise sehen, geht mir ja nicht anders.

Vermutlich im Gegensatz zu Ihnen habe ich aber gelegentlich mit solchen Leuten zu tun. Und es scheint es eben, dass es inzwischen genug andere gibt, die inzwischen so unzufrieden mit ihrem Leben sind, dass sie bereit sind das Kind mit dem Bad auszuschütten. Und nicht alle tragen dafür auch selbst die Verantwortung, dass sie sich einer echten oder vermeintlich aussichtslosen Lage befinden.

Letztendlich wird Ihre unversöhnliche Art inklusive grober Beleidigungen und Zurschaustellung Ihrer moralischen Überlegenheit die Sache auch nicht weiter bringen, vielmehr nur zu weiterer Polarisierung führen. Ich habe so ein ungutes Gefühl welche Seite aus einer weiteren Polarisierung den grösseren Nutzen ziehen wird, siehe den Artikel über die effiziente Nutzung von sozialen Medien.

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mostly_harmless 30.04.2019, 14:48
104.

Zitat von christiansteiffen
Gute Mann, gilt denn Ihre Definiton für alle Parteien oder nur für die, die ihn nicht genehm sind. Oder messen sie ganz bewußt mit zweierlei Maß? Flüchtlinge wurden uns von Politikern als qualifizierte Fachkräfte verkauft, [...]
Guter Mann, lenken Sie nicht vom Thema ab. Das Thema hier ist, dass es Rechtsradikale, Antisemiten, Unterstützer von Holocaust-Leugnern und Rassisten in der obersten Funktionärsclique der AfD gibt. Und das das die Sympathisantenszene der Partei nicht im Geringsten stört. Im Gegenteil, angesichts der Positionierung der o.g. in der Parteihierarchie muss man wohl zwangsläufig davon ausgehen, dass diese Art Aktivitäten in der AfD karrierefördernd sind. Wie sonst hätte beispielsweise Gedeon 4 Jahre nach Publikation seiner bei Amazon erhältlichen geistigen Ergüsse in der AfD die Karriere machen können, die er gemacht hat? Das es in der AfD nicht einen einzigen Mensch gegeben hat, der sich dieses Machwerk besorgt hat, glaubt doch wohl niemand.

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qoderrat 30.04.2019, 14:58
105.

Zitat von descartes
Ok, mal angenommen, Sie haben recht. Warum konzentrieren sich dann die Enttäuschten auf eine Partei, die Nazis, verurteilten Holocaustleugnern, Identitären, Misanthropen, Leugnern des anthropogenen Einflusses auf das Klima, ... eine Heimat gibt und ausschliesslich darauf aus ist, das System zu zerstören? Was sollte dabei für diese Wählergruppe positiver werden? Es würde doch genug andere Parteien geben (von den etablierten abgesehen), die tatsächlich etwas für diese Wählergruppen tun möchten, anstatt ausschliesslich etwas zerstören zu wollen. Es muss also wohl noch eine andere Motivation dahinter stecken.
Ihr erster Absatz ist die entscheidende Fragestellung, die nun untersucht werden muss um herauszufinden, warum sich diese Dynamik ergibt und vor allem welche Möglichkeiten es gibt diese abzustellen. Ein möglicher Punkt wäre, dass man mit den Ergebnissen nicht zufrieden war oder aus anderen Gründen das Vertrauen verloren hat. Es ist ja nicht so, dass in manchen Bundesländern, in denen heute die Afd stark vertreten ist, auch die Linke schon einmal gute Ergebnisse erzielt haben. Wenn man von den etablierten Parteien absieht, bleiben da nicht mehr so viele Optionen.

Ihr zweiter Absatz jedoch zeigt, dass Sie sich nicht in die Denkweise dieser Leute versetzen können, vermutlich kommen Sie in Ihrem Umfeld nicht in Kontakt mit solchen Menschen.

Die Denkweise ist oft eher einfach, ich muss wegen Sanierung aus der alten Wohnung raus und bekomme keine oder nur eine sehr viel schlechtere neue Wohnung. Glauben Sie wirklich jemand in so einer Lage wird die Linke wählen, welche für unbegrenzten Zuzug einsteht, und man sich ausrechnen kann dass die Konkurrenz auf den Wohnungsmarkt in der Zukunft noch schlimmer wird?

Die Motivation scheint mir in so einem Fall recht offensichtlich. Die Abhilfe auch, nur haben die Betroffenen leider keine Lobby die ihre Interessen vertreten würde. Da liegt die Frustwahl als Folge nahe. Und es wäre jetzt aus meiner Sicht dringend geboten zu klären wo genau der Frust herkommt, der Wohnungsmarkt ist ja nur ein kleiner Teil, und möglichst schnell möglichst viel davon abzustellen. Sonst steuern wir immer weiter in eine politische Destabilisierung hinein, und auch ein moralischer Zeigefinger wird uns davor nicht schützen.

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christiansteiffen 30.04.2019, 15:00
106.

Zitat von mostly_harmless
Guter Mann, lenken Sie nicht vom Thema ab. Das Thema hier ist, dass es Rechtsradikale, Antisemiten, Unterstützer von Holocaust-Leugnern und Rassisten in der obersten Funktionärsclique der AfD gibt. Und das das die Sympathisantenszene der Partei nicht im Geringsten stört. Im Gegenteil, angesichts der Positionierung der o.g. in der Parteihierarchie muss man wohl zwangsläufig davon ausgehen, dass diese Art Aktivitäten in der AfD karrierefördernd sind. Wie sonst hätte beispielsweise Gedeon 4 Jahre nach Publikation seiner bei Amazon erhältlichen geistigen Ergüsse in der AfD die Karriere machen können, die er gemacht hat? Das es in der AfD nicht einen einzigen Mensch gegeben hat, der sich dieses Machwerk besorgt hat, glaubt doch wohl niemand.
hahaha... falsch guter Mann, das Thema ist hier Populiusmus. Das kann man dem Artikel deutlich entnehmen.

Aber wie auch schon mehrere Mitforisten korrekt festgestellt habenm. haben sie so Ihre Problemchen mit anderen Meinungen.

Ich registriere aber erneut, welche Interesse die AfD bei Ihnen weckt und ich kann es ihnen erneut nicht verübeln.

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Schartin Mulz 30.04.2019, 15:52
107. Man sollte

dabei aber auch nicht außer Acht lassen, dass viele Positionen der als links- oder rechtspopulistisch deklarierten Parteien früher ihren Platz in den Volksparteien hatten.
Ein Lafontaine z.B. hat nach seinem Wechsel zu den Linken nichts anderes erzählt als zu SPD-Zeiten. Nur da zählte er noch zu den "Anständigen", ab dem Wechsel zu den "Populisten".
Und mit Wahlkampf gegen Migration hat auch die Union früher schon Wahlen gewonnen.
Das politische Spektrum der etablierten Parteien hat sich stark vernegt. Daher der viele Platz an den Rändern.

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mostly_harmless 30.04.2019, 15:53
108.

Zitat von qoderrat
[...] Letztendlich wird Ihre unversöhnliche Art inklusive grober Beleidigungen und Zurschaustellung Ihrer moralischen Überlegenheit die Sache auch nicht weiter bringen, vielmehr nur zu weiterer Polarisierung führen. Ich habe so ein ungutes Gefühl welche Seite aus einer weiteren Polarisierung den grösseren Nutzen ziehen wird, siehe den Artikel über die effiziente Nutzung von sozialen Medien.
Offen gesagt halte ich es für ausgeschlossen, dass irgend jemand den harten Kern der fanatisierten und radikalisierten AfD-Anhänger wieder zurück auf den Boden der FDGO führen kann. Insofern ist es IMHO ziemlich egal, ob jemand "versöhnend" agiert, oder wie ich "in ya face". Abgesehen davon bin ich nur irgend eine von zigtausenden völlig irrelevanten "Würsten" im Internet, wen interessiert schon, was ich schreibe.

Was nun die Polarisierung angeht, ich bin sehr, sehr sicher, dass es in diesem Land in absehbarer Zukunft keine rechtsradikale Mehrheit geben wird. Dazu gibt es viele belastbare Zahlen, die Langzeit-Studien von Prof. Heitmeyer zeigen das sehr schön. Es gibt (seit sehr langer Zeit) 15-20% der Bürger dieses Landes, die rechtsradikale Positionen teilen. Das ist die Zielgruppe der AfD, es ist nicht zu sehen, dass oder wie die Partei ausserhalb dieser Zielgruppe signifikante Mengen Stimmen holen soll. Die urbanen Konservativen die kenne, sind jedenfalls vom rechten Flügel der AfD nicht weniger angewidert wie ich.
Im Gegenteil, der ununterbrochene Weg der Partei nach rechts dürfte immer mehr Bürger abschrecken.

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simonweber1 30.04.2019, 16:35
109. Sie

Zitat von mostly_harmless
Mein Verständnis und meine Toleranz enden EXAKT da, wo die FDGO endet. Mein "Toleranzrahmen" ist der der Grundgesetzes. Und anders als Sie denken hasse ich Rechtsradikale nicht. Ich verachte sie. Aber äusserst spannend ist immer das "Verständnis" gewisser Kreise für die Aktivitäten von Antisemiten, Rassisten, Unterstützer von Holocast-Leugnern und was sich da sonst noch an Gestalten in der von ihnen präferierten Partei tummelt. Wie groß muss der Hass auf dieses Land und unsere Art zu leben sein, wenn man sowas für eine "Meinung" hält.
demonstrieren doch nahezu täglich hier Ihren Hass auf Andersdenkende. Es ist schon lustig, dass gerade Sie sich über Hass auslassen. Es gibt vermutlich keinen einzigen Kommentar von Ihnen in dem Sie nicht Ihre Tiraden ausleben. Wenn Sie die FDGO als Toleranzgrenze bezeichnen, sollten Sie sich vielleicht einmal intensiver damit beschäftigen, denn das was Sie hier absondern, überschreitet diese von Ihnen vorgegebene Toleranzgrenze schon lange. Aber vermutlich gehören Sie zu denen, die meinen weil sie auf der richtigen Seite stehen, dürfe man das alles.

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