Forum: Politik
Linkspartei und die Medien: Die Legende von Markus und Sahra
NDR/ Wolfgang Borrs

Die Empörung über Markus Lanz kommt der Linkspartei gerade recht. Die Genossen fühlen sich permanent von Journalisten benachteiligt. Dabei beherrscht kaum ein Politiker das Spiel mit der Presse besser als Sahra Wagenknecht.

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rotertraktor 25.01.2014, 06:41
510. 90% mediale Selbstzensur

Zitat von raskolnikow1917
Ich verweise einfach mal auf das Institut für empirische Medienforschung IFEM, welches sich mit der Medienpräsenz von Parteien unteranderen befasst. z.b. diese Grafik zum Oktober 2012. Mehr dazu findet man auf der Homepage des IFEM.
Vielen Dank für den Link.

Gefühlt war diese Unterrepräsentation der LINKEn schon lange, aber jetzt endlich auch "schwarz auf weiß", und noch weit extremer als gedacht. Während alle anderen Parteien in ihrem prozentualen Anteil etwa gleich liegen mit ihren Wahlergebnissen, bekommt die LINKE gerade mal mickrige 10% davon, und wenn man davon nochmal die Berichte abziehen würde, die in einer negativen Konnotation über die LINKE herziehen, dann würde wahrscheinlich nicht mal 1% übrig bleiben.

So sieht also die Unabhängigkeit der als "4. Gewalt im Staat" bezeichneten Medien aus. Nur deshalb hat auch die Petition ein so breites Echo gefunden. Wegen dieses einen Interviews hätte sich sonst kaum jemand empört. Mag sein, dass die Initiatorin den Zweifel ausgesät hat, aber der Boden, auf den diese Zweifel gefallen sind, ist von unseren systemkonformen Medien seit der Gründung der LINKEn so gründlich mit Ungerechtigkeit gedüngt worden, dass die Saat aufgehen musste.

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jozu2 25.01.2014, 06:41
511. Eine Demokratie

... sollte alle Meinungen - halbwegs - gleiche Chancen geben, sich zu verbreiten. Obwohl ich kein Linker bin, finde ich das Lanz-Verhalten unmöglich. Und auch ohne ein Rechter zu sein, finde ich es noch unmöglicher, wie mit den Rechten in der Presse umgegangen wird. Ob Rechts- oder Links-Faschisten: beide finden Demokratie in Wirklichkeit doof und haben nichts Gutes im Sinn.

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mdelfi 25.01.2014, 06:42
512. Wer verdient was?

Frau Wagenknecht hätte die Herren Lanz und Görges sofort fragen sollen, was diese eigentlich verdienen, nach der Frage von Herrn Lanz was Frau Wagenknecht verdient.

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leser47116352 25.01.2014, 06:48
513.

wenn es nur diese eine sendung gewesen waere, aber lanz ist durch die bank unertraeglich. mag sein, dass sowas geschmackssache ist, nur wenn jeder sowas bezahlen MUSS, dann ist es ein unding. im privat TV, da waere das was anderes.

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comix1966 25.01.2014, 07:30
514. Was soll das?

Ist das Fazit dieses Artikels tatsächlich, das nur wenn der Gast vermeintlich in der Lage sei sich zu wehren, dann dem Moderator jede Stil- und Geschmackklosigkeit oder absolute Inkompetenz zu verzeihen wäre?

Lieber Spiegel. deine Kommentatoren können noch so sehr versuchen, das Problem Lanz in die linke Ecke zu drängen, dort wird es aber nicht ankommen.

Lanz hat ein Problem mit Bildung und Kinderstube....dieses Problem versucht dieser eitle Kleiderständer durch sein persönliches Verständnis von investigativem Journalismus zu kompensieren.
Man kann das Problem Lanz lösen, in dem man ihn auf eine Journalistenschule und in einen Knigge-Kurs schickt.

Aber bis er diese Hürde erfolgreich genommen hat:

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Freiberufler 25.01.2014, 07:38
515. Schade

daß der SPIEGEL in Person von Herrn Reinhold so offen zu journalistisch unlauteren Methoden greift. Einerseits ist das hier kein Journalismus, sondern Meinungsmache und hätte als solche auch gekennzeichnet werden müssen. Also als Kolumne. ----------------------------- Andererseits ist der "Gesprächststil" von Lanz und Jörges eine Form von Mobbing oder Hetze. Jeder kann sehen, daß hier jemand bedrängt wird, nach außen gedrängt werden soll. Frau Wagenknecht kann beliebig ausgegrenzt werden. Sie kann sogar indirekt beschimpft werden. ---- Das kenne ich seit Jahrzehnten, weil man das immer gerne mit SPD-Politikern und mit Grünen gemacht hat: Namen wie Bosbach, Pofalla, Lattek, Geißler und viele andere, vor allem von der FDP, stehen für dieses Mobbing. Die selbsternannten "Leistungsträger" ganz besonders. --------- Man hat immer versucht, unterbewußt aus dem politischen Gegner Freiwild zu machen, auf das nach Belieben eingedroschen werden kann, um zu zeigen: Wir wollen unter uns bleiben. Dieses Mal, bei Lanz, sieht man dieses üble Verhalten in Reinkultur. -------------- Man muß wissen, dass das ZDF von Adenauer mal als Staatsfernsehen geplant gewesen war, also als Verkündungsfernsehen. Und damit NICHT als demokratische Institution, sondern als das Gegenteil. Diesen Charakter des ZDF hat man zum guten Teil bis heute erhalten können: Es soll eine Domäne der CDU sein. Schade nur, daß der SPIEGEL sich damit immer mehr gemein macht. ----------------- Gruß vom Freiberufler

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regardlessfreeregardlessf 25.01.2014, 07:59
516. Hans-Ulrich Jörges...Zu den Grundregeln des seriösen Journalismus gehört, politisch neutral zu bleiben,

wechselt seine Meinung... wie andere Ihr Hemd....die Petition gegen Lanz...als MOP zu bezeichnen ist ungeheuerlich...Herr Hans-Ulrich Jörges: Zu den Grundregeln des seriösen Journalismus gehört, politisch neutral zu bleiben,

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lastpub 25.01.2014, 08:18
517. Der Einheitsbrei der Medienkaste

Dass Lanz für seichte und dauerpubertäre Unterhaltung viel Geld einstreicht, das zwangsweise erhoben wird, ist schlimm. Noch schlimmer aber ist die jetzt manifeste, fast lückenlose "Verteidigung", das Herunterspielen seiner Ausfälle durch die Kollegen in den Staatssendern, in SPIEGEL, stern, ZEIT, usw.

Da werden eine Überheblichkeit, ein Einheitsbrei an Meinung sichtbar, die nichts mehr mit demokratischer journalistischer Vielfalt zu tun haben.

Die Motive der Einheits-Journalisten sind aus meiner Sicht:
Die einen, arrivierten, zelebrieren die eigene Geblütsheiligkeit und Unfehlbarkeit, wie sie im Kasten-un-wesen der Massenmedien inzwischen gang und gäbe ist.

Den anderen, weniger abgesicherten, geht es darum, "lieb Kind" beim Chefredakteur und Verleger zu spielen oder, wie im Fall einiger taz-Redakteure, aus dem Tümpel zu winken, damit man demnächst bei WELT, SPIEGEL oder den Sendern ein wohliges Unterkommen mit annehmlichem Fixgehalt findet.

Kritik und Rückgrat bleibt in den Massenmedien bei soviel Selbstherrlichkeit und Anbiederung inzwischen zumeist auf der Strecke.

Mercedes-Benz hat Boris Becker nach seinen peinlichen Auftritten verabschiedet. Der Kundenunmut wurde im Olymp spürbar.

Die Konsequenz im Fall Lanz? Petition unterstützen - das sowieso. Und Fernseher abschaffen (hab ich vor vier Jahren getan), GEZ-Boykott, keine Tendenzpostille mehr kaufen,
Abo kündigen (habe ich Anfang Januar im Fall der ZEIT getan).

Nur diese Sprache verstehen die Habgötter des Medienzirkus.

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hjy01 25.01.2014, 08:32
518. Liebe Journalisten,

mein empirischer Eindruck (über Jahre hinweg gewonnen) ist, dass die Wahrnehmung solcher Namen wie Lafontaine, Gysi, Wagenknecht und Linke bei Ihnen einen Reflex auslöst, der mit rationaler Betrachtung nichts zu tun hat.
Dass sich Journalisten häufig für unantastbar halten, habe ich schon oft erlebt, besonders dann, wenn man bei Kritik an Ihnen auf die "Presse- und Meinungsfreiheit" hingewiesen wird, so als würden diese alles erlauben.

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ichbinsjetzt 25.01.2014, 08:54
519. Da regen sich

welche auf, die diese Sendung nicht Life gesehen haben und unterstützen eine Petition. Die Mitleidstour ist für mich kein Grund die Linkspartei zu wählen. Das verbietet schon der gesunde Menschenverstand. Daher sehe ich mir solche Sendungen nicht an und politische Talkrunden gehören aus dem Fernsehen. Ich wähle nur die Parteien die auch deren Programm umsetzen können. Sahra Wagenknecht gehört sicherlich nicht dazu. Ein Mensch der in Luxus schwelgt und Armut für alle will, ist nicht glaubwürdig. Wenn Herr Lanz Probleme hatte sich das Geschwafel anzuhören, habe ich Verständnis. Ich tue mir das nicht an. Ich kann nicht mal der Kanzlerin eine Minute zuhören.

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