Forum: Politik
Linkstrend: Warum Frank Schirrmacher irrt

Die linke Gesellschaftskritik hat das bürgerliche Lager erreicht. Nach dem britischen Kolumnisten Charles Moore fragt sich jetzt auch Frank Schirrmacher von der "FAZ", ob die Linke nicht recht behalten habe. Doch womit eigentlich?

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Steve Holmes 07.09.2011, 15:41
1000. .

Haben Sie noch kein Internet ? Dann könnte ich wohl kaum Skype benutzen. Es basiert auf dem Internet Protokoll.

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geroi.truda 14.09.2011, 20:19
1001. *

Zitat von jolip
Wenn das angeblich sozialistische Strukturen sind, warum haben diese denn nach dem Zusammenbruch des Ostblocks, in einer Zeit, in der in den wirtschaftlich wichtigsten Ländern der Welt ganz überwiegend rechtskonservative Regierungen an der Macht waren, zugenommen? Sind Neoliberale etwa Kommunisten? Fragen über Fragen. MFG jolip
Weil diese "[R]echtskonservativen[n]" in Wirklichkeit eben auch nur verdammte Sozialisten (und ganz primär dem Eigennutzen in Form des unbedingt Wiedergewähltwerdenwollens verpflichtet) sind... Wiedergewähltwerden versucht man sich die letzten knapp 50 Jahre über nun einmal damit zu verkaufen, dass man kreditfinanzierte Wohltaten verteilte...

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geroi.truda 14.09.2011, 20:21
1002. *

Zitat von jolip
Wenn das angeblich sozialistische Strukturen sind, warum haben diese denn nach dem Zusammenbruch des Ostblocks, in einer Zeit, in der in den wirtschaftlich wichtigsten Ländern der Welt ganz überwiegend rechtskonservative Regierungen an der Macht waren, zugenommen? Sind Neoliberale etwa Kommunisten? Fragen über Fragen. MFG jolip
Weil diese "[R]echtskonservativen[n]" in Wirklichkeit eben auch nur verdammte Sozialisten (und ganz primär dem Eigennutzen in Form des unbedingt Wiedergewähltwerdenwollens verpflichtet) sind... Wiedergewähltwerden versucht man sich die letzten knapp 50 Jahre über nun einmal damit zu verkaufen, dass man kreditfinanzierte Wohltaten verteilte... Merke: Nicht nur Marxisten aller Couleur sind Sozialisten (wie ja wohl das Beispiel der seinerzeitigen National-Sozialisten eingängig beweist)...

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miraculics 26.10.2011, 09:48
1003. Bekweme Vereinfachung

Die Kapitalismuskritiker mit ein, zwei Sätzen in die Nicht-Checker Ecke zu stellen trifft sicherlich auf viele zu, aber sehr viele andere machen sich diese Gedanken trotz eines grundsätzlichen Verständnisses der Finanzökonomie. Insofern empfinde ich es als allzu bequeme Vereinfachung, alle in die gleiche Schublade zu verbannen.

Es geht ja offensichtlich um legitime, grundsätzliche, existenzielle Fragen. Sie selbst stellen später dar, dass dieses System nur funktioniert, bis der letzte Bürge ausgeblutet ist. Ein Rückblick ist natürlich angebracht, aber würde ein Thatcherismus heute auch noch funktionieren? Und wenn ja, beim nächsten Mal auch wieder? Sind wir nicht längst schon über diese Möglichkeiten hinweg?

Viele sehnen sich nach einem besseren Finanzsystem. Dass es in einem solchen gerechter zugeht, ist nicht nur naiv, sondern auch überlebensnotwendig für ein künftiges System. Leider hat bislang keiner eine solche Alternative hervorgebracht, die das fehlerbehaftete, aktuelle System mit einer kraftvollen ganzheitlichen Vision ersetzen könnte.
Aber klar ist doch auch, dass sich die Lenker von heute an den Problemen die Zähne ausbeißen und sich nach einer solchen Vision sehnen, mit deren Umsetzung nicht immer nur alles auf künftige Generationen verschoben würde.

Gier und die 'Nach-mir-die-Sintflut'-Mentalität sind Konstanten des menschlichen Handelns. Eine künftige Finanzvision sollte positiven Effekte dieser Eigenschaften mitnehmen und die negativen effektiv eingrenzen können. Denn Gerechtigkeit ist für ein System, das im Gleichgewicht bleiben soll, unerläßlich. Ansonsten ist es immer nur ein Schneeballsystem, das die letzten bezahlen. Danach schaut es ja gerade aus, nur dass die Letzten in das bestehende System hinein geboren werden und keine Wahl haben außer Abwahl. Die Profiteure zementieren mit Lobbies ihre 'Errungenschaften' und die Zahler protestieren gegen die systemische Benachteiligung, erst leise, dann lauter, und im schlimmsten Fall irgendwann gar nicht mehr...

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