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Linkstrend: Warum Frank Schirrmacher irrt

Die linke Gesellschaftskritik hat das bürgerliche Lager erreicht. Nach dem britischen Kolumnisten Charles Moore fragt sich jetzt auch Frank Schirrmacher von der "FAZ", ob die Linke nicht recht behalten habe. Doch womit eigentlich?

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Narn 22.08.2011, 12:33
20. .

Zitat von Fleischi
Die Frage ist nur, mit was die Linke eigentlich recht behalten haben soll. Mit ihrem Gefühl, dass es in der Welt nicht gerecht zugeht und die Reichen den Armen immer einen Schritt voraus sein werden? Um das zu begreifen, bedarf es keines ideologischen Standpunkts, sondern lediglich zweier offener Augen.
Tja Fleischi, so weit so richtig. Nur zieht die "Linke" (wer auch immer das in dem Fall ist) daraus eine völlig andere Schlussfolgerung als Sie und die "Konservativen" (bei denen ist es relativ klar, wer das ist). Die "Linken" fordern, um nur die zwei markantesten Beispiele zu nennen, einen Mindestlohn und eine Reichensteuer.
Und während Griechenland und Portugal den Bach runtergehen (nicht ganz ohne eigenes Verschulden), stopfen sich fröhlich einige Personen weiterhin die Taschen voll, obwohl sie schon Multimilliardäre sind.

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testthewest 22.08.2011, 12:33
21.

Zitat von kantundco
1. Es ist diesmal keine Blase, sondern ein Systemfehler, der zur Zeit massiv zu Tage tritt. Insofern haben die Linken mal recht, ein System in Frage zu stellen.
Was für Systemfehler bitte? Wir haben doch nichts wesentliches verloren. Wir sind immernoch frei, wir haben immernoch eine Demokratie.
Alles Dinge, die die linken Systeme nicht bieten.
Solange die LINKE Castro Geburtstagsgrüße schickt, brauchen sie keine weiteren Vorschläge mehr bringen!
Zitat von kantundco
2. Das sieht so gar der Mann, der auf dem rechten Auge blind ist: Wir haben weder Neoliberalismus noch Kapitalismus. Es fragt sich, ob es mit einem wirklich freien Markt, also nicht durch eine Geldmarktpolitik, die von wenigen (FED) oder Staaten (EZB) geprägt ist, wesentlich besser gefahren wären. Damit muss die Forderung nicht "rechts" oder "links" heißen, egal welche schwachsinnige Utopie sich jeweils dahinter verbergen mag. Sondern schlicht und ergreifend: mehr Souveränität, Selbstverantwortng und Freiheit für den Einzelnen in einem freien Markt.
Wenn man einfach nur akzeptieren würde, dass der Kapitalismus in Boom und Crash Zyklen läuft, dann würde auch die ganze Aufregung etwas geringer ausfallen.

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hasdrubal 22.08.2011, 12:34
22. Vom Titel befreit

Zitat von Trouby
Die Linke hat nicht recht! Ich empfehle dazu nur allzugern einen entsprechenden Artikel der ZEIT. Wir benötigen keine diktatorische Linkenherrschaft, wir müssen nur endlich wieder zur echten sozialen Marktwirtschaft zurückkehren und dem ungebremsten (Finanz-)Kapitalismus Einhalt gebieten. Das hat nun rein gar nichts mit Sozialismus oder gar .....
Dem kann ich mich nur anschließen! Auch wenn Herr Fleischhauer es noch nicht gemerkt hat aber links und rechts werben dieser Tage mit den gleichen Zielsetzungen. Ein Beispiel: Die FDP fordert auf Wahlplakaten in Berlin, dass derjenige, der arbeitet, mehr hat als der, der nicht arbeitet. Das ist ein Ziel, dem sich wohl keiner entgegensetellt.

Leider hat die FDP nicht dazugeschrieben, wie sie dieses Ziel erreichen möchte. Auch eine Nachfrage am Stand der FDP vor einem Supermarkt brachte keine Erhellung.

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Trouby 22.08.2011, 12:34
23. .

Zitat von kantundco
Damit muss die Forderung nicht "rechts" oder "links" heißen, egal welche schwachsinnige Utopie sich jeweils dahinter verbergen mag. Sondern schlicht und ergreifend: mehr Souveränität, Selbstverantwortng und Freiheit für den Einzelnen in einem freien Markt.
Ja, das auf jeden Fall! Der Fehler der Politik der letzten Jahre ist der zunehmende Zentralismus, das Dirigieren von oben, anstatt den Markt arbeiten zu lassen, aber die richtigen Vorgaben zu setzen. Es geht also um die richtigen anreizverträglichen Systeme, nicht um staatliche Lenkung!

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niccolòòò 22.08.2011, 12:34
24. Warum Fleischhauer irrt

Zitat von Fleischhauer
Für den Konservativen besteht kein Zweifel, dass der Mensch ein Mängelwesen ist, das der eisernen Faust des Gesetzes bedarf, um seine niederen Antriebe in Schach zu halten, die Gier und die Habsucht zuallererst. Nie im Leben käme der Verfechter dieses Menschenbildes auf die Idee, auf die .....
Sehr richtig haben Sie den Unterschied zwischen "Liberalen" und "Konservativen" aufgezeigt. Was Sie jedoch übersehen, vermutlich aufgrund der liberalen Gesellschaftsordnungsvorstellungen vieler Linker (die sich komischerweise nicht alle eine Mauer und eine Stasi wünschen), ist die Tatsache, dass es sich beim Marxismus nicht um ein idealistisches, sondern um ein ganz und gar Materialistisches Konzept handelt.
Wenn die "Linken" die Menschheit für so gestrickt halten würden, wie sie es unterstellen, würde so etwas wie sozialer Ausgleich, geschweige denn sozialistische Tendenzen, völlig unnötig sein, denn das würde sich alles von Alleine auf karitativer Basis lösen.
Dass die Produktivität des Kapitalismus nicht zu schlagen ist, haben eigentlich auch die Meisten Linken verstanden. Ebenso haben Sie als Konservativer erkannt, welche Unmenschlichen Folgen der Kapitalismus haben kann.
Konservative und Linke unterscheiden sich also hauptsächlich in der Frage wie man damit umgeht. Sie sagen, "Scheiß drauf. Ich gehöre zur Gewinnerseite und wenn die Verlierer langfristig auf die Barrikaden gehen, sperren wir sie weg." Nicht von ungefähr emfehlen Sie Maggie Thatcher als Vorbild.
Linke würde sagen, dann muss man eben die Ungerechtigkeiten soweit wie möglich abfedern. Da haben Sie natürlich das konservative Totschlag-Argument der fehlenden Lohnunterschiede parat. Dabei gibt es in Deutschland, selbst in der am weitesten stehenden Linken Partei des deutschen Bundestages keine Forderung, Einkommensunterschiede abzuschaffen, sondern lediglich den Wunsch diese zu verringern, was langfristig eben Tottenhamer Zustände verhindert. Das wusste schon Ludwig Erhard, der alte Linke, mit seiner sozialen Marktwirschaft...
Wenn Sie das irgendwann verstehen, können Sie ja (diesmal nicht aus Versehen) zurück in die linke Heimat ihrer Eltern kommen.

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KrC 22.08.2011, 12:39
25. Bitte geben Sie einen Titel für den Beitrag an!

Aha, und weil es England dort so gut geht ist sogar die Offizielle Arbeitslosenzahl dort bei 7% und mehr?
Die Armutszahlen explodieren dort ebenfalls seit 20 Jahren ebenso wie die Zahl derer, die Sozialwohnungen usw brauchen.
Aber ja, England geht es gut, ging ihnen nie besser seitdem sie ihre Wirtschaft aufgegeben haben und sich dafür nen paar Banken ins Land gestellt haben.

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marthaimschnee 22.08.2011, 12:43
26. der aus Versehen konservativ wurde

Zitat von
Vor 25 Jahren war Großbritannien dort, wo Griechenland heute ist ... Margaret Thatcher ist der Name der Frau, die das Land wieder auf die Beine brachte ... Man könnte davon einiges lernen.
Genau! Ein Land, daß seine Bürger massiv überwacht und kurz davor war, auf die wütende Masse, die eben das Resultat von Thatchers "Erfolg" ist, zu schießen.
Vielleicht sollte sich Herr Fleischhauer mal Gedanken über Kausalität machen, welche Aktionen welche Reaktionen verursachen, dann würde er vielleicht erkennen, wohin der Weg des "weniger Staat" führt, in dem das Wohl der Allgmeinheit der Gier einiger weniger unterworfen wird. Aber das will er scheinbar überhaupt nicht, er nimmt willkürlich linke Ideen und wirft sie gedanklich in den Sumpf, gerade so als würde man einen Schwamm in einen See werfen und warten, daß das Wasser verschwindet. Und so bleibt nur eine Schlußfolgerung: Er ist kein Linker, der aus versehen konservativ wurde, er ist ein Konservativer, der mit voller Absicht zum Rechtspopulisten wird!

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lug&trug 22.08.2011, 12:46
27. Alles durcheinander

Herr Fleischhauer wirft (mal wieder) viele verschiedene Dinge in einen Topf und rührt das Ganze ordentlich, damit man glaubt, es sei alles dasselbe.
Bestes Beispiel ist die Atomkraftdiskussion, die nur in Deutschland (scheinbar) eine Frage der politischen Richtung ist. In Frankreich sind auch die Sozialisten fröhliche Befürworter, konservative Kernkraftgegner gibt es überall (man denke hierzulande z.B. an die ÖDP).

Interessanterweise ist dann aber doch der Konservative streng vom Neoliberalen zu trennen (wer ist da rechter?). Ich gebe Herrn Fleischhauer in dieser Hinsicht eigentlich Recht, nur sollte er diese Trennung in seinen Artikeln konsequenter vornehmen.

Dann würde er auch merken, dass genau diese Unterscheidung es ist, die die Rechten, die jetzt "der Linken rechtgeben" vornehmen. Sie wenden sich gegen den ungezügelten Kapitalismus (Neoliberalismus) im Gegegsatz zum "guten" Konservatismus der Vorväter, der aber irgendwie nicht mehr so recht in unsere Zeit zu passen scheint.

Siehe auch http:/www.tagesanzeiger.ch%2Fausland%2Famerika%2FDer-rechte-Abschied-von-der-Politik%2Fstory%2F22710602&h=yAQADjsitAQD7XITko2T8 c5_kEtOPsLTWZKILSe-Quxfzig

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andrea heil 22.08.2011, 12:46
28. Hirsegrütze mit Himbeersaft

Zitat von Björn Borg
Die SPD ist tot. Es lebe DIE LINKE: Machen wir sie zu dem, was wir hier in Deutschalnd brauchen.
Hatten wir doch bis 1989. Wenn ich mich recht erinnere, hat das nicht so ganz toll geklappt.

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marl7 22.08.2011, 12:46
29. Und sie vertauschen die Verantwortlichkeiten...

Zitat von maipiu
Aber dann vertauscht er Ursache und Wirkung. Es waren ja Banker, die Leuten Kredite aufschwatzten, die sie nie zurückzahlen konnten (zumindest in den USA), damit sie sich Häuser kaufen konnten, die sie sich nicht leisten können.
Klar. Und es ist die Zigarettenindustrie,die den armen Raucher verführt,es ist der arme Familienvater, der von der Prostituierten zu Sex verleitet wird, den er nicht bräuchte etc. etc.

Ist halt eine typisch links-kollektivistische Sichtweise: Das Individuum ist dumm, verführt und fremdbestimmt verantwortungsbefreit und muß daher zu seinem eigenen Besten von den "Guten" gesteuert werden....

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