Forum: Politik
Linkstrend: Warum Frank Schirrmacher irrt

Die linke Gesellschaftskritik hat das bürgerliche Lager erreicht. Nach dem britischen Kolumnisten Charles Moore fragt sich jetzt auch Frank Schirrmacher von der "FAZ", ob die Linke nicht recht behalten habe. Doch womit eigentlich?

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Steve Holmes 24.08.2011, 00:35
750. .

Zitat von Kirk70
Auf ein Minimum reduzieren?
Ja, wobei es natürlich immer strittig sein wird wo das rechte Maß der staatlichen Einmischung liegt.

Zitat von Kirk70
P.S. Die Erfolge und Misserfolge einer Wirtschaftsordnung mit den Schwankungen an der Börse zu vergleichen taugt allenfalls als Metapher, aber nicht als Begründung.
Wie sagte doch Mephisto zu Faust:
Zitat von
Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will . Ich bin der Geist der stets verneint! Und das mit Recht; denn alles was entsteht, ist wert das es zugrunde geht. Drum besser wär's, dass nichts entstünde. So ist denn alles was ihr Sünde, Zerstörung, kurz das Böse nennt, mein eigentliches Element.
Das erinnert mich an die Marktwirtschaft und ihre Triebfeder, die Konkurrenz. Man kann seinen Mitbewerber nur besiegen indem man selber besser wird. Dieses destruktive Motiv den Gegner auszuschalten wirkt sich zum Vorteil Aller aus weil der Konsument von besseren Produkten und Dienstleistungen profitiert.

So werden neue Firmen gegründet die anderen den Rang ablaufen. Es ist ein ständiges Gedeihen und Verderben. Die Börsen reflektieren diese Entwicklung.

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mauskeu 24.08.2011, 02:21
751. Auch Sie .....

Zitat von Kirk70
zu "RealityCheck". Der schreibt in meinen Augen fast nur Unsinn und hat eine Haltung zu der Problematik, die ich menschenverachtend finde. Aber Clinton hat das wirklich gemacht. Und das war wirtschaftlich absehbar eine schwere Zeitbombe. Geradezu nukleare Zeitbombe.
Auch Sie sollten sich besser informieren. Lesen Sie den
Link bitte.
http://www.nytimes.com/2008/12/21/bu...pagewanted=all

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geroi.truda 24.08.2011, 07:49
752. *

Zitat von EraserFS
Das Tolle an einer reinen Marktwirtschaft ist ja, dass sie furchtbar einfach umzusetzen ist. Dazu ist es aus staatlicher Perspektive nur erforderlich vernünftig zu haushalten und die Wirtschaftssubjekte.....
Wie richtig! Dass "einfach 'mal nichts machen" die Lösung sein könnte, ist der politischen Kaste (die immer etwas machen muss, um ihr nicht am Markt erwirtschaftetes Einkommen zu (schein-)rechtfertigen) allerdings nicht wirklich zu vermitteln...

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Nihil novi 24.08.2011, 08:24
753. Richtig!

Zitat von EraserFS
Marx unser, geheiligt werde dein Murx, dein Kommunismus komme, dein Unsinn geschehe, in der Finanzwirtschaft, wie auch in der Realwirtschaft, jadajadajada Amen. Das faszinierende....
Naja, Sie merken ja selbst gar nicht, dass Sie sich davon überhaupt nicht unterscheiden. Das System ist gut, aber der Mensch ist schlecht, kenn ich irgendwoher^^ Ganz sicher, wir brauchen nur einen perfekten Markt und Umerziehungslager, weil der mit dem vorhandenen Menschenmaterial nicht herstellbar ist..

Stattdessen ziehen Sie über einen der größten Philosophen her, den Deutschland je hervorgebracht hat. Ich kann mir beim besten Willen nicht erklären, wie Sie sich so etwas erlauben können. Ihr Geschreibsel jedenfalls gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass Sie mit Marx auch nur annähernd auf Augenhöhe befindlich wären, geschweigedenn ihn verstanden haben.

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Nihil novi 24.08.2011, 08:34
754. So einen Käse

Zitat von EraserFS
Das Tolle an einer reinen Marktwirtschaft ist ja, dass sie furchtbar einfach umzusetzen ist. Dazu ist es aus staatlicher Perspektive nur erforderlich vernünftig zu haushalten und die Wirtschaftssubjekte in Frieden ihren eigenen Weg gehen zu lassen. Dafür muss man nicht einmal Gulags gründen, Zensur betreiben, ganze Völker enteignen und umsiedeln, den Nahrungsbedarf der nächsten Jahre kalkulieren (und sich verrechnen), haufenweise Systemfeinde liquidieren oder die eigenen Bürger im eigenen Land einsperren. Einfach mal nichts machen. Also viel einfacher umzusetzen als Sozialismus. Eigentlich ne tolle Sache.
habe ich noch gar nie gelesen.

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ih2011 24.08.2011, 08:34
755. "Realitätsverlust"

Zitat von EraserFS
Angesichts eines planwirtschaftlich organisierten Geld- und Zinssystems, massiver staatlicher Eingriffe in die Märkte, Unmengen von Aufsichtsbehörden und gesetzlichen Regularien sowie realen Abgabenquoten jenseits von gut und böse in wirtschaftlichen Krisen vom "Scheitern des Kapitalismus" o. Ä. daherzureden, zeugt von fortgeschrittenem Realitätsverlust. Realitätsverlust wie er in linken Kreisen Gang und Gebe ist. Oder eigentlich grundlegend für die Zugehörigkeit. Die Linken beherrschen es nur sich die Welt ideologiekonform zu erklären und diesen Unsinn Unbedarften aufzuschwatzen (überlautstärke, Masse und Wiederholung). Exempel dafür werden derzeit wieder reihenweise statuiert. Neuerdings werden Ratingagenturen ins Kreuzfeuer genommen und als Erklärungsmodell für etwaige Staatspleiten herangezogen. Ein dämlicher Witz angesichts dessen, was Ratingagenturen eigentlich machen. Frei nach dem Prinzip: Shoot the messenger! Nur ein Beispiel von vielen derzeit. "Man kann nicht mehr ausgeben als man einnimmt, ansonsten geht man pleite." Diesen Satz verstehen sogar Grundschüler. Und dennoch begreifen viele nicht, dass über Jahrzehnte angehäufte Schuldenberge irgendwann unausweislich einen Staatsbankrott nach sich ziehen. Ideologiebedingter Realitätsverlust halt.
Schön, dass Wirtschaft so einfach sein kann, wenn man Ihren „Erklärungen“ folgt.

Ich für meinen Teil möchte Ihnen nichts aufschwatzen.

Erläutern doch einmal bitte:
-„massive Eingriffe in die Märkte“. Sie sprechen von Möglichkeiten/Versuchen Währungen zu stabilisieren, denn die Realgütermärkte können Sie nicht meinen? Was wären die Alternativen? Können Sie sich die Folgen – bei Nicht-Eingreifen - nicht selbst denken?
-„planwirtschaftlich organisiertes Geld- und Zinssystem“. Wirtschaften setzt immer planvolles Handeln voraus, so dass der Begriff „Planwirtschaft“ falsch ist. Sollte die Währungspolitik denn nicht „organisiert“ sein? Möchten Sie die Tauschwirtschaft einführen oder ggf. ihr eigenes Zahlungsmittel herstellen?
-„Unmengen von Aufsichtsbehörden und Regularien“. Trivialaussage. Welche möchten Sie denn konkret abgeschafft wissen?
-„Abgabenquoten jenseits von Gut und Böse“. Trivialaussage. Woran messen Sie das? Rein persönliche Empfindung oder haben Sie einen internationalen Vergleich angestrengt unter Berücksichtigung der wichtigen Parameter (nicht nur der Abgabenquote)?

„Diesen Satz verstehen sogar Grundschüler.“ Mit dieser einfachen „Welterklärung“ könnte man vielleicht Sie und Grundschüler (ggf. Schnittmengen?) beeindrucken, aber die jetzigen Finanz- und Wirtschaftsprobleme sind da doch ein wenig komplizierter, als sie mit einem Wahlkampfslogan und mit einer kruden Zusammenführung von verschiedenen Fragestellungen in einer Art „Stammtisch-Agenda“ zu bewerkstelligen.

Von "Realitätsverlust" kann man bei Ihnen nicht sprechen, da es bereits bei der Wahrnehmung und der Verarbeitung zu Problemen gekommen sein scheint.

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ergoprox 24.08.2011, 08:56
756. ...

Zitat von geroi.truda
Wie richtig! Dass "einfach 'mal nichts machen" die Lösung sein könnte, ist der politischen Kaste (die immer etwas machen muss, um ihr nicht am Markt erwirtschaftetes Einkommen zu (schein-)rechtfertigen) allerdings nicht wirklich zu vermitteln...
Unsinn. Schauen Sie sich an, wohin "nichts machen" führt. In Afrika finden Sie genügend Beispiele. Pinochet ist auch ein nettes Stichwort. In GEschichtsfälschung und Tatsachenverdrehung nehmen Sie einen Spitzenplatz im Forum ein.

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habgenugvondenlügen 24.08.2011, 08:58
757. EraserFS erklärt Naturgesetze neu

Zitat von EraserFS
Nein, es hat eher etwas mit Naturgesetzmäßigkeit gemein.
Und damit meint EraserFS in Antwort an Forist Rosbaud "Marktgesetze".
Da will ein Glaubensritter von Kapital und Markt tatsächlich hier im Forum verkaufen, Marktkapitalismus sei wie das Gravitations- ein Naturgesetz und damit will er ja verklickern, dass Kapitalismus auf unseren Erdball schon immer bestand und von Ewigkeit Bestand hat.

EraserFS, Kapitalismus und Kapital charakterisiert ein grundlegendes Verhältnis der Produktion, des Austausches und Aneignunsgweise aufgrund der Stellung der an der Produktion und Reproduktion Beteiligten in einer Gesellschaft.
Diese ist in der Geschichte der Menschheit historisch entstanden, beginnend in England des 18. Jahrhunderts unter ganz bestimmten Grundverhältnissen.
Weil, die Jahrtausende vorher gab es keinen Kapitalismus im Zusammenleben der Menschen.

Und solchen ökonomischen Glaubensrittern, die Marktgesetze als Naturgesetze predigen, fällt nicht mal ihre Peinlichkeit der zur Natur erhobenen Marktgesetze auf, dass nämlich Naturgesetze vor allem eines kennzeichnet:
Sie existieren und wirken auch ohne einen Menschen und ohne menschliches Handeln auf unseren Erdball – im Unterschied zu irgendwelchen Gesetzen eines Marktes.

Macht nichts für Marktgläubige, ich erkläre trotzdem den Marktkapitalismus für ein Naturgesetz, weil dann ist der auch allmächtig und unabänderlich.
Kann es eine höhere Stufe an missionarischem Religionseifer geben als Marktgesetze zu Naturgesetzen zu erklären?

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ergoprox 24.08.2011, 09:03
758. .....

Zitat von ih2011
Schön, dass Wirtschaft so einfach sein kann, wenn man Ihren „Erklärungen“ folgt. .
Das ist der Charme der neoklassischen Idioten-Ideologie. Alles fügt sich harmonisch zusammen. Alles was nicht passt wird ignoriert oder es sind einfach per Definition systemexogene Eingriffe.

Das das absoluter Schwachsinn ist und die hochkomplexe Welt schlicht ignoriert, steht auf einem anderen Blatt. Dieses Blatt wird aber ignoriert.

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MKR 24.08.2011, 09:10
759. Aufgegeben?

Zitat von niepmann
Natürlich haben Sie Recht. Mein Beitrag ist reine Polemik - also Quark. Ich hatte keine Lust, wieder einmal zu definieren, was die Aufgaben der Politik sind. Hängt mir zum Hals raus.
Moin,

also als Polemik zu ekennen war das nicht gerade, aber sei´s drum: Keine Lust zu haben, zu definieren, was die Politik, also die von uns gewählten Vertreter, an Aufgaben haben ist Kapitulation, es ist gerade das, was das System in den Abgrund treibt. Eine aufgeklärte Bürgergesellschaft sollte klar definieren, wass eine gewählte Regierung zu tun und zu lassen hat.

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