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Litauens Präsidentin im Interview: "Die junge Generation ist bereit, unser Land zu ve
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In Litauen schürt die Nähe zu Russland Ängste: "Die Gefahr eines Einmarsches ist groß, wenn wir nicht abwehrbereit sind", sagt Präsidentin Dalia Grybauskaite - und warnt Europa, sich von Russlands Gas abhängig zu machen.

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karlsiegfried 19.06.2018, 14:58
1. Lese ich richtig?

Zitat: "Die Gefahr eines Einmarsches ist groß, wenn wir nicht abwehrbereit sind". Mir läuft es kalt den Rücken herunter.

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pethof 19.06.2018, 15:20
2. Litauen, ein aussterbendes Land

Dalia Grybauskaite hat sich in ihrer bisherigen Amtszeit bereits einen Namen als Falke und engagierte Russlandhasserin gemacht. Ihr kriegerisches Auftreten gegen Litauens Nachbarstaat ist deshalb nicht verwunderlich.
Verwunderlich ist jedoch, wie sie die Verteidigungsbereitschaft Litauens gegenüber einer von ihr herbeigeredeten Aggression Russlands schönredet. Litauen Jugend sei verteidigungsbereit, tönt sie vollmundig.
Wer sich im Internet kundig macht, stößt aber auf andere Tatsachen. So ist Litauen in den letzten fünfzehn Jahren um 1 Million Einwohner geschrumpft! Ein Aderlass ohnegleichen. Das Land hat heute nur noch knapp 3 Millionen Bewohner.
Keine Spur von der von Dalia Grybauskaite behaupteten Bereitschaft der litauischen Jugend, sich Russland entgegenzustellen. Vielmehr hat sie ihre Heimat in Stich gelassen, weil es dort offensichtlich für diese Jugend keine Perspektive, weder wirtschaftliche noch politische, gibt. Somit wird auch klar, warum die NATO immer größere Truppenkontingente in diesem aussterbenden Land stationieren muss.

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motorholer 19.06.2018, 15:21
3. Russland Phobie?

bei allem Verständnsi für die Situation in 1940.....ich glaube nicht, dass Russland ernsthaft in Erwägung zieht, das Baltikum territorial zu besetzen...
cyberwar etc. pp und Einmischung ok..aber Besetzung?
die Dame dürfte ein wenig unter Verfolgungswahn leiden...

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Raisti 19.06.2018, 15:23
4.

"Die Gefahr ist groß, wenn wir nicht dauerhaft abwehrbereit sind."

Wie kann man als Journalist so eine Antwort durchgehen lassen ohne weiter Nachzuhacken ?
Es ist doch bekannt das Politiker gern Innere oder Außere Feinde kreieren um das "Volk" hinter sich zu scharen.
Das bedeutet aber noch lange nicht das die Gefahr real ist.

Gerade wir Deutschen sollten das gelernt haben

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PaulchenGB 19.06.2018, 15:29
5. Wehret den Anfängen

Wie unterschiedlich auch in der Verteidigungspolitik doch die EU-Ansichten sind. Dalia Grybauskaite sieht die Notwendigkeit der 2% ein, und zwar schon seit geraumer Zeit, Deutschland zögert seinen höheren Nato-Beitrag nach wie vor heraus. Die Präsidentin führt zurecht die völkerrechtswidrige Besetzung der Krim an, sie sieht für das Baltikum auch ein Bedrohungspotential, das nur durch ein funktionsfähiges Militär im Zaume gehalten werden kann. Und sie macht auch nicht Fehler, Trump „madig“ zu machen. Die USA wären in einem „Einmarschfall“ Russlands auf das Baltikum zusammen mit F und GB die einzigen Militärmächte, die überhaupt schlagkräftig einschreiten könnten. Deutschland ist weder verteidigungsfähig noch –willig. Zum anderen ist es auch richtig, sich durch Energieunabhängigkeit einem Erpressungsmechanismus zu entziehen. Die Präsidentin trifft klare Entscheidungen und eiert nicht herum.

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garfield53 19.06.2018, 15:31
6. mmm

Seltsam?
Nach 1990 fand Dalia Grybauskaite, sämtliche sowjetischen Schulen, Hochschulen und Parteischulen durchlaufend, als politisches "Ziehkind" von Gennadi Suslow, ohne irgend welche Probleme "Anschluss" an die rechtesten und reaktionärsten , vom Westen, besonders den USA und GB am Leben gehaltenen Vertretern und Nachfolgern der ehemaligen baltischen Oberschicht, welche erst mit Hitler ihren Frieden gemacht hatten und bis in die Fünfziger Jahre einen blutigen "Bürgerkrieg" unter dem Schutzschirm des Westens gegen alle und Jeden und besonders gegen die Vertreter des sowjetischen Staates und deren Angehörigen, geführt haben.
Selbst in der sowjetischen Administration aufgestiegen und groß geworden, wohl wissend, das in einen Vielvölkerstaat es ethnische Veränderungen der Bevölkerung durch Beruf und Ausbildung gibt, spielt sie schon seit Anfang der Neunziger Jahre auf der antirussischen und rechts-nationalistischen Klavitatur, nur warum und für was, um ihr wahres Gesicht zu zeigen, die alten Faschisten und ihre geistigen Nachfolger aus Litauen zu rehabilitieren, den deutsche Renten bekommen die Altfaschisten und ihre Nachfahren schon Jahrzehnte.
Oder von der Mitschuld der Balten an den deutschen Kriegsverbrechen gegen Russen und Juden abzulenken und deshalb das antirussische "Musterkind" für us-amerikanische strategische Interessen gegen Russland, zu spielen.
Denn welches Interesse kann Litauen bei den Russen heute wecken, 70 Jahre ein Fass ohne Boden, Sand und Kiefern, sonst nichts, mal nüchtern betrachtet.
Und heute, ohne die Finanz- und Militärhilfen für das "Bollwerk" an der Russischen Front, wäre das Land am Boden, wirtschaftlich auf dem Niveau von Griechenland, ach ja die Schweden kommen gern über die Ostsee zum Komasaufen.
Resümierend kann man sagen, je aggressiver der antirussische Ton wird, desto pleiter ist das Land.
Was würde dies Frau noch alles tun?

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crossy-hl 19.06.2018, 15:32
7. Sollte 'mal über den finnischen Meerbusen schauen,

da kann die Präsidentin sich abschauen, wie man ein sehr einvernehmliches Verhältnis zu Russland herstellt, übrigens seit mehr als 70 Jahre. Auch die Finnen haben eine kampfstarke Armee, sind aber aus gutem Grund nicht Miglied der NATO und vermeiden das Säbelrasseln in Richtung Moskau.
Vielleicht sollte die Präsidentin lieber damit anfangen, Signale der Entspannung gen Osten zu senden und der zahlenmäßig nicht unerheblichen russischsprachigen Bevölkerung des eigenen Landes volle Bürgerrechte und die üblichen Minderheitenrechte einzuräumen.
Bei einem Krieg mit Russland hat die NATO für Litauen sowieso nur die Bereitstellung des Kriegsschauplatzes vorgesehen und zwar mit dem Risiko des Untergangs des gesamten Volkes. Besser wäre doch, dem Beispiel Finnlands zu folgen, nämlich sich mit dem großen Nachbarn zu arrangieren, was, wie die Geschichte gezeigt hat, möglich ist. Finnland ist damit nach dem Krieg außerordentlich gut gefahren, trotz 1300 km gemeinsamer Grenze, ohne NATO. Die Finnen wissen sehr genau, dass eine NATO-Mitgliedschaft dieses Arrangement zerstören würde. Manchmal ist weniger eben doch mehr.

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wolfgangwe 19.06.2018, 15:35
8. Keine Angst!

Angst ist ein schlechter Ratgeber. Es ist nicht die Nähe zu Russland welche die Angst schürt (diese ist, und war nicht veränderbar), sondern Politiker(innen) schueren bewusst Ängste, ihrer eigenen Agenda zum Vorteil. Lasst uns solche Menschen einer alternativen Energieversorgung für Deutschland nicht im Wege stehen, ob sie aus Litauen oder den USA kommen.

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allesamt 19.06.2018, 15:37
9. Was soll das?

Ich frage mich, wem die Aussagen dieser Dame nützen. Wenn die Russen es wollten, könnten sie Litauen militärisch innerhalb kürzester Zeit überrennen. Aber wollen das die Russen überhaupt? Litauen ist in der Nato, ein Krieg größten Ausmaßes wäre die Folge. Wer einigermaßen vernünftig denkt, weiß, dass die Russen kein Interesse daran hätten. Also: Mehr Beachtung, militärische und wirtschaftliche Hilfe durch die Nato bzw. EU sind erwünscht.

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