Forum: Politik
Liveticker: Amerikanischer Kampfjet abgestürzt

Heftige Luftangriffe auf Tripolis, ein US-Flugzeug stürzt über einem Feld ab - am vierten Tag des Militäreinsatzes in Libyen*gibt es schwere Gefechte. Nun verschärft sich der*Streit zwischen den Bündnispartnern der Nato. Verfolgen Sie die Ereignisse im Liveticker.

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AxelSchudak 22.03.2011, 11:48
1. Das Glaubwürdigkeitsproblem...

"China hat eine Waffenruhe in Libyen gefordert. "

China wäre hier deutlich glaubwürdiger, wenn sie zu Zeiten des rein innerlibyschen Konfliktes ähnliches von Gaddafi gefordert hätten.

Offensichtlich sorgt sich China aber öffentlichkeitswirksam nur um Opfer westlicher Aktionen.

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sebs42 22.03.2011, 11:53
2. Technischer Ausfall

Jaja, technischer Ausfall. Vermutlich technischer Ausfall, ausgelöst durch Flak-Treffer? Wie immer im Krieg sind sämtliche offiziellen Meldungen mit Vorsicht zu genießen.

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Mulharste 22.03.2011, 11:54
3. -

Zitat von sysop
Heftige Luftangriffe auf Tripolis, ein US-Flugzeug stürzt über einem Feld ab - am vierten Tag des Militäreinsatzes in Libyen*gibt es schwere Gefechte. Nun verschärft sich der*Streit zwischen den Bündnispartnern der Nato. Verfolgen Sie die Ereignisse im Liveticker.
Crew gerettet? Also sind Bodentruppen im Land. Seals?

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butter_milch 22.03.2011, 12:02
4. ...

"China drängt auf Waffenruhe". Wenn ich lese, dass China sich um zivile Opfer sorgt, platzt mir der Kragen. Die Dreistigkeit muss man erstmal haben, als eine der schlimmsten Regierungen auf unserem Planeten ein solches Statement abzugeben. Erbärmlich.

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berpoc 22.03.2011, 12:13
5. ein neuer Tag, der...

... uns von der Sinnlosigkeit der übermäßigen Waffenherstellung überzeugen sollte.

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fürmehrcourage! 22.03.2011, 12:13
6. - Hoffnung auf gemäßigte Demokratie

Es ist wahrscheinlich, dass sich Libyen zu einer gemäßigten Demokratie entwickelt, sollte es schaffen, sich von Gadaffi zu befreien.
Denn es verfügt über zwei wesentliche Voraussetzungen hierfür:
1. eine gute Bildung (siehe englische Wikipedia)
2. Reichtum (Nur 6 Millionen Menschen hocken auf 4 % aller Weltölvorräte)
Wegen 1. ist es übrigens nicht mit Afghanistan zu vergleichen.

Wegen 2. ist es nicht mit Iran oder Irak zu vergleichen.

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jörg pk 22.03.2011, 12:14
7. Eine durchwachsene Bilanz

Nach wenigen Tagen der Luftangriffe kann man folgendes Bild ausmachen:
- Das Eingreifen kam für Bengasi im aller letzten Moment und hat dort ein furtchtares Blutbad gerade noch verhindert.
- Gadaffi scheint den allierten Fliegern offenbar kaum etwas entgegen zu setzen.
- Bisher haben die allierten Bomben offenbar keine Zivilisten getroffen.

Weniger Zuversicht kann man aus folgenden Aspekten ziehen:
- Die aufständischen Kräfte scheinen sehr geschwächt und machen nicht den Eindruck, als ob sie in den nächsten Tagen das Regime am Boden gen Westen drängen könnten.
- Der Rückhalt bei den allierten Arabischen Regierungen und der AL scheint ebenfalls auf wackeligen Beinen zu stehen.
Die Frage lautet wie immer: was ist zu tun?
- die Allianz muss erst mal Kurs halten, und die Schergen des Despoten aus der Luft weiter schwächen.
- Die Allianz muss ihre Führungs-Streitigkeiten regeln (hier müssen sowohl F wie auch Türkei ein gutes Stück weit einlenken).
- Die Allianz kann politische Erfolge besser verkaufen (indirekt darf man dabei wohl auch bald den Jemen nennen, dessen Diktator eben nicht ungeschoren davon kommt).
- Humanitäre Hilfe kann man von Schiffen aus nach Bengasi anbahnen (auch andere bedrängte Stätte könnten von Hubschaubern min. mit Medikamenten versorgt werden)
- Die Allianz kann die Nachschub-Wege der Scherge sicher noch viel besser unterbinden (damit diesen Scharfschützen in Misurata endlich die Munition ausgeht!).


Aber...all das wird das Regime vermutlich nicht stürzen. Der Schlächter von Tripolis hat sich seit über 40 Jahren auf solche Szenarien eingestellt und kennt absolut keine Skrupel. Er nimmt seine Bevölkerung als Geisel und wer widerspricht, verschwindet in den Kellern des Geheimdienstes. Auch die unabhängigen Medien werden regelmässig bedrängt und bedroht.

Es ist heute noch zu früh, aber wenn sich obige Entwicklung weiter fortsetzt, wird man vielleicht schon in wenigen Tagen zum Schluss kommen, dass die Aufständischen schlicht zu schwach zur Beseitigung eines solchermassen brutalen Regimes sind. (Wir sollten darüber nicht die Nase rümpfen, denn uns ist dieses Schicksal - auch 1989 - erspart geblieben.)
Sollte dies der Fall sein, wird man sich wohl mit den beiden Alternativen befassen: Tyrannenmord oder Scheitern der dritten Nordafrikanischen Volkserhebung in 2011.

Zitat von sysop
Heftige Luftangriffe auf Tripolis, ein US-Flugzeug stürzt über einem Feld ab - am vierten Tag des Militäreinsatzes in Libyen*gibt es schwere Gefechte. Nun verschärft sich der*Streit zwischen den Bündnispartnern der Nato. Verfolgen Sie die Ereignisse im Liveticker.

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sturz_der_wirklichkeit 22.03.2011, 12:35
8. +++ Türkei fordert Uno-Führung des Einsatzes +++

Vielleicht sollte jemand mal Kollegen Davutoglu an Resolution 37/253 vom 13. Mai 1983 erinnern? Hier lautstark die UNO fordern und auf dem eigenen Hinterhof sich einen Dreck drum scheren. Glaubwürdigkeit ist für mich was anderes, immer dieses Gezicke der Türken ohne konstruktiven Beitrag nervt wahrscheinlich mittlerweile alle Beteiligten. Wenn die Türken endlich mal ernstgenommen werden wollen sollten sie sich zuerst an int. Recht halten, statt immer nur wie eine beleidigte Madame zu nölen, imo.

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DonCarlos 22.03.2011, 12:35
9. 1989

Zitat von sysop
"Der ursprüngliche Grund für die Uno-Resolution war der Schutz der Sicherheit der einfachen Leute", sagte die Sprecherin vor der Presse. "Wir lehnen den übermäßigen Einsatz von militärischer Gewalt ab, der mehr Opfer in der Bevölkerung und mehr humanitäres Unheil verursacht."
Ist hier die chinesische Definition von übermäßigen Einsatz von militärischer Gewalt gemeint? Also 2.000 - 5.000 tote Demonstranten sind bei Befriedungsaktionen zum Wohl des Volkes hinzunehmen.

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