Forum: Politik
London: Mehr als 500.000 Briten demonstrieren für zweites Brexit-Referendum
VICKIE FLORES/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

In weniger als einem halben Jahr will Großbritannien die EU verlassen. Die Kampagne "People's Vote" kämpft für ein neue Brexit-Abstimmung - Hunderttausende kamen zu ihrer Demo in London.

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markus_wienken 20.10.2018, 20:58
40.

Zitat von kuac
Die erste Abstimmung basierte auf Lügen. Das ist bekannt und Johnson selbst hat das zugegeben. Jetzt liegen viele Fakten auf dem Tisch und die Bürger sind aufgeklärt. Also, die zweite Abstimmung sollte die endgültige sein. In einer Demokratie sollte es möglich sein, Fehler zu korrigieren.
Diese Lügen wurden durch die Remain-Bewegung vor der Abstimmung durchaus aufgedeckt.
Ebenfalls konnte man auch in den Medien in UK lesen, dass die Versprechungen der Brexit-Befürworter haltlos waren (Links hierzu gab es in den entsprechenden Spon Foren damals zu genüge).
Man sollte heute nicht so tun als ob es den Briten nicht möglich war die Konsequenzen des Brexit und die leeren Versprechungen der Brexiter zu erkennen.

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jupiter_jones 20.10.2018, 21:06
41. Wir dürfen uns nicht so weit aus dem Fenster lehnen

Zitat von brocki68
Verstehe ich nicht warum man immer noch über den Exit vom Brexit spricht. Das englische Volk hat gewählt und gesagt nicht mehr in der Eu bleiben zu wollen. Das ist eben das Ergebnis von Volksbefragungen. Nicht nur beim Brexit. Da wackelt meist der Schwanz mit dem Hund. Darum lehne ich das ab. Aber hier völlig egal. Der Engländer will raus also soll er raus. Ende Gelände. Zuviel Blablabla. Kann sich in ein paar Jahren um eine Mitgliedschaft bewerben wenn er mag. Dann aber wie bei allen anderen auch, ohne Sonderrechte!
Klar hat das englische Volk gewählt. Aber die wurden auch ganz schoen von den Rechtspopulisten um UKIP verarscht. Das könnte uns mit der AFD genauso passieren - man muss bedenken, die AFD steht in Umfragen in manchen Ländern bei über 20 %. Das könnte uns genauso passieren, wir wissen ja wie die Partei in Grundsatzfragen bezueglich Europa steht. Ein zweites Referendum sollte man zulassen wenn die Stimmung signifikant kippt. Ist ein Argument für Referenden nicht immer gewesen, Rücksicht auf das Volk nehmen?

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janne2109 20.10.2018, 21:09
42. och nee

wo waren die denn alle als das erste mal gewählt wurde? Aber gut, laßt sie noch einmal wählen, in der Eu bleiben und alle Kosten der bisherigen Diskussionen in den Gremien extra bezahlen. Die Insellage hat schon immer merkwürdige Auswüchse bereit gehalten.

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sibbi78 20.10.2018, 21:12
43. Solange die Hardliner

an der Macht bleiben und ihre kruden Interessen vertreten, wird es kein zweites Referendum geben - selbst dann nicht, wenn Millionen auf die Straße gehen: Lieber untergehen, als das Gesicht verlieren!
Außerdem stecken hinter jedem perfiden Plan auch Interessen derer, die im Hintergrund die Fäden ziehen. Ich denke, demnächst wird es eine Kampagne FÜR den BREXIT geben. Auf jeden Fall wird das BREXT-Tempo noch einmal verschärft. Ich bin mal gespannt, was der Trumpverschnitt dazu zu sagen hat...

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unschärfer 20.10.2018, 21:19
44. nettes Demokrytieverständnis

Ein geltendes Votum wiederholen zu wollen weil einem das Ergebnis nicht passt ist kein besonderes Zeichen dafür das man begriffen hat wie Demokratie funktioniert. Eine halbe Million Menschen sind eine beeindruckende Zahl, ihre Stimmen werden jedoch nicht daran gemessen wie laut oder spektakulär sie erscheinen sondern jede für sich. Die leisen Stimmen erhalten das gleiche Gewichtwie die lauten. Ich bin der festen Meinung die Briten werden rückblickend sehr froh sein die EU verlassen zu haben.

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Watschn 20.10.2018, 21:20
45. Was wenn es 50,012% zu 49,988% für die Remainers ausgeht?

Nochmals, (zum 3x Mal) erneut wählen?...
Demokratie als Haribo-Bärchen..? Ich kau u. lutsch mir es solange zurecht wie's passt?
Landesweit hat sich wohl kaum viel am Brexit-Votum verschoben, der Wirtschaft geht's anhand des tiefen Pfundkurses gut, die Bankenwirtschaft Londons hat sich längst eingestellt (Schattenbanken, Hedgefonds, Währungs- u. Devisenhandel, unregulierte OTC-Geschäfte, Trustwesen), u. der Abfluss folglich äusserst gering, o. infolge neuer Geschäftsmodelle gar ein Arbeitsplatzzuwachs...

Man kann es förmlich voraussahnen u. in der Luft riechen, dass es infolge Abnabelung von Brüssel u. seinen falsch aufgegleisten Politfeldern u. somit zunehmend schwer erdrückenden EU-Malus-Ballast wie (gemeinsame Wärungsunion, Euro-Staatenpampern, Schuldenunion/Bankenunion, ESM, EZB-Schrottanleiheaufkäufe, Nullzinsen, anstehende EU-Militäreinsätze, teure Verteidiungspolitik, unklare diffuse Migrationspolitik, überdehnde EU-Beitrittskandidaten), das Vereinigte Königreich - von diesen Fesseln erleichtert - viel bessere Fahrt aufnehmen könnte als im Verbleib dieses eher qualitativ schlechten EU-Verbundes...

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bakiri 20.10.2018, 21:21
46.

Die Bevölkerung wusste damals nicht was es kostet und hat dafür gestimmt? Da liegt wohl eher das Problem in der Naivität der britischen Bürger und nicht im Brexit. Genauso naiv wäre jetzt ein neues Votum. Welche Aussagekraft bzw. welchen Wert hätte dann noch eine demokratische Abstimmung? Hoffentlich ist der Brexit für alle anderen die Warnung sich zu informieren bevor gewählt wird.

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jhea 20.10.2018, 21:24
47. So what?

Man wählt nicht so lange bis einem das Ergebnis gefällt.
Dass es kein neues Referendum gibt ist schon richtig.

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botschinski 20.10.2018, 21:25
48. direkte Demokratie funktioniert

Allen die hier den Nutzen der direkten Demokratie anzweifeln und mit mangelndem Wissen des Wahlvolkes bei komplexen Themen argumentieren, sei gesagt: Die Parteien geben jeweils Wahlempfehlungen ab nach denen man sich richten kann (man wählt sozusagen mit der Fraktion) oder man informiert sich eben selber so gut man kann und bildet sich seine eigene Meinung, welche durchaus mal von der Linie der Partei welche man wählt abweichen kann. Darin liegt der Vorteil der direkten Demokratie gegenüber einem Parteiwahlsystem bei dem man nur alle 4 Jahre eine Richtung vorgeben kann und hofft das die Parteien das versprochene umsetzen.

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jdoehrin 20.10.2018, 21:28
49. Zeiten ändern sich (manchmal richtig heftig und schnell)

An einen Brexit hat vor der Abstimmung kaum jemand geglaubt - mit denselben Argumenten wie jetzt, wo sich die Meinung umkehrt. Es heißt: Es bleibt sowieso alles beim Alten, wahlweise auch: Die (Politiker) machen sowieso, was sie wollen.
Dass Demonstrationen etwas bewirken können, einen Meinungsumschwung beispielsweise, hat man in der untergehenden DDR sehen können, die noch nicht einmal eine Demokratie war (wie Großbritannien).
Es gibt auch keine starren "Regeln" á la Abstimmungen dürfen nicht wiederholt werden. Wenn das eine Massenbewegung wird, hat May ein Problem. Sowas kann Regeln außer Kraft setzen. Gerade, wenn so viele Fakten dee breiten britischen Öffentlichkeit erst bekannt werden.
Auch mit der Unsicherheit der Faktenlage sollte sich niemand rausreden. Erstens bleiben die bei solchen Themen immer in gewissem Umfang unsicher, zweitens waren sie das 2016 noch viel mehr. Und, drittens, interessiert das die anwachsende Zahl der Remainer genauso wenig wie 2016 die Brexiteers. Denen stand und steht das Wasser teilweise bis zum Hals.
Entscheidend wird vielmehr die Wucht der Bewegung sein, denen das Wasser ganz anders bis zum Hals steht, ganz ohne "juristisch haltbare", wasserdichte Begründung.
Ich bin fast sicher, dass GB nicht zum 29 3.2019 austritt.

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