Forum: Politik
Luftangriff in Afghanistan - Ist Jungs Verhalten richtig?

Der jetzige Bundesarbeitminister Franz Josef Jung war unter Druck geraten, weil er im Zusammenhang mit dem Luftangriff in Afghanistan während seiner Amtszeit als Verteidigungsminister Angaben über Hintergründe und zivile Opfer zurückgehalten haben soll. Wie bewerten Sie Jungs Verhalten?

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lebenslang 26.11.2009, 19:23
1.

jung ist schnee von gestern !

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ischrock 26.11.2009, 19:25
2. Jungs Verhalten entspricht exakt

dem verwahrlosten Zustand dieser gebeutelten Republik.

Mir stellt sich ernsthaft die Frage, warum deutsche Politiker es nicht fertigbringen, zu ihrem Versagen, ihrer mangelnden Verantwortung zu stehen und zurück zu treten.

Das tut so weh, von verantwortungslosen Parteikadern fremdbestimmt und belogen zu werden.

Eine meiner Antworten wäre, dass es sich wohl als Politiker, der sonst keine ordentliche Ausbildung und keine Qualifikation hat, in Deutschland vorzüglich leben läßt: die Knete stimmt und Verantwortung muß nicht getragen werden, egal was für eine Minderleistung erbracht wird: die fette Rente und alle anderen Privilegien winken.

Da lohnt es sich schon, ehrlos zu sein! Wer will schon sein Luxusleben auf Kosten der Melkkuh Steuerzahler so einfach aufgeben?

Ich sehen das mit großer Abscheu.

Christlich nennt sich sowas auch noch - eine dreiste Verhöhnung Jesus.

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SaT 26.11.2009, 19:33
3. nichts falsch gemacht

Jung war einer der schlechtesten Verteidigungsminister (und das will was heißen nach Scharping). Sein Geschwätz vom „Stabilisierungseinsatz“ mochte man am Ende gar nicht mehr hören. Aber ausgerechnet im Falle des besagten Luftangriffs hat er nichts falsch gemacht. Das er sich hinter seine Soldaten stellte war das mindeste was man von ihm erwarten konnte. Von zivilen Opfern brauch man nicht zu reden wenn man noch gar nicht weiß was Sache ist – hier hat eher MCChrystal einen schlechten Eindruck gemacht indem er seinem Verbündeten so in den Rücken gefallen ist. Übrigens weiß man auch heute nicht ob und wie viele Zivilisten unter den Opfer waren und wie viel Tote es gegeben hat. Frauen und Kleinkinder waren jedenfalls nicht darunter – ob andere Zivilisten oder Taliban waren wird man nie mit Sicherheit sagen können.

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Gandhi 26.11.2009, 19:33
4. Jung ist ein guter Politiker

Als Kriegsminister, der nicht von Krieg sprach, hatte er viel Macht, Macht ueber Leben und Tod.

Und er nutzte seine Macht, allerdings nicht so, wie es vorgesehen war, sondern er nutzte sie dazu, Fakten zu verschleiern (auch da ein guter Politiker).

Man darf davon ausgehen, dass dem hoffentlich bald Minister a.D. sehr wohl die Berichte vorlagen, als er ganz nach dem US-Vorbild zivile Opfer noch ausschloss. Schliesslich war er der zustaendige Minister.

Und wenn er die Berichte wirklich nicht sofort erhalten hatte, dann ist das ein Zeichen von inkompetenter Amtsfuehrung.

Jedenfalls gab es keinen Grund (ausser Irrefuehrung) voreilig zu behaupten, es habe keine zivilen Opfer gegeben.

Und wenn er sich heute noch verteidigt, dann ist das ein Beweis fuer seine Uneinsichtigkeit und Feigheit. Statt sich zu entschuldigen und zurueckzutreten versucht der Feigling sich zu verteidigen.

So einer hat nichts in der Regierung verloren.

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Knippi2006 26.11.2009, 19:35
5.

Zitat von sysop
Der jetzige Bundesarbeitminister Franz Josef Jung war unter Druck geraten, weil er im Zusammenhang mit dem Luftangriff in Afghanistan während seiner Amtszeit als Verteidigungsminister Angaben über Hintergründe und zivile Opfer zurückgehalten haben soll. Wie bewerten Sie Jungs Verhalten?
Inkompetenz gepaart mit Karrieregeilheit, Korruption und Verlogenheit kennzeichnen unsere politische Kaste seit vielen Jahren. Also wozu aufregen?

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sozialarbeiter 26.11.2009, 19:35
6. wenn es nur Jung wäre...

Jung hatte Kenntnis vom Feldjägerbericht, aber nicht vom Inhalt? Also, das ist fahrlässiger Leichtsinn, weil dieser Bericht einen wichtigen Inhalt hatte. Hatte er Kenntnis, hätte er gelogen. Ich kann nicht in seinen Kopf gucken. Ob die nachgeordneten Instanzen sagen würden, wir haben den Minister informiert, darf bezweifelt werden. Aber die sind ja zurück getreten.
Der jetzige Verteidigungsminister sagt, er habe seit Mittwoch Kenntnis vom Feldjägerbericht erhalten. Trifft das zu, hat er seinen Laden nicht im Griff. Das nennt man dann Führungsschwäche. Ich Rede von -von Guttenberg-, nicht von Jung.
Jetzt muß auch der Fall des Oberst Klein nochmal peilichst genau durchleuchtet werden. Ob da nicht doch etwas unter den Tisch gekehrt wurde? Untersuchungsauschuß!

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berther 26.11.2009, 19:39
7.

Hab ich irgendwas nicht mitbekommen ?
Da hat ein deutscher Offizier in Erfüllung seines Auftrages einen Luftangriff angefordert, sprich er hat die Amerikaner darum gebeten.
Befohlen und die Angriffstaktik ausgearbeitet hat ein amerikanischer General, ohne deren Oberbefehl in AFG nichts geht.
Den Schaden angerichtet hat derjenige , der die Geschenke geliefert hat. Und schuld daran soll derjenige sein , der den Wunschzettel schrieb?
Wie tief haben wir eigentlich unsere Köpfe in den Hintern der Amerikaner gesteckt ?
Oder gilt das nur für unsere Politiker ?

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spitzbube 26.11.2009, 19:40
8.

Wie heißt es doch so schön über Kri... äh kriegsähnliche Zustände:

Die Wahrheit stirbt zuerst.

Folglich war er nur konsequent!

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Khaled 26.11.2009, 19:46
9.

Zitat von sozialarbeiter
Jung hatte Kenntnis vom Feldjägerbericht, aber nicht vom Inhalt? Also, das ist fahrlässiger Leichtsinn, weil dieser Bericht einen wichtigen Inhalt hatte. Hatte er Kenntnis, hätte er gelogen. Ich kann nicht in seinen Kopf gucken. Ob die nachgeordneten Instanzen sagen würden, wir haben den Minister informiert, darf bezweifelt werden. Aber die sind ja zurück getreten. Der jetzige Verteidigungsminister sagt, er habe seit Mittwoch Kenntnis vom Feldjägerbericht erhalten. Trifft das zu, hat er seinen Laden nicht im Griff. Das nennt man dann Führungsschwäche. Ich Rede von -von Guttenberg-, nicht von Jung. Jetzt muß auch der Fall des Oberst Klein nochmal peilichst genau durchleuchtet werden. Ob da nicht doch etwas unter den Tisch gekehrt wurde? Untersuchungsauschuß!
Na ja der Staatssekretär wäre eh bald in Rente begangen und bei Schneiderhahn siehts ja ähnlich aus, gelitte hat hier die Glaubwürdigkeit.

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