Forum: Politik
Luxemburgs Außenminister Asselborn: "Kanzler Kurz spricht die Sprache Trumps"
AFP

Der Luxemburger Jean Asselborn ist dienstältester Außenminister der EU - und Freund klarer Worte. Im Interview nennt der Sozialdemokrat Polen einen "Unrechtstaat" und attackiert Österreichs neuen Kanzler Kurz.

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claklux 29.12.2017, 21:01
110. Steuer“paradies“ und Flüchtlinge

Als Luxemburger kann ich sowohl Asselborn sowie die Themen Steuern und Flüchtlinge passend einordnen.
Auch wenn ich nicht allen Aussagen unseres Aussenministers zustimmen kann, so muss objektiv festgehalten werden, dass er in der Sache sehr engagiert und ein 100%er Europäer ist.
Was, wie in vielen Kommentaren hier zu lesen, die Flüchtlingsproblematik mit dem Steuer(un)wesen zu tun hat, verschliesst sich mir...
Luxemburg, übrigens eines der 6 Gründungsländer der EU, ist und bleibt ein eigenes Land, welches proportional betrachtet sehr wohl viele Flüchtlinge aufnimmt, in unserer Gemeinde (6600 Einwohner) zB 300 Flüchtlinge.
Kritik an Asselborn bitte nicht mit Verunglimpfung eines gesamten Landes und seinen Einwohnern verwechseln ?

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Claes Elfszoon 29.12.2017, 21:02
111. Asselborn hat ...

Zitat von theodtiger
All diese Anti-EU Stimmungsmache in vielen postings, die gar nicht auf die Argumente von Herrn Asselborn eingehen, ändern nichts daran, dass das Migrationsproblem schon seit vielen Jahren besteht, es gesamt-europäisch lösbar ist, schon Fortschritte auch durch gemeinsame Sicherung der Aussengrenzen gemacht wurden und dass Solidarität keine Einbahnstraße sein kann. Daher hat Herr Asselborn mit seiner Kritik an Visegrad-5 recht und insbesondere auch in bezug auf Polen, wo der Rechtsstaat bedroht ist.
... Argumente? Er lässt die üblichen Propaganda-Sprechblasen los und spricht die Problemthemen dahinter gar nicht erst an. Wie will denn eine "Gemeinschaft", die mit dem Wohlstandsversprechen für alle angetreten ist und nicht einmal das, seit Jahrzehnten grassierende Problem der extrem hohen Jugendarbeitslosigkeit in den Griff bekommt, oder eine länderübergreifende Vernetzung der Sichheitsorgane, das Migrationsproblem in seiner Bedeutung für jedes einzelne Mitgliedsland überhaupt erkennen, geschweige lösen? In der Kommission werden Probleme generell doch erst wahrgenommen, wenn sie schon zur Bedrohung geworden sind.

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the_c 29.12.2017, 21:05
112. Luxemburg

Ich bin sehr erschrocken darüber wie Politiker wegen ihrer Herkunkt denunziert werden. Über die Meinungen kann man streiten und eine andere haben, d‘accord! Der respektvolle Umgang mit den Mitmenschen ist sicherlich nicht nur hier im Forum angebracht, sonst verfallen wir sehr schnell in alte Strickmuster und wir verfolgen jemand wegen seines Aussehens, seiner Religion, seiner Sprache,...

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Francois S. 29.12.2017, 21:10
113. Endlich jemand, der nicht über Kurz herzieht, aber der Vergleich

mit Trump ist glatt schon zu viel des Lobes. Hr. Kurz muss sich erst beweisen!

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ulrich g 29.12.2017, 21:14
114. Bestätigung

Zitat von fortelkas
Trumps Sprache ist also die Sprache der ältesten Demokratie der Neuzeit! Wenn das so ist, dann gute Nacht Demokratie. Aber die USA haben sich nicht erst mit dem Amtsantritt von Trump als Hüterin der Freiheit aus der politischen Welt verabschiedet: George W. Bush überfiel mit einer dreisten Lüge den Irak und schuf den IS, die Liste ließe sich beliebig fortsetzen bis hin zum Vietnam-Krieg. Aber zurück zu Kurz in Österreich: Jetzt kommen die nassforschen aalglatten Typen offenbar (Jugend allein steht nicht für politische Substanz). Mit dem unterschwelligen, vornehmen Faschismus lassen sich die Probleme der Zukunft nicht annähernd lösen: Die Flüchtlingsströme werden nicht versiegen, nicht nur Kriege werden sie weiter anschwellen lassen, der dramatische Klimawandel (Kampf um Wasser) wird ein übriges tun. Schon jetzt gilt es politische Antworten zu suchen und zu entwickeln, aber dazu sind weder Trump noch Orban noch Kurz bereit und in der Lage. Mauern und Stacheldrahtzäune sind jedenfalls keine Antwort. Asselborn hat recht. Erwin Fortelka
Sie bestätigen in eindrucksvoller Weise das Diktat der Gutmenschen. Unter Demokratie verstehe ich, dass der Wille des Volkes umgesetzt wird und nichts anderes. Wir wählen kein Politbüro das uns Wählern dann vorschreibt wie wir zu denken haben. Trump hat in USA eine breitere Unterstützung als uns die links/grüne Presse in Deutschland einzureden versucht und in Österreich ist das mit Herrn Kurz nicht anders. Ob Herr Asselborn oder wer auch immer Recht hat erlaube ich mir nicht anzumassen genauso wenig ob der Wille des Volkes in USA oder Österreich richtig oder falsch ist. Er ist wie er ist. Alles andere läuft auf Volkserziehung hinaus und das haben wir mit dem Fall der Mauer zum Glück hinter uns gebracht. Da Sie scheinbar ihre politische Einstellung im mehrheitlichen Wählerwillen nicht mehr ausreichend vertreten sehen versuchen sie die Mehrheit mit moralischen Argumenten zu disqualifizieren. Das hat weder etwas mit Demokratie noch mit Fair Play zu tun.

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kuac 29.12.2017, 21:15
115.

Zitat von hugahuga
Die Antwort ist sehr einfach: Herr Kurz ist Realist, kennt die Verwerfungen und weiß, was seine Bürger von ihm erwarten. Sie haben ihn nämlich gewählt, damit er sich vorfrangig um die Belange der eigenen Bürger kümmert. .....
Eine einfache Antwort auf komplexe Probleme gibt es nicht. Was sind denn "die Belange der eigenen Bürger"? Wer sind die "eigene Bürger"? Hat Kurz 100% der Wählerstimmen erhalten?

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heldi 29.12.2017, 21:16
116. Jean Quasselborn...

...wird er in Luxemburg genannt, wo er der populärste Politiker ist. Kein Wunder, die Tätigkeit dieses überflüssigsten Aussenministers der Welt besteht darin, andauernd um die Welt zu jetten, um «politische Gespräche» (!!??) zu führen, und in deutschen talkshows aufzutreten, wo er seine weisen Sprüche von sich geben kann, eine Verantwortung trägt er nicht.
Von der Weltpresse weitgehend ignoriert, ist er bei den deutschen Medien ein
gefragter Interviewpartner! Wieso ist schleierhaft, vielleicht ist es der Charme des
älteren gentleman, der den deutschen Politikern so sehr fehlt.
Als verantwortlicher Imigrationsminister ist es
ihm gelungen, den Luxemburgern diskret eine maximale Anzahl an Asilanten unterzujubeln, dieses Verdienst muss man ihm lassen und ist in Europa, ausser Deutschland, wohl einmalig !

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HomerJ 29.12.2017, 21:18
117. ist schon erschreckend

wie die Sprache in den Foren so dermaßen verroht ist in den letzten Jahren. hier wird gegen eine Religion in ihre Gesamtheit gehetzt und spon lässts einfach mal durch gehen. kein Wunder, dass Heime-anzünden zum Volkssport des Reiches geworden ist. ps Asselborn hat Recht

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rishi 29.12.2017, 21:19
118. 2447 in 2107

Luxemburg hat in 2017, 2447 Flüchtlinge aufgenommen, bei einer Gesamtbevölkerung von 580 000. Die Quote kann ja jeder ausrechnen. Damit hat L in 2017 eine 3fache höhere Quote (per Einwohnerzahl) als D.
https://www.wort.lu/de/politik/luxemburg-fluechtlingszahlen-2015-stark-gestiegen-56b329520da165c55dc52626
Also besser sich informieren, als einfach mal drauflos faken.
N.B Luxemburg war über Jahre ein Steuerparadies...ironischerweise mit Ablegern aller deutschen Banken (Deutsche, Dresdner, Landesbanken, ...) und VORALLEM für Deutsche, die zu patriotisch waren, ihr Geld in Deutschland zu versteuern. Niemand hat die deutschen Tugendbolzen gezwungen ihr Geld nach Luxemburg zu bringen.
Ich als LUxemburger bezahle übrigens 35% Lohnsteuer...Ist das eine Quote aus einem Steuerparadies???
Und auf dem Geld, das man investiert bezahlt man 20% Quellensteuer.
P.S: Mit dem Steuerruling für Amazon bin ich gar nicht einverstanden!!! Habe aber nie in meinem Leben die CSV von HErrn Flunker-JUnker gewählt.

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Osservatore 29.12.2017, 21:19
119. Wieder Hauen und Stechen?

Zitat von oberleuris
nein, wir brauchen Ungarn, Polen, Tschechien und Österreich (und ab nächstes Jahr hoffentlich Italien) dringend, die EU in ihrer heutigen Form zu zerstören und in einen reinen Wirtschaftsbund rückabzuwickeln. Keine EU-Kommission, keine EU-Quasselbude, kein gar nix.
Dafür wieder ein Hauen und Stechen jeder gegen jeden, KZ-ähnliche Einnrichtungen (s.o.) und ein "gesundes" Volksempfinden. Richtig? Nein, die Visegrad-Länder hätten frühestens in 20 Jahren in die EU aufgenommen werden dürfen. Wenn diese so auf ihre nationale Souveränität pochen, sollten sie - bitte schön - auch sämtliche EU-Gelder zurückzahlen. Man kann sich nicht nur die EU-Rosinen herauspicken. Die Probleme unserer Zeit sind allen bekannt. Aber mit populistischen Lösungen lösen wir nichts. Europa in toto wird sonst nurmehr zerbröseln, verwässern und in die Bedeutungslosigkeit absinken. Im schlimmsten Fall wieder in Zeiten zurückfallen, die wir glaubten, hinter uns gelassen zu haben...Vernunft statt Stammtisch sind gefragt. Und Asselborn versucht es wenigtens.

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