Forum: Politik
Maas-Reise nach Iran: Retten, was zu retten ist
Edgard Garrido / Reuters

US-Präsident Trump stößt Drohungen aus, der deutsche Außenminister Maas sucht das Gespräch. Im Namen der Europäer reist Heiko Maas nach Teheran, um die Iraner vor einem Ausstieg aus dem Atomabkommen zu warnen.

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spiegelneuronen 07.06.2019, 10:19
50. in Analogie gefragt ...

Zitat von bp_gu
Die Iraner und die Welt haben kein Bock mehr auf die Mulas. Raus mit dem Pack und für ein neues modernes Iran.
Was schlagen sie den Wählerinnen und Wählern vor, die den Aussagen glaubten, dass die SPD keine GroKo eingehen würde und die auch heute noch eine GroKo ablehnen?
Haben sie da einen Vorschlag?

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lupenrein 07.06.2019, 11:31
51. Herr Maas

kann der Regierung eigentlich nur sagen, dass auch Deutschland
sich so wie die EU unbedingt an die Sanktionen der USA halten muss und
deshalb seine Zusammenarbeit mit dem Iran aufgeben muss.
Etwa , 'wir hätten so gerne, aber wir dürfen nicht...'
Das hätte er aber auch telefonisch machen können.
Da sind die Briten oder Franzosen schon sehr viel realistischer und pragmatischer...

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nobody_incognito 07.06.2019, 13:13
52.

Zitat von geando
Daher ist die Drohung: "Wirtschaftliche Vorteile bekommen oder wir bauen die Bombe" eine klare Erpressung.
Es geht doch gar nicht um Vorteile, sondern um den Zugang des iransichen Erdöls auf den ganz normalen Weltmarkt. Im Prinzip geht es um die Frage welchem Zweck diese Einnahmen zugeführt werden (sollen). Die einen haben das Erdöl, die anderen die Marktmacht und das kaufkräfige Geld, bzw. dann eben Alternativen in Sachen Bezugsquellen. An sich geht es dann weiter um die Frage der Verstaatlichung der Erdölförderung, denn Venezuela hat ähnliche "Probleme" ohne dass sie bislang durch Entwicklung eigener Nukleartechnologie besonders auffällig geworden wären.
Also wer sind dann hier die großen Erpresser?

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nobody_incognito 07.06.2019, 13:21
53.

Zitat von alexander_tutass
Seit seiner Gründung hat der Iran keinen einzigen Angriffskrieg geführt, die USA hat im gleichen Zeitraum dutzende geführt und einige begonnen mit hunderttausenden Opfern, von Destabilisierungen, Geheimdienstoperationen in diversen Ländern durch die USA mal abgesehen. Die USA arbeitet auch gern mit diktatorischen Systemen zusammen. solange es ihren Interessen dient.
Es war ja schon immer so, dass man Dinge tat, weil man sie tun konnte und moralische Skrupel haben auf dieser Ebene nie eine besondere Rolle gespielt. Persien war mal eine Großmacht, die sich mit den alten Griechen Schlachten geliefert hat, bzw. auch in das alte Ägypten eingedrungen ist. Die Zeiten ändern sich, man kann sich nur fragen nach welchen Prinzipien und worin das voraussichtliche Ende liegen könnte. Das ist dann das "vom Ende her Denken", das die USA wohl etwas besser beherrschen als jegliche religiöse Dogmatiker, wenn es um sowas wie "globale Hegemonie" geht.

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