Forum: Politik
Maas in Washington: Schlagabtausch mit Trumps Falken
REUTERS

Bei seinem Antrittsbesuch streitet sich Außenminister Heiko Maas offen wie nie mit den Beratern des US-Präsidenten über den Iran-Deal. Danach versucht er nicht mal mehr, den Bruch im transatlantischen Verhältnis schönzureden.

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Dr._Copy 24.05.2018, 12:22
130. Endlich mal einer der Klartext redet

Hätte ja zu gerne mal als Vergleich gehabt wenn sich unsere Kandesbunzlerin zu dem gleichen Gespräch geäußert hatte.
Die Queen of Beliebigkeit hätte wsl. wieder wachsweiche Allgemeinplätze rausgehauen und jedes zweite Wort wäre ein Äh und Öh.

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sanfernando 24.05.2018, 12:24
131. Lieber dieterg (120),...

...muss ein Abkommen "verlängert" werden, wenn es noch auf Jahre gültig ist? Die US-Regierung hatte mit unterzeichnet, ihn also nicht für falsch gehalten! Trump begeht Vertragsbruch und Sie versuchen, dies kleinzureden! Ich fände auch wünschenswert, wenn der Vertrag Weiteres beinhalten würde, tut er aber nicht! Ist trotzdem ein gültiger(s) Vertrag/Abkommen! Schlimm, dass Trump Freunden praktisch die Freundschaft kündigt, indem er sie zwingen will, ebenfalls vertragsbrüchig zu werden, obwohl diese bei Vertragsabschluss und auch heute sich von Sicherheitsbedenken leiten liessen! Ich finde dies unerträglich! Wie würde Trump bei die USA betreffenden Sicherheitsbedenken agieren? Ende einer Freundschaft...

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kajoter 24.05.2018, 12:35
132.

Zitat von darthmax
Da die EU mehr in die USA exportiert als umgekehrt werden wir einen wirtschaftlichen Druck als erstes verspüren. Die USA kann auch ohne BMW und Mercedes. Wer sich jetzt als beinharter Verhandler geben möchte ...er muss erstmal verhandeln und wie verbessert man einen schlechten Vertrag ? Eine Atombombe zu bauen ist heute kein grosses Problem, wenn man entsprechend angereichertes Material zu Verfügung hat. Hat der Iran davon genug ? Die zweite Bedingung ist ein Transportmittel, das wird gerade getestet. Die Befürchtung wird auch von den europäischen Politikern geteilt, aber wie will man verhandeln wenn da kein Druck auf den Iran ausgeübt wird. Trump mag eben Trump sein aber die bisherigen Verhandlungen sowohl in Nordkorea oder Iran waren nicht zielführend. Da der Iran als Exportland noch sehr uninteressant ist, wird es sich jede Firma sehr gur überlegen ob sie auf eine Schwarze Liste gesetzt wird und dann auch keine Zulieferungen mehr aus den USA bekommt geschweige dahin liefern darf, da ist Herr Maas dann irrelevant.
Sicher "kann die USA auch ohne BMW oder Mercedes".
Und was passiert mit den Werken der deutschen Autobauer in den USA? BMW führt von dort mehr Autos aus als es einführt. Die Gouverneure der entsprechenden Standorte werden momentan auf heißen Kohlen sitzen, denn es sind Tausende an Arbeitsplätzen in Gefahr. Die gesamte Angelegenheit ist derartig verflochten - auf Grund der jahrzehntelangen Partnerschaft -, dass sich jeder Schlag gegen deutsche Autofirmen zum Teil auch gegen amerikanische Interessen und Geldbeutel richtet.
Aber das zu erkennen, bräuchte einen Präsidenten, der z.B. Aktenstudium betreibt, der sich Kompetenz aneignet und echte Berater um sich sammelt und auf sie hört. All das findet man bei dem Donald vergeblich.

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dieterg 24.05.2018, 12:41
133.

Zitat von sanfernando
...muss ein Abkommen "verlängert" werden, wenn es noch auf Jahre gültig ist?
Ja,
der US-Präsident, egal wie er heißt, ist per Gesetz angewiesen, das Abkommen zu verlängern(waiver) (oder nicht).
Das kommt dadurch, da das Abkommen nicht durch den Senat ratifiziert wurde sondern allein per Dekret durch Obama abgesegnet wurde.

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garfield53 24.05.2018, 12:43
134. mmm

Zitat von joG
...einseitig die Darstellungen sind. Das Abkommen wurde damals sehr angezweifelt, weil man erwartete, dass Iran das Geld verwenden würde in der Region Terroristen zu unterstützen und militärische Abenteuer zu führen sowie um seine Angriffeswaffen wie balistische Raketen auszubauen. Zudem ist die Laufzeit begrenzt und Iran kann danach Atomwaffen bauen. Zudem werden Inspektoren zu militärischen Anlagen nicht zugelassen. Daher kam es nicht zum Vertrag und das war jedem damals ganz klar. Nun hat Iran sich genauso aggressiv verhalten, wie befürchtet. Und was tun wir? Wir tun so, als wäre die Vereinbarung ein bindender Vertrag und nicht gefährlicher als gar kein Papier.
Seltsam!
Wieso sind dann 90% dieser "Freiheitskämpfer" ( Terroristen) aus unserer "Höllenküche" gekrochen, der Westen mit seinen Terror erst die Verbrecher ermöglichte und hochrüstete.
Auch ISIS und deren "Vorgänger" sind eine politisch gewollte Mißgeburt unserer Geheimdienste, das sie wie die Taliban, uns dann aus den Händen "geglitten" sind, war vorhersehbar und deshalb unsere Schuld.
Seltsamerweise leiden wir immer an politischer Demenz, wenn es um die israelischen einsatzfähigen Atomwaffen und andere "nette" Schrecklichkeiten aus deren Giftküchen geht und Skrupel, diese Waffen einzusetzen, wäre naiv, bei deren Logik, ein guter Araber ist ein Toter.
Iran hat nachgewiesenermaßen niemals ein anderes Land überfallen, zumindest was die letzten 1000 Jahre betrifft und die "Unterstützung der Terrorismus" entspringt regelmäßig kranken Politikerhirnen und den "freien" Medien, wobei die deutschen Medien, mit politischen Tunnelblick an vorderster "Front" kämpfen, die den Lügenkrieg nicht mitmachen , sind an einer Hand abzuzählen.
Verträge sind das Papier nicht wert, auf dem sie stehen, wenn es unseren Vorstellungen nicht entspricht, wird uns regelmäßig von amerikanischen Politikern und Regierungen vorgeführt, egal welcher.
Und wenn der letzte Kriegsgrund eine nachweisliche Lüge war, das Feuer nicht mehr zu löschen ist, wird der nächste Brandherd angefacht, was soll´s.
Und alle schauen zu und machen....nicht´s"

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pacificatore 24.05.2018, 12:44
135. Anders kann man nicht im Wettbewerb bleiben

Zitat von mmpuck
alle wirtschaftlichen Nachteile in Kauf nehmen - sie mittelfritig durch vermehrten Handel mit der ganzen Welt ausgleichen - Amerikas zu erwartenden Sanktionen mit gleichen Mitteln entgegentreten. Wir Bürger der Union müssen bereit sein, den Gürtel enger zu schnallen. Oder wir müssen uns dem Diktat des Immobilienhändlers beugen. Ich will das nicht. Hoffentlich stimmt mir die Mehrheit zu.
Anpassungsprozesse sind teuer. Keine Frage. Danach gibt es dann keinen Welthandel mehr, sondern einen dreigeteilten Handel. Amerika, Europa und Asien. Afrika spielt weiter eine Sonderrolle.

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Kurt2.1 24.05.2018, 12:52
136. #88

Zitat von s.l.bln
...es ginge der EU darum, irgendwelche Mullahs zu unterstützen? Der Iran ist alles andere als eine Bananenrepublik und die Vorstellung, daß man ihn mit ein paar Luftschlägen oder Sanktionen in die Knie zwingen kann, ist irreal. Es geht Europa grade darum, die Region nicht noch weiter zu destabilisieren, was faktisch passiert, wenn Bolton seinen Krieg gegen den Iran bekommt. Ein Weg , das zu verhindern ist nunmal, die Iraner auch ohne die USA im Abkommen zu halten und genau das versucht man grade. Jeder weitere Konfliktherd in der Region fällt uns in Form von Flüchtlingen und hohen Ölpreisen direkt vor die Füße. Die Mullahs interessieren hier niemanden. Es geht um die Wahrung unserer ureigensten Interessen, gegen welche die USA grade auf verschiedenen Feldern massiv agiert(Nahoststrategie, Wirschaftskrieg...). Die USA verhält sich unter Trump gegenüber Europa inzwischen so, wie wir es eigentlich von Russland erwarten und erleben und schlimmer. Darauf müssen wir Antworten finden und die, wenn sie Wirkung haben sollen, können nicht in immer mehr Unterwerfung liegen.
Nein, ich glaube, den Europäern geht es ausschließlich ums Geschäft, egal ob da Mullahs sitzen oder nicht. Das ist allerdings ziemlich traurig.
Sollte es tatsächlich das Ziel der USA sein, die Mullahs zu vertreiben, sollte Europa sie darin unterstützen.
Angesichts des Verhaltens der deutschen Politik habe ich den Eindruck, die Zahl der Flüchtlinge spielt für sie eine untergeordnete Rolle. Man setzt dort andere Prioritäten. Ich als Bürger stehe staunend (und hilflos) vor der absurden Politik dieses Landes.

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cyoulater 24.05.2018, 12:54
137. @az26

Zitat von az26
Es gab aber auch Zeiten, bis vor nichtmal 1 1/2 Jahren, genauer 16 Monate, da war eine Verhandlung eine Verhandlung, da war ein Vertrag ein Vertrag. Warum man sich nun aufs trumpsche Sprachdiktat der "Deals" einlässt, wundert mich immermehr. Wir sollten Verhandlungen wieder als Negotiations, wir sollten einen Vertrag wieder als Treaty, wir sollten Übereinkommen wieder als Agreements auch gegenüber Trump, diese Unterscheidung aber auch im deutschen und europäischen Sprachraum handhaben. Deals können am großen Viehmarkt in Austin per Handschlag beschlossen werden, Trump darf gerne seine Immobiliengeschäfte als Deal bzeichnen und per Handschlag abschließen, mehr aber nicht. Trump ändert nichtnur die Politik zum Schlechten, er macht dies auch bei der Gesprächskultur.
Danke! So ähnlich schrieb ich heute Morgen, aber das ließ die Foren-Administration leider nicht durch. Ein Vertrag ist etwas ganz anderes als ein "Deal", und es ist ein riesen Fehler, diese Feinheiten freiwillig aufzugeben. Ich störe mich sehr daran, dass weite Teile der Presse die Trump-Sprache einfach übernehmen. Reden wir also bitte weiter von Verträgen statt Deals oder von Lügen und Desinformation statt Fake.

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rösti 24.05.2018, 12:57
138.

Zitat von darthmax
Da die EU mehr in die USA exportiert als umgekehrt werden wir einen wirtschaftlichen Druck als erstes verspüren. Die USA kann auch ohne BMW und Mercedes. Wer sich jetzt als beinharter Verhandler geben möchte ...er muss erstmal verhandeln und wie verbessert man einen schlechten Vertrag ? Eine Atombombe zu bauen ist heute kein grosses Problem, wenn man entsprechend angereichertes Material zu Verfügung hat. Hat der Iran davon genug ? Die zweite Bedingung ist ein Transportmittel, das wird gerade getestet. Die Befürchtung wird auch von den europäischen Politikern geteilt, aber wie will man verhandeln wenn da kein Druck auf den Iran ausgeübt wird. Trump mag eben Trump sein aber die bisherigen Verhandlungen sowohl in Nordkorea oder Iran waren nicht zielführend. Da der Iran als Exportland noch sehr uninteressant ist, wird es sich jede Firma sehr gur überlegen ob sie auf eine Schwarze Liste gesetzt wird und dann auch keine Zulieferungen mehr aus den USA bekommt geschweige dahin liefern darf, da ist Herr Maas dann irrelevant.
Wenn Europa keine Orangen, Ananas, Mais usw. nicht mehr aus den USA bezieht, mag das im ersten Moment lächerlich klingen, aber das ist es nicht. Diese Waren treffen genau die Klicke, die Trump gewählt haben, kleine Farmer und große Plantagen und Glauben sie mir das tut weh...!
Die Deutsche Auto Industrie schafft in den USA Arbeitsplätze, was will Trump da höhere Zölle? Einen Flugzeugträger nach dem anderen bauen kostet viel Geld, der Bau und die Tage auf See, verschlingen viele Dollars und was macht man dann, Krisen schaffen und die Partner bezahlen mit! Das ewige auf Israel Rücksicht nehmen geht mit der Ihrer jetzigen Politik nicht mehr ...... mit Düsenjäger gegen Autoreifen und Steine steht in keinem Verhältnis zur Lage mit den Palästinensern, die weder die Mittel noch die verbündeten haben um Israel gefährlich zu werden!
Iran hat Oel und braucht dafür Moderne Technik und Infrastruktur
,ist das kein Geschäftsfeld?
Saudi Arabien bezahlt die Terroristen und die vom 11 Sept. waren meist aus Sau-dien Arabien!!! Der Staat ist genau so Demokratisch wie der Iran da ändern die schneeweißen Kaftane und die Hochhäuser nichts daran!
Zur Zeit ist die Stimmung´s mache in unserem Land so, alle sind Dumm in Europa , die Verantwortung tragen..... und diese Stimmung wird von Mike Zuckerberg und Genossen via Handy nach Europa befördert!

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Kurt2.1 24.05.2018, 13:01
139. #105

Zitat von biesi61
Sie ist ein anachronistisches Relikt des Kalten Krieges, das durch seine Osterweiterung bis heute Europa destabilisiert und mangels anderer Aufgaben inzwischen militärische Gewalt in andere Regionen der Welt trägt. Sie gehört eher heute als morgen aufgelöst! Deutschland wird von niemandem bedroht, sollte die sinnlosen Auslandseinsätze der Bundeswehr allesamt beenden und kann dann die Rüstungsausgaben weiter abschmelzen.
Ja genau, NATO auflösen, BW verschrotten.
Wenn wir ausreichend Rüstungsausgaben abgeschmolzen haben, bauen wir von dem Geld ein paar Panzerstraßen in Richtung Deutsche Tiefebene, damit ein angedachter Feind es nicht so schwer hat, uns zu besuchen mit Urlaubern, kleinen grünen Männchen oder so.

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