Forum: Politik
Maas in Washington: Schlagabtausch mit Trumps Falken
REUTERS

Bei seinem Antrittsbesuch streitet sich Außenminister Heiko Maas offen wie nie mit den Beratern des US-Präsidenten über den Iran-Deal. Danach versucht er nicht mal mehr, den Bruch im transatlantischen Verhältnis schönzureden.

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smokiebrandy 24.05.2018, 07:30
10. Oh...Herr Maas hat Herr Bolton gesagt...

Das wird diesem sicher eine Warnung sein...und jetzt werden sich die Trumpschen Hardliner sicher genau überlegen , ob sie den Iran weiter sanktionieren...
Europa sollte sich endlich von seinen eigenen Interessen leiten lassen und nicht nach der Pfeiffe der USA tanzen.

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hersp58 24.05.2018, 07:30
11. Härte zeigen

Gegenüber Trump & Co hilft nur ein Mittel. Konsequentes Beharren auf eigenen Positionen und Geschlossenheit der Europäer. Früher oder später wird Trump einknicken, wenn die USA den Handelsdruck über Strafzölle der EU zu spüren bekommt. In ein paar Jahren ist Trump Geschichte. Dann werden die Scherben seiner "Politik" aufgekehrt. Die USA sollten dann diesen Spuk zum Anlass nehmen und ihre Verfassung überarbeiten. Niemals darf ein Präsident so viel Macht innehaben, dass er eine Großmacht wie die USA mit dem Ring durch die Manege führt. Hier versagen sämtliche Kontrollmechanismen.

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s.l.bln 24.05.2018, 07:44
12. Wenn man es jetzt...

...noch schafft, Altmeier irgendwo anzubinden, kann der dringend notwendige Eindruck entstehen, Europa fände gegenüber der Trump Administration endlich zum der wirtschaftlichen Größe angemessenen Selbstbewußtsein, welches grade im Umgang mit Typen wie Trump von zentraler strategischer Bedeutung ist.
Daß Merkel sich parallel mit den Chinesen austauscht, denen die USA grade militärisch wie wirtschaftlich auf die Füße zu treten gedenkt, bekommt so nochmal eine besondere Würze.
Womöglich überreizt Trump grade sein Blatt.
Der Welt, wie auch der USA wärs zu wünschen, bevor noch schlimmerer Schaden entsteht.

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uad0707 24.05.2018, 07:48
13. Verlogen!

Die Chefin des Außenmisters arbeitet daran, die EU-Übereinkunft zur Erhaltung des Abkommens zu hintertreiben. Sie sieht keine Möglichkeit, deutsche Firmen gegen US-Sanktionen zu schützen. Das hat sie gleich nach ihrer Zustimmung zur EU-Übereinkunft gesagt. Damit ist allein aufgrund dieser Äußerung das Abkommen tot und das ist auch dem Außenminister bekannt! Was für ein verlogene verlogene Show!

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lostandfound 24.05.2018, 07:49
14. Das war kein Schlagabtausch.

Das war ein Satz heiße Ohren für Maas. Er hat ein bisschen aufgemuckt, und dann wurde ihm gezeigt, wo der Hammer hängt. Ein Mensch von trauriger Gestalt, und nicht einmal ein Ritter.

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lostandfound 24.05.2018, 07:52
15. Gar nichts gemacht, erst recht nicht gut.

Zitat von biesi61
Ehrlich gesagt hatte ich erwartet, dass er sich so einlullen lässt wie seinerzeit der deutsche Außenminister Fischer bei seinem ersten USA-Besuch von Madeleine Albright. In der Sache hat Europa keine Wahl. Dem irrsinnigen US-Kurs zur weiteren Verschärfung der Spannungen in Nahost muss sich Europa in den Weg stellen. Ansonsten entstehen für unsere Sicherheit komplett unbeherrschbare Gefahren! Jetzt rächt sich, dass die US-amerikanischen Verantwortlichen für die völkerrechtswidrigen Aggressionen gegen Afghanistan, den Irak und Libyen mit vielen hunderttausenden Toten niemals zur Verantwortung gezogen wurden und so z.T. bis heute politisch aktiv sind.
Es gibt immer noch Leute, die glauben, man könne sich den USA erfolgreich in den Weg stellen. Das ist völliger Unsinn. Gegen die USA läuft gar nichts, und es ist Zeit, dass man versucht, die Politik der USA zu unterstützen.
Die Folge „rechtswidrigen Aggressionen gegen Afghanistan“ interessieren in den USA überhaupt keinen. Das sollte man wissen.

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zweifelturm 24.05.2018, 07:56
16. Werter biesi61 #1

Damals pflegten die USA und D die transatlantische Verbundenheit und hatten gemeiname Werte und Ziele. Albright und Fischer schätzen einander und sind bis heute beste Freunde. Da ist und war gegenseitiger Respekt. Jetzt haben wir mit Trump und Bolton und Pompeo und v. a. m. eine völlig durchgeknallte Mobster-Gang als US-Regierung. Als Marionetten. Die Koch-Brothers und Mercer ziehen im Hintergrund die Fäden. Trump spielt den POTUS und glaubt sogar daran. Trump kann ja ausser verdauen sonst nichts, was länger als 2 Minuten dauert.

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lalito 24.05.2018, 08:00
17. Europa

Zitat von biesi61
. . . zur weiteren Verschärfung der Spannungen in Nahost muss sich Europa in den Weg stellen. Ansonsten entstehen für unsere Sicherheit komplett unbeherrschbare Gefahren! . . .
Was bitteschön soll dieses Europa denn sein?

Hier in den Foren wird gegen die EU und den Euro seit Anbeginn Zeter und Mordio geschrieen, Totgeburt als harmlosere Aussage für den mittlerweile 16-jährigen. Dazu, Bspw. Italien, nationalistische Strömungen die sich links/rechtsübergreifend nur für die Egoismen des eingenen Landes stark machen und mittlerweile in einigen Parlamenten in Regierungsverantwortung gekommen sind.

E3 ist angesichts des Brexits und solcher Figuren wie Farage im Parlament höchstwahrscheinlich einfach und ohne großen Energieaufwand zu trennen, wenn es hart auf hart kommt. Ein weiches Ziel.

Der Hegemon lässt die Muskeln spielen und natürlich wird der Rest einknicken, aber man hat alles Erdenkliche versucht. Gut, würde man konseqent weiter denken, wäre ein neutrales Europa, welches um sich werben ließe, eine interessante Variante, das würd' den Muskelmann natürlich fürchterlich fuchsen und SEINEN geostrategischen Überlegungen völlig zuwider laufen . . .

Mut nützt nur mit Machen, ansonsten sitzt man mutig in der Ecke, während um einen herum die Welt von den Machern nach Belieben umgekrempelt wird.

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kayakclc 24.05.2018, 08:05
18. Chefdiplomat Maas

Inhaltlich nichts auszusetzten. Aber ein reiner PR Gag. Das ist völlig sinnlos, was Maas da abzieht. Das Grundproblem: in der EU herrscht wie immer Kakophonie der nationalstaaten interessen, die Briten verlassen den Laden und die EU hat keine Strategie und auch keinen Hebel gefunden. Solange die EU nicht an einem Strang zieht und eine echte Gegenmacht darstellt, ist das Verhalten von Maas eher des eines trotzigen Kindes, der sich in den USA nur lächerlich macht und nicht erreicht, außer Beifall der anderen Kinder zu Hause. Wer auf Augenhöhe mit den Trump-Leuten verhandeln will, muss entweder geschicker sein, wie Altmeier, oder eben eine massiven Hebel in der Hand haben, den die Amerikaner verstehen. Ein Sturm im Wasserglass. Joschka Fischer war um klassen besser, weil der genau wusste, wann sich ein Krawall lohnt, und wann er ein Eigentor darstellt.

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der_stille_beobachter 24.05.2018, 08:05
19. Die neue Weltmacht

Die USA kämpft um ihre Stellung in der Welt.
Außenpolitische Desaster über die letzten Jahrezehnte sowie die wirtschaftlichen Schwierigkeiten bedrohen die USA in ihrem tiefsten Selbstverständnis: "America first"
Während dessen hat sich China von der verlängerten Werkbank zu einer ernstzunehmenden Wirtschaftsmacht entwickelt und äußert offene Ansprüche auf die Spitzenposition.
Jetzt ist es an der Zeit alte Bande zu überdenken und Außenpolitik neu auszurichten. Falls die USA mit dem Säbel rasselt, dann müssen die Einfuhrzölle nach oben und die Liberalisierung des Handels mit China vorangetrieben werden. Es steht die historische Entscheidung an eine neue starke Partnerschaft einzugehen. Das transatlantische Bündnis hat unter diesem Präsidenten ausgedient.

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