Forum: Politik
Machtdemonstration: USA schicken 3000 Soldaten zu Manöver ins Baltikum
DPA

Die USA rüsten Estland, Lettland und Litauen auf, "zur Abschreckung der russischen Aggression". 3000 US-Soldaten sollen in Mai ein Militärmanöver starten.

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lupidus 10.03.2015, 09:38
50.

Zitat von senecari
Und die USA kann es sich nicht erlauben bei China auch nur an die Türe zu klopfen. Russland schon.
das würde ich so nicht sagen. einerseits ist china der größte gläubiger der usa, andererseits ist usa der größte handelspartner. und wenn es hart kommt ist das patriotische potenzial dort groß genug um chinesische waren abzulehnen. schon jetzt ist ein trend zur regionalisierung erkennbar.

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testi 10.03.2015, 09:40
51. Ich

Zitat von rosskal
Die baltischen Staaten sind NATO-Staaten. Wer traut Russland denn ernsthaft einen Krieg gegen die NATO zu? Umgekehrt könnte ein Schuh draus werden. In feinster US-Manier wird hier doch lediglich eine Verschiebung von Rüstungsgütern und Truppen propagandistisch begleitet. Beispiele für derartige Ausdehnungsübungen bietet die jüngste Geschichte zur Genüge. Nicht vor Russland, vor den USA sollte uns bange sein.
Nachdem was ich gesehen habe, traue ich den Russen auch einen Krieg gegen das Baltikum zu. Da wird nach bekanntem Muster einfach was von "unterdrückter Minderheit" erzählt, und schwupps helfen dort grüne Männchen den dort wohnenden Russen bei ihrem Aufstand.

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lupidus 10.03.2015, 09:42
52.

Zitat von Inselbewohner
Nun ich verfüge leider nicht über die nötigen Kontakte aus Moskau aber auch sie sollten wissen, dass Aktion Reaktion gleichbleibende Faktoren sind. Die Ukraine jetzt als den Hort westlicher Demokratie hin zu stellen ist absdrus. Selbst ein Putin weis, dass er niemals ein russisches Weltreich errichten kann. Will er auch gar nicht, er will sich nur die Leute vom Hals halten die Rußland vernichten wollen. Wo haben sie dieses Zitat her, dass der Zerfall der UDSSR für Putin eine geopolitische Tragödie wäre. Sie negieren einfach, dass wir alle bei der Auflösung der UDSSR an einem weltweiten Krieg mit Atomwaffen vorbeigeschrammt sind. Wer hat das verhindert? Leute in Rußland die einfach keine Vernichtung wollten. Kleinkarierte Betrachungsweisen sind selten hilfreich. Gruß HP
niemand will russland vernichten. wie kommen sie auf den schmalten trichter ? die ukrainer haben sich der russischen marionette entledigt und putin ist einmarschiert mit seinen urlaubssoldaten.

ich glaube nicht, dass diese kriegsverhindernden russen von damals heute noch was zu sagen haben. den geist des frieden, den gorbatschow verbreitet hat, gibt es nicht mehr. viel mehr trauern alle dem starken russland nach. daher hat putin ja seine enorme unterstützung. endlich wird mal wieder der welt gezeigt wo der hammer hängt. was mit kritikern geschieht wissen wir ja.

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helios2.0 10.03.2015, 09:43
53. Testlauf Ukraine

Zitat von pethof
„Die baltischen Staaten befürchten, dass ihnen ein ähnliches Schicksal wie der Ukraine drohen könnte.“ Diese Furcht ist unbegründet, wenn sie meinen, dass Russland sie mit eigenen Truppen angreifen würde. Alle drei sind NATO-Staaten, dazu noch die besten Freunde Washingtons. Die NATO würde sich auf Basis Artikel 5, der Beistandspflicht, zu einem militärischen Eingreifen verpflichtet sehen. Aber die Russen sind ja keine Selbstmörder. Vielleicht fürchten die Balten aber etwas anderes, nämlich das Verhalten der eigenen – zahlenmäßig nicht unerheblichen – russischen Minderheiten. Diese sind in diesen EU-Ländern erheblichen Diskriminierungen ausgesetzt. Sie sind dort keine Staatsbürger, sondern nur „Nichtbürger“ mit ganz erheblichen Einschränkungen ihrer Rechte. Noch halten sie still, aber wer weiß wie lange. Ein Weg, dieses potentielle Unruhepotential zu beseitigen, wäre eine Abschaffung der Kategorie „Nichtbürger“, was auch ganz im Brüsseler Sinne wäre. Aber dazu ist keine US/NATO-Militärdemonstration von Nöten.
Russland führt in der Ukraine erfolgreich einen hybriden Krieg. Gerade im Baltikum, mit seiner russischsprachigen Minderheit, könnte Russland versucht sein mit einer dähnlichen Vorgehensweise die Abwehrfähigkeit und Bündnisbereitschaft der NATO zu testen. Wo offiziell keine russischen Soldaten sind, gibt es offiziell auch keinen Aggressor. Ohne den Feind von außen wird es schwierig einen Bündnisfall nach Artikel 5 des Nordatlantikvertrages auszurufen.

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testi 10.03.2015, 09:44
54. Wo ist das Problem?

Zitat von Ron777
NATO-Manöver zeitgleich im Baltikum und im Schwarzen Meer. Monatelang haben wir hier wöchentlich Artikel gelesen über angebliche Provokationen der russischen Armee, die z.B. mit einem Flugzeug dem nationalen Luftraum eines NATO-Mitglieds nahe gekommen sei. Tenor: böse Russen! Und nun "provozieren" gleich Tausende von unseren guten Westsoldaten an der russischen Grenze. Was für ein Hohn. Deutschlands Regierung muss endlich einsehen, dass es unserem Bündnispartner USA scheinbar um die Schaffung eines neuen Ost-West-Konfliktes geht, es also nicht um die Befriedung der Ukraine, sondern gerade um das Schaffen eines Flächenbrandes dort geht. Der USA schwimmen wirtschaftlich die Felle davon, nun gilt es für die Amerikaner Europa zu destabilisieren und Russland zu zerstören. Im Nahen Osten und in Afrika war man ja schon erfolgreich...
Die Russen üben ständig an NATO Grenzen mit ihrer Kriegsmaschinerie. Alles OK, da ja internationales Gebiet. Warum soll die NATO nicht selbiges Recht haben?

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karlsiegfried 10.03.2015, 09:46
55. Meine Antwort

Zitat von kampfgnom555
Wie kommen Sie zu der Annahme dass die 3000 Soldaten nach Moskau wollen?
Mal ehrlich. Was sollen denn 3.000 Natosoldaten im Baltikum bewirken? Das Baltikum verteidigen? Das wird nicht reichen. Putin Angst machen? Glaube ich nicht. Placebo für die Balten? Glaube ich schon eher. Unruhe schüren, psychologische Kriegsführung? Das passt ganz gut, denn es ist eine Vorstufe zum Krieg gegen Russland. Ansonsten braucht man wirklich keine 3.000 Soldaten im Baltikum. Und wa bedeutet Krieg gegen Russland? Moskau einnehmen, was denn sonst!

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ka117 10.03.2015, 09:46
56.

Zitat von Inselbewohner
(1) Selbst ein Putin weis, dass er niemals ein russisches Weltreich errichten kann. Will er auch gar nicht, er will sich nur die Leute vom Hals halten die Rußland vernichten wollen. (2)Wo haben sie dieses Zitat her, dass der Zerfall der UDSSR für Putin eine geopolitische Tragödie wäre.
1. Wie reden hier nicht von der Errichtung eines russischen Weltreichs sondern von der Unterwerfung der benachbarten Staaten, vor allem jener, die früher Teil der Sowjetunion waren. Und die baltischen Staaten waren, genauso wie die Ukraine ein Teil der Sowjetunion. Nun gibt Putin selbst zu, dass er geplant hat, Teile der Ukraine zu annektieren.
Vor zwei Jahren hätten Sie wahrscheinlich auch alle versichert, Russland würde NIE Teile eines anderen Staates besetzen und annektieren.

2. ALLE kennen diese Aussage von Putin. Nur derjenige (Sie), der hier genau wissen will, was Putin nicht will kennt sie nicht:

"utin hat den Zerfall der Sowjetunion als "größte geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts" bezeichnet. "

http://www.zeit.de/2014/11/interview-michail-ryklin-putins-dilemma/seite-3

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schnuppe 10.03.2015, 09:49
57. Verteidigung Europas ist Europas Angelegenheit

Zitat von warndtbewohner
wir brauchen keine Waffen sondern Gespräche. Es ist Zeit dass die Friedensbewegung auf die Straße geht und gegen dieses Aufrüsten protestiert. Amerika braucht uns nicht, wir aber die Russen, denn sie sind unser Nachbar. DASS ist der Unterschied den viele hier nich begreifen wollen...
Das sehe ich genauso.
Frieden mit Russland ist ein europäisches Interesse aber kein amerikanische Interesse. Wir sollten nicht den Bock zum Gärtner machen und unsere Verteidigungspoliltik in die eigenen Hände nehmen.

Dazu gehört ein stärkeres, unabhängigeres Europa mit klaren Prozeduren.

Solange so viel nationales Gezerre, Beispiel Griechenland, die Energien binden kann und die Aufmerksamkeit von viel wichtigeren Dingen ablenkt, wird Europa niemals stark werden.

An eine USA in einer Führungskrise, man sehe den Brief an den Iran, sollte man sich nicht halten. Was aus der Geschichte wird und in welche Abenteuer die USA da wieder verstrickt werden, man siehe Netanyahus Rede, da kann noch einiges kommen.

Außerdem sind die USA nicht unsere Freunde. Wir sind höchstens als geopolitische Vasallen und als Absatzmarkt gedacht. Das zeigen NSA-Affäre und TTIP-Vorhaben deutlich. Und ein reiches Europa kann man via TTIP und Schiedsgerichten noch ordentlich schröpfen. Schön für die amerikanischen Konzerne, die gerne hier Geschäfte machen, aber immer noch keine Steuern zahlen - Starbucks, Amazon...

Es gibt eine Menge zu tun.

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kampfgnom555 10.03.2015, 09:50
58. #38 senecari

Die Frage "schon mal was von den BRICS Staaten gehört" kommt genau so in letzter Zeit immer öfter, wie von einem Computer gestellt. Aber mal ganz im ernst ein paar Staaten mit groben Absichtserklärungen ,räumlich weit auseinander und mit unterschiedlichen Regierungsformen ( Demokratie, Autokratie und Komunistischer Kapitalismus ). Ich denke nicht dass dieses Gebilde in absehbarer Zukunft dem Westen den Rang abläuft.

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reggi 10.03.2015, 09:51
59.

Zitat von lupidus
ich glaube niemand hat lust darauf. daher die abschreckung in der hoffnung, dass der ernstfall nicht eintritt. sicher wird niemand wegen dem baltikum einen krieg mit russland riskieren. das weiß putin, das weiß obama.
Ich stimme ihnen zu. Möchte aber, um von den Namen weg zu kommen, sagen: Die Russen und die Amerikaner wissen beide sehr genau, dass sie eine direkte Konfrontation ihrer Armeen nicht wollen.

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