Forum: Politik
Machtkampf in Ägypten: Muslimbrüder rufen zur Woche des Widerstands auf
AP

Ägypten versinkt in Gewalt und ein Ende ist nicht in Sicht. Am "Tag der Wut" sind landesweit bislang mindestens 70 Menschen ums Leben gekommen. Trotz vieler Opfer in ihren Reihen wollen die Muslimbrüder weiter gegen die Armee protestieren.

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Mindbender 17.08.2013, 00:40
80. ...

Hach Ja, der "arabische Frühling". Wie waren sich alle Politiker am freuen.
Jetzt brennt es überall und keiner macht mehr das Maul auf.
So sind sie halt.

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mrwrong 17.08.2013, 00:43
81. was regen wir uns auf?

Die Muslim-Brüder haben versucht, dass ägyptische Volk zu unterjochen, da ist es nur gerecht, wenn sie jetzt die Rechnung bekommen. Ich finde es verlogen, wenn Politiker den Zeigefinger erheben und Zurückhaltung von den fortschrittlichen Kräften im Land verlangen, wo doch die Muslim-Brüder zu Gewalt aufrufen. Es ist doch absehbar, dass die Muslim-Brüder eine islamische Diktatur einrichten wollen, nur das Militär kann das verhindern. Wenn das Militär so wie in der Türkei an die Leine der Islamisten gelegt wird, dann ist es um die Bürger so bestellt wie vor kurzem in der Türkei zu sehen war. Es ist nicht zu verstehen, warum westliche Politiker die fortschrittlichen Kräfte in Ägypten bremsen wollen, so wie es Westerwelle und sein französischer Amtskollege oder gar die republikanischen Senatoren aus USA tun. Auch Obama hat ein falsches Verständnis von Freiheit. Die USA wollen alle Parteien ruhig halten, damit die Geschäften der Amis in der Region ungestört laufen. Das man sich auf die Seite der Unterdrücker in Ägypten schlägt, ist dabei egal. Der unglückliche Dirk Niebel versucht die paar Millionen Euro Wirtschaftshilfe für Ägypten zu blockieren, dass ist doch nur noch peinlich. Wenn die Muslim-Brüdern erklären, die koptischen Christen seien an allem schuld und duzende Christen töten und Kirchen anzünden, dann muss doch klar sein, wen wir zu unterstützen haben. Das sollten auch unsere Politiker mal überdenken.

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dedoors 17.08.2013, 01:17
82.

Zitat von sysop
Ägypten versinkt in Gewalt und ein Ende ist nicht in Sicht. Am "Tag der Wut" sind landesweit bislang mindestens 70 Menschen ums Leben gekommen. Trotz vieler Opfer in ihren Reihen wollen die Muslimbrüder weiter gegen die Armee protestieren.
So traurig das alles ist, es ist schon erstaunlich, das die Gewalt ständig in arabischen/muslimischen Ländern vollzogen wird, ständig Bombenanschläge, ständig Tote - jeden Tag - Irak, Pakistan, Libanon, Syrien, ... inflationär.

In Bayern oder Island gibt es so etwas nicht , dementsprechend geht es den Mensch auch da ...

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besen 17.08.2013, 01:43
83. Überraschung

Das gibt bisweilen einen verstummten Hallo-Wach-Effekt, wenn man als Demokrat lautstark einem Putsch zujubelt, von dem man sich mehr abendländische 'Freiheit' verspricht. Da werden auch die Toten ganz schnell relativ.
Die wirkliche Katastrophe haben wir ganz klar hier bei uns. Vor allen Dingen bei den Journalisten!

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desktopper 17.08.2013, 01:44
84.

Es gibt nur eine Demokratie und die ist nicht das, was was man von ihr erwartet. Gewalt und Demokratie schließen sich grundsätzlich aus. Wer keine Demokratie erträgt, ist kein Demokrat.

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ANDIEFUZZICH 17.08.2013, 02:20
85. Woche der Besinnung

Zitat von sysop
Ägypten versinkt in Gewalt und ein Ende ist nicht in Sicht. Am "Tag der Wut" sind landesweit bislang mindestens 70 Menschen ums Leben gekommen. Trotz vieler Opfer in ihren Reihen wollen die Muslimbrüder weiter gegen die Armee protestieren.
Vielleicht sollte die Muslimbrüderschaft mal einen "Tag der Besinnung" ausrufen.
Dann hätten sie auch mehr Sympatisanten.
Gewaltsamer Widerstand gegen das Militär wird nur zu noch grösseren Repressalien führen, im übrigen bin ich der Meinung, dass Religion nur eine untergeordnete Rolle gegenüber dem Gemeinwesen ausüben sollte, wer's glaubt wird selig oder so...

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murrle01 17.08.2013, 02:20
86. Wie wurde Mursi gewählt?

Zitat von yekiz
Schön das wir heutzutage auch einen Militärputsch befürworten. Es ist doch ganz simpel: Wurde Mursi vom Volk gewählt, ja. Also kann er auch wieder mit der nächsten Wahl abgewählt werden. Ihre Aussage, dass die MB nicht protestieren sollten ist doch absurd. 99% der Protestieren sind unbewaffnet. Lesen/schauen Sie sich bitte auch andere Medien/Bilder/Videos an. Es wird wahllos in die Menge geschossen und Sie verteidigen wirklich diesen SISI?
Nur von einem kleinen Teil der Bevölkerung, da die Wahlbeteiligung minimal war. Und auch nur deshalb, weil kein anderer Kandidat die Mehrheit bekam, und die MB falsches Zeugnis ablegten: An Stelle einer zugesagten echten Demokratie sollte ein Gottesstaat eingerichtet werden - also leben wie im Mittelalter. Der größere Teil der Bevölkerung wollte genau das NICHT, somit ist die Entfernung aus der Regierung absolut notwendig gewesen. Weil er die Mehrheit nicht anerkannt hat, mußte das Militär eingreifen. Aber lieber Protest und Märtyrer, als sich noch einmal an einer demokratischen Regierung zu beteiligen. Das ist zynisch!

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murrle01 17.08.2013, 02:23
87.

Zitat von yekiz
Schön das wir heutzutage auch einen Militärputsch befürworten. Es ist doch ganz simpel: Wurde Mursi vom Volk gewählt, ja. Also kann er auch wieder mit der nächsten Wahl abgewählt werden. Ihre Aussage, dass die MB nicht protestieren sollten ist doch absurd. 99% der Protestieren sind unbewaffnet. Lesen/schauen Sie sich bitte auch andere Medien/Bilder/Videos an. Es wird wahllos in die Menge geschossen und Sie verteidigen wirklich diesen SISI?
Dann sind die Mursigegener und Polizisten, so wie einige Militärs von ihren eigenen Kugeln getroffen worden?? Sie sehen wohl nur das, was Sie sehen wollen?

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cashcows_return 17.08.2013, 02:28
88.

Zitat von sysop
Ägypten versinkt in Gewalt und ein Ende ist nicht in Sicht. Am "Tag der Wut" sind landesweit bislang mindestens 70 Menschen ums Leben gekommen. Trotz vieler Opfer in ihren Reihen wollen die Muslimbrüder weiter gegen die Armee protestieren.
Wann wird der "Westen" den "Rebellen" Waffen liefern?

Alle Argumente, die schon bei Liyen und Syrien falsch waren, ließen sich doch nun leicht 1:1 auf Ägypten übertragen, nicht wahr?!

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marsur 17.08.2013, 02:39
89. Ideologie

..kann mann nicht mit Gewalt bekämpfen, und schon gar nicht eine radikal-religiöse wie die islamische, die ihre Werte heute anders interpretiert als früher. Der Islam war vor hunderten vor Jahren eine eine fortschrittliche Religion/Kultur die dem Okzident weit voraus war. Mit dem europäischen Kolonialismus begann das Debakel. Sie wurden ausgebeutet und ihre Religion und Kultur gedemütigt. Gegen Ende des letzten Jahrhunderts, wo der westliche(hauptsächlich USA) Kulturimperialismus, kehrte der strenge islamische Glaube(siehe die Palestinenser,mit dem säkulären Arafat, und heute die Hamas) zurück als Identitätsmerkmal.Durch die Armut die diese Menschen erleben, obwohl manche in einem eigentlich reichen Land (Öl,Mineralien,Gold) leben,sind sie für jede von oben verordnete Ideologie (früher Kommunismus, heute Islam) empfänglich. Nur Bildung,Wohlstand und wahre Demokratie gepaart mit laizismus, kann den nahen Osten retten

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