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Machtkampf bei den Briten: Johnson-Rivale Stewart fliegt aus Tory-Wettbewerb
ANDY RAIN/EPA-EFE/REX

Er war Hoffnungsträger der Proeuropäer im Kampf um das Amt des britischen Premiers: Jetzt ist Rory-Stewart in der nächsten Abstimmungsrunde bei den Tories ausgeschieden. Auf Platz eins bleibt Boris Johnson.

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volker_morales 19.06.2019, 19:42
1. Der harte Brexit kommt!

Sorry, aber eigentlich steht das Ergebnis doch schon fest. Gewählt wird, wer am Ende bereit ist, den harten Brexit zu verkünden. Im Zeifel also Boris Johnson. Die Briten wollen ähnlich wie die US-Amerikaner mehrheitlich die Möglichkeit, durch Sozialdumping ihren Lebensstandard zu erhöhen. Und das wird Ihnen mittelfristig auch gelingen, weil die EU dem auf Dauer nichts entgegen zu setzen hat. Und Deutschland allein wird die sozialen Lasten der EU jedenfalls nicht auch schultern können.

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jla.owl 19.06.2019, 19:45
2. Populisten...

...versprechen ihren Kollegen, in Kürze einen neuen Brexit-vertrag auszuhandeln. Gewinner ist, wer am meisten verspricht... Ich muss angesichts dessen wohl meine Meinung über Politiker, zumindest die der britischen Konservativen, revidieren. Ich hielt derartiges Wahlverhalten immer fùr strunzdumm ..!

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hubie 19.06.2019, 19:59
3. Jeder wählt seinen Schlächter selbst

Das Thema Brexit ist tragisch und sehr relevant, aber durch dieses ad absurdum führen des ganzen Ausstiegs-Prozesses und damit auch der britischen Repräsentation, national wie auch auf europäischer und globaler Ebenen ist es wirklich nur noch ratsam das ganze erstmal irgendwie über die Bühne zu bringen...
Ein neuer Volksentscheid wäre ratsam, denn die Tragweite der Abstimmung von vor 3 Jahren war nicht absehbar.
We will see...

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s.l.bln 19.06.2019, 20:27
4. Ähh...

Zitat von volker_morales
Sorry, aber eigentlich steht das Ergebnis doch schon fest. Gewählt wird, wer am Ende bereit ist, den harten Brexit zu verkünden. Im Zeifel also Boris Johnson. Die Briten wollen ähnlich wie die US-Amerikaner mehrheitlich die Möglichkeit, durch Sozialdumping ihren Lebensstandard zu erhöhen. Und das wird Ihnen mittelfristig auch gelingen, weil die EU dem auf Dauer nichts entgegen zu setzen hat. Und Deutschland allein wird die sozialen Lasten der EU jedenfalls nicht auch schultern können.
...wie steigert man denn durch Sozialdumping den Lebensstandard, sofern wir nicht von den wenigen Profiteuren auf der Arbeitgeberseite reden? Grade die Brexitbefürworter träfe das am Härtesten.

Davon abgesehen bedeutet Johnsons Wahl mitnichten, daß der harte Brexit kommen muß, denn den hat das britische Parlament per Mehrheitsbeschluß von der Liste der Optionen gestrichen.
Johnson muß dort genauso Mehrheiten finden, wie May das erfolglos versucht hat. Wie soll das mit nicht mehrheitsfähigen Positionen funktionieren?
Der harte Brexit ist denkbar, aber auch mit Johnsons Wahl zum Parteivorsitzenden der Torys nicht wahrscheinlicher als die Rücknahme des Austrittsgesuches. Ist ja nicht so, als würde dort grade ein Kaiser gewählt.

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irobot 19.06.2019, 20:28
5.

Zitat von volker_morales
Gewählt wird, wer am Ende bereit ist, den harten Brexit zu verkünden.
Nur leider hat das britische Parlament diesen Weg ausdrücklich ausgeschlossen. Das Problem ist, dass die genau wissen, was sie nicht wollen, aber keine keine Ahnung haben, was sie wollen. Meine Prognose: die diskutieren noch in 10 Jahren darüber, wie sie aus der EU austreten wollen.

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Trevor Philips 19.06.2019, 20:42
6.

Zitat von s.l.bln
Davon abgesehen bedeutet Johnsons Wahl mitnichten, daß der harte Brexit kommen muß, denn den hat das britische Parlament per Mehrheitsbeschluß von der Liste der Optionen gestrichen. Johnson muß dort genauso Mehrheiten finden, wie May das erfolglos versucht hat. Wie soll das mit nicht mehrheitsfähigen Positionen funktionieren?
Das stimmt nicht:
https://www.ft.com/content/9c112cb6-3924-372c-bd42-95ed8e988708

Johnson hat übrigens mehrere Möglichkeiten den harten Brexit ohne Parlamentsbeteiligung durchzuziehen. Das will er aber nicht, er wird noch mal versuchen zu verhandeln und die EU wird umkippen.

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decathlone 19.06.2019, 20:43
7. Wie soll das funktionieren??

Zitat von volker_morales
Sorry, aber eigentlich steht das Ergebnis doch schon fest. Gewählt wird, wer am Ende bereit ist, den harten Brexit zu verkünden. Im Zeifel also Boris Johnson. Die Briten wollen ähnlich wie die US-Amerikaner mehrheitlich die Möglichkeit, durch Sozialdumping ihren Lebensstandard zu erhöhen. Und das wird Ihnen mittelfristig auch gelingen, weil die EU dem auf Dauer nichts entgegen zu setzen hat. Und Deutschland allein wird die sozialen Lasten der EU jedenfalls nicht auch schultern können.
UK ist schon führend, wenn es um das Drücken sozialer Standards geht. Und die Grenzen zur EU werden zu sein. Man muss schon sehr tief dumpen, um ausländische Investoren auch ohne Zugang zum EU-Binnenmarkt noch bei der Stange zu halten. Ich befürchte, dass ein weiterer Verlust wirtschaftlicher Potenz auch den Beitrag UKs zur europ. Verteidigung in Frage stellen wird. Aber leid tun mir vor allem, die Menschen in UK. Leider ist ausser den Liberal Democrats in UK keine Partei noch wirklich zurechnungsfähig.

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leander.1991 19.06.2019, 20:46
8. Tja...

Zitat von s.l.bln
...wie steigert man denn durch Sozialdumping den Lebensstandard, sofern wir nicht von den wenigen Profiteuren auf der Arbeitgeberseite reden?
... genau darüber reden wir ja. Also ich nicht, nur ein neuer Parteichef ändert am Parlament nicht viel und auch ein neuer Premier wird nichts substanzielles in der Wundertüte haben bezüglich eines harten Brexits. Meine Wette läuft also immer noch sehr gut, aus dem Brexit wird nichts.

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Sparta300 19.06.2019, 20:57
9. Armes Großbritannienn

... die Tories werden wohl einen Lügner zum Premier machen.

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