Forum: Politik
Machtkampf bei den Briten: Johnson-Rivale Stewart fliegt aus Tory-Wettbewerb
ANDY RAIN/EPA-EFE/REX

Er war Hoffnungsträger der Proeuropäer im Kampf um das Amt des britischen Premiers: Jetzt ist Rory-Stewart in der nächsten Abstimmungsrunde bei den Tories ausgeschieden. Auf Platz eins bleibt Boris Johnson.

Seite 2 von 7
M. Vikings 19.06.2019, 20:59
10.

Zitat von s.l.bln
Davon abgesehen bedeutet Johnsons Wahl mitnichten, daß der harte Brexit kommen muß, denn den hat das britische Parlament per Mehrheitsbeschluß von der Liste der Optionen gestrichen. Johnson muß dort genauso Mehrheiten finden, wie May das erfolglos versucht hat. Wie soll das mit nicht mehrheitsfähigen Positionen funktionieren? Der harte Brexit ist denkbar, aber auch mit Johnsons Wahl zum Parteivorsitzenden der Torys nicht wahrscheinlicher als die Rücknahme des Austrittsgesuches. Ist ja nicht so, als würde dort grade ein Kaiser gewählt.
Der harte Brexit ist deutlich wahrscheinlicher
als die Rücknahme des Artikel 50.
Weil für den harten Brexit kein Beschluss mehr nötig ist.

Der rechtsverbindliche Auftrag für den nächsten PM
ist nach wie vor der Brexit.
Wegen des Brexit-Gesetzes
und der Einleitung des Austrittsprozesses gemäß Artikel 50.
Der rechtlich unverbindliche Parlamentsbeschluss,
per "Meaningfull Vote"gegen den harten Brexit,
ändert daran nichts.

Für alle anderen Optionen,
Rücknahme des Artikel 50, Austrittsvertrag,
oder eine 3. Fristverlängerung durch die EU,
muss er Mehrheiten für einen Parlamentsbeschluss finden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
probstheida 19.06.2019, 21:01
11.

Ich schlage einen Tag Staatstrauer vor! Und die Flagge vor dem Spiegel-Gebäude wird halbmast gesetzt!

Die "Berichterstattung" ist wieder mal unfaßbar! Parteiisch bis zum Anschlag! Allein die Schlagzeile "Wer kann Johnson noch stoppen?"!

Wann will man in Hamburg wieder mal etwas tun, das den Namen Journalismus verdient?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
turiman 19.06.2019, 21:02
12. der Trump Britanniens

...die Briten scheinen aus dem ganzen verlogenen Gequatsche nichts gelernt zu haben, Johnson ist so machtgeil das ist schon unerträglich!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
M. Vikings 19.06.2019, 21:06
13. Die EU wird nicht umkippen.

Zitat von Trevor Philips
Johnson hat übrigens mehrere Möglichkeiten den harten Brexit ohne Parlamentsbeteiligung durchzuziehen. Das will er aber nicht, er wird noch mal versuchen zu verhandeln und die EU wird umkippen.
Der Austrittsvertrag ist bis an das Limit verhandelt.
Weitere Zugeständnisse würden die EU in ihrer Existenz bedrohen.
Wenn Johnson Schwein hat,
läßt sich die EU auf eine dritte Fristverlängerung
zu ihren Bedingungen ein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vielflieger_1970 19.06.2019, 21:13
14.

Zitat von Trevor Philips
Das stimmt nicht: https://www.ft.com/content/9c112cb6-3924-372c-bd42-95ed8e988708 Johnson hat übrigens mehrere Möglichkeiten den harten Brexit ohne Parlamentsbeteiligung durchzuziehen. Das will er aber nicht, er wird noch mal versuchen zu verhandeln und die EU wird umkippen.
Mensch Trevor, Sie unken doch seit Jahren Ihr ewiges Mantra vom siegreichen Britannia und was ist bisher eingetreten? Nichts von alle dem, was Sie bisher orakelten. Ein heilloses Durcheinander auf der Insel und eine offenkundig doch nicht so zerstrittene EU, wie Sie es gerne hätten.

War vor kurzem beruflich in Spanien und hatte das Vergnügen, mit vielen Briten dieses Thema zu erörtern. Gefühlte 99% waren sehr eindeutig in deren Meinung und die ist nicht zitierbar, denn es verstöße direkt gegen die Forenregeln, aber raten Sie mal....:-) Ok, das waren auch weltoffene und gebildete Menschen. Solche haben es immer schwer, gegen Lügner und im eigentlichen Sinne Volksverräter wie BJ zu agieren. Glaubt doch der bierselige Abstiegskandidat eher dem völkischen Gebrabbel als den Fakten. Ist bei uns auch nicht anders, keine Panik. Nur, am Ende werden viele Briten sehr viel verlieren und dazu muss man kein Orakel bemühen;-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gigi76 19.06.2019, 21:16
15. unstopable Boris

Man darf nicht vergessen, dass es sich bei den Menschen, die letztendlich über den Vorsitz abstimmen, um die Mitglieder der Torries handelt. Deren Ausrichtung ist erzkonservativ. Es gehört nicht viel dazu, zu prophezeien, dass Boris Johnson, am Ende bei 70-80% Zustimmung liegen wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
andtimestoodstill1 19.06.2019, 21:20
16. Tja

Für die Briten ist Johnson genau der richtige Mann. Die Deutschen Medien und deren meist leicht beeinflussbaren Leser werden nie begreifen wie Engländer und Amis ticken. Sie verstehen es einfach nicht. Johnson und Trump waren und sind für Kenner dieser beiden Länder keine Überraschung. Beide interessiert der Rest der Welt herzlich wenig und das gefällt den Menschen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nutbushstreet 19.06.2019, 21:29
17. Blondie Boris, na ja.

Lassen wir sie mal machen. Das dauert nicht lang und dann kommen sie heulend anmarschiert, aber da hat das alles schon viel Schaden angerichtet. Wenn man nicht akzeptiert dass die Zeiten eines " British Empire " schon lange Geschichte ist; traurig. Schlimm finde ioh dass die Briten so einem Hanswurst und Populisten wie Boris folgen, aber das haben wir hier auch. Denken fällt aus. Setzen, Sechs.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rloose 19.06.2019, 21:37
18.

Zitat von hubie
Das Thema Brexit ist tragisch und sehr relevant, aber durch dieses ad absurdum führen des ganzen Ausstiegs-Prozesses und damit auch der britischen Repräsentation, national wie auch auf europäischer und globaler Ebenen ist es wirklich nur noch ratsam das ganze erstmal irgendwie über die Bühne zu bringen... Ein neuer Volksentscheid wäre ratsam, denn die Tragweite der Abstimmung von vor 3 Jahren war nicht absehbar. We will see...
Wer immer hier gewinnt. Er wurde von 160000 Tories gewählt und hat keine Mehrheit im Unterhaus. Sprich er hat keinerlei Legitimation für GB einen Brexit zu verhandeln egal was er verspricht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rloose 19.06.2019, 21:43
19.

Zitat von turiman
...die Briten scheinen aus dem ganzen verlogenen Gequatsche nichts gelernt zu haben, Johnson ist so machtgeil das ist schon unerträglich!
Die Briten werden doch gar nicht gefragt. 160000 Tories bestimmen den neuen PM und dieser hat nichtmal eine Mehrheit im Parlament.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 7